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Die eigene Intuition täuscht nicht!

Die eigene Intuition täuscht nicht!
Es ist zutiefst frustrierend zu erkennen, wie falsch jemand wirklich ist, während alle anderen diese Person für ihre perfekte Inszenierung bewundern.

Doch viele lassen sich von der Oberfläche blenden und feiern Eigenschaften, die in Wahrheit nur gespielt sind. Es ist ermüdend, das mitanzusehen – zu wissen, dass diese Person von Illusionen lebt und von Bewunderung, die sie nicht verdient hat.

Währenddessen bleiben die Aufrichtigen, Ehrlichen und wirklich Guten oft im Hintergrund. Sie werden überstrahlt von jemandem, dem es mehr um Wirkung als um Werte geht. Man beginnt vielleicht sogar, an sich selbst zu zweifeln – fragt sich, ob man übertreibt. Doch tief im Inneren weiß man: Die eigene Intuition täuscht nicht.

Es ist eine einsame Klarheit, Dinge zu sehen, die andere nicht sehen wollen. Also lernt man, die eigene Energie zu schützen, sich vom Schauspiel zu distanzieren und echte Authentizität dort wertzuschätzen, wo man sie findet.

Denn auch wenn die Welt das Unechte kurzfristig belohnt – wahre Integrität hinterlässt Spuren, die keine Show jemals ersetzen kann.

Quelle: Mentale Gesundheit De

Kommentare

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Wonni 26.02.2026 09:02
"Es ist eine einsame Klarheit, Dinge zu sehen, die andere nicht sehen wollen."

Bestätigt sich für mich gerade 💯.

Lieber schreibt/diskutiert man hier über Haare am Arsch! 🙉🙈🙊
 
Wonni 26.02.2026 14:34
Vielen Dank für die zwei PN.
Ich öffne den Blog hier nochmal.
 
Lerato77 26.02.2026 14:41
Authentizität zahlt sich immer aus.
 
Wonni 26.02.2026 15:08
So kann man dann sehen, dass auch so manche Falschheit echt ist.
 
Zenaida 26.02.2026 15:10
Mir fällt gerade noch was ein: nicht immer muss eine andere Verhaltensweise absichtlich täuschend oder falsch sein. Es gibt doch auch menschen, die ihre jeweiligen Launen und Befindlichkeiten recht ungefiltert rauslassen. Das heißt, im einen Moment sind sie einfach wirklich der kotzbrocken, als der sie sich gerieren, im anderen aber wirklich freundlich und wohlwollend, weil sie selbst besser drauf sind. 

Natürlich, je besser man sich kennt, desto eher kann man das einschätzen. Aber ich kenne solche Menschen, die in schlimmen Phasen nur dadurch auszuhalten sind, weil man die guten Phasen (als Mensch im unmittelbaren Umfeld) eben auch kennt und schätzt und gedanklich darauf rekurrieren kann.
 
Wonni 26.02.2026 15:22
Aber, welche der Verhaltensweisen ist dann wirklich authentisch @Zenaida? Kotzbrocken oder liebevoll wohlwollend?
 
Zenaida 26.02.2026 15:22
Bei solchen menschen ist jede Verhaltensweisen zum jeweiligen Zeitpunkt authentisch.

Vielleicht vergleichbar im kleineren Format: bei kleinen Kindern ist das sehr gut erkennbar. Sie können im einen Moment überschäumend lachen und im nächsten Moment herzzerreißend weinen. Beides ist authentisch. Für beides gibt es im jeweiligen Moment Gründe. Klar, man sollte meinen, dass Erwachsene sich besser regulieren können und nicht Unbeteiligte an ihren Launen ungewollte teilhaben lassen müssen. Aber eben, das hab ich oft auch schon anders beobachtet. Ein bisschen stelle ich das auch an mir selbst fest. Wenn ich entspannt bin, hab ich deutlich mehr Geduld mit Menschen, die langsamer sind, als wenn ich selbst gestresst bin. Ich bin dann im einen Moment authentisch, wenn ich geduldig bin, das ist nicht gespielt oder ne falsche Fassade aufgebaut. Im anderen Moment bin ich aber in meiner eigenen Ungeduld authentisch. Die ist nicht künstlich forciert oder so. Da kommt nur die eigene Überforderung eben direkt zum Ausdruck, auch wenn mein Gegenüber gar nichts dafür kann….
 
Wonni 26.02.2026 15:27
Okay, da ist es dann am Anderen, deine "wahre Echtheit bzw. Falschheit" zu erkennen @Zenaida.
 
Wonni 26.02.2026 15:30
Langfristig gesehen, nicht auf schnell vergängliche Momente bezogen.
 
Zenaida 26.02.2026 16:07
Ich glaube halt, dass es menschen gibt, die stabiler in ihrer Persönlichkeit sind und stringenter in ihrem verhalten. Sie sind von außen leichter einzuschätzen. Und dann gibt es menschen, deren Stimmungen und verhalten volatiler ist. Da ist mehr bewegung, vielleicht größere emotionale amplituden und/oder auch mehr Umwege oder Kurven im Lebensweg. Solche menschen sind von außen schwerer einzuschätzen, aber dennoch authentisch. Wenn man jemanden z.b. nach seinem beruf fragt, nennt der erste Typ dann den einen beruf, den er gelernt oder studiert hat und den er schon seit vielen Jahren ausübt. Der zweite Typ hat verschiedenes gelernt und überlegt schon wieder, was er als nächstes studieren könnte. Wenn der dann fünf berufe aufzählt, ist das nicht gelogen und auch nicht angeberisch gemeint, sondern entspricht den Tatsachen. Aber vieleicht führt das jetzt schon zu weit weg vom eigentlichen Thema.
 
Wonni 26.02.2026 16:42
Dem kann ich, hinsichtlich des Themas, wirklich nicht so ganz folgen @Zenaida.

Wenn ich intuitiv merke, dass jemand mehr Schein ist als Sein und andere sie oder ihn aber ständig feiern und nicht merken, was wirklich Sache ist, das ist gemeint.
 
(Nutzer gelöscht) 26.02.2026 16:57
Dass mit dem "mehr Schein als Sein" halten diejenigen, glaube ich, nicht ewig durch. Spätestens wenn man (erst mal) drauf reinfallen sollte, irgendwann kommt der echte Mensch unweigerlich hervor. 

Diese "einsame Klarheit" kenne ich auch. Ich glaube, dass man oft einsam bleibt in der Klarheit, weil vielen Menschen, die denjenigen auch "kennen",  Informationen fehlen. Hätten sie die, würden sie anders urteilen und würden erkennen, dass der Schein nur ein "künstliches Licht" ist...
 
Wonni 26.02.2026 17:04
Spätestens dann, wenn diejenigen selbst von dem wirklichen Sein betroffen sind, werden sie es merken. Und dann ist das Geschrei wahrscheinlich groß.
 
Zenaida 26.02.2026 17:05
Ich meinte das so: wenn jemand auf die frage nach seinem beruf fünf verschiedene nennt, könnte man ihm auch unterstellen, sich wichtig zu machen oder zu lügen oder so. Aber es kann eben sein, dass das durchaus stimmt, dass dieser mensch fünf verschiedene Sachen studiert hat oder verschiedene Ausbildungen gemacht hat. Man könnte ihm vorwerfen, mehr Schein als Sein zu sein, aber das stimmt gar nicht. Und natürlich, wenn andere das dann toll finden, weil es ja auch faszinierend ist, wenn jemand so viele verschiedene Interessen und Begabungen hat, könnte jemand, der den Wahrheitsgehalt der aussage anzweifelt, auch denken, die würden ihn sozusagen grundlos feiern. 

Jetzt klarer?

Was mir auch noch dazu einfällt: es gibt so ne Art allgemeines übereinkommen, dass gewisse Verhaltensweisen nicht akzeptabel seien oder nicht wünschenswert. Es kann aber sein, dass manche damit gar kein Problem haben. 

Mir geht es z.b. so mit Arroganz. Nicht, dass ich das eine besonders tolle Eigenschaft per se finden würde. Und wenn sich bei einer Person Arroganz mit Abwertung Anderer paart, verachte ich das auch. Aber insgesamt komme ich mit Arroganz viel viel besser klar (und habe manchmal überhaupt kein Problem damit, sondern finde das sogar ganz lustig) als z.b. mir Larmoyanz. Die packe ich wirklich kaum. Ich würde also nicht unbedingt einen arroganten Menschen, selbst wenn ich überzeugt bin, dass er arrogant ist und durchaus hinter die Fassade blicken kann, ablehnen. Und wenn ich ihn irgendwie cool finde, kann auch sein, dass ich ihn „feiere“. 

Jemand, der Arroganz ganz fürchterlich findet, könnte meinen, dass ich nicht begriffen habe, wie dieser Mensch tickt und dass ich „nicht merke, was wirklich Sache ist“. Aber dabei ist es nur so, dass ich diesen Wesenszug nicht schlimm finde oder sogar ganz in Ordnung, wenn der Rest stimmt. Ich denke, das sollte man bei solchen Betrachtungen auch im Blick behalten: die Bewertung von individuellem Verhalten ist auch individuell. zwinkerndes Smiley
 
Wonni 26.02.2026 17:16
Ja, so war es verständlich(er), danke.

Es stimmt, dass Bewertungen (einer Person) immer individuell sind. 

Ich frage mich halt einfach schon manchmal, warum einige nicht richtig hinsehen (auch wenn es so offensichtlich ist).
 
Zenaida 26.02.2026 17:24
Hm, aber vielleicht sehen sie ja hin, finden aber das jeweilige Verhalten einfach nicht schlimm?

Wie gesagt, ich weiß jetzt nicht, auf welche Situation oder Person du konkret anspielst, aber das ist ja vermutlich auch egal. Das Thema als solches ist ja allgemeingültig…
 
Wonni 26.02.2026 17:39
Ich empfinde es als schlimm, dass sie es nicht als schlimm empfinden, aber da können wir uns jetzt immer weiter im Kreis drehen. 😉
 
(Nutzer gelöscht) 26.02.2026 18:06
"Ich frage mich halt einfach schon manchmal, warum einige nicht richtig hinsehen (auch wenn es so offensichtlich ist)."

In den Fällen, die ich gerade so im Kopf habe, glaube ich, ist es, dass sie die Realität nicht akzeptieren wollen. Denn das hätte Konsequenzen, d. h. man müsste sein eigenes Verhalten ändern, man würde vielleicht dann bei den eigenen Leuten anecken etc.. Das wollen Menschen meiner Erfahrung nach oft nicht. So tun, als wäre nichts, ist einfacher. "Um des lieben Friedens Willen."

Es kommt aber auch darauf an, um was für einen "Schein" es geht.
 
Wonni 26.02.2026 18:11
Chestnut, da ist dein Kopf ein mächtig kluger, finde ich, der das sehr gut einschätzen kann. 🙂
 
Zenaida 26.02.2026 21:43
Hm, ich weiß nicht, ob die Menschen mehrheitlich wirklich so doof sind,  nicht hinter eine Maske sehen zu können. Wenn ich da z.B. so an unseren klassenclown in der schule denke. Wir wussten haargenau, dass zu dem Witz, den er zweifellos hatte, sich auch ne gehörige Portion „auffallen wollen“ und „vom eigentlichen ablenken“ dabei war. Aber es hat uns nicht gestört. Er war witzig und das hat uns gereicht. Da hat man die anderen Eigenschaften bzw. Beweggründe für sein Verhalten gerne in kauf genommen. 

Oder, ein anderes Beispiel, wenn jemand permanent seinen Heiligenschein auf Hochglanz poliert, fromme Weisheiten verkündet und sich selbst eine Frechheit und Übergriffigkeit nach der anderen herausnimmt, merken das die meisten sicherlich auch. Bei manchen ist so eine Person dann ob ihrer Widersprüchlichkeit unten durch. Aber es wird auch immer Leute geben, die diese Frechheiten eben persönlich gar nicht schlimm oder vielleicht sogar ganz lustig finden - oder die die Person insgesamt sehr mögen und deshalb über diese Widersprüche hinwegsehen. Ist ja auch legitim, dass man da in der Bewertung anderer nicht unbedingt auf Stringenz achtet.
 
Wonni 26.02.2026 22:23
Da benennst du zum Schluss das (Hin-)Wegsehen @Zenaida. Mag sein, dass das, in diesem Zusammenhang, positiv für die Person gemeint ist, aber dennoch ist es ein Wegsehen.
 
Zenaida 26.02.2026 22:33
Hm, wenn eine Person zwei besonders hervorstechende Eigenschaften hat (um mal die vielen anderen Aspekte der Einfachheit halber zu vernachlässigen), von denen mir eine sehr gut, die andere aber überhaupt nicht gefällt…. Dann kann ich mich entscheiden, mich wegen der mir unsympathischen Eigenschaft von dieser Person abzuwenden, muss dabei aber die positive und mir sehr angenehme Eigenschaft übersehen - oder aber, mich wegen der mir sehr sympathischen Eigenschaft dieser Person zuzuwenden, muss aber dann eben die unangenehme Eigenschaft ignorieren. 

Es wird also, zumindest in diesem schwarz-weiß-Setting, immer einen Aspekt geben, bei dem ich „Wegsehen“ muss. Ich entscheide mich da entweder nach der Gewichtung, also wie schlimm finde ich die unangenehme Eigenschaft und wie gut gefällt mir die positive. Oder aber ich entscheide mich überhaupt nicht für oder gegen diese Person und habe situativ mit ihr Kontakt, je nach Lust und Laune und welche Eigenschaft in meinen Augen gerade überwiegt. In meinen engsten Freundeskreis werde ich aber eine solche Person eher nicht aufnehmen, wobei es schon davon abhängt, um welche Eigenschaften es da geht und wie wichtig die mir grundsätzlich sind.
 
Zenaida 26.02.2026 22:43
Erinnert mich gerade etwas an das Phänomen, dass ich mit verschiedenen Menschen befreundet bin, die untereinander entweder sehr gut können oder aber überhaupt nicht. Gut, neutral gibt es natürlich auch. 

Ich finde dieses Phänomen immer sehr spannend und anfangs, als kind oder jugendliche, hab ich mich darüber gewundert. Wie kann es sein, dass zwei Menschen, die ich beide großartig finde, sich gegenseitig überhaupt nicht ausstehen können? Aber es ist eigentlich total klar. Jeder legt bei anderen menschen verschiedene Schwerpunkte. Ich mag (als fiktives Beispiel) die eine Freundin, weil sie so ungeheuer witzig ist, ihre wichtigtuerische Ader, die sie auch hat, stört mich nicht und nehme ich deshalb gerne in kauf. Meine andere Freundin aber kann diese wichtigtuerei auf den Tod nicht ausstehen und lehnt deshalb diese Person komplett ab, weil ihr dieser Wesenszug so unangenehm ist, während er mich überhaupt nicht stört. Umgekehrt ist Freundin Nummer zwei vielleicht recht sensibel, womit ich gut zurecht komme, weil man mit ihr tolle Gespräche führen kann. Freundin Nummer eins aber kommt damit nicht klar, sie findet sie nicht sensibel, sondern mimosenhaft. 

So ist es doch oft…. 

Warum erwartest du denn, dass andere eine Person, die du aus berechtigten Gründen nicht magst, auch nicht mögen? Sie haben vermutlich einen ganz anderen Bewertungsrahmen, der seinerseits auch völlig berechtig ist. Oft gibt es doch gar kein allgemeingültiges richtig oder falsch…. Meinst du nicht?
 
Wonni 27.02.2026 08:34
Meine Erwartungshaltung gegenüber diesen Leuten ist mehr als gering @Zenaida. 
Und, selbst wenn ich jemanden mag, kann ich seine negativen Verhaltensweisen trotzdem ablehnen kritisieren.
 
Zenaida 27.02.2026 11:24
Das stimmt natürlich, wonni. Ich persönlich mache das auch. Aber ich kann mir vorstellen, dass das von außen gar nicht unbedingt erkennbar ist. Denn wenn die Begeisterung für die Person in meiner eigenen Bewertung überwiegt, wird die vermutlich auch deutlich stärker spürbar als die Kritik. Hinzu kommt, jedenfalls was ein Forum wie dieses und was mich persönlich betrifft, dass ich bei Menschen, die mir wichtig sind, die Kritik lieber per pn äußere, weil da der Ansatz ja schon persönlicher ist als bei einem menschen, der mir fremd ist. 

Aber klar, kritik üben darf und soll man. Ich finde das oft sehr gut, wenn mir von außen der kopf gerade gerückt wird.
 
Wonni 27.02.2026 11:40
Was da, möglicherweise, im Hintergrund abläuft, kann ich natürlich nicht beurteilen, allerdings kann man, denke ich, aufgrund von Äußerungen hier im Forum, schon irgendwie darauf schließen, dass da, verdeckt, auch keine andere Meinung herrscht.

Es kommt ja auch immer auf die Art & Weise an, wie Kritik geübt wird und, ob man diese dann für sich annehmen kann. Die Methode mit dem Holzhammer ist da hier ja leider an der Tagesordnung. Da muss man dann halt aufpassen, dass man, beim Kopf zurechtrücken, keinen Genickbruch erleidet.
 
Zenaida 27.02.2026 11:46
Ja, das stimmt, aber da sind sicherlich auch die Konstitutionen recht verschieden. Bei mir ist manchmal durchaus der Holzhammer das mittel der Wahl, weil mir subtile Andeutungen zu wenig deutlich sind. Ich hab das Thema öfter mal mit meinem Freund. Wenn er nur Andeutungen macht, verstehe ich zwar sein Anliegen, nehme das aber nicht als sooo dringend oder drängend wahr. Obwohl es das für ihn schon sein kann. Deshalb der deal, dass er mir mit klaren Worten und gerne auch mit dem Holzhammer sagen soll, wenn es irgendwo hakt. Denn dann reagiere ich auch entsprechend. Mein Genick ist aber verstärkt und geht dabei nicht zu Bruch. zwinkerndes Smiley
 
Wonni 27.02.2026 11:56
In engeren Beziehungen lässt sich die Vorgehensweise natürlich sehr gut selber gestalten. Ansonsten kann man aber nie wissen, wie verstärkt das Genick eines anderen ist.
 
(Nutzer gelöscht) 27.02.2026 12:06
"Ansonsten kann man aber nie wissen, wie verstärkt das Genick eines anderen ist."

Kann man gar nicht oft genug sagen, besonders im Internet. Miteinander vorsichtig zu sein finde ich ganz wichtig. Auch in "festen Beziehungen".
 
Zenaida 27.02.2026 12:28
Chestnut, ich denke, man sollte versuchen, sich dem gegenüber anzupassen in der Art der Ansprache. Das ist natürlich sehr schwierig, wenn man neu dabei ist und sich noch nicht so gut kennt, aber je länger man sich liest, desto besser kann man doch einschätzen, welche „Sprache“ das gegenüber vielleicht am besten versteht. 

Bei mir ist es wirklich so, dass ich zu vorsichtige Ansagen zwar verstehe, aber nicht so ernst nehme. Das ist gar nicht absichtlich. Oder nicht so auf mich beziehe. Ist vielleicht vergleichbar mit einem leisen flüstern, das ich zwar irgendwie wahrnehme, aber nicht genau hinhöre, weil ich mich nicht angesprochen fühle. Oder umgekehrt: mir mir darf und sollte man schon recht direkt kommunizieren, wenn man mich wirklich erreichen will. zwinkerndes Smiley
 
nordlicht1957 27.02.2026 12:49
Bei zwischenmenschlicher Kommunikation ist Feingefühl immer besser. Genickbruch ist ja selten unsere Absicht, oder?
Klaro! Klartext hilft!
Aber: Ist die eigene spontane Intuition immer treffsicher? Rein intuitiv fällt ein Urteil schon mal in Sekundenbruchteilen, bevor ein Verstehen möglich ist. Manche sagen, der Bauch denkt sehr schnell. (Siehe Kaufentscheidungen, Dating ...)
Das sog. Bauchgefühl ist ja keinesweg wie ein unfehlbares technisches Messgerät.
Gerade bei der Beurteilung von Mitmenschen führt eine selbsterfüllenden Prophezeiung zum Ausschlag Waage zur einen oder anderer Seite. Vorverurteilungen verfestigen sich schnell ...
positiv und auch negavtiv.
 
Wonni 27.02.2026 13:05
Ich habe es schon sehr oft erlebt, dass sich mein Bauchgefûhl, in Bezug auf einige Menschen, auch längerfristig, nicht getäuscht hatte @Nordlicht. Ausnahmen gab es, ja, allerdings nur einige wenige.
 
Lerato77 27.02.2026 13:19
Ich glaube, dass das Bauchgefühl bei verschiedenen Menschen unterschiedlich gut ausgeprägt ist.
 
Wonni 27.02.2026 13:30
Wenn man eine Situation, im Nachhinein, genau richtig eingeschätzt hat, sagt man ja auch, das Bauchgefühl hätte einen nicht getrügt.

Oder könnte man das dann auch als sich selbsterfüllende Prophezeiung deuten?
 
Wonni 27.02.2026 13:36
Ich habe das tatsächlich hier auch schon einige Male erlebt, dass Situationen sich genau so gestaltet haben, wie ich es vermutet hatte.
 
nordlicht1957 27.02.2026 13:41
"Ich glaube an dich!" kann schon das Quäntchen Energie sein, dass zum Erfolg beiträgt.
"Ich hab's dir gleich gesagt!" ... wenn es nicht geklappt hat. So freuen sich Pessimisten, wenn sie mal wieder bestätigt wurden. lachendes Smiley
Da bin ich lieber ein Optimist, der sich mal irrt!
 
Wonni 27.02.2026 13:54
"Ich glaube an dich", in welchem Zusammenhang @Nordlicht? Dass es anders laufen wird, als man es vermutet?
 
Nordroller 27.02.2026 13:56
"Intuition sind die Argumente die man nicht in Worte fassen kann."
 
nordlicht1957 27.02.2026 14:13
"Ich glaube an dich!" = Ein gutes Bauchgefühl für jemanden.
Die Variante "Ich glaube an mich" kann ebenfalls positiv wirken! Auch als selbsterfüllende Prophezeiung.

Intuition ist ja fix zur Stelle, wenn genaue Informationen fehlen, die Situation unübersichtlich ist, spontan entschieden werden muss ... Also wenn keine Zeit für tiefe Analysen und ausführliche Abwägungen da ist. Manchmal muss das Gehirn mühsam Argumente nachliefern oder konstruieren, um eine Bauchentschiedung zu untermauern.
 
Wonni 27.02.2026 14:20
Manchmal ist aber auch genau diese Bauchentscheidung das Richtige, ohne, dass noch (mühsam) etwas dazu getan werden muss.
 
(Nutzer gelöscht) 27.02.2026 17:55
Tiefere Analysen und ausführliche Abwägungen sind im Alltag im Zwischenmenschlichen meiner Erfahrung nach oft nicht nötig (wenn man es nicht übertreibt). Entscheidungen, die man aber über die Intuition hinweg mit dem Kopf trifft, müssen nicht unbedingt hilfreich sein.
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