Handicap Love Schriftzug

Im Privaten..

Im Privaten..
…geht es mir ziemlich gut – in meinem Leben ist mir eine ganze Menge Glück so ziemlich unverdient in den Schoß gefallen.

Es gab natürlich auch Täler, Untiefen, schwere Zeiten mit Erfahrungen, die sich nicht schnell und nicht leicht verarbeiten lassen, manches davon habe ich am Ende einfach zugeschüttet. 
Vielleicht keine löbliche Technik, aber eine, die für mich passt.

Jetzt surfe ich aber, und das schon seit geraumer Zeit, ganz oben auf der Welle – eigentlich müsste ich rund um die Uhr damit beschäftigt sein, mein Glück in vollen Zügen zu genießen, das tue ich auch, es müsste mir also rundum gut gehen.

Wenn da nicht dieses tiefsitzende Unwohlsein wäre, ein Dorn in meinem Fleisch, ein innerer Groll und manchmal eine starke, dennoch hilflose Wut.

Ich habe das so schon einmal erlebt, vor vielen Jahren, Jahrzehnten und heute bin ich zufällig auf einen Song gestoßen, der mich direkt in diese Zeit zurück katapultiert, eine Zeit, die ich für mich mit zwei Begriffen umfassend beschreiben kann:

„Vietnam“ und „Woodstock“

Das Elend und die Hoffnung – für viele meiner Generation ein prägendes Begriffspaar:
Das Bild eines flüchtenden Mädchens, schreiend, die Haut in Fetzen verbrannt von Napalm und Country Joe McDonald`s Song „Vietnam“.

Am Ende, glaube ich, hat auch diese Musik dazu beigetragen, das Unrecht in die Köpfe und die Wut in den Bauch jedes anständigen Menschen zu brennen, zu ermöglichen, dass viele, auch viele Amerikaner, eine klare Sicht bekamen auf das, was wirklich geschah – und sich letzten Endes aufgerufen sahen, das Entsetzliche zu benennen und ihm damit ein Ende zu bereiten.

Heute bin ich also auf diesen Song gestoßen, von dem ich glaube, dass er ein Anfang sein kann, Zuversicht an Stelle von Groll und Wut zu setzen.

Den möchte ich gerne mit euch teilen, schließe aber den Blog.
Nicht, weil man darüber nicht diskutieren könnte, sondern weil es bedauerlicherweise auch hier immer wieder Leute gibt, die in faschistoiden Narzissten ihren persönlichen Messias sehen – denen möchte ich keine Plattform bieten.





Through the winter's ice and cold
Down Nicollet Avenue
A city aflame fought fire and ice
'Neath an occupier's boots
King Trump's private army from the DHS
Guns belted to their coats
Came to Minneapolis to enforce the law
Or so their story goes

Against smoke and rubber bullets
In the dawn's early light
Citizens stood for justice
Their voices ringin' through the night
And there were bloody footprints
Where mercy should have stood
And two dead, left to die on snow-filled streets
Alex Pretti and Renee Good

Oh, our Minneapolis, I hear your voice
Singing through the bloody mist
We'll take our stand for this land
And the stranger in our midst
Here in our home, they killed and roamed
In the winter of '26
We'll remember the names of those who died
On the streets of Minneapolis

Trump's federal thugs beat up on
His face and his chest
Then we heard the gunshots
And Alex Pretti lay in the snow dead
Their claim was self-defense, sir
Just don't believe your eyes
It's our blood and bones
And these whistles and phones
Against Miller and Noem's dirty lies

Oh, our Minneapolis, I hear your voice
Crying through the bloody mist
We'll remember the names of those who died
On the streets of Minneapolis

Now they say they're here to uphold the law
But they trample on our rights
If your skin is black or brown, my friend
You can be questioned or deported on sight
In our chants of "ICE out now"
Our city's heart and soul persists
Through broken glass and bloody tears
On the streets of Minneapolis

Kommentare

 
Thohom 29.01.2026 20:12
Ja, ist auch spannend, dass so ein Drückeberger von "damals" jetzt so unterwegs ist.

Das trifft es wohl, um die damalige Zeit zu beschreiben.
HerzJetzt kostenlos registrieren