Hilfe suchen/finden
07.03.2026 10:05
Hilfe suchen/finden
07.03.2026 10:05
Hilfe suchen/finden
Ich weiß nicht, wie es bei euch ist und, inwieweit ihr, aufgrund eurer Beeinträchtigung, auf Hilfe angewiesen seid.
Meine Erfahrung zeigt gerade, dass es richtig schwer ist, Hilfe zu finden, gerade auch, wenn man längerfristig darauf angewiesen ist, also es z.B. nicht mit einem Arztbesuch oder dem Besuch in einer Notaufnahme getan ist.
Wie sind da eure Erfahrungen?
Meine Erfahrung zeigt gerade, dass es richtig schwer ist, Hilfe zu finden, gerade auch, wenn man längerfristig darauf angewiesen ist, also es z.B. nicht mit einem Arztbesuch oder dem Besuch in einer Notaufnahme getan ist.
Wie sind da eure Erfahrungen?
Kommentare
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Lerato77 07.03.2026 10:19
Wir haben ein sehr gutes Hilfenetz, das einige Nachbarn von der Kirche ins Leben gerufen haben. Ich habe es Gott sei Dank noch nicht gebraucht, aber im Zweifelsfall würde ich dort anrufen. Das beruhigt.
vrono 07.03.2026 10:24
Zwei Jahre nun nichts…viele Mails und Anträge.. viele Anlaufstellen - immer wieder im Kreis.. alles versuchen… und die entsprechenden Stellen, die jetzt in Teilen ein „schlechtes Gewissen“ haben und nun notdürftig versuchen irgendwie Schadensbegrenzung zu betreiben, wo ich aber nun die Stadt verlasse, die mich hat verwahrlosen lassen, weil kein System greift. Weil die Akte von einer Stelle an die nächste geschoben wird und zwischendurch mal wieder bei mir landet.
Daher soll ich jetzt am Wochenende die Situation selbst schildern, da ich nun mit Anwälten kämpfe - ohne, dass mein Zustand irgendwo verschriftlicht ist und damit rechtskräftig wirken würde, um mir anstehende Fristen zu verlängern. Immer noch keine Ärzte oder Ansprechpartner..
Aber ich wurschtle mich ganz gut alleine durch.. Man lernt sich und seine Möglichkeiten gut kennen..
Lieber ein Neustart woanders… und ganz anders, denn an so eine Farce. Habe vierstellig Verluste verzeichnet auf dem Weg.. alles aufgebraucht. Nun drohen Sechsstellige Verluste, da keine Hilfe funktioniert.. ist einfach geil.
Grenzt man sich von solchen Dingen ab, bin ich im Kopf erstaunlich frei, klar und glücklich aktuell… etwas Nächstenliebe hilft.
Daher soll ich jetzt am Wochenende die Situation selbst schildern, da ich nun mit Anwälten kämpfe - ohne, dass mein Zustand irgendwo verschriftlicht ist und damit rechtskräftig wirken würde, um mir anstehende Fristen zu verlängern. Immer noch keine Ärzte oder Ansprechpartner..
Aber ich wurschtle mich ganz gut alleine durch.. Man lernt sich und seine Möglichkeiten gut kennen..
Lieber ein Neustart woanders… und ganz anders, denn an so eine Farce. Habe vierstellig Verluste verzeichnet auf dem Weg.. alles aufgebraucht. Nun drohen Sechsstellige Verluste, da keine Hilfe funktioniert.. ist einfach geil.
Grenzt man sich von solchen Dingen ab, bin ich im Kopf erstaunlich frei, klar und glücklich aktuell… etwas Nächstenliebe hilft.
merry1 07.03.2026 10:24
Wenn man keine echten Freunde hat, wird vieles richtig schwer. Dann muss man sich ständig "bezahlte Freunde" suchen und das wird auf Dauer sehr teuer. Das Geld für für Assistents, von der Krankenkasse, ist relativ bescheiden.
Indien 07.03.2026 10:27
merry1 das Problem ist dass man bezahlte Freunde nicht sehen! Was ist denn meistens ausnutzer oder Benutzer Punkt die kommen nur wenn sie einen Vorteil haben. Wenn du z.B Geld ausgibst für kochen und die bekommst.
vrono 07.03.2026 10:28
…eben. Es braucht ein gutes Sozialnetzwerk. Wie oft wurde ich danach gefragt, wer meine Nächsten sind. Da ich einen Neustart wegen Partner hinter mir habe und die Erkrankung dann recht bald kam, ist da aber kein Netzwerk, das lange trägt. Viele Umzüge tragen da einfach dazu bei - da kann man noch so eine aufgeschlossene Person sein…
…aber hier haben mir Leute auch wirklich geholfen.. Ratschläge, da sein, und wirklich Hilfe bei Anträgen oder auch Fahrbegleitung… da haben sich auch schöne Freundschaften entwickelt - auch wenn man sich nie gesehen hat.
…aber hier haben mir Leute auch wirklich geholfen.. Ratschläge, da sein, und wirklich Hilfe bei Anträgen oder auch Fahrbegleitung… da haben sich auch schöne Freundschaften entwickelt - auch wenn man sich nie gesehen hat.
Indien 07.03.2026 10:28
Wonni ich würde dir gerne helfen aber ich glaube wir wurden ziemlich weit weg! Das würde keinen Sinn ergeben
merry1 07.03.2026 10:33
Indien, mit "bezahlte Freunde" meinte ich unter anderem auch seriöse Hilfe von Organisationen oä. Aber die wollen für ihre Hilfe bezahlt werden. Die wenigsten machen etwas umsonst.
Wonni 07.03.2026 10:43
Selbst, wenn die Krankenkasse nicht "bescheiden" ist, ist es wirklich schwierig, da die passende Hilfe zu finden. Der Bedarf scheint mächtig groß zu sein und, wenn es da dann (zwischen-)menschlich nicht passt, hat man kaum noch eine Chance.
Wonni 07.03.2026 10:52
Davon ab, ersetzt eine professionelle Assistenz oder anderweitige professionelle Hilfe, für mich, definitiv keine Freundschaft. Auch wenn man sich, im besten Fall, gut versteht und eine gewisse Basis an Vertrauen vorhanden sein sollte.
Beca 07.03.2026 11:14
Liebe Wonni, daß ist einfach so. Wenn man auf Hilfe angewiesen ist.Und das sein ganzes leben ist man öft angeschmiert, um es ganz einfach zu sagen. Dann muß man öfter kreativ sein. Also professionelle Hilfe, finden neuer Anbieter, falls es nicht paßt. Aber ggf auch über Nachbarschaftsportale. Manchmal ist etwas "anders" als über eine Pflegestation keine schlechte Hilfe. Ich hab eine Anzeige in einem Nachbarschaftsportal gesetzt. Nur die angebotene Hilfe hab ich nicht angenommen... erklär das hier nicht.
Ich benötige mein ganzes Leben in so vielem Hilfe , nur mach ich es dann anders und überwiegend allein. Natürlich kann ich über keine Wiese, keine Schräge... auch wenn andere hier schreiben, sie gehn Eislaufen. waren spazieren.
Der Anfang diesen Jahres war besonders heftig. Gleich dreimal hintereinander eingesperrt auf längere Zeit... natürlich allein gelassen, könnte man es nennen. Manches kann man liefern lassen auch aus der Apotheke.
Man muß Kontakte pflegen...
Ich benötige mein ganzes Leben in so vielem Hilfe , nur mach ich es dann anders und überwiegend allein. Natürlich kann ich über keine Wiese, keine Schräge... auch wenn andere hier schreiben, sie gehn Eislaufen. waren spazieren.
Der Anfang diesen Jahres war besonders heftig. Gleich dreimal hintereinander eingesperrt auf längere Zeit... natürlich allein gelassen, könnte man es nennen. Manches kann man liefern lassen auch aus der Apotheke.
Man muß Kontakte pflegen...
Wonni 07.03.2026 11:45
Das kann ich nachvollziehen, wie schwierig das ist, wenn man selbst nicht nach draußen & sich versorgen kann. Ich bin nicht körperlich eingeschränkt, aber auch bei mir gab es bereits derartige Phasen.
vrono 07.03.2026 13:05
Mir hat gerade eine unter 1,50m große Rentnerin mit Einschränkung geholfen ein schweres Holzelement zu tragen - weil es sonst geklaut wird - hier wird alle paar Minuteb geklaut - ihr auch. Zuvor habe ich zwei starke Männer angesprochen, die ebenfalls schwer getragen haben und gewitzelt haben bzgl. „Geteiltes Leid“ - ich bat um eine Minute Hilfe mit nur einem Teil. Sie zuckten die Achseln und grinsten doof.
Das bestätigt wieder meine Erfahrung - wer selbst mal unten war oder ist, der zeigt Einsatz und echte Hilfe - kein Hohn, keine hohlen Worte. Und es reicht oft wenig, damit man es alleine schafft..
Das bestätigt wieder meine Erfahrung - wer selbst mal unten war oder ist, der zeigt Einsatz und echte Hilfe - kein Hohn, keine hohlen Worte. Und es reicht oft wenig, damit man es alleine schafft..
Wonni 07.03.2026 13:10
Diejenigen welchen werden es dann zu spüren bekommen, wenn sie selber mal Hilfe, welcher Art auch immer, benötigen. Diese Erfahrung sei ihnen gegönnt.
EinedieserSteine 07.03.2026 13:21
Ich hatte auch schon andere Situationen im Leben.
Da ist mal wieder die Portion Dankbarkeit dran.
Dann noch das Mitfreuen.
Die Sonne scheint.
Da ist mal wieder die Portion Dankbarkeit dran.
Dann noch das Mitfreuen.
Die Sonne scheint.
vrono 07.03.2026 13:33
Ich pack immer mit an.. gerne und bereitwillig, wenn‘s brennt… Monate zu warten auf Hilfe und man verreckt eventuell versehentlich.. manchmal kommt die Hilfe zurück, manchmal nicht.. nachtragend bin ich nicht. Und an Karma glaub ich zum Glück nicht - da hätt ich sonst gern mal ne Erklärung.
Die Dame grad hat ihren treuen Ehemann verloren und bereits zwei abgesperrte Roller vor der Haustür weggeklaut bekommen - die weiß, was es bedeutet, plötzlich alleine dazustehen und das in einem Umfeld in dem Gelegenheit Diebe macht.. wie es mein Karma so will, muss ich jetzt fertig umziehen, da die Zentralverriegelung des Autos seit gestern spinnt..
Die Dame grad hat ihren treuen Ehemann verloren und bereits zwei abgesperrte Roller vor der Haustür weggeklaut bekommen - die weiß, was es bedeutet, plötzlich alleine dazustehen und das in einem Umfeld in dem Gelegenheit Diebe macht.. wie es mein Karma so will, muss ich jetzt fertig umziehen, da die Zentralverriegelung des Autos seit gestern spinnt..
chestnut 07.03.2026 15:03
Gute, passende Hilfe zu finden, kann echt schwierig sein und lang dauern. Fängt schon bei guten Ärzten an, die nicht nur mit den Schultern zucken, wenn sie etwas nicht wissen, und die man nicht zu bestimmten Untersuchungen auffordern muss, sondern wirklich engagiert bei der Sache sind. Und geht über alle Hilfsmöglichkeiten hinweg so. Es kommt z. B. mit der Assistenz immer auch ein Mensch mit, der seine Eigenheiten und eigenen Vorstellungen und Erwartungen davon, wie "Hilfe" aussieht.
Meine beste Freundin früher (sie ist verstorben) hatte eine schwere Muskelerkrankung und Rund-um-die-Uhr-Assistenz. Da bekommt man einiges mit, wo einem der Hut hochgeht: ohne Fragen bedienen am Kühlschrank, Unpünktlichkeit ohne Bescheid sagen (was bei einem beatmeten Menschen gar nicht geht), nicht Bescheid geben, wenn sie rausgeht eine rauchen, weil ja Besuch da ist, sich zum Treffen mit Freunden dazusetzen und so tun, als wäre man eine davon... Ist nicht lustig.
Meine beste Freundin früher (sie ist verstorben) hatte eine schwere Muskelerkrankung und Rund-um-die-Uhr-Assistenz. Da bekommt man einiges mit, wo einem der Hut hochgeht: ohne Fragen bedienen am Kühlschrank, Unpünktlichkeit ohne Bescheid sagen (was bei einem beatmeten Menschen gar nicht geht), nicht Bescheid geben, wenn sie rausgeht eine rauchen, weil ja Besuch da ist, sich zum Treffen mit Freunden dazusetzen und so tun, als wäre man eine davon... Ist nicht lustig.
Indien 07.03.2026 15:04
Hallo ich habe verhindert aber das muss ich auch bezahlen komme aber wir sind die lieber als Erzieher die dich noch erziehen wollen
Wonni 07.03.2026 15:17
Ich war, bis vor einem Jahr, richtig gut versorgt, was professionelle Hilfe angeht. Durch eine entstandene Krise "bröckelte" es dann und, nach und nach, brach immer mehr weg, zuletzt sogar die Unterstützung durch meinen langjährigen Facharzt.
Zum Glück konnte ich da, relativ schnell, eine neue Fachärztin finden, allerdings muss sich da ja auch erstmal ein gewisses Vertrauen aufbauen. Weitere Hilfe(n) hat sie mir bereits verordneten, allerdings bleibt da eben auch die Sache mit dem Vertrauen.
Zum Glück konnte ich da, relativ schnell, eine neue Fachärztin finden, allerdings muss sich da ja auch erstmal ein gewisses Vertrauen aufbauen. Weitere Hilfe(n) hat sie mir bereits verordneten, allerdings bleibt da eben auch die Sache mit dem Vertrauen.
Wonni 07.03.2026 15:42
Ich habe keinen Pflegegrad, aber ich kenne es von meinem Vater, falls meine Mutti mal verhindert sein sollte.
Wonni 07.03.2026 15:47
Ja, das ist auch gut so, dass es das gibt und du es in Anspruch nehmen kannst. Jede Art von passender Hilfe ist gut.
Indien 07.03.2026 15:51
machmal würde ich mir helfen in der deutsch sprachen aber das ist schwer und machmal vergesse ich
Wonni 07.03.2026 15:55
Meinst du jetzt, weil ich nochmal nachgefragt habe @Indien? Das war nicht negativ von mir gemeint, bitte nicht falsch verstehen.
Indien 07.03.2026 15:59
nein mit dir war das nicht gemeint,ich meine allgemein würde so oft angriefen deswegen
Wonni 07.03.2026 16:02
Leider gibt es Menschen, die keinerlei Verständnis dafür haben, wie für so viele andere Einschränkungen auch nicht.
Jetzt