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Begleitperson/ Notfallkontakt

Begleitperson/ Notfallkontakt
Gibt es hier Mitglieder, die sich eine Begleitperson oder eine Notfallrufnummer selbst finanzieren/organisieren? 
Nutzt ihr Ehrenamt oder stellt ihr an etc.? 

Ich freue mich über AUSTAUSCH

Kommentare

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UNVERGLEICHLICH 29.09.2025 21:43
Ich habe eine Person über die Eingliederungshilfe " Teilhabe am Leben " was von  der Stadt bezahlt wird . Steht mir 3 Std die Woch zur Verfügung und ist auch mein Notfallkontakt z.B. fürs Krankenhaus - da ich sonst niemanden habe
 
vrono 29.09.2025 22:34
Danke für deine Offenheit und dein Vertrauen! 
Ich habe seit drei Wochen die Hilfe über Nachbarschaftshilfe.. Nutze aktuell sechs Stunden die Woche, bräuchte aber mehr… das kostet dann je 15€ die Stunde, sie liest mir wichtige Sachen vor und ist mir Auge und Hand, begleitet mich zu Terminen, geht mit mir Spazieren oder Einkaufen. Das ist allerdings noch keine professionelle Hilfe - aber eine tolle sehr junge Frau für die ich dankbar bin. 

Notfallkontakt für Krankenhaus - da sprichst du ein gutes Thema an….🙏
 
BrokenByDesign 29.09.2025 23:41
Leute, ihr bräuchtet zur Bewältigung eures Alltags professionelle Unterstützung z. B. in Form von ambulant betreutem Wohnen und nicht sowas wie Nachbarschaftshilfe und Ehrenamt.

Und ein Notfall-Kontakt muss doch 24/7 erreichbar sein und nicht nur für x Stunden in der Woche. Also zumindest für das, was ich als Notfall bezeichnen würde.
 
Mirka 29.09.2025 23:50
Der håuslichen Notruf ist bei einem Pflegegrad kostenlos
 
Zenaida 29.09.2025 23:53
Ich hab zwar keine Behinderung, aber bin Allergikerin. Und außerdem kann ja immer mal was sein. Ich hab meine tochter als Notfallkontakt in meinem Portemonnaie vermerkt. Und meinen freund. Und meine Eltern. Die sind auch nicht alle 24/7 erreichbar, aber mehr kann man doch nicht tun, oder? Es ist doch kein einziger Mensch 24/7 erreichbar….. 

Schwieriger finde ich, wenn man niemanden hat, den man da angeben kann als Notfallkontakt. Oder steh ich da auf dem Schlauch? 

Wen hast du denn als Notfallkontakt, BbD?
 
UNVERGLEICHLICH 30.09.2025 00:28
@BrokenByDesigne, ich kann meine Leben und Alltag schon alleine gestalten und bewältigen - benötige keine 24/7 Unterstützung , sondern nur bei gewissen Dingen und dafür reichen diese 3 Std pro Woche mehr als aus !! 

Und nicht jeder hat das Glück eigene Familie zu haben ... die einem frische Wäsche ect. ins Krankenhaus bringen oder bei Arztgesprächen oder evtl Entscheidungsunterstützung bieten. Da ist so eine Vertraute Person - auch wenn sie von der Stadt bezahlt wird - Gold wert
 
vrono 30.09.2025 00:43
Leute“ …. - es gibt Gründe, die nicht unbedingt in mangelnder Motivation oder in kognitiven Hürden liegen. Dass man so etwas bräuchte ist ja klar, sonst würde man sich ja nicht bemühen. 
Ich habe heute wieder mit zwei Dienstleistern gesprochen, die wieder nur völlig überfordert an eine Stelle verwiesen, an der ich vor fast einem Jahr schon weiterverwiesen wurde... dafür hört man sich dort aber mittels Buschfunk mal um.. 
… für das Passierschein A38-Spiel (aus: Asterix und Obelix) habe ich langsam keine Energie mehr. 
Daher: Ich bin für kreative Lösungen. Richtung DIY  
Nein, aktuell ist da kein Pflegedienst, kein Notruf möglich (speziell für meinem Fall), keine Notfallkontaktperson (das kennen andere vermutlich auch) und auch sonst ist nix da. 
Keine Eingliederungshilfe, kein rechtlicher Betreuer. Kein ambulant betreutes Wohnen, kein EUTB kein SPD, kein AKL, kein VDK, keine Brücke, keine AWO,.. Achja… man lebt trotzdem recht OK und muss das nur etwas kreativer handhaben und sich eben im Verzicht üben… andere landen da unter der Brücke, aber die sind hier weniger in der Community vertreten. 
Ich bin das Problem mit dem Krisendienst eines anderen Bundeslandes mehrfach durchgegangen - eine Stunde Gespräch, und das Resultat: es ist einfach so…so etwas ist selten, aber manchmal auch in Deutschland möglich. 
- es gab auch keinen zuständigen Krisendienst im eigenen Bundesland..man hat dankenswerter Weise einmal eine Ausnahme gemacht, um das mal lösungsorientiert zu durchdenken. Es wurde Hilfe auf Zeit zugesagt - und dann leider doch nicht mehr, weil nicht zuständig - Ist dann eben so. 
Und der ambulante Pflegedienst war auch da - aber leider nicht zuständig, nur um den Pflegebedarf auf einem Formular bestätigen (und Mehrbedarf zu vermerken) Zitat: „Sie sind die vierte binnen zwei Wochen mit einem ähnlichen Hintergrund, der wir leider nicht helfen können.“
Manchmal muss man sich das Ganze leider über Umwege „schön“ basteln. 
Ich wollte daher gern wissen, welche anderen kreativen Einfälle noch da sind. Denn auch der Tipp über die Nachbarschaftshilfe kommt von Betroffenen (nicht von Ämtern). Eine Freundin, der es ähnlich erging hat sich an eine Organisation namens „Weglaufhaus“ gewandt und wurde dort aufgenommen (auch nicht das Wahre). Die Tipps kommen alle von kreativen Lebenskünstlern.. 
Wer sich das nicht vorstellen kann, muss den Beitrag ja nicht lesen.
Es kann auch sein, dass ich ihn wieder rausnehme, wenn er zu negativ wird. Ich versuche es halt nochmals hier. Also bitte nicht aufregen drüber.. wenn gerne in einer anderen Diskussion (Good Vibes Only) - Dankeschön 😌


Aja - Dank den sechs Stunden die Woche, habe ich ein so viel besseres Leben. Ich bin sehr dankbar, dass ich endlich einen Platz bekam.
 
vrono 30.09.2025 00:51
Es gibt wirklich viele Menschen, die keine Familie/Kontaktpersonen haben. 
Ich werde auf Ämtern immer wieder drauf hingewiesen, dass ich Familienangehörige um Hilfe bitten soll… dann kommt Mitleid, statt konstruktiver Rat…das ist nicht wirklich angenehm.
 
DickeElfe 30.09.2025 01:06
Das mit den Familienmitgliedern kenne ich nur zur Genüge. Diese Ungläubigkeit, wenn ich gesagt habe, da ist niemand. Da fühlt man sich noch beschissener. Das ich jetzt jemanden habe, ist noch garnicht durchgedrungen bis zu meinem Hinterkopf und wenn ich jetzt gefragt werden würde, würde es mir wahrscheinlich erstmal garnichts einfallen, weil es noch so ungewohnt ist.
 
EinedieserSteine 30.09.2025 01:14
Es ist schon hilfreich in hl mit einer festen Gruppe zu vereinbaren, dass sie nachfragen sollen, sobald einer nicht mehr jeden Tag schreibt.
 
vrono 30.09.2025 01:31
So ist es ihr Lieben 🫂❤️‍🩹
 
energiediver 30.09.2025 01:35
Ich werde hauptsächlich von meiner Tochter unterstützt. Habe zusätzlich 4 Stunden die Woche eine Haushaltshilfe die ich über den Entlastungsbeitrag finanziere.
Nach einer anstehenden Knie OP im November mit anschl. stationärer 3 wöchiger REHA wird für die bisher ausgewählte gute REHA Einrichtung allerdings eine Begleitperson gefordert. Leider kann von meinen Hilfskräften niemand einspringen.
Bin deshalb auf der Suche nach einer guten REHA Einrichtung die Personen mit PG 3 ohne Begleitperson aufnimmt.
Vorzugsweise REHA im süddeutschen Raum, nähe Stuttgart 
Liebs Grüßle aus " the Eländ"
 
EinedieserSteine 30.09.2025 03:57
In manchen Bundesländern gibt es die grünen Tanten in der Klinik, die auch Patienten Kulturbeutel , Wäsche usw. aus der Wohnung bringen, wenn nötig.
Eventuell auch in manchen Kirchengemeinen gibt es Besuchsdienste, wenn man nachfragt.
Wer es sich leisten kann, darf ja auch selber schon bevor der Ernstfall eintrifft, eine Kleinigkeit spenden oder selbst irgendetwas für andere tun.
Kein Mensch ist eine Insel und irgendwo kennt eben doch jeder irgendwen.
 
EinedieserSteine 30.09.2025 04:05
Es gibt auch Gesetze, dass jeder Hilfe leisten muss.
 
Zenaida 30.09.2025 05:36
„Es gibt auch Gesetze, dass jeder Hilfe leisten muss.“

Das betrifft aber nur die erste Hilfe, wo es oft um Leben und Tod geht. Kulturbeutel von Zuhause abholen gehört da nicht dazu. Mal abgesehen davon, dass die meisten sicher nicht jeden in die eigene Wohnung lassen würden. Da gehört sch9n ein bisschen Vertrauen her und dass man sich schon vorher kennt. Gerade deshalb finde ich die Lösung mit den ehrenamtlichen zwar nicht optimal, aber eben doch eine gute zweite Wahl Lösung, wenn da keine Familienangehörigen oder keine Freunde (mehr) sind.
 
BrokenByDesign 30.09.2025 09:17
@UNVERGLEICHLICH: Ein Notfall ist doch  keine Situation, für die man übermorgen mal die letzte verfügbare halbe Stunde  verplanen kann.
 
Zenaida 30.09.2025 09:28
Bad, ich gehe mal davon aus, dass unvergleichlich ihre Begleiterin schon gefragt haben wird, ob sie sie als Notfallkontakt angeben darf. Und ich gehe auch davon aus, dass diese zugestimmt hat und im falle des falles auch mal unentgeltlich einspringen würde, wenn da kein Budget mehr vorhanden sein sollte. Alternativ lassen sich die wöchentlichen 3 h aber ja auch verschieben… sie könnte also, selbst wenn für diese Woche nur noch ne halbe h zur Verfügung stünde, so lange bleiben wie nötig und dafür die nächste Woche halt nicht kommen.
 
UNVERGLEICHLICH 30.09.2025 09:38
@ Zenaida, du hast es erfasst , genau so ist es ! Manchmal brauch ich auch mehrere Wochen gar keine Unterstützung und somit sammeln sich Stunden an.

@BrokenByDesigne, es gibt viele Arten von Notfällen und nicht jeder ist Lebensbedrohend
 
UNVERGLEICHLICH 30.09.2025 09:38
@ Zenaida, du hast es erfasst , genau so ist es ! Manchmal brauch ich auch mehrere Wochen gar keine Unterstützung und somit sammeln sich Stunden an.

@BrokenByDesigne, es gibt viele Arten von Notfällen und nicht jeder ist Lebensbedrohend
 
EinedieserSteine 30.09.2025 09:55
Mal angenommen, es liegt jemand hilflos da, aus irgendwelchen plötzlich und unerwartet aufgetretenen Krankheits Gründen, kann weder per Druck auf einen Knopf noch sonstwas handeln.
Dann gelingt es ihm vielleicht um Hilfe zu rufen und die, die es im Hausflur oder draußen hören, sorgen dafür,dass jemand kommt und nachsieht.
Eine andere kreative Lösung: in der Klinik im Mehr bettzimmer fragen, ob deren Angehörige oder Versorgende das aus der Wohnung holen.
Oder das Klinikpersonal fragen, wie das da sonst gehandhabt wird. Irgendwer wird in der Gemeinde wohl zuständig sein.
 
Zenaida 30.09.2025 10:15
Nein, EdS, da ist leider niemand zuständig. Deshalbist es eben schlau, sich da beizeiten um Notfallkontakt zu kümmern. Das maximum ist, dass die Klinik Kittel und zahnputzzeug bereit stellt. 

Ich persönlich würde nicht in fremde Wohnungen gehen, um etwas zu holen. Nicht aus Faulheit, sondern aus eigenschutz.
 
vrono 30.09.2025 10:56
Wenn ich einen „meiner Notfälle“ habe, kann ich Notfallnummern nicht nutzen. Manchmal tun das allerdings auch andere Menschen, dass sie Notrufe kontaktieren (die direkten Nachbarn wissen Bescheid)…
ich bindas Problem mehrfach angegangen und habe die Notfallnummern im normalen Zustand kontaktiert. Um das spezielle Problem durchzugehen…habe beschrieben, was ich im Notfall brauche - vergebens
Ich bekomme bei Symptomnennung falsche Medikamente und Mittel und es endete auch darin, dass ich in jedem Szenario in eine Klinik gebracht werde. Auch zur örtlichen Polizei bin ich mit Hilfe meiner Nachbarschaftshilfe gegangen, um wenigstens zu Hause davor gefeit zu sein. Das Ergebnis war leider das gleiche. Man darf nicht anders handeln als vorgeschrieben - ist mir auch klar, am Verständnis mangelt es nicht. 
Aber dieses offizielle Handlungsmuster bedeutet für mich, dass meine Notfallsituation lebensbedrohlich für mich werden könnte bzw. ich eingesperrt werde.

Ich habe lange alles durchprobiert. Ein Militärkrankenhaus (Ansprechpartner für die Bundeswehr) war das einzige, dort wurde das Problem verstanden (überall sonst auch), aber dort hatte man Lösungen - für Angestellte/Beamte des Militärs…
Der Ansprechpartner lenkte sofort ein: „nein, die Problematik wird von Zivilem Gesundheitspersonal nicht verstanden, das wissen wir, daher haben wir dafür eigene Strukturen und Personal“. 

Meint für mich aktuell, dass ich wichtige Schritte in meinem Leben nicht weiter planen/angehen kann und meist selbstaufgelegtes „Stubenarrest“ an der Tagesordnung steht. 
Das so lange, bis ich mir wieder ein stabiles soziales Netzwerk aufgebaut habe, was mit dieser Behinderung schwierig ist. 
Für mein Studium habe ich einen Notfallkontakt angegeben, der gar nicht stimmt, damit alle beruhigt sind (ich wäre das auch gern). Ich habe aktuell noch einen Sozialarbeiter, den ich finanzieren könnte, für den es klappt.. Aber der hat leider noch keine Kapazität. 

Also jetzt hoffe ich, dass ein baldiger Facharzttermin mir das nötige Rezept/Verschreibung einbringt, damit diese Problematik geklärt ist. 
Eigentlich wäre es alles nicht so tragisch, wenn man mich nicht immer „zum Bäcker schicken würde wo man mir dann einen Apfel in die Hand drückt“ - so fühlt es sich an.
 
vrono 30.09.2025 11:34
Aber voll die guten Tipps hier schon.. jetzt will ich auch ne grüne Tante werden.. 
Ahh und es gibt Notfallarmbänder, die man sich zB für Demenz zulegen kann. Mit Knopf. Ist mir noch eingefallen…
 
Junggebliebene 30.09.2025 13:12
Notfallknöpfe können helfen. Die einfache Variante ist z.B. man drückt den Knopf und bekommt sofort Kontakt mit der Leitstelle....dann wird entschieden (vorab werden Nr. notiert bei Vertragsabschluß) was zu tun ist.. Entweder Kontakt anrufen oder sofort Rettungswagen schicken.

Da muß natürlich die Tür aufgebrochen werden.

Oder man schließt einen etwas teureren Vertrag...da kann der Schlüssel bei einer Sicherheitsfirma hinterlegt werden.

Bis 25,-Euro zahlt ab Pflegegrad 1 die Pflegekasse zu.
 
Junggebliebene 30.09.2025 13:13
Zu trage übrigens als Armband oder Kette....😉
 
Wonni 30.09.2025 13:50
Die Nachbarschaftshilfe finanziert du selbst @vrono?
 
vrono 30.09.2025 14:32
Das geht über den Entlastungsbeitrag von 125€.. den Rest übernehme ich aktuell selbst. Für Studienbegleitung reicht das nicht, sondern nur für ne „normale“ Lebensgestaltung. Ich werde „Gassi geführt“, hin und wieder Haushaltshilfe, oder Papierkram.. bleibt halt immer viel liegen so. Und meine gute Fee habe ich nur bis Dezember (dann wandert sie aus..) und die Suche beginnt erneut…
 
Wonni 30.09.2025 15:11
Vielleicht kennt die eine gute Fee ja noch eine weitere gute Fee und kann vermitteln.
 
EinedieserSteine 30.09.2025 15:31
Oder es wird vorher eine Kliniktasche für den Notfall gepackt und in Wohnungstürnähe bereitgestellt, falls da Platz ist und innen an der Wohnungstür ein großer Zettel angeklebt, dass der Rettungsdienst die Tasche gleich mitnehmen soll.
Werden wohl auch Pakete in die Klinik für Patienten geliefert?
Dann kann der ein paar Dinge neu bestellen, Duschgel und Shampoo wird es wohl auch in der Klinik geben.
 
vrono 30.09.2025 15:43
…oder ich wandere einfach mit aus 😅

Die Mutterfee zu meiner kleinen guten Fee ist die Chefin und wandert mit aus… dann sind es leider wieder ältere Damen, für die da mein Fall schwieriger ist. Aber vll. ergibt sich ja wieder was oder ich finde nen Studenten.
 
blume 30.09.2025 16:06
"Also jetzt hoffe ich, dass ein baldiger Facharzttermin mir das nötige Rezept/Verschreibung einbringt, damit diese Problematik geklärt ist." 
darf ich fragen, wie das nötige rezept/verschreibung aussehen sollte?
 
vrono 30.09.2025 16:34
Hab es mal Chat GPT zusammenfassen lassen: 
Ja, psychiatrische ambulante Pflege (PAP) muss in der Regel von einem Facharzt oder einer Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie oder von einem entsprechend qualifizierten Hausarzt verordnet werden.

In der Behandlung von PTBS kann eine Notfall- oder Krisennummer Teil des individuellen Notfallplans sein. Diese Nummern sollen helfen, wenn:
• eine akute psychische Krise auftritt
• Flashbacks oder Suizidgedanken da sind
• der Betroffene dringend Unterstützung braucht

Dabei kann es sich um handeln:
• Psychiatrische Krisendienste (z. B. sozialpsychiatrischer Dienst, Krisenhotlines)
• Telefonseelsorge (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 – kostenlos & anonym)
• Ansprechpartner im therapeutischen Setting (z. B. Bezugstherapeut, Klinik, Sozialpsychiatrischer Dienst)
• Freunde, Familie oder gesetzliche Betreuer, wenn so abgesprochen

Wieder ich - die Nummern unten habe ich leider nicht, bzw. funktionieren sie nicht, wenn Sprachbarrieren etc. kommen und unausgebildete Menschen machen es sehr häufig schlimmer… außerdem braucht man für körperliche Dissoziationen dann nochmals ne Extranummer, weil das nicht wirklich hilfreich ist. Da bin ich noch dran. 

Ohh und den Schwerbehindertengrad muss auch ein Facharzt feststellen… da fehlen mir auch noch zweistellig „Zusatzprozente“ 🤪
 
vrono 30.09.2025 16:36
Bei KPTBS ist die Telefonseelsorge auch wirklich kein guter Kontakt, weil es sich ja um viele vernetzte Traumata handelt, die dann alle angestoßen werden - also statt eine Krisensituation zu bewältigen folgt dann bei mir krasser Druck, hoher Stress und oft ein Anfall
 
DickeElfe 30.09.2025 16:43
Ich hab mit PAP wirklich gute Erfahrungen gesammelt, leider ist das in Berlin so eingeschränkt worden, dass es kaum noch Anbieter gibt und die kümmern sich noch zusätzlich um die AIDS Community.
 
DickeElfe 30.09.2025 16:47
Ich hatte in ganz schlimmen Zeiten auch Kontakt zum Frauen Krisen Dienst. Über die hab ich auch meine Psychiaterin kennengelernt und die hilft mir, wo sie nur kann, obwohl sie von der Vielzahl meiner Traumata und der daraus entstandenen Krankheitsbilder ziemlich überfordert ist. Das finde ich sehr schön und beruhigend. Früher habe ich mich mit einem Vertrag von Woche zu Woche gehandelt, das ist zum Glück schon lange nicht mehr so.
 
Wonni 30.09.2025 17:06
So kompetente Hilfe ist wirklich Gold wert, wenn man Menschen findet, die wirklich engagiert sind.
 
vrono 30.09.2025 17:11
Ja… ich bin jetzt auch schon einen langen Weg gegangen.. die KPTBS ist ja unkontrolliert innerhalb einer Psychiatrischen Akutklinik entstanden. Wenn ich mich zurück erinnere, konnte ich mich dort nicht mehr mit Kleidung versorgen. Keine Rechnungen überweisen, nicht mehr Fern sehen, nicht mehr lesen, nicht mehr Emails schreiben, keine Post aufmachen. Alles neu und beängstigend… Ich habe nach meinem Rausschmiss dort, weil man mit mir und den Symptomen nicht klar kam…, finanzielle Unterstützung von Mitpatienten und auch Obdach bekommen. 
Jeder Versuch, mich mit solchen Institutionen auseinanderzusetzen führt zu Rückschritten in der Genesung und zur Symptomverschlimmerung. 
Die Infos zur Krankheit etc. habe ich mit anderen Patienten und auch ehemaligen Therapeuten dort mühsam selbst zusammengetragen.. wie auch Hilfsmöglichkeiten.. Es dauert einfach vieles so viel länger. Anträge zu stellen hat mich über ein halbes Jahr „Training“ gekostet und klappt immer noch eher bedingt.  
Ja - mit diesem facettenreichen Krankheitsbild kann kaum einer umgehen - meine Freundin hat mehrmals die betreuenden Psychologen verloren. Ich erkläre immer wieder alles, was im Ergebnis ja auch wieder Wunden aufreißt und zu neuen schlechten Vernetzungen führen kann… daher suche ich jetzt nur nach Mitteln zur Stabilisierung des aktuellen Zustands. 
Und da kommt es eben drauf an, ob man an Menschen gelangt, die aufmerksam sind, empathisch, die zuhören können und die sich selbst gut abgrenzen können, um für sich selbst gut zu sorgen - daran scheitert es häufiger als mir lieb ist. Statt Hilfe kommt dann Mitleid, Hilflosigkeit und Überforderung auf der anderen Seite.. 
daher bin ich auch so froh, über meine kleine Fee, der ich einfach ein paar Mal erkläre, was in welchem Fall zu tun ist und dann macht die genau das - meine Anleitung und dann im Ernstfall wirkliche Hilfe, wenn mein Körper und meine Sinne nicht mehr tun. Und dieser Ernstfall trat bisher ein jedes Mal ein, wenn sie mit mir „draußen“ unterwegs war. Und sie freut sich jedes Mal, wie so ein Honigkuchenpferd, weil sie so viel lernt.. 😅
 
vrono 30.09.2025 17:12
Ich habe endlich auch eine Psychiaterin!!! Ich hoffe, dass das nun endlich etwas wird - manchmal helfen wirklich Frauen in solchen wichtigen Berufen/Stellen weiter. 
Hätte man in der Klinik auf die Frauen gehört, die mich therapiert haben, wär das nie so weit gekommen.
 
DickeElfe 30.09.2025 17:21
Ich drück dir so die Daumen!!!!!!!
 
vrono 30.09.2025 17:25
Elfe… ja.. ich glaube, wir verstehen einander…. Das ist ein merkwürdiges, schaufeliges Boot in dem wir da sitzen. Man darf nur nicht rausfallen - anstrengend genug.. 
aber es tut gut, wenn man da nicht alleine damit ist. 🫂
 
Wonni 30.09.2025 17:27
Es ist wirklich erschreckend, was man,.teilweise, über die Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken liest. Man sollte dort die nötige Hilfe bekommen und nicht noch mehr Traumata davontragen. Für mich ist das unverständlich.
 
vrono 30.09.2025 17:44
Es gibt aktuell ein Team aus Ulm, das an einer Studie zum Thema Gewalt an Psychiatrien arbeitet… weil es leider manchmal so laufen kann. Richtig kompetente Leute machen das und das kontrolliert - man geht schon bei der Studie auf die Hintergründe von Patienten ein - überall Notfallkontakte und Erinnerungen anbeigefügt, ob man das psychisch noch leisten kann. Und sehr individuelle Absprachen, was man als Betroffener leisten kann und wo Trigger und Blockaden liegen und dann findet man individuell zusammen… Ein Vorgehen, das innerhalb einer Klinik nicht so abläuft und sehr viel Vorbereitung, Flexibilität und Kapazität seitens der geschulten Profs/Psychiater und Psychologen benötigt - für eine Studie im Grunde schon ein KO-Kriterium.
 
Wonni 30.09.2025 17:50
Eigentlich sollte man sich auf die Kompetenz einer Klinik verlassen können, wenn man dringend Hilfe braucht. Leider ist das nicht überall gegeben, was wahrscheinlich auch dem Fachkräfte- und Personalmangel zuzuschreiben ist. Natürlich kann es aber auch an dem Konzept der jeweiligen Klinik bzw. Station liegen.
 
vrono 30.09.2025 18:04
Ein langjähriger Mitarbeiter 25 Jahre hat den Verfall der Klinik hautnahe erfahren - jetzt kommunizieren die Therapeuten kaum noch miteinander, statt Teams Hierarchien und der Blick ins Handbuch statt zum Individuum. Ich musste erfahren, dass ich gar nicht das therapiert bekommen habe, was ich wünschte und vorgesehen war. Mir und anderen wurden dann zur Rechtfertigung noch Dinge unterstellt wie Medikamentenverweigerung (das ist ungut, weil man dann noch Schwierigkeiten als Patient bekommt.) und erlogen eben auch.. viele Behandlungen und Termine fielen aus und wurden trotzdem abgerechnet.. Medikamente wurden vertauscht, Wechselwirkungen ..naja … als Patient bringt man ja Vertrauen auf und muss sich verlassen können. 
…mein sexuell übergriffiger Pfleger hatte im Grunde auch - wie du sagtest, keine passende Ausbildung. Und auch die somatischen Ärzte waren in Sachen Psychosomatik nicht geschult - obwohl man groß dafür auf der Webseite geworben hat. 
Manchmal hat man Glück, manchmal nicht - aber das sollte anders laufen. Und nach und nach finden sich dann Geschädigte dann zusammen und helfen einander..
 
vrono 30.09.2025 18:08
Ich habe noch zweimal dieses Vertrauen aufgebaut und mich in eine Klinik begeben, aber jetzt möchte ich nicht mehr darauf bauen.. zumindest aktuell nicht. 
Am Problematischsten war für mich die Nachsorge (die auch versprochen war) - in der Realität wurde ich einfach heimgeschickt. Ohne Vorbereitung. Das würde man in keiner somatischen Klinik tun, dass man Patienten mit offenen Wunden entlässt.. 

Puhhh.. sorry, da ist es wieder hochgekommen - sorry, das ist bei mir noch so lange unverarbeitet, bis ich medizinisch (und im Alltag) gut versorgt bin und mir der Boden unter den Füßen nicht mehr schwankt. Das hatte ich eigentlich hier vor.. diese Grundversorgung weiter zu verbessern..
 
vrono 30.09.2025 18:11
Mir hat auf diesen Post jetzt jemand via PN geantwortet, der eine ähnliche Symptomatik hat und eben auch auf Freunde angewiesen ist - weil keine passende Unterstützung kommt. 

Ich bin immer unsicher, ob mir das mit der Selbstoffenbarung schadet, aber sonst hätt ich diesen und andere Kontakte nie kennengelernt.
 
Wonni 30.09.2025 18:12
Das stimmt leider. Niemand würde entlassen werden, wenn z.B. die Wundversorgung noch nicht abgeschlossen ist. Bei seelischen Wunden ist das oft anders.
 
Wonni 30.09.2025 18:17
Wenn du merkst, dass dir die Kontakte nicht (mehr) gut tun, solltest du für dich sorgen und eine Grenze ziehen.
 
Steinbock75 30.09.2025 18:20
Wann hattest du bitte den letzten Eingriff Wonni? Vielleicht hat man dich so lange da behalten aber mir wäre es neu wenn man heute so lange im Krankenhaus ist bis allet verheilt ist.
 
Wonni 30.09.2025 18:27
Ich hatte tatsächlich noch keinen größeren Eingriff @ Steinbock (Toi, toi, toi. 🍀)
 
Steinbock75 30.09.2025 18:28
Jedenfalls wirst ziemlich schnell wieder entlassen und bist dann selbst für die Wundversorgung zuständig.
 
Wonni 30.09.2025 18:30
Okay, dann ist es inzwischen egal, ob Körper oder Seele...
 
Steinbock75 30.09.2025 18:46
Jo, würde ick jedenfalls sagen. Kostet eben och Geld.
 
DickeElfe 30.09.2025 19:01
Ja leider. Trend ist es auch pflegebedürftige Menschen kurzfristig Samstags Abend zu entlassen
 
Wonni 30.09.2025 19:03
Weniger Kosten auf Kosten der Gesundheit?
 
vrono 30.09.2025 19:25
Klar.. meine Mutter ist daran gestorben.. schwerkrank ohne Hilfe aus der Klinik entlassen (falsche Medis dazu und noch kein Pflegedienst in Sicht) …richtig arm. 
Und klar.. Wundversorgung und alles zu Hause. 
Ich wurde mal mit Gehirnerschütterung heimgeschickt, wo ein Date auf mich aufpassen solle, weil keine Betten zur Verfügung standen - auch ne Lösung. 

Aja.. Ich gleiche mit meinem Ruhestand einfach aus, dass es beide Elternteile nicht ins Rentenalter geschafft haben 🙈🙄
 
vrono 30.09.2025 19:30
Ich finds ja krass, dass ich jeden Luxusklinikaufenthalt gezahlt bekomme - wie auch immer der ausgeht. Ich könnte für zehntausende Euros über Monate in eine Klinik, aber son bissl ambulante Unterstützung, die wirklich was helfen würde, ist nicht drin.. 
Sparmaßnahmen an der falschen Stelle und zu viel Auflagen, Vorschriften und Bürokratie mit bei. Muss man nicht verstehen.. ist halt ne Massenabfertigung und gerade im privaten Bereich zählen Gewinne vor Gesundheit.
 
vrono 30.09.2025 21:23
Und wieder bekomme ich eine lange Nachricht, über eine PN - eine Person, die das auch seit JAHREN mitmacht. 
Und es hilft - weil auch wieder kommt über PN eine Anfeindung an mich, wie es leider auch so oft passiert, die mir Schuld und Unvermögen zuschreibt. 

Vor ein paar Tagen habe ich meine Blogeinträge allesamt gelöscht wegen dieser Anfeindungen. Und sie gingen weiter - ich hätte mich fast abgemeldet hier daher. Und jetzt lese ich wieder eine so liebe detaillierte Nachricht, die Hoffnung schenkt. 
Weil man auch mit dem Vergessenwerden und vermeintlichen Hilfsangeboten nicht alleine ist. Und ich danke auch, weil es mich darin bestätigt, mich gegen rechtliche Betreuung gewehrt zu haben. 
Auch mir geht es so - ich bin schwer mobil, und es ist bekannt und meine Ansprechpartnerin hat mich am Telefon angepflaumt, den letzten Facharzttermin versäumt zu haben - ich hätte zum Karteneinlesen (die ich als Privatpatient gar nicht habe) in den Nachbarort fahren müssen, um einen barrierefreieren Termin in meiner Stadt zu bekommen. Der Termin entfiel, ich bin angeblich Schuld daran - die Praxis habe ich kontaktiert, aber die haben meine bevollmächtigte Betreuerin nicht kontaktieren können, da die nicht erreichbar war. Auch den letzten Termin ließ die Dame ins Wasser fallen, und den Widerspruch gegen meine Einstufung in den Behindertengrad hat sie nicht getätigt - für mich Stress, mehr Intransparenzen und noch weniger Ergebnis bei steigendem Aufwandspensum, was mir den Gesundheitszustand derart verschlechtert, dass ich fast Zwangseingewiesen wurde…
Meine Lösung für den Akutzustand - eine WG - sie ist der Gesundheit nicht so förderlich, bringt aber die Möglichkeit, dass Lebensmittel ins Haus gelangen, dass dem Lieferdienst die Tür geöffnet wird, wenn ich gelähmt liege und dass mich die Polizei in dessen Obhut gab und daher nicht mitnahm. 
Immer, wenn ich Verantwortung abgegeben habe, auch wenn ich Dinge nicht mehr leisten konnte, immer dann hat sich meine Ausgangslage verschärft. Immer, wenn ich privat Hilfe gesucht habe und Leute zuvor kennenlernen durfte und sie einschätzen konnte, dann bekam ich Unterstützung und so viel positive Lebenseinstellung zurückgeschenkt, wie ich sie selbst entgegenbrachte. Kein Vergessen werden und nachhaken, ob alles OK ist. Und vor allem, keine Aufgaben, die einen persönlich und gesundheitlich nicht weiterbringen, während einem Dinge ausgeredet werden, die man selbst für ein glückliches Leben braucht. 
Gute gelassene Menschen ohne Helfersyndrom. Das hilft. Das macht mich dankbar. Sie zu finden ist allerdings schwierig. Und diesen Menschen wiederum selbst helfen zu können, ist natürlich dann die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Gemeinschaft - simpel
 
Zenaida 30.09.2025 21:38
Ignoriere die Besserwisser und schlauberger! Es freut mich sehr, dass deine Offenheit im Forum Früchte zeigt und ihr euch da gegenseitig Hilfe geben könnt. Ist wohl wie so ne virtuelle Selbsthilfegruppe zwinkerndes Smiley
 
DickeElfe 30.09.2025 21:50
Bitte melde dich nie aus einem Impuls heraus ab, du würdest fehlen. Dass dich jemand negativ anschreibt macht mich gerade unfassbar wütend. Am liebsten würde ich Ohrfeigen verteilen. Ja, ich bin kein sehr friedfertiger Mensch, jedenfalls nicht immer.
 
vrono 30.09.2025 21:58
Ich war mal ein sehr friedfertiger Mensch.. bevor diesen letzten Jahren Wahnsinn.. jetzt wache ich manchmal auf, weil ich träume, dass ich einem dieser Ärzte die mir das antaten die Haut mit den Zähnen herunterreiße  ich hab ein paar Monate gebraucht, um das zu integrieren.. 
Aus diesem existenziellen Stress ist ein ganz neues Ich herausgeboren.. meistens sperr ich es ein, aber, wenn es mal geschützt rauskommt freu ich mich auch irgendwie über dieses lautkeifende wilde Tier, das da aus mir herausplatzt und sich den ganzen Mist nicht mehr gefallen lassen möchte.
 
DickeElfe 30.09.2025 22:18
Jepp
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