Hallo,
Darf ich mich vorstellen, mein Name ist Gilbert.
ich bin ein fast 3 Jahre alter Kater der es faustdick hinter den Ohren hat.
Ich hab ein rot-weißes Fell und ... ach was rede ich hier groß, schaut einfach auf das Profil von meinem Herrchen, da könnt ihr mich in den Fotoalben auf ein paar Fotos sehen.
Ich möchte euch in mehr oder weniger regelmässigen Abständen von meinem Leben berichten, was zum Teil recht lustig und aufregend ist.
Ich darf zwar nicht nach draussen, da direkt vor dem Haus eine vielbefahrene Strasse herführt, aber ich fühle mich in der Wohnung auch ganz wohl da ich praktisch 2 Wohnungen zur Verfügung habe, aber davon später mehr.
Ihr werdet jetzt sicher sagen für einen Kater ist Gilbert aber ein komischer Name, und manchen wird der Name sicher bekannt vorkommen, Stimmt, der Kater von Caillou dem kleinen Jungen aus der gleichnamigen Trickfilmserie heißt auch Gilbert.
Und da kommen wir auch schon zum Anfang meiner Geschichten, und Abendteuer.
Angefangen hat alles damit das ich bei einer sehr guten Freundin meines Herrchens gelebt habe, die hatte 2 Kinder Timmi und Lea, die ich sehr mochte und mit denen ich mich immer gut verstanden habe.
(Die beiden Kinder haben mir auch den namen Gilbert gegeben da sie die Kinderserie so gerne mochten.) aber als ich dann älter wurde da wurde mir das rumalbern und spielen etwas zu viel, leider kann ich mich da nicht mehr so richtig dran erinnern da ich ja auch noch recht jung und klein war.
Na jedenfalls mochte ich Lea die kleine Tochter irgendwann nicht mehr leiden, weil sie mir immer weh getan hatte beim spielen.
Sie hat es nicht absichtlich gemacht, sie wusste es mit 4 Jahren einfach nicht besser, aber ob nun mit oder ohne Absicht es tat mir immer ganz schön weh wenn sie mich so grob angefasst hat. Und da ich schnell gelernt hatte das miauen und fauchen nicht viel hilft, hab ich dann immer nach ihr gehauen wenn sie zu nahe an mir vorbei ging, ihre Eltern haben dann immer mit mir geschimpft.
Ich hab nie verstanden warum, denn ich wollte sie doch nur von mir fern halten weil ich sie eben nicht mochte, und ich auch Angst vor ihr hatte.
Eines Tages dann ist es passiert, Lea wollte mich auf den Arm nehmen und knuddeln, ich hab gerufen lass das sein und lass mich runter, aber Lea verstand mich nicht,
ich hab dann so eine Panik bekommen das ich wild um mich geschlagen habe, und sie dicht unterm Auge mit einer meiner Krallen gekratz habe.
Lea lies mich fallen und fing laut an zu weinen, und ich in meiner Panik die sich mittlerweile ins unerträgliche gesteigert hatte flitze wie ein Irrer unter den nächst besten Schrank.
Michaela, so hier Lea´s Mama kam sofort angerannt und nahm Lea in den Arm und schaute sofort nach dem Auge, es blutete etwas so wie ich das erkennen konnte und dann gingen die beiden ins Badezimmer.
Ich saß immer noch bibbernd und ängstlich unter den großen Wohnzimmerschrank, ich wusste das ich der armen Lea sehr weh getan hatte, und auch wenn ich sie nicht so gerne mochte tat sie mir in dem Moment doch sehr leid.
Ich wollte ihr ja auch nicht absichtlich weh tun, aber in dem Moment hatte ich so eine Angst, und da ist es dann passiert.
Ich schämte mich sehr und beschloss nächstes mal etwas vorsichtiger zu sein, auch wenn ich in Panik bin.
Ich merkte gar nicht wie die beiden wieder aus dem Badezimmer herausgekommen waren, da ich total in meinen Gedanken vertieft war.
Als Michaela anfing zu schimpfen riss es mich wieder in die Realität zurück, ich dachte oh oh das riecht verdammt nach Ärger.
Ich machte mich so klein wie es eben ging und versuchte mich in die hinterste Ecke zu verkriechen, aber es half alles nichts nach kurzer Zeit hatte Michaela mich entdeckt.
Sie legte sich auf den Boden und griff unter den Schrank, mit einer Hand versuchte sie mich zu packen, aber da sie wusste das ich Angst hatte, und das Katzen von Natur aus kratzen und beißen wenn sie sich bedroht fühlen war sie sich anscheinend nicht ganz sicher was sie nun tuen sollte, also ließ sie von ihrem Plan ab und zog sich wieder zurück.
Puh dachte ich, das ist ja noch mal gut gegangen.
Ich hatte mich schon ohne Fell da sitzen sehen weil Michaela mir gedroht hatte "wenn ich dich erwische dann ziehe ich dir das Fell über die Ohren", und das ausgerechnet im Winter BRRRR.
Ich weiß zwar das sie das nie gemacht hätte, weil sie ein herzensguter Mensch ist ,aber auf der anderen Seite war es auch so, das ich sie so sauer noch nie erlebt hatte.
Na ja jedenfalls blieb ich die nächste Stunde erstmal unter den Schrank sitzen, ich hatte mich da, wie sagt ihr Menschen doch immer, häuslich eingerichtet.
Ich hab meine Pfoten als Kopfkissen benutzt und eine kleines Nickerchen gemacht.
Es gab da nur ein kleines Problem, ich musste mal ganz dringend für kleine Kater.
Hmm, dachte ich so bei mir als ich vorsichtig unter dem Schrank hervor schaute.
Kann ich es wohl wagen mich wieder blicken zu lassen?
Ich versuchte den Gesichtsausdruck von Michaela zu deuten, aber ich konnte sie leider nur von der Seite sehen, da sie mit Lea am Tisch saß und am basteln war.
Ich versuchte es mit einem leisen und herzerweichenden Miau, .... keine Reaktion, ok dachte ich, noch ein Versuch aber dieses mal etwas lauter MIAUUU wobei sich gerade in dem Moment meine Blase wieder meldete, die dringend entleert werden musste.
Auweia, wenn ich jetzt noch hier hin pinkel, dann gibt es den Krach meines Lebens, wobei mir wieder die Bilder eines nackten und frierenden Katers durch den Kopf schossen.
Also blieb mir nichts anderes übrig als es zu riskieren, ich überlegte mir also wie ich am schnellsten zum Katzenklo kam ohne zu nahe an Lea und ihrer Mama vorbei zu müssen.
Unterm Schrank weg, dann scharf links, an der Wand entlang, und dann mit einem riesen Katersprung in den Flur, um mich dann noch mal unter dem Schuhschrank zu verstecken, so müsste es gehen.
Gesagt getan, ich flitze los, die scharfe Linkskurve hatte ich hinter mir, dann kam die Wand auf mich zu, leider schneller als geplant war, ich versuchte zu bremsen aber dank dieses verdammt rutschigen Laminats war mir das nicht möglich.
Also knallte ich mit voller Fahrt gegen diese Wand, aber das war mir in dem Moment vollkommen Schnuppe, denn als ich so zu den beiden rüberschielte sah ich das sich die beiden umgedreht hatten und mich anstarrten.
Ohje dachte ich, aus der Sache kommst du nie heile raus.
Ich rannte weiter auf die Tür zum Flur zu, und mit einem Sprung war es geschafft ich saß unter dem Schuhschrank.
Und da sah ich es, mein Katzenklo.
Ich hatte mich noch nie so gefreut mein Katzenklo zu sehen.
Aber durch dieses Sprint hatte sich meine Blase schon wieder gemeldet, sie gab mir zu verstehen das sie kurz vorm platzen war.
Also schaute ich noch mal kurz zu den beiden rüber und schlich dann vorsichtig auf das Klo.
Booooooohhhh ENDLICH…
Das tat gut, endlich konnte ich meinem Bedürfnis freien Lauf lassen.
Ich hatte das Gefühl das hört gar nicht wieder auf, es lief und lief…
Leider war Micheala mittlerweile aufgestanden und kam in meine Richtung, ich saß immer noch auf dem Klo und fürchtete das sie mich nun erwischt.
Aber wie durch ein Wunder ging sie an mir vorbei.
Sie schaute mich zwar böse an aber sie unternahm nichts.
Ich war ja schon etwas verwundert, aber ich wollte auch kein Risiko eingehen und versteckte mich nachdem meine Blase endlich leer war wieder unter den Schuhschrank.
Es vergingen mehrere Stunden und mittlerweile hatte ich mich auch wieder auf meinen Kratzbaum gelegt, denn ihr müsst wissen dass es unter so einem Schuhschrank nicht gerade gemütlich ist.
Timi war bei einem Schulfreund gewesen und in der zwischenzeit schon wieder nach Hause gebracht worden.
Als er dann in seinem Zimmer spielte ging ich zu ihm und wollte mir ein paar Streicheleinheiten abholen, die ich auch dankend erhalten habe.
Es machte einfach Spass mit Timi zu spielen und zu schmusen, denn Timi verstand genau wenn ich was nicht wollte und ließ mich dann auch in Ruhe.
Nicht so wie Lea, die dann nie aufhörte, sie war wahrscheinlich einfach noch zu klein um das zu verstehen.
Dann kam Lars nach Hause, der Papa von Timi und Lea und Michaelas Ehemann.
Er war wie jeden Abend total k.o von der Arbeit und setzte sich erstmal auf das Sofa.
Michaela stand gerade in der Küche und machte das Essen fertig denn es war schon recht spät.
Als sie dann das Essen auf den Küchentisch stellte dachte ich mir ich könnte ja mal auf den Tisch klettern und in den Topf schauen, vielleicht mochte ich das ja auch.
Dummerweise hatte ich nicht gesehen dass Lars gerade auf dem Weg zum Tisch war und wie immer scheuchte er mich wieder runter.
Grrrr, menschen können ja so gemein sein…
Ok nun wusste ich immer noch nicht was es denn heute Abend zu essen gab, also setzte ich mich auf einen Stuhl um wenigstens etwas zu erbetteln, auch wenn ich nicht wusste ob ich das überhaupt mag.
Timi und Lea kamen nun auch an den Tisch und Michaela setzte sich dazu.
Nun saßen wir vier an dem Tisch und alle füllten sich was auf ihre Teller, nur ich saß da und musste zuschauen.
Ich miaute und dachte mir so, Hallo ich bin auch noch da und ich habe Hunger!!! Aber keinen interessierte das.
Ich wollte schon wieder vom Stuhl springen als ich hört wie Michaela anfing von dem Unfall mit Lea zu berichten, ich dachte, oh nein musst du ihm das jetzt unbedingt erzählen???
Sie berichtete ihm haarklein wie das passiert ist und was ich angerichtet hatte.
Na toll, nun gibt’s die zweite Schimpfe …
Nur was ich dann hörte ließ mir das Blut in den Adern gefrieren, Lars sagte etwas von Abgeben und Tierheim, ich spitze meine Ohren und hörte wie er sagte, Dieser Kater muss einfach weg, wir können es nicht riskieren das Gilbert immer wieder auf Lea losgeht.
Hallo, dachte ich, war es meine Schuld das Lea mich auf den Arm nehmen wollte?
Das war wieder typisch, immer sind es die Tiere die Schuld sind…
Timi schaute seinen Papa an dann schaute er mich an und sagte mit bebender Stimme, nein Papa Gilbert ist mein bester Freund, du darfst ihn nicht abgeben, nun brach Timi ganz in Tränen aus und auch Lea war entsetzt.
Obwohl wir uns ja nicht gut verstehen liefen ihr auch ein paar Tränen ins Gesicht, und selbst Michaela schien geschockt zu sein.
Lars wurde etwas lauter und meinte dann so zu Timi, willst du das deine Schwester immer wieder von Gilbert gebissen oder gekratzt wird?
Timi schaute traurig hoch und schüttelte unmerklich den Kopf, und sagte Gilbert ist nicht böse er tut doch keinem etwas.
Da schaltete sich Michaela ein und sagte dann, schau dir Leas Auge mal an, ein paar Milimeter höher und Lea wäre jetzt vielleicht blind auf dem Auge.
Ich hatte genug gehört, und ich konnte es nicht fassen, die wollten mich wirklich abgeben...
Darf ich mich vorstellen
29.08.2010 23:02Hallo,
Darf ich mich vorstellen, mein Name ist Gilbert.
ich bin ein fast 3 Jahre alter Kater der es faustdick hinter den Ohren hat.
Ich hab ein rot-weißes Fell und ... ach was rede ich hier groß, schaut einfach auf das Profil von meinem Herrchen, da könnt ihr mich in den Fotoalben auf ein paar Fotos sehen.
Ich möchte euch in mehr oder weniger regelmässigen Abständen von meinem Leben berichten, was zum Teil recht lustig und aufregend ist.
Ich darf zwar nicht nach draussen, da direkt vor dem Haus eine vielbefahrene Strasse herführt, aber ich fühle mich in der Wohnung auch ganz wohl da ich praktisch 2 Wohnungen zur Verfügung habe, aber davon später mehr.
Ihr werdet jetzt sicher sagen für einen Kater ist Gilbert aber ein komischer Name, und manchen wird der Name sicher bekannt vorkommen, Stimmt, der Kater von Caillou dem kleinen Jungen aus der gleichnamigen Trickfilmserie heißt auch Gilbert.
Und da kommen wir auch schon zum Anfang meiner Geschichten, und Abendteuer.
Angefangen hat alles damit das ich bei einer sehr guten Freundin meines Herrchens gelebt habe, die hatte 2 Kinder Timmi und Lea, die ich sehr mochte und mit denen ich mich immer gut verstanden habe.
(Die beiden Kinder haben mir auch den namen Gilbert gegeben da sie die Kinderserie so gerne mochten.) aber als ich dann älter wurde da wurde mir das rumalbern und spielen etwas zu viel, leider kann ich mich da nicht mehr so richtig dran erinnern da ich ja auch noch recht jung und klein war.
Na jedenfalls mochte ich Lea die kleine Tochter irgendwann nicht mehr leiden, weil sie mir immer weh getan hatte beim spielen.
Sie hat es nicht absichtlich gemacht, sie wusste es mit 4 Jahren einfach nicht besser, aber ob nun mit oder ohne Absicht es tat mir immer ganz schön weh wenn sie mich so grob angefasst hat. Und da ich schnell gelernt hatte das miauen und fauchen nicht viel hilft, hab ich dann immer nach ihr gehauen wenn sie zu nahe an mir vorbei ging, ihre Eltern haben dann immer mit mir geschimpft.
Ich hab nie verstanden warum, denn ich wollte sie doch nur von mir fern halten weil ich sie eben nicht mochte, und ich auch Angst vor ihr hatte.
Eines Tages dann ist es passiert, Lea wollte mich auf den Arm nehmen und knuddeln, ich hab gerufen lass das sein und lass mich runter, aber Lea verstand mich nicht,
ich hab dann so eine Panik bekommen das ich wild um mich geschlagen habe, und sie dicht unterm Auge mit einer meiner Krallen gekratz habe.
Lea lies mich fallen und fing laut an zu weinen, und ich in meiner Panik die sich mittlerweile ins unerträgliche gesteigert hatte flitze wie ein Irrer unter den nächst besten Schrank.
Michaela, so hier Lea´s Mama kam sofort angerannt und nahm Lea in den Arm und schaute sofort nach dem Auge, es blutete etwas so wie ich das erkennen konnte und dann gingen die beiden ins Badezimmer.
Ich saß immer noch bibbernd und ängstlich unter den großen Wohnzimmerschrank, ich wusste das ich der armen Lea sehr weh getan hatte, und auch wenn ich sie nicht so gerne mochte tat sie mir in dem Moment doch sehr leid.
Ich wollte ihr ja auch nicht absichtlich weh tun, aber in dem Moment hatte ich so eine Angst, und da ist es dann passiert.
Ich schämte mich sehr und beschloss nächstes mal etwas vorsichtiger zu sein, auch wenn ich in Panik bin.
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Ich merkte gar nicht wie die beiden wieder aus dem Badezimmer herausgekommen waren, da ich total in meinen Gedanken vertieft war.
Als Michaela anfing zu schimpfen riss es mich wieder in die Realität zurück, ich dachte oh oh das riecht verdammt nach Ärger.
Ich machte mich so klein wie es eben ging und versuchte mich in die hinterste Ecke zu verkriechen, aber es half alles nichts nach kurzer Zeit hatte Michaela mich entdeckt.
Sie legte sich auf den Boden und griff unter den Schrank, mit einer Hand versuchte sie mich zu packen, aber da sie wusste das ich Angst hatte, und das Katzen von Natur aus kratzen und beißen wenn sie sich bedroht fühlen war sie sich anscheinend nicht ganz sicher was sie nun tuen sollte, also ließ sie von ihrem Plan ab und zog sich wieder zurück.
Puh dachte ich, das ist ja noch mal gut gegangen.
Ich hatte mich schon ohne Fell da sitzen sehen weil Michaela mir gedroht hatte "wenn ich dich erwische dann ziehe ich dir das Fell über die Ohren", und das ausgerechnet im Winter BRRRR.
Ich weiß zwar das sie das nie gemacht hätte, weil sie ein herzensguter Mensch ist ,aber auf der anderen Seite war es auch so, das ich sie so sauer noch nie erlebt hatte.
Na ja jedenfalls blieb ich die nächste Stunde erstmal unter den Schrank sitzen, ich hatte mich da, wie sagt ihr Menschen doch immer, häuslich eingerichtet.
Ich hab meine Pfoten als Kopfkissen benutzt und eine kleines Nickerchen gemacht.
Es gab da nur ein kleines Problem, ich musste mal ganz dringend für kleine Kater.
Hmm, dachte ich so bei mir als ich vorsichtig unter dem Schrank hervor schaute.
Kann ich es wohl wagen mich wieder blicken zu lassen?
Ich versuchte den Gesichtsausdruck von Michaela zu deuten, aber ich konnte sie leider nur von der Seite sehen, da sie mit Lea am Tisch saß und am basteln war.
Ich versuchte es mit einem leisen und herzerweichenden Miau, .... keine Reaktion, ok dachte ich, noch ein Versuch aber dieses mal etwas lauter MIAUUU wobei sich gerade in dem Moment meine Blase wieder meldete, die dringend entleert werden musste.
Auweia, wenn ich jetzt noch hier hin pinkel, dann gibt es den Krach meines Lebens, wobei mir wieder die Bilder eines nackten und frierenden Katers durch den Kopf schossen.
Also blieb mir nichts anderes übrig als es zu riskieren, ich überlegte mir also wie ich am schnellsten zum Katzenklo kam ohne zu nahe an Lea und ihrer Mama vorbei zu müssen.
Unterm Schrank weg, dann scharf links, an der Wand entlang, und dann mit einem riesen Katersprung in den Flur, um mich dann noch mal unter dem Schuhschrank zu verstecken, so müsste es gehen.
Gesagt getan, ich flitze los, die scharfe Linkskurve hatte ich hinter mir, dann kam die Wand auf mich zu, leider schneller als geplant war, ich versuchte zu bremsen aber dank dieses verdammt rutschigen Laminats war mir das nicht möglich.
Also knallte ich mit voller Fahrt gegen diese Wand, aber das war mir in dem Moment vollkommen Schnuppe, denn als ich so zu den beiden rüberschielte sah ich das sich die beiden umgedreht hatten und mich anstarrten.
Ohje dachte ich, aus der Sache kommst du nie heile raus.
Ich rannte weiter auf die Tür zum Flur zu, und mit einem Sprung war es geschafft ich saß unter dem Schuhschrank.
Und da sah ich es, mein Katzenklo.
Ich hatte mich noch nie so gefreut mein Katzenklo zu sehen.
Aber durch dieses Sprint hatte sich meine Blase schon wieder gemeldet, sie gab mir zu verstehen das sie kurz vorm platzen war.
Also schaute ich noch mal kurz zu den beiden rüber und schlich dann vorsichtig auf das Klo.
Booooooohhhh ENDLICH…
Das tat gut, endlich konnte ich meinem Bedürfnis freien Lauf lassen.
Ich hatte das Gefühl das hört gar nicht wieder auf, es lief und lief…
Leider war Micheala mittlerweile aufgestanden und kam in meine Richtung, ich saß immer noch auf dem Klo und fürchtete das sie mich nun erwischt.
Aber wie durch ein Wunder ging sie an mir vorbei.
Sie schaute mich zwar böse an aber sie unternahm nichts.
Ich war ja schon etwas verwundert, aber ich wollte auch kein Risiko eingehen und versteckte mich nachdem meine Blase endlich leer war wieder unter den Schuhschrank.
Es vergingen mehrere Stunden und mittlerweile hatte ich mich auch wieder auf meinen Kratzbaum gelegt, denn ihr müsst wissen dass es unter so einem Schuhschrank nicht gerade gemütlich ist.
Timi war bei einem Schulfreund gewesen und in der zwischenzeit schon wieder nach Hause gebracht worden.
Als er dann in seinem Zimmer spielte ging ich zu ihm und wollte mir ein paar Streicheleinheiten abholen, die ich auch dankend erhalten habe.
Es machte einfach Spass mit Timi zu spielen und zu schmusen, denn Timi verstand genau wenn ich was nicht wollte und ließ mich dann auch in Ruhe.
Nicht so wie Lea, die dann nie aufhörte, sie war wahrscheinlich einfach noch zu klein um das zu verstehen.
Dann kam Lars nach Hause, der Papa von Timi und Lea und Michaelas Ehemann.
Er war wie jeden Abend total k.o von der Arbeit und setzte sich erstmal auf das Sofa.
Michaela stand gerade in der Küche und machte das Essen fertig denn es war schon recht spät.
Als sie dann das Essen auf den Küchentisch stellte dachte ich mir ich könnte ja mal auf den Tisch klettern und in den Topf schauen, vielleicht mochte ich das ja auch.
Dummerweise hatte ich nicht gesehen dass Lars gerade auf dem Weg zum Tisch war und wie immer scheuchte er mich wieder runter.
Grrrr, menschen können ja so gemein sein…
Ok nun wusste ich immer noch nicht was es denn heute Abend zu essen gab, also setzte ich mich auf einen Stuhl um wenigstens etwas zu erbetteln, auch wenn ich nicht wusste ob ich das überhaupt mag.
Timi und Lea kamen nun auch an den Tisch und Michaela setzte sich dazu.
Nun saßen wir vier an dem Tisch und alle füllten sich was auf ihre Teller, nur ich saß da und musste zuschauen.
Ich miaute und dachte mir so, Hallo ich bin auch noch da und ich habe Hunger!!! Aber keinen interessierte das.
Ich wollte schon wieder vom Stuhl springen als ich hört wie Michaela anfing von dem Unfall mit Lea zu berichten, ich dachte, oh nein musst du ihm das jetzt unbedingt erzählen???
Sie berichtete ihm haarklein wie das passiert ist und was ich angerichtet hatte.
Na toll, nun gibt’s die zweite Schimpfe …
Nur was ich dann hörte ließ mir das Blut in den Adern gefrieren, Lars sagte etwas von Abgeben und Tierheim, ich spitze meine Ohren und hörte wie er sagte, Dieser Kater muss einfach weg, wir können es nicht riskieren das Gilbert immer wieder auf Lea losgeht.
Hallo, dachte ich, war es meine Schuld das Lea mich auf den Arm nehmen wollte?
Das war wieder typisch, immer sind es die Tiere die Schuld sind…
Timi schaute seinen Papa an dann schaute er mich an und sagte mit bebender Stimme, nein Papa Gilbert ist mein bester Freund, du darfst ihn nicht abgeben, nun brach Timi ganz in Tränen aus und auch Lea war entsetzt.
Obwohl wir uns ja nicht gut verstehen liefen ihr auch ein paar Tränen ins Gesicht, und selbst Michaela schien geschockt zu sein.
Lars wurde etwas lauter und meinte dann so zu Timi, willst du das deine Schwester immer wieder von Gilbert gebissen oder gekratzt wird?
Timi schaute traurig hoch und schüttelte unmerklich den Kopf, und sagte Gilbert ist nicht böse er tut doch keinem etwas.
Da schaltete sich Michaela ein und sagte dann, schau dir Leas Auge mal an, ein paar Milimeter höher und Lea wäre jetzt vielleicht blind auf dem Auge.
Ich hatte genug gehört, und ich konnte es nicht fassen, die wollten mich wirklich abgeben...
Fortsetzung folgt...