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Wer kann besser allein sein?

Wer kann besser allein sein?
Wer kann eurer Meinung nach besser allein sein, Männer oder Frauen?
Und woran liegt das möglicherweise?
Ich freue mich auf eure Beiträge, werde aber nur sporadisch moderieren.

Kommentare

 
CookieJulez 25.02.2026 06:44
Meinst du Single, oder meinst du alleine allgemein?
 
fetzenfisch 25.02.2026 06:51
Ich denke dass das sehr darauf ankommt wer gelernt hat im Haushalt so zurecht zu zu kommen ob Frau oder Mann besser alleine klar kommt je nachdem
 
Lerato77 25.02.2026 06:58
Ich meinte Single sein, aber man kann das sicher auch verallgemeinern.
 
CookieJulez 25.02.2026 07:03
Ich glaub das auch, was fetzenfisch schreibt. Es hängt davon ab, wie man aufwächst.

Ich kenne relativ viele Männer, denen das Alleinsein sehr schwer fällt. Aber das ist kein Schicksal. Man kann sich auch in späteren Jahren noch dran gewöhnen und lernen damit umzugehen.
 
PeterBlack 25.02.2026 07:27
Ich bin sehr gerne alleine
 
Rouvi 25.02.2026 07:31
Ich war so gut wie nie alleine, jetzt seit fast 7 Jahren und ich kam von Anfang an damit klar. Ich fühle mich weder alleine noch einsam, hätte aber manchmal gerne mehr als Freunde und Familie. Was das betrifft bin ich recht entspannt, entweder es ergibt sich irgendwann etwas oder nicht, das Gras wächst ja auch nicht schneller, wenn man dran zieht.
 
(Nutzer gelöscht) 25.02.2026 07:49
Die Fähigkeit, im Alleinsein oder vielmehr in der Einsamkeit zu leben, liegt meines Erachtens nicht am Geschlechte, sondern daran, ob man mit sich selbst zurechtkommt und ob man sich höchstselbst angemessen beschäftigen kann. Hat man genug Hobbys, die man alleinig bewerkstelligen kann, fällt einem die Alleinsamkeit ebenfalls leichter. Selbstverständlich wäre es sehr gut, wenn man ein Mensch ist, der sowieso gern für sich allein existiert. Für einen solchen Menschentyp ist das bitterste Eremitendasein ein wunderherrliches Geschenk, gerade wenn Derselbige Angst hat, unter Mitmenschen zu verweilen. Ein solches Dasein ist befreiend und wohltuend für ebendiesen Typ von Mensch.

Obgleich an dieser Stelle zu betrachten ist, dass ebendiese eine unmittelbare Not der Verlassenheit spüren, wo andere die Gesellschaft feiern, eben unter Menschenansammlungen, weil sie sich wie "Außerirdische" empfinden, dieweil sie solche Fremdlinge sind, obgleich sie die gleiche Sprache sprechen.

Meine Wenigkeit könnte höchstselbst ganz allein auf der Welt wunderbar leben, doch unter Staubgeborenen bin ich ein Fremder sowie ein Ausgestoßener. Hier bin ich dermaßen einsam, dass man einen Schmerz fühlt, doch wenn ich wochenlang, oft monatelang, keinen Menschen erblicke, dann stört es mich nicht im Geringsten. Ich bin sehr glücklich ohne andere Mitmenschen. Jedoch mit einer Lebensgeschichte, wie man sie erleben durfte, ist das auch völlig normal.
 
Thohom 25.02.2026 07:54
Wenn es darum geht mich "zu versorgen", kann ich prima allein sein. 

Ich mag auch Zweisamkeit oder Gemeinschaft, aber ich brauche da immer wieder meine Pausen, um all das, was auf mich eingestürmt ist, zu verarbeiten. Ich neige also eher zur Introvertiertheit.

Vom Geschlecht würde ich diese Frage nicht abhängig machen.
 
Simphony86 25.02.2026 08:11
Wie schon meine Vorredner würde ich das nicht unbedingt vom Geschlecht abmachen.

Gibt halt eher introvertierte und extravertierte Menschen, wobei ich mich schon zu ersteren zählen würde, da ich höchstens noch in kleinen Gruppen gesellig bin auch wegen meiner Neigung zur Überreizung.

Und da ich immer wieder Pausen brauche, um mich von der lauten Umwelt zu regenerieren, hab ich sehr gut gelernt mich selbst zu beschäftigen mit Hobbies, die man halt auch alleine durchführen kann.

Dass ich nicht so viel Energie habe, wird auch von meinem sozialen Umfeld toleriert und drauf geachtet, dass ich mich selbst nicht überfordere mit zu vielen Terminen an einem Tag. Obwohl das ist schon wieder ein anderes Thema.
 
Lerato77 25.02.2026 08:18
Vielen Dank, meine Herren!
Mögen die Damen auch etwas dazu sagen?

Theophanus, es tut mir leid, dass du dich in Menschenansammlungen oft unwohl fühlst. Das Gefühl kenne ich auch, und entgegen Simphonys Meinung denke ich, dass es schon etwas mit dem Thema zu tun hat, wenn auch mehr am Rande.
 
Mohnblume2 25.02.2026 08:23
Ich denke, das es davon abhängt , wie die eigene Lebenssituation ist, egal ob männlich oder weiblich. Es fällt leichter allein zu sein, wenn man nicht allzu viele Probleme mit sich und seinem Leben hat. Krankheiten , finanzielle Probleme , Existenzängste, sind wie ein schwerer Sack ,den man mit sich rumträgt, lässt sich das doch besser zu zweit bestreiten. 
Ich denke , Menschen ,die mit sich im Reinen sind , ein zufriedenes Leben leben , können auch besser allein sein ,zumindest ist es einfacher aus meiner Sicht.
 
CookieJulez 25.02.2026 09:56
@Lerato

In welchem Punkt stimmst du nicht mit Simphony überein?

Ich, als Dame, kann zwar nicht völlig auf zwischenmenschlichen Kontakt verzichten, bin aber überwiegend gerne alleine. Ich begegne selten Menschen, die mir sympathisch sind.
 
(Nutzer gelöscht) 25.02.2026 10:26
Ich danke Euch vielmals für Eure Anteilnahme; indes ist es für mich heutigentags keine allzu große Bürde, denn in Menschentrauben halte ich mich heute selten auf. Ausnahme ist das Hafenfest, ansonsten war es eher damals ein Problem, als man den Kindergarten oder die Schule aufsuchte und eben auch auf der Arbeitsstelle. Derweil bin ich gar die meiste Zeit glücklich darüber, denn dadurch habe ich meine Jungfräulichkeit behalten und somit die unverwandelbare Treue bewiesen für zwei gewichtige Personen in meiner Zeit aus der Jugendpsychiatrie.
 
Lerato77 25.02.2026 10:34
Cookie, dass Neigung zur Überreizung überhaupt nicht zum Thema gehört.
 
chestnut 25.02.2026 11:11
Ich bekomme aber von Männern öfter mit, dass sie unter dem Alleinsein leiden, von Frauen weniger. Wir scheinen uns oft besser helfen zu können (und uns vielleicht auch besser Hilfe holen zu können).
 
Mohnblume2 25.02.2026 11:15
Männer sind im vergleich zu Frauen eben der bequemere Part , denke da gehts weniger ums nich allein sein müssen , sondern mehr um die Rundumversorgung
 
Findemabel1 25.02.2026 11:16
Denke auch, dass es nicht vom Geschlecht abhängt, ob man alleine gut zurecht kommt. 

Wenn ich mit mir selbst was anfangen kann und aus mir heraus schöpfen kann ist das Alleinsein kein Problem.

Ich genieße die Zeit für mich. Seit einigen Monaten bin ich wieder in einer Partnerschaft 
- Fernbeziehung light - die Zeiten ohne meinen Freund brauche ich auch um mich von den chron. Schmerzen des Handicaps zu regenerieren.
 
EinedieserSteine 25.02.2026 11:24
Es ist auch eine Frage des müssen.
Jeder kann, möchte das aber nicht unbedingt.
 
Lerato77 25.02.2026 11:30
EdS, was meinst du?
 
CookieJulez 25.02.2026 11:34
@EinedieserSteine

@Lerato

Meinst du vielleicht, dass manche Menschen eben zum Alleinsein 'gezwungen' sind, was dann auch funktioniert. Aber wenn sie eine Wahl hätten, bevorzugen sie Gesellschaft?
 
Findemabel1 25.02.2026 11:44
Die Frage ist vielleicht, ob jemand drunter leidet. Wobei Alleinsein und Einsamkeit ja ein Unterschied ist.
 
(Nutzer gelöscht) 25.02.2026 11:51
Das sehe ich indes etwas anders; es liegt eben am Menschen selbst. Wenn man in sich genug Demut trägt, hält man halt auch mehr aus, weil man es leichter annehmen kann. Man erkennt, man ist unwichtiger als ein hängendes Blatt an einem Baum; somit kann auch ein gezwungenes Alleinsein eben viel leichter als etwas Bilderbuchschönes angesehen werden – dies erkenne ich an mir höchstpersönlich. Man kann auch im Elend etwas Schönes erkennen; doch wie gesagt, bin ich zumindest davon überzeugt, dass man hierfür eine ordentliche Portion jener Tugend braucht.

Für meine Erkrankung wäre zum Beispiel eine einzelne Zelle im Gefängnis, ohne den anderen Insassen zu begegnen, ein Träumchen, weil es meinen Zwängen dort an den Kragen gehen würde. Jedoch kommt man da ja so einfach nicht hin; und da ich ein Mensch bin, der niemandem schaden will oder möchte, verbleibt es halt ein Traum – für andere wäre es ein Albtraum. Doch dort wäre ich zum ersten Mal in meinem Leben frei seit den Zwängen.
 
Violetta 25.02.2026 11:57
Hallo Ich kann gut mit meinen Freunden zusammen sein aber wenn es zu viel Menschen sind Einkaufen Zentrum fühle ich mich manchmal wohl und auch an manchen Tagen unwohl.Kann aber auch gut alleine sein ich kenne aber auch von beiden Seiten Leute die gut alleine sein können
 
Drea1962 25.02.2026 12:23
Mir fällt auf, das meist Witwer eine neue Beziehung eingehen wollen, kaum daß die Dame des Hauses kalt ist.
 
Ichselbst 25.02.2026 12:31
Ich denke, dass es weniger vom Geschlecht abhängig ist, sondern vielmehr von den persönlichen Gegebenheiten. Hat man einen stabilen Freundeskreis, viele Interessen und Hobbys und ist bereit, sich (auch in einem fortgeschrittenen Alter) weiter zu entwickeln, wird man Einsamkeit nicht wirklich empfinden.
 
Rouvi 25.02.2026 12:39
Traurig finde ich das manche nicht alleine sein können und sich aus diesem Grund einen Partner suchen. Ich bin lieber alleine und das nicht unglücklich, als unglücklich mit einer Frau zusammen zu leben.
 
(Nutzer gelöscht) 25.02.2026 12:45
Dann haben für mich die Herrschaften ihre Partnerinnen nicht wahrhaftig geliebt, denn der Tod scheidet nicht bei Herzenswärme; ebenjene ist unverwandelbar. Jedoch bin ich mir leidvoll sicher, dass die meisten nicht mehr wahrhaftig lieben können, denn es bedeutet nie, etwas einzufordern, sondern nur zu geben. Jedes Glücklichsein des Partners bedeutet ein Vielfaches mehr an Glückseligkeit bei einem selbst; genauso verhält es sich beim Leid. Solches verkraftet man nicht allzu oft, und hat man bei der richtigen Liebe die Herzen ausgetauscht, stirbt das eigene Herz mit ihr, wenn sie vor einem geht. Das Herz in einem ist von ihr – dies verwelkt langsam, der bekannte Minnetod folgt.

Solche Paare sieht man noch, aber immer seltener. Meine Eltern waren so ein Paar, und ich könnte auch nur so lieben, weil ich solch eine Traumbeziehung sehen und erleben durfte. Sie waren eine Seele und ein Herz; jeder hat den anderen umsorgt, und ihre süßliche Minne wuchs und wuchs.
 
Thohom 25.02.2026 12:49
Ich finde, dass man nur über sich selber eine vernünftige Aussage machen kann, weil man nie komplett in der Haut eines anderen Menschen stecken kann.
 
perfectday 25.02.2026 13:34
Für mich ist es von der Person/Persönlichkeit und deren Erfahrungen und Wünsche abhängig.
Das Geschlecht spielt keine Rolle.

Wer selbständig und auch selbstverständlich für seinen Körper, seinen Geist und seine Seele sorgt/sorgen kann, wird meiner Meinung nach weniger "Mangel" spüren. Dazu gehört für mich auch, dass ich weiß, wer mir weiterhelfen kann.

Wer eine Partnerschaft in erster Linie als "Versorgungs-deal" sieht...
sie kocht, putzt und wäscht,
er schaut nach dem Auto und dem Garten
der Sex ist "gesichert
er/sie unterhält mich
...wird vermutlich einen Mangel empfinden.

Trotzdem sage ich: die Nähe zu einem Partner ist für mich eine ganz andere, als die Nähe zu Freunden/ Familienmitgliedern.
 
Wonni 25.02.2026 15:01
In erster Linie sind wir doch alle Menschen und soziale Wesen, ob nun Männlein oder Weiblein. Ich denke, zum Alleinsein ist niemand wirklich gemacht, unabhängig vom Geschlecht.

Was ich aber glaube, ist, das Frauen eher zugeben, sich allein zu fühlen, während Männer immer noch als "das starke Geschlecht" betitelt werden und deshalb keine Schwäche zeigen wollen.
 
EinedieserSteine 25.02.2026 15:53
Der Geliebte existiert ja oft auch schon vor dem Ableben 
 oder Ende der Beziehung.
Bevor jemand ganz allein dasteht, lässt er sich zu viel gefallen.
Auf ein Fingerschnipsen findet sich auch kein Neuer.
 
(Nutzer gelöscht) 25.02.2026 17:53
Gern mal allein, nur nicht einsam – das denken wohl die meisten. 
Deshalb wird es sich wohl die Waage halten, ob Mann oder Frau gern allein ist. 
Wer gern allein ist, kann sich gut damit arrangieren. 
Auch ein geselliger Mensch zieht sich ab und zu zurück.
 
Zenaida 25.02.2026 18:13
Ich denke, bei dieser Fragestellung sollte man unterscheiden zwischen der jeweiligen Persönlichkeit, die einem menschen gegeben ist oder die er erworben hat im laufe des Lebens. Hier sehe ich keine wirklichen unterschiede zwischen den geschlechtern. Es gibt einfach menschen, die eher zum eremitentum neigen als andere und die kommen mit Alleinsein per se recht gut zurecht. 

Bei der Frage, ob es einen Geschlechterunterschied gibt im Umgang mit unfreiwilligem Single-Sein, bin ich schon der Meinung, dass Frauen mehrheitlich damit besser zurecht kommen als Männer. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wie gesagt, das ist mein persönlicher Eindruck, kann mich da nicht erinnern, irgendwelche Studien gelesen zu haben oder ähnliches. Allein die hiesigen jammertiraden - von wem kommen die hauptsächlich? Ich sehe Frauen viel seltener so verzweifelt suchen und jammern wie Männer. Die Kategorie der Incels - ein anderes Beispiel: das sind immer Männer, die mit ihrem Single-Dasein nicht zurecht kommen und dafür die bösen Frauen verantwortlich machen. Umgekehrt hab ich solche Absurditäten noch nie gehört… 

Woran könnte das liegen? Frauen sind mMn deutlich besser vernetzt. Sie haben dadurch mehr Möglichkeiten (und auch weniger scheu), bestimmte Bedürfnisse auch außerhalb einer Paarbeziehung zu befriedigen: für Gespräche, auch tiefere, stehen (oft) Freundinnen zur Verfügung…. Für Gemeinschaftserlebnisse gibt es gemeinsame Unternehmungen mit Freunden und Freundinnen, Ehrenamt oder soziales Engagement in der Nachbarschaft, bei dem meiner Erfahrung nach auch die Frauen die Nase vorn haben…. Frauen sind oft „physischer“ im Umgang miteinander. Aber das Thema hatten wir ja kürzlich schon irgendwo hier…. 

Männer haben natürlich auch Freunde, aber oft sind das eher Kumpels, Menschen, mit denen man bestimmte Aktivitäten teilt (Sport oder was auch immer). Selbstverständlich gibt es auch Gespräche, aber, wie mir immer wieder berichtet wird, oft nicht mit sonderlich viel Tiefgang, also nichts, wo man wirklich sein Inneres zeigen würde und füreinander spürbar würde. Jedenfalls hab ich das öfter von männlichen Freunden so gehört, die mir sagen, dass sie mit männlichen Freunden nicht so sprechen würden wie mit mir, obwohl unsere Freundschaft auch platonisch ist. Aber genau ist es doch, was Menschen auch brauchen: sich anderen zeigen und von ihnen gesehen werden und umgekehrt. 

Wenn Männer diese Grundbedürfnisse also meiner Beobachtung nach häufiger nur innerhalb einer Partnerschaft erfüllen (können), geht das für Frauen eben auch ohne Partner, wenn auch das natürlich nicht dasselbe ist. Aber ich vermute, dass es daran liegt, dass sie meist viel entspannter sind, wenn sie keine Partnerschaft haben und dass sie auch ihr Lebensglück nicht so häufig von einer Beziehung abhängig machen.
 
Lerato77 25.02.2026 19:13
Ich danke euch allen für die facettenreiche und friedliche Unterhaltung und schließe den Blog für heute. Gerne morgen mehr!
 
Lerato77 26.02.2026 06:21
Moin, es ist wieder offen, wer noch was beitragen möchte.
 
Zenaida 26.02.2026 13:40
Lerato, was denkst du denn selbst zu diesem Thema?
 
Lerato77 26.02.2026 13:52
Ich teile den schon geäußerten Eindruck, dass unfreiwillige Single-Männer eher jammern als unfreiwillige Single Frauen, und dass Witwer oft sehr schnell wieder auf der Suche sind. So ist jedenfalls meine Erfahrung.
Das heißt aber nicht, dass Frauen unter ihrer Einsamkeit weniger leiden, sie gehen nur anders damit um.
Und ich stimme auch zu zu dem, was schon geäußert wurde, dass da viele Faktoren wie Erziehung, Umfeld und Hobbys zusammen kommen, und man das letztlich nicht am Geschlecht festmachen kann.
 
Zenaida 26.02.2026 14:09
Danke lerato.
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