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Wer hat Schuld? Oder die Suche nach einem Sündenbock.

Wer hat Schuld? Oder die Suche nach einem Sündenbock.
Heute beginnt der Prozess gegen den Weihnachtsmarktattentäter von Magdeburg. Es gab einen kurzen Vorbericht dazu im MoMa.

Schuld an diesem Attentat ist m.E. der Autofahrer, der da in die Menschenmenge rein gerast ist. So weit, so gut und klar.
Jetzt wird weiter gefragt, ob man da nicht auch von Verwaltung, Justiz oder was da sonst noch einfällt, hätte mehr machen müssen. Sicherheitsvorkehrungen, den auffälligen Menschen möglicherweise "in Schutzhaft" nehmen?
Bedeutet es, dass man eine Sicherheitslücke nutzen muss, wenn sie da ist? Ich denke nein, also bleibt der Autofahrer allein schuldig.
Muss man immer und überall mit einem Attentat rechnen? Zum Glück nicht => also bleibt die Schuld beim Autofahrer.
Was hätte man präventiv machen können bei so verbal auffälligen Mitbürgern? Wegsperren, überwachen oder was gibt es da. 
Es wurde bei dem Mann mehrfach eine Gefährderansprache gemacht, so ist das nunmal vorgesehen, wenn man den Verdacht hat, dass eine Straftat begangen werden KÖNNTE.
Wie denkt Ihr darüber?

Mehr Überwachung für alle Bürger? Ja, für jeden von uns, denn auch wir könnten theoretisch eine Gefährdung für Mitbürger sein.
Ich will das nicht, denn so habe ich mir immer die DDR vorgestellt.

Kommentare

 
Steinbock75 10.11.2025 08:46
Natürlich ist erstmal der jenige schuld der die Tat begangen hat aber es gibt och ne Mitschuld. Und die tragen diejenigen die nix gemacht haben. Wenn er schon auffällig war hätte man eingreifen müssen. Andere werden och weggesperrt wenn sie ne Gefahr sind.
 
Woelkchen 10.11.2025 09:16
Auch wenn ich jetzt vielleicht gesteinigt werde, aber ich habe dazu eine ganz klare Meinung. Menschen, die für sich und andere eine Gefahr darstellen, gehören nicht in die öffentliche Gesellschaft/Allgemeinheit. Klingt hart, ist aber m.M. nach der bessere Schutz als die "totale Überwachung".
Ansonsten sehe ich es wie Böckchen. Diejenigen, die hätten eingreifen können und es nicht getan haben, trifft eine klare Mitschuld.
 
Steinbock75 10.11.2025 09:30
Hier wird keener gesteinigt.😉
 
Thohom 10.11.2025 09:34
Wölkchen, die Gesetze geben das nicht her.

Ich stelle mir gerade den schlimmsten Fall vor: Ein Nachbar schwärzt den anderen an und der wird dann auf diesen "Zuruf" in einem Lager interniert?

Wer nicht eingreift, trägt Mitschuld? Seine Nachbarn, Arbeitskollegen auch?
 
Steinbock75 10.11.2025 09:39
Thohom wat ist dit bitte für ein Vergleich?
Du hast geschrieben dass mehrere Gefährderansprachen stattgefunden haben. Aber leider muss immer erst wat passieren.
 
Thohom 10.11.2025 09:40
Ich möchte in diesem Blog auch nicht weiter auf diesen Fall eingehen. Dieser Fall ist einfach ein Beispiel für meinen Gedankengang.

Entgleist ein Zug, kann man mangelhafte Wartung als Ursache sehen. Das kann man untersuchen und wenn da jemand grob fahrlässig gehandelt hat, gibt es da Konsequenzen.
Sticht jemand in einem Zug auf Passagiere ein, wird gefragt, wer dem das Messer verkauft hat. 

Untersuchungen dienen m.E. zur Aufklärung, um sowas in Zukunft zu vermeiden.
 
Thohom 10.11.2025 09:41
Simphony, schreib bitte zum Thema.
 
Thohom 10.11.2025 09:44
Böckchen, ein guter Vergleich, finde ich.

Mir erscheint, dass es Mode ist, selber für nichts Verantwortung zu übernehmen, sondern das abzuschieben auf "Berlin", "die da oben" oder was man sonst alles für Feinbilder hat. 
"Woke" zum Beispiel, wobei ich mir nicht vorstellen kann, was das konkret ist.
 
Thohom 10.11.2025 09:45
Susanne....Du bist mal wieder thematisch daneben. Gestern auch schon. Ich lösche das mal.

Schreib bitte zum Thema.
 
Thohom 10.11.2025 09:46
Das Thema ist: Warum wird immer ein Sündenbock gesucht?
 
Steinbock75 10.11.2025 09:49
Wenn der Nachbar angeschwaerzt wird wird man kontrolliert aber kommt nich ins Lager.
 
Steinbock75 10.11.2025 09:52
Es wird nicht immer ein Sündenbock gesucht aber in manchen Fällen muss eben geprüft werden ob noch andere versagt haben. 

Beispiel: du warst in der Werkstatt und hast deine Bremsen auswechseln lassen. So nun bist unterwegs und die funktionieren nicht und dadurch fährst een um. Würdest du die Schuld allein tragen? Ick jedenfalls nich.
 
Thohom 10.11.2025 09:54
Gab es aber schon in D. Deswegen habe ich das ja als worst case beschrieben.

Wölkchen meint, dass solche Leute nicht auf die Straße gehören. Wo kommen die dann hin? Mit Urteil? Ohne Urteil? Wer darf das entscheiden?
 
Steinbock75 10.11.2025 09:57
Erstmal kommen die in die forensische Psychiatrie und wenn ein Urteil gefällt wird entweder ins Gefängnis oder in die geschlossene Psychiatrie. Manche kommen nach dem Gefängnis och nich mehr frei, die kommen in Sicherungsverwahrung. Und wenn's janz doof läuft kommen sie überhaupt nich wohin weil keen Platz ist.
 
Steinbock75 10.11.2025 09:58
Entschieden wird es am Ende vom Richter.
 
Simphony86 10.11.2025 10:03
Mit Sündenbocken lässt sich gut ablenken
 
Steinbock75 10.11.2025 10:05
Im übrigen ist unterlasse Hilfeleistung och strafbar. Es wurde gesehen für mich.
 
Steinbock75 10.11.2025 10:05
weggesehen
 
Thohom 10.11.2025 10:30
Um ein Wievielfaches möchtest Du die forensischen Stationen erweitern, Böckchen?
 
Woelkchen 10.11.2025 11:02
Tom, ja, ich meine, die gehören entsprechend ihrer Schwierigkeiten /Krankheit untergebracht. Selbstverständlich nicht interniert auf bloßes Petzen der Nachbarn! So etwas geht gar nicht! Böckchen hat recht, da müssen Regeln und Gesetze eingehalten werden, Fachleute involviert werden und ein Richter hat das dann zu entscheiden.
 
Woelkchen 10.11.2025 11:04
Oh, und ich meine nicht unbedingt die Arbeitskollegen, die eine Mitschuld haben, oder Freunde, sondern Fachpersonal, dem so etwas bekannt ist, aber nicht entsprechende Maßnahmen ergreift.
 
Thohom 10.11.2025 11:08
Wo ist die Grenze? Der Typ, gegen den in Magdeburg verhandelt wird, ist wohl öfters im Internet ausfallend geworden. Fällt das noch unter freie Meinungsäußerung oder konnte man schon vermuten, dass da irgendwas gewaltsam umgesetzt wird?

Ich denke, man weiß es erst, wenn es schon passiert ist und deshalb finde ich die Suche nach weiteren Schuldigen so scheinheilig. Man könnte ja auch sagen, dass jeder, der auf irgendeine Kirmes geht, fahrlässig handelt, weil man ja weiß, dass etwas passieren kann.
 
Steinbock75 10.11.2025 11:57
Thohom das die so überlastet sind ist eben och dit Problem weil viel da so lange warten müssen uff ihre Verhandlung. Im Schnitt wartet man ca. 2 bis 3 Jahre uff ne normale Verhandlung. Heute ziehen doch viele für Sachen vor Gericht die man och so hätte regeln können. Bei Richtern und Richterinnen ist heute och Flaute.

Es wird och nich nach Schuldige gesucht sondern es muss geklärt werden ob da andere versagt haben.

Wat würdest du machen wenn zum Beispiel deine Partnerin mit ihrem Leben bedroht wird und uff Anzeigen reagiert keener. Und eines Tages hat sie ein Messer im Rücken. Findest du da nicht dass da andere versagt haben? Bzw andere Mitschuld haben? Ick finde schon.
 
Thohom 10.11.2025 12:06
Ich habe keine Ahnung, was ich machen würde.
 
Steinbock75 10.11.2025 12:08
Ick finde es jedenfalls vollkommen richtig dass da in solchen Fall dit geklärt wird.
 
Thohom 10.11.2025 12:47
Diese Gewissensfrage ist uralt. Das hat Degenhardt schon "besungen".
 
(Nutzer gelöscht) 10.11.2025 13:25
Schuld...hm...ja. Einen schuldig gibt es aber erst nachdem etwas passiert ist. Geht es heute aber nicht eher darum, daß vorher erkannt wird, daß jemand möglicherweise nen bösen Plan hat? Kann ich sowas überhaupt erkennen? 🤔
 
Thohom 10.11.2025 13:29
Ja, ich denke, man sollte daraus lernen, was passiert ist, um Abläufe/Absicherungen zu verbessern.
Ich habe nur immer öfter das Gefühl, dass man seine eigene Verantwortung in der Gesellschaft abwälzen oder sogar ignorieren will.
 
(Nutzer gelöscht) 10.11.2025 13:31
Das heißt für dich WAS, thohom?
 
Thohom 10.11.2025 13:34
Für mich bedeutet das, dass ich mich an die eigene Nase fasse und meine eigene Riskoeinschätzung erstelle.
Da kann ich genauso was übersehen, wie andere Leute und unverhergesehene Dinge können passieren.
 
(Nutzer gelöscht) 10.11.2025 13:48
An die eigene Nase fassen und selbst feststellen,  daß mit "mir" irgendwas nicht stimmen könnte? Im Ernst? Das funktioniert dann genauso gut oder schlecht, wie bei HL. Sag hier mal jemandem, daß mit ihm oder ihr irgendwas nicht stimmt.  🥳😂 Über das Ergebnis schweigen ich besser.
 
Thohom 10.11.2025 14:01
Ich will doch hier niemanden beurteilen, jedenfalls nicht öffentlich. Hier ist das viel zu "bunt" und vielschichtig.

Es ghet doch um die Suche nach einem Sündenbock und da habe ich bei mir die Eigenschaft bemerkt, dass ich "Fehler" oder den Grund für eine "Sünde" zuerst mal bei mir suche.
 
Benni8811 10.11.2025 14:59
Tohom, Ich mache das auch so. wenn etwas nicht klappt, den Fehler bei mir suchen…
 
(Nutzer gelöscht) 10.11.2025 14:59
Ja gut, wenn du das so für dich und deine Realität siehst,  ist das doch ne prima Erkenntnis.
 
Benni8811 10.11.2025 15:13
Ich habe mal irgendwo gelesen oder gelernt, dass Menschen, deren Denken und Handeln auf Erfolg ausgerichtet ist. Fehler nicht bei sich suchen…

Und wiederum Menschen, deren Denken und Handeln auf Misserfolg ausgerichtet ist, den Fehler immer bei sich suchen…

Meiner Meinung nach ist das so nicht richtig! Kann aber jeder anders empfinden…

Was aber auffällig ist. Wie oft kommt es vor, dass Menschen, die im Führungspositionen zum Beispiel sind sich hinstellen und klipp und klar sagen ich habe einen Fehler gemacht…

Meine Gefühle nach zu wenig oder zu selten. Ich glaube, es ist menschlich die Schuld ganz schnell woanders zu suchen… Und lieber nicht bei sich selbst…
 
Thohom 10.11.2025 15:15
Wie passt dazu Fatalismus?
 
Benni8811 10.11.2025 15:27
Mein Handeln kann Fehler hervorbringen. Diese können Konsequenzen haben. Diese können für mich persönlich fatal sein.

Ein anderer Kontext.

Was ist für viele besser oder einfacher? Ein Unglück, eine Tragödie? Ein System zuzuschreiben, was nicht funktioniert hat anstatt einem einzelnen Individuen!

Denn, Die Einsicht wäre, wie fragil alles ist. wenn nur ein Individuum völlig eskaliert, kann eine Tragödie daraus entstehen…

Es scheint besser oder bequem, das auf einem System zu schieben anstatt auf eine einzelne Person…
 
Benni8811 10.11.2025 15:30
Entschuldigt die Grammatikfehler beim Diktieren. Für mich fatal. zwinkerndes Smiley
 
Steinbock75 10.11.2025 15:33
Jeder normal denkende sucht erstmal bei sich wenn wat nich hinhaut aber nich alle denken normal.
 
Thohom 10.11.2025 15:46
Warum kann man nicht einfach sagen: Ist halt passiert! Schicksal!

Natürlich versucht man aus seinen eigenen Fehlern zu lernen, aber wenn man es nicht beeinflussen kann?
 
Benni8811 10.11.2025 15:50
Na, wenn man es nicht beeinflussen kann oder konnte, dann ist natürlich auch nicht von einem eigenen Fehler die Rede!
 
Benni8811 10.11.2025 15:54
Die Sache ist halt, der Zufall ist keine Person! Wir Menschen suchen gerne jemanden, der Schuld hat, als Person!

Auf dem Zufall kann niemand mit dem Finger zeigen…

Deswegen, unter anderem, ist es, glaube ich, ein menschlicher Mechanismus immer einen Schuldigen suchen zu wollen/müssen!
 
Steinbock75 10.11.2025 15:54
Manches kann man nich beeinflussen dit stimmt aber man kann Leute die eine Gefahr sind weil sie eben anders denken och anders behandeln. 
Früher wurdest och aus dem Klassenzimmer verwiesen wenn du gestört hast.

Und in solchen Fällen kann man nich einfach sagen ist passiert und dit ist och keen Schicksal denn man hätte es verhindern können.

Sag dit mal jemand ist halt passiert oder Schicksal der jemand verloren hat. Würde dann empfehlen in Deckung zu gehen.
 
Benni8811 10.11.2025 16:01
Und auch interessant, wie manche mit Schuld umgehen…

Der Angeklagte in diesem Beispiel. Fahrer Des Fahrzeuges. Weihnachtsmarkt.

Eben in einer Berichterstattung gehört.

Er sitzt in seinem Glaskasten und trägt allein die Schuld dafür!

Darf ein Laptop dabei haben. Schreibt darauf das Datum der nächsten Landtagswahl und zeigt es dem Anwesenden…

Ist es nicht interessant, wie individuell man mit Schuld umgehen kann?
 
Benni8811 10.11.2025 16:04
Ja, Steinbock. Da bin ich voll bei dir! Das wäre für geschädigte und Hinterbliebenen verletzend und zynisch!
 
Steinbock75 10.11.2025 16:30
Jo Benni.
 
(Nutzer gelöscht) 10.11.2025 16:41
Frage an thohom: Was hätte im Vorfeld dieses Unfalls auf dem Weihnachtsmarkt deiner Meinung nach anders laufen müssen?
 
Thohom 10.11.2025 16:55
Ich weiß es nicht. Ich bin da kein Insider.

Früher hätte man sowas vielleicht mit Gottes Wille fatalistisch hingenommen. Ich weiß es nicht.
 
(Nutzer gelöscht) 10.11.2025 17:26
Ich hab selbst hin und wieder mal Zweifel daran, ob meine Reaktion oder Denkweise "aus der Reihe tanzt". Dann frage ich andere, wie die eine Sache beurteilen.
Ich hab in meinem Bekanntenkreis niemanden, dem ich zutrauen bewußt einen Unfall zu bauen.
 
Thohom 10.11.2025 17:40
Du weißt ja, was unendlich ist, LaMei?

1990 ist meine damalige Freundin gestorben. Auf der logischen Ebene konnte ich das schnell begreifen, weil der Oberarzt im KH mir das auch sehr ausführlich erklärt hat.

Emotional war das viel schwieriger und ich hab mich da für Fatalismus entschieden, um aus dieser "warum"-Denkschleife heraus zu kommen. Ist halt so.

Wird der Sündenbock gesucht, weil man nicht sagen will, dass es eine Verkettung von Zufällen ist, die die Leute in Magdeburg genau zu dieser Minute da auf dem Weihnachtsmarkt hat unterwegs sein lassen, als der Typ da rein raste?
 
Benni8811 10.11.2025 17:48
Tohom, Jetzt, nach deinem letzten Kommentar verstehe ich besser…

Vor zehn Jahren. War es Zufall, dass ich durch diese Kurve gefahren bin, in der mich dann der Unfall Verursacher erwischt hat… Sollte es so sein… Ich weiß es nicht!

Wäre mal für mich spannend zu wissen. Wie denkt der Unfallverursacher darüber? Auch das weiß ich leider nicht.
 
Thohom 10.11.2025 17:53
Ich hab mal in der Psychosomatischen Klinik einen Mann in meiner Altersklasse getroffen, der vor 30 Jahren, also damals mit 20, einen Menschen mit dem Auto totgefahren hat. Er hat das immer verdrängt, aber es hat ihn nie losgelassen. 

Ich vermute mal, dass das Deinem Unfallfahrer ähnlich geht. Er weiß vermutlich nicht mal, wie er damit umgehen soll und verdrängt einfach.
 
(Nutzer gelöscht) 10.11.2025 18:16
Hätte, hätte, fahrradkette fällt mir dazu ein. Man könnte sich ständig fragen, ob irgendwas anders passiert wäre, wenn man dies oder das vorher anders gemacht hätte. Aber das ändert leider absolut gar nichts an der aktuellen Situation.  Erzähl einem an lungenkrebs erkrankten menschen, daß das an den Zigaretten liegt, die er täglich über viele jahre geraucht hat. Das wird an seiner momentanen Situation nichts ändern. Er hätte  nie mit dem Rauchen anfangen sollen. 
Niemand kann heute voraussagen, was ihm morgen passiert. Es ist  mmn. Alles Zufall. Auch, ob ich einen Weihnachtsmarkt besuche oder lieber zu hause auf der Couch sitze. Manchmal alles ne Sekundenentscheidung. Eine Sekunde später hätte vielleicht das Telefon geklingelt und mich 5 min. später loslassen lassen zum Markt. Somit hätte es nicht mich getroffen, sondern jemand anderen.
 
Thohom 10.11.2025 18:24
Eben und da ein Zufall zu banal ist, muss ein Schuldiger her. So ein Amokfahrer ist zu wenig, also muss irgendeine Instanz schuldig sein, weil die nicht vorgesorgt hat.
 
(Nutzer gelöscht) 10.11.2025 18:35
In dem speziellen Fall sehe ich das nicht ganz so. Der Mann ist ja vorher schon irgendwie auffällig gewesen. Man hat scheinbar verpasst, ihm zu helfen. Wer jetzt dafür dann die Schuld trägt, vermag ich nicht zu sagen. Wenn zum Beispiel ein Platz in einer Klinik frei gewesen wäre, hätte er vielleicht gar nicht die Möglichkeit gehabt,  dort in den Markt zu fahren.
 
Thohom 10.11.2025 18:39
Naja, theoretisch hätte der Typ sich selber einweisen müssen, er ist doch beruflich Psychotherapeut oder Psychater in der Forensik gewesen.
 
(Nutzer gelöscht) 10.11.2025 19:29
Tja...Fahrradkette.  🤷‍♀️
 
Siebenpunkt 10.11.2025 20:06
durchgeknallt verhält man sich aber selten professionell
 
Steinbock75 10.11.2025 20:08
Thohom wenn er so einen Beruf hat sagt das nix. Wenn du in einer Krise ( nenne ick jetzt mal so) steckst merkst du selbst dit nicht. Die einzigen wäre dit Umfeld.
 
Thohom 10.11.2025 20:32
Ich vermute mal, dass in der Forensik, wo er arbeitete, in seinem Umfeld einige Psychologen waren.
 
Steinbock75 10.11.2025 20:56
Und da finden Gespräche statt? Wenn er sich da normal verhalten hat macht doch keener wat.
 
Thohom 10.11.2025 21:06
Tja, wie erkennt man das dann. Okay, bei dem Typ war ja mehrfach die Polizei und hat dem ins Gewissen geredet.
 
Steinbock75 10.11.2025 21:19
Na da ist er ja schon uffgefallen.
 
Thohom 10.11.2025 21:25
Gibt bei diesen Gesprächen mit der Polizei eben keine Dauerbehandlung.

Ich hab heute die Bilder aus dem Gerichtssaal gesehen. Inzwischen macht der Typ einen auf Rübezahl und redet dazu noch wirr.

Ich weiß, dass sich bei Demenz die Persönlichkeit verändern kann, was auch zu Agressivität führen kann. Aber für mich jagt der, wie viele Menschen offensichtlich, einer fixen Idee nach. Ich verstehe nicht, wie sich da so ein Schalter umlegt.
Sind das teilweise Folgen von bewusstseinserweiternden Drogen?
 
Thohom 10.11.2025 21:36
Mehr Sicherheit.... dann doch lieber nicht, wenn der Weihnachtsmarkt in Magdeburg nicht genehmigt wird.
Die sind sich da irgendwie nicht einig, kann man hier nachlesen.
 
Steinbock75 10.11.2025 21:52
Thohom bei so Psychotherapeuten oder Psychologen jibts die Möglichkeit der Supervision nur ist dit leider nicht verpflichtend. Für mich müsste es Gesetz werden. Den Menschen die mit psychisch kranken Menschen arbeiten können dadurch och erkranken. Ist so wie Menschen die andere retten können ne PTBS bekommen.
 
Thohom 10.11.2025 22:31
Alles gut....wem geben wir nun die Schuld? Seinem Vater, weil er ihn gezeugt hat?
 
Mirka 10.11.2025 22:52
Der Typ redet jetzt wirr,weil er dadurch eine Unzurechnungsfähigkeit bewirken will.
Irgendwann werden sich sogenannte Fachleute mehr mit ihm beschåftigen,als mit den traumatisierten Opfern
 
Siebenpunkt 10.11.2025 23:42
und verstehen kann man sowas doch sowieso nicht
 
Jinjer 11.11.2025 07:17
der eindruck, dass täter mehr zuwendung bekommen als opfer, liegt vermutlich daran, dass medien natürlich so einen fall aufgreifen, weil er zum einen schlagzeilen macht und zum anderen das interesse am verstehen, was da passiert ist, groß ist.
und das öffentliche interesse am tatverhalten ist dann eben auch so stark, dass eben filme, bücher und podcasts über täter:innen entstehen, für die es eine große nachfrage auf dem markt gibt.

im rechtlichen kontext, also im strafverfahren, steht der täter natürlich im fokus, weil der staat klären muss, ob jemand schuldfähig ist und welche strafmaßnahmen angemessen sind. 

es gibt nach hanau einen opferzentrierten journalismus, der die opfer und nicht die täter in den vordergrund rückt, aber welche medien beschäftigen sich schon damit und wie groß ist da das interesse in der bevölkerung wirklich… 🤷‍♀️
 
Thohom 11.11.2025 10:12
Ehe das noch weiter vom Thema wegmäandert, schließe ich hier. War ja genug Zeit für jheden sich dazu zu äussern.
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