Weblog von Aysha

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Wenn sich Vorurteile bestätigen..

26.02.2010 11:20

.. ich habe vor rund einem halben Jahr aus Überzeugung (und nicht zuletzt, weil auch mein Freund behindert ist, der der zuverlässigste Mensch der Welt ist) eine Behinderte eingestellt, gegen den Willen des Vorstands und des Präsidenten der Organisation, für die ich arbeite, weil ich der Meinung war, sie ist kompetent und der Aufgabe gewachsen. Es wurde mir prophezeit, dass "ich sie nie wieder loswerden würde" (wegen des besonderen Kündigungsschutzes für Behinderte), "dass sie ständig krank sein würde", "ihre Sachen nicht erledigen würde und sich auf ihren besonderen "Status" berufen würde, kurzum "unbrauchbar" sein würde. Ich stieg auf die Barrikaden. machte mir viele Feinde mit meiner Einstellung, zog mir den Zorn meiner Vorgesetzten zu, aber blieb stur.


Was war das Ende vom Lied? Sie war wiederholt krank. Führte mir immer wieder vor Augen (wenn ich sich darauf ansprach, dass sie gähnend und übernachtig am Schreibtisch sass) , dass "Arbeit keine Priorität sei", dass sie die Nacht zum Tage gemacht hatte. Kein Wunder, wenn man sich dem Sozialschmarotzertum hingibt und soviel Geld fürs "Auf der faulen Haut liegen" scheffelt, was manche nicht mal mit harter Arbeit verdienen (Rente plus Pflegegeld rd. 1.600 Euro..) War krank geschrieben, aber offenbar nicht krank genug, um nicht am Abend vor den Augen geifernder Amelos -sie ist eine bekennende Amelo-Befürworterin und -sammlerin - in einer Theaterproduktion auf dem Boden herumzurutschen (aber interessanterweise Pflegegeld beziehend, was derzeit von den Behörden untersucht wird.).


Ihre Arbeitsleistung? Zum Vergessen. Offenbar hat sie Buchhaltung und alles andere in der Baumschule gelernt. Als ich ihr dann während eines Meetings - wo sie sich eigentlich freinehmen wollte - klarmachte, dass ich jemanden brauchte, auf den ich mich verlassen kann, zog sie gottseidank die Konsequenzen und ging von selbst, bevor wir sie rausschmeissen konnten. Sie kündigte per Mail an, zu bleiben, bis eine Nachfolge gefunden ist. Im Endeffekt war sie von einem Tag auf den anderen weg, ein Chaos par excellence hinterlassend - und mit den Schlüsseln, die ich erst wiederbekam, als ich mit der Polizei drohte.


Fazit?? Sie war "unbrauchbar". Regel? Ausnahme von der Regel? Meine Personalentscheidung hängt mir bis heute nach. Mir wird "Mitleid" und ähnliche Motive unterstellt. Ich würde definitiv nie wieder einem Behinderten eine Chance geben. Gebranntes Kind...



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