Handicap Love Schriftzug

Behindert, aber das Leben geht weiter.

Behindert, aber das Leben geht weiter.
Mit Behinderung im Bundestag. Ich vermute, da gibt es noch mehr.

Heike Heubach

Simone Fischer

Jasmina Hostert

Nein, es soll auch nicht jeder in den Bundestag gehen, weil er/sie/es behindert sind.
Hier bei HL habe ich so viele Leute kennengelernt, die ihren Beruf ausüben und eben behindert sind. Eine Behinderung ist eine Eigenschaft einer Person, macht sie aber nicht aus.
Es gibt auch Leute, deren Behinderung man nicht sieht. Die können durchaus "ihren Mann stehen". Manchmal muss man nur wissen, was los ist, um sie beruflich integrieren zu können.
Hilfsmittel/Medikamente jeder Art behindern nicht, sondern sie kompensieren. Sie helfen.

Und wenn es im Beruf nicht mehr klappt und man meint unbedingt eine Aufgabe wahrnehmen zu müssen, dann gibt es Vereine ... sogar welche extra für behindertengerechten Sport ... es gibt Selbsthilfegruppen, die immer aktive Leute brauchen.
Man kann Lokalpolitik betreiben. Gemeinderat, Behindertenbeirat oder was es da sonst noch alles gibt. 
Wenn einen die Unruhe packt, kann man auch an der örtlichen VHS einen Sprachkurs machen. 
Man kann auch mal bei einer Grundschule nachfragen, ob die Vorleser brauchen. Da geht es um Sprachförderung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache.
Wenn man lieber an was herumschraubt, dann gibt es Repariercafes, wo man sich einbringen kann.
Man wird Baumpate oder pflegt freiwillig Rabatten in der Straße vor der Wohnung.

Man muss also nur die Augen aufmachen, wenn man "der Geselllschaft was zurückgeben will".
Wenn man das nicht machen will, weil man einfach nur eine Versicherungsleistung in Anspruch nimmt, dann ist es auch gut. Versicherungen zahlt man ja für den Eintritt eines Versichrungsfalles und dann muss man nichts zurückzahlen. Versicherungsleistungen sind kein Kredit!

Kommentare

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perfectday 08.04.2026 21:27
Ist es nicht auch ein bisschen Sache der eigenen Persönlichkeit, ob / wie man sein Leben gestaltet?

Ich habe mich auch vor meinem Unfall engagiert? Sozusagen als Nicht-Behinderte...😂

Heute als Behinderte ist es mir immer noch wichtig " mitzumischen" und mich einzubringen.😊
 
GraueMaus 08.04.2026 21:59
Ich habe mich auch vor meiner Behinderung sehr stark engagiert und tue das heute noch. Ich habe mehrere Ehrenämter. Ich bin immer bereit, mich einzubringen.
 
Weitblick 08.04.2026 22:04
Manche behinderte Menschen benutzen ihre Behinderung, um nicht mehr Teil der Gesellschaft sein zu müssen.

Sie haben sich sich richtig in ihrer Opferrolle bequem gemacht!
 
Thohom 08.04.2026 22:18
Ich denke auch, dass es in der Persönlichkeit liegt, wie man sich einbringt und ob überhaupt.

Ich finde dazu passt der Spruch: Mit einer Behinderung hört das Leben nicht auf, sondern es geht einfach anders weiter.

Ich hatte früher mal eine Dame im Bekanntenkreis mit meiner Behinderung. Sie hatte auch mit Behinderung ne Tieftauchlizenz und ist zum Fallschirmspringen gegangen... nee, ich meine nicht Tandemspringen.
Das wäre mir auch ohne Behinderung nie eingefallen, das machen zu wollen. Jeder wird da nach seiner Facon glücklich, man muss nur den Mut haben zu sagen, was man will und was nicht.
 
Julchen89 08.04.2026 22:36
Als es mir noch besser ging, hatte ich Leichtathletik für 3-5-Jährige geleitet und Selbstverteidigung für Mädchen im Grundschulalter
 
Steinbock75 08.04.2026 22:38
cool
 
Julchen89 08.04.2026 22:41
Pro kurz und woche 20 euro. Also 160 euro im monat. Das war damals echt biel geld für mich. War noch vor der Ausbildung. In dem räumen der katholischen Kirche ^^
 
Julchen89 08.04.2026 22:42
Kurs*
Viel*
 
Steinbock75 08.04.2026 22:45
Dit ist für mich heute noch viel Geld.
 
Thohom 08.04.2026 22:46
Früher, ja sogar im letzten Jahrtausend schon, habe ich Segelkurse in Theorie und Praxis gegeben. Ich hab eine Volleyball Freizeitgruppe geleitet oder ich war ehrenamtlich als Badeaufsicht im Freibad aktiv. 
Ich habe später mal eine SHG ins Leben gerufen und geleitet, Nachkommen davon gibt es immer noch. Das Problem ist immer, dass es Teilnehmer am Programm gibt, aber nur will selten jemand die Arbeit machen.
Schwimmunterricht hab ich nebenbei mal abends in der Reha gegeben. 
In der Reha hab ich auch mal Lappis zum Laufen gebracht. Alles keine großen Sachen für mich, machte Spaß und ich war "dabei".
 
Steinbock75 08.04.2026 22:49
Na ja und ick führe trotz Behinderung een kleines mittelständischen Unternehmen och Familie genannt. Zählt dit och?
 
EinedieserSteine 08.04.2026 22:55
Es sind alle, die täglich durchhalten.
 
Junggebliebene 08.04.2026 23:49
Ich habe ca 12 Jahre ehrenamtlich Menschen mit Demenz besucht ... Treffen vorbereitet bzw.geleitet als Gruppentreffen für sie und mit meinen Kollegen-innen für einen schönen Nachmittag gesorgt. Parallel dazu auch für 2 Jahre ehrenamtliche Betreuerin gewesen.
Auch nach diesen Tätigkeiten z.B. in einem Pflegeheim mit Kollegen Bingostunden und Leserunden gemacht....und noch Einiges mehr.
Habe jetzt für 1 Jahr Pause gemacht...brauchte eine Auszeit aus gesundheitlichen Gründen.

Warum schrieb ich dies? Man kann auch ohne körperlich schwere Arbeit sich einbringen.
 
Thohom 09.04.2026 01:17
Ich habe nie daran gedacht, mich über solche Tätigkeiten zu definieren. Als Belohnung gab es vielleicht Mal ein Grünkohlessen in der Adventszeit. Ich hab das gemacht, weil es mir Spaß gemacht hat.
Irgendwann war dann mal meine Psyche überlastet und dann habe ich mich mehr um mein Wohlergehen gekümmert. Neudeutsch nennt man das Achtsamkeit.
Bin ich deshalb weniger wert? Ich denke nicht, denn ich definiere mich nicht über Job oder Freizeitaktivitäten.
 
perfectday 09.04.2026 07:05
Mal geht mehr und mal geht weniger. Das ist in jeder Lebensphase so. Sich darüber definieren, was man alles macht, finde ich schwierig. Worüber definiere ich mich dann, wenn mal gar nichts mehr geht?
Ich sehe den Menschen immer noch als Gesamtkunstwerk. Da ist alles mit drin...
 
Junggebliebene 09.04.2026 10:38
@ perfectday...ich definiere mich nicht darüber,falls das so angekommen sein sollte.

 Ehrenämter geben beiden Seiten was Gutes...dem Zeitspender und den Nehmenden.
Natürlich ...wenn gar nichts mehr geht..muss man den Fokus auf sich selbst legen und versuchen Etwas zu finden was einem Freude bringen kann.
Zu keinem Zeitpunkt habe ich mich oder Andere als wertlos oder Ähnliches empfunden nur weil man nicht arbeiten kann und die erforderlichen ärztlichen Kosten in Anspruch nimmt.
 
perfectday 09.04.2026 10:43
Hey Junggebliebene, das ist bei mir nicht so angekomwenn men, dass du dich darüber definierst.
Es war wirklich allgemein gemeint.
Und für mich besteht auch ein großer Unterschied darin, ob mir etwas Freude bereitet...oder ob ich mich komplett wertlos fühle, wenn etwas wegfällt.
Das ist wie mit der Optik: Du darfst dich freuen, wenn du dich im Spiegel siehst.
Deshalb identifizierst du dich noch lange nicht nur über dein Aussehen!😊
 
Thohom 09.04.2026 11:42
Nee, ich habe JG auch nicht so verstanden, dass sie sich über ihre Ehrenamt-Jobs definiert.

Ich habe es als Beispiel dafür gesehen, dass man nur mal die Augen aufmachen muss, um etwas zu finden, bei dem man mitmachen kann.

Bringt ja nichts, wenn man dann zum Jagen getragen werden muss, weil man selber keine Idee hat, was man machen möchte oder kann.
 
perfectday 09.04.2026 12:24
Auch das ist meiner Meinung nach eine Sache der Persönlichkeit. Manche Menschen, unabhängig von ihrer Gesundheit, wissen nichts mit sich anzufangen. Andere haben zu wenig Zeit für ihre 1001 Ideen.😊
 
Thohom 09.04.2026 12:38
...und zur Not taugt man immer noch als Aufreger.😅
 
Zenaida 09.04.2026 12:47
Das sehe ich wie perfectday. Ich hab noch nie verstanden, wie sich erwachsene menschen langweilen können. Aber das geht. Hab ich immer wieder mitbekommen. Und ich meine jetzt nicht im Wartezimmer oder wenn man in irgendeine unangenehme , langweilige Situation gedrängt wird, sonder ganz normal im eigenen Alltag.
 
perfectday 09.04.2026 12:47
Du meinst für die Gelangweilten?🤔
Warum sollte ich mich mit mir selbst beschäftigen, wenn ich mich über andere aufregen kann.😅
 
Thohom 09.04.2026 13:00
Ich habe einfach kein schlechtes Gewissen, wenn ich das mache, wo nach mir gerade ist. 
Ich kann auhc prima auf dem Balkon sitzen und ein Loch in die Landschaft starren.😉
 
perfectday 09.04.2026 13:01
Wenn Langeweile normal ist und der/diejenige ist zufrieden damit, ist das für mich okay.
Ich persönlich halte aber schlecht die Erwartungshaltung mancher Menschen aus.

"Bespaße mich!" "Kümmere dich um mein Wohlergehen!" bei Menschen, die es alleine hinbekommen könnten!

Das stresst mich!🙈
 
Thohom 09.04.2026 13:05
Wer entscheidet denn, ob etwas für einen langweilig ist? 
Das macht man doch selber, oder? Wenn ich etwas mache, egal was, dann will ich das doch tun, denn sonst würde ich es ja nicht machen, sondern etwas anderes.

Ich finde das logisch.
 
Thohom 09.04.2026 14:59
Gibt ja immer Leute, die sich hier bei HL einbringen, in dem sie gegen andere User wettern.
 
lolamaria 09.04.2026 16:07
Als ich noch beweglicher war, habe ich Ausländern Deutsch beigebracht, ehrenamtlich. Dadurch hatte ich viele interessante Kontakte.
 
perfectday 09.04.2026 16:45
Bei HL gibts einige ,die sich engagieren. Find ich toll, egal ob im "Verein" oder für den "Nachbarn".
 
Thohom 09.04.2026 17:14
Wie schon oben behauptet: Wer will, findet auch was.
 
merry1 09.04.2026 19:24
Genau genommen mache ich mir mittlerweile darüber keine Gedanken mehr. 

Grundsätzlich vergleiche ich mich nicht mit anderen, sondern alles was ich mache, mache ich so gut wie ich es kann, nicht mehr aber auch nicht weniger.
Also mehr geht nicht. Dann wird alles schon gut sein, denke ich mir. Wer damit nicht zufrieden ist, kann mich mal. 😄
 
Thohom 09.04.2026 19:30
Merry, jeder macht, wie er möchte.

In den seltensten Fällen verändert eine Behinderung die Persönlichkeit. Vielleicht funktioniert das Laufen jetzt anders, aber die Persönlichkeit ändert sich nicht.
Wenn man vor der Behinderung überall Probleme sah, geht das nicht plötzlich weg. Man hat möglicherweise mehr Zeit über sich nachzudenken, aber eine "Schlauheits-Infusion" erfolgt da nicht.
 
Sui 09.04.2026 20:03
Ich glaube, der Charakter bleibt derselbe, auch mit einer Behinderung. 
Aber man muss lernen, anders zu handeln, und entdeckt dabei oft Seiten an sich, die man vorher gar nicht kannte.
 
Thohom 09.04.2026 20:08
Ich habe den Eindruck, dass es Leute gibt, die so festgefahren sind, dass sie nicht so flexibel sind, sich auf diese neue Situation einzulassen.
 
Sui 09.04.2026 20:13
Naja, ich bin für neue Situationen auch nicht immer flexibel, aber mein nahes Umfeld ( Familie, Freunde etc.) helfen mir dann ordentlich auf die Sprünge.
 
Thohom 09.04.2026 20:48
Sui, Du musst das machen, was Du kannst. Du bist so flexibel, wie Du willst. Du willst Dir doch nicht immer auf die Sprünge helfen lassen.
 
Sui 09.04.2026 20:58
Flexibilität ist zwar nicht meine Stärke, aber danke für den sanften Schubs in Richtung Höchstform. 🙂
 
Thohom 09.04.2026 21:18
Man kann ja ruhig innerhalb irgendwelcher imaginären Geländer leben, wenn das beim Leben hilft, nur ist es blöde, wenn man immer nach seinem Geländer sucht und erwartet, dass andere leute einem ein Geländer zimmern.
 
Sui 09.04.2026 21:23
Na von Erwarten war aber jetzt keine Rede.
 
Thohom 09.04.2026 21:24
Bei Dir nicht.....😉
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