Theaterstück „ICH BIN RUHIG (SIEHT MAN DOCH!)“
05.01.2026 16:58
Theaterstück „ICH BIN RUHIG (SIEHT MAN DOCH!)“
05.01.2026 16:58
Theaterstück „ICH BIN RUHIG (SIEHT MAN DOCH!)“
🎭 Theaterstück
„ICH BIN RUHIG (SIEHT MAN DOCH!)“
(Ein Einakter über Frisuren, Hässlichkeitsurteile und die Kunst, sich selbst zu unterbrechen.)
Personen:
Der Zärtliche – hält Lautstärke für Charakter, Ego mit Beinen, Persönlichkeit optional, Hält sich für ein Ereignis – ist aber nur Hintergrundrauschen,
Emotionale Tiefsee – leider nur Planschbecken, Emotionales Fast Food: schnell, fettig, sofort bereut, Hält sich für die Sonne – wundert sich, warum alle Sonnenbrillen tragen, Selbstbild Ferrari, Realität Einkaufswagen mit kaputtem Rad
Der Spiegel – schweigt professionell
Die Stille – gewinnt jede Debatte
Szene 1 – Der Beweis
(Der Zärtliche stürmt rein, hebt die Bürste wie einen Preis.)
Der Zärtliche:
Bevor hier jemand ausrastet:
Ich bin ruhig.
(bürstet)
Sehr ruhig.
(bürstet)
Man sieht das daran,
dass ich das jetzt erkläre.
(Er bürstet. Zählt mit.)
Eins. Zwei. Drei.
Mit jedem Strich werde ich erwachsener.
Szene 2 – Die Theorie der Hässlichkeit
Der Zärtliche:
Manche Leute sind hässlich.
Nicht äußerlich—
also doch.
Aber nett gemeint.
So nett, wie ich halt bin.
Zärtlich nett.
Mit Nachdruck.
(Er nickt sich selbst zu, als hätte er gerade einen Nobelpreis beantragt.)
Szene 3 – Spiegeltest
(Er stellt sich vor den Spiegel.)
Der Zärtliche:
Spiegel, sag mir,
dass ich souverän wirke
und nicht wie ein beleidigter Gartenzwerg der ohne Internet aussieht wie der Grinch auf Crack
(Der Spiegel schweigt.)
Der Zärtliche:
Danke. Bestätigung.
Szene 4 – Authentizität herstellen
(Er zieht das T-Shirt aus.)
Der Zärtliche:
So.
Jetzt bin ich echt.
Oben ohne wirkt jede Meinung
automatisch klüger. Ich bin sehr zärtlich!
(Niemand klatscht. Niemand atmet schneller. Nichts.)
Szene 5 – Die Methode
(Er beginnt, seine Nippel zu umkreisen.)
Der Zärtliche:
Während ich kreise,
denke ich besser.
(kreisend)
Hässlich ist, wer widerspricht.
(kreisend)
Schön ist, wer nickt.
(kreisend)
Neutral ist suspekt
und wahrscheinlich hässlich.
(Er kreist zu lange.)
Der Zärtliche:
Das ist keine Peinlichkeit.
Das ist Coaching.
Ihr versteht das nur nicht,
ihr Einsteiger.
Szene 6 – Der Tonfall
(Er bürstet wieder, hektisch, seine Hand wandert in die Hose. ER ist fast so groß wie ein Feuerzeug.)
Der Zärtliche:
Regt euch nicht so auf!
Ich bin halt direkt.
Andere sagen „unhöflich“,
ich sage „ehrlich mit Premium-Abo“.
(Er stolpert fast, fängt sich.)
War Absicht.
Körpersprache.
Szene 7 – Der Abgang (Probe 1)
Der Zärtliche:
Ich gehe jetzt.
Endgültig.
Für immer.
(Geht zwei Schritte.)
(Dreht sich um.)
Der Zärtliche:
Aber nur kurz:
Ich hatte recht.
Szene 8 – Der Abgang (Probe 2)
Der Zärtliche:
Jetzt wirklich.
(Er hebt den Finger.)
Der Zärtliche:
Letzter Satz.
Ganz letzter.
Okay, vorletzter.
Finale
(Die Stille bleibt still. Der Spiegel bleibt Spiegel.)
Regieanweisung:
Er wollte andere hässlich nennen
und blieb als jemand zurück,
der eine Bürste für Autorität hält, ein Feuerzeug für nen Brecher,
Nippel für Argumente
und Schweigen für Applaus.
(Licht an. Niemand klatscht. Er kreist noch einmal.)
VORHANG. 🎭
„ICH BIN RUHIG (SIEHT MAN DOCH!)“
(Ein Einakter über Frisuren, Hässlichkeitsurteile und die Kunst, sich selbst zu unterbrechen.)
Personen:
Der Zärtliche – hält Lautstärke für Charakter, Ego mit Beinen, Persönlichkeit optional, Hält sich für ein Ereignis – ist aber nur Hintergrundrauschen,
Emotionale Tiefsee – leider nur Planschbecken, Emotionales Fast Food: schnell, fettig, sofort bereut, Hält sich für die Sonne – wundert sich, warum alle Sonnenbrillen tragen, Selbstbild Ferrari, Realität Einkaufswagen mit kaputtem Rad
Der Spiegel – schweigt professionell
Die Stille – gewinnt jede Debatte
Szene 1 – Der Beweis
(Der Zärtliche stürmt rein, hebt die Bürste wie einen Preis.)
Der Zärtliche:
Bevor hier jemand ausrastet:
Ich bin ruhig.
(bürstet)
Sehr ruhig.
(bürstet)
Man sieht das daran,
dass ich das jetzt erkläre.
(Er bürstet. Zählt mit.)
Eins. Zwei. Drei.
Mit jedem Strich werde ich erwachsener.
Szene 2 – Die Theorie der Hässlichkeit
Der Zärtliche:
Manche Leute sind hässlich.
Nicht äußerlich—
also doch.
Aber nett gemeint.
So nett, wie ich halt bin.
Zärtlich nett.
Mit Nachdruck.
(Er nickt sich selbst zu, als hätte er gerade einen Nobelpreis beantragt.)
Szene 3 – Spiegeltest
(Er stellt sich vor den Spiegel.)
Der Zärtliche:
Spiegel, sag mir,
dass ich souverän wirke
und nicht wie ein beleidigter Gartenzwerg der ohne Internet aussieht wie der Grinch auf Crack
(Der Spiegel schweigt.)
Der Zärtliche:
Danke. Bestätigung.
Szene 4 – Authentizität herstellen
(Er zieht das T-Shirt aus.)
Der Zärtliche:
So.
Jetzt bin ich echt.
Oben ohne wirkt jede Meinung
automatisch klüger. Ich bin sehr zärtlich!
(Niemand klatscht. Niemand atmet schneller. Nichts.)
Szene 5 – Die Methode
(Er beginnt, seine Nippel zu umkreisen.)
Der Zärtliche:
Während ich kreise,
denke ich besser.
(kreisend)
Hässlich ist, wer widerspricht.
(kreisend)
Schön ist, wer nickt.
(kreisend)
Neutral ist suspekt
und wahrscheinlich hässlich.
(Er kreist zu lange.)
Der Zärtliche:
Das ist keine Peinlichkeit.
Das ist Coaching.
Ihr versteht das nur nicht,
ihr Einsteiger.
Szene 6 – Der Tonfall
(Er bürstet wieder, hektisch, seine Hand wandert in die Hose. ER ist fast so groß wie ein Feuerzeug.)
Der Zärtliche:
Regt euch nicht so auf!
Ich bin halt direkt.
Andere sagen „unhöflich“,
ich sage „ehrlich mit Premium-Abo“.
(Er stolpert fast, fängt sich.)
War Absicht.
Körpersprache.
Szene 7 – Der Abgang (Probe 1)
Der Zärtliche:
Ich gehe jetzt.
Endgültig.
Für immer.
(Geht zwei Schritte.)
(Dreht sich um.)
Der Zärtliche:
Aber nur kurz:
Ich hatte recht.
Szene 8 – Der Abgang (Probe 2)
Der Zärtliche:
Jetzt wirklich.
(Er hebt den Finger.)
Der Zärtliche:
Letzter Satz.
Ganz letzter.
Okay, vorletzter.
Finale
(Die Stille bleibt still. Der Spiegel bleibt Spiegel.)
Regieanweisung:
Er wollte andere hässlich nennen
und blieb als jemand zurück,
der eine Bürste für Autorität hält, ein Feuerzeug für nen Brecher,
Nippel für Argumente
und Schweigen für Applaus.
(Licht an. Niemand klatscht. Er kreist noch einmal.)
VORHANG. 🎭
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