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Im Gedankenwald Die Illusion der Zeit

Im Gedankenwald Die Illusion der Zeit
Stell dir vor, die Zeit ist keine Linie, sondern ein dichter Wald, verworren, voller Pfade, die sich kreuzen, enden, neu beginnen. Jeder Moment ein Baum, jeder Gedanke ein flüchtiges Lichtspiel zwischen Blättern, das deine Wahrnehmung täuscht. Was, wenn das, was du hältst, Realität zu sein, nur ein Schatten auf dem Boden dieses Waldes ist?

Du wanderst, suchst Orientierung, doch jeder Schritt verändert die Landschaft hinter dir, während sich neue Wege vor dir formen, ein ewiger Tanz aus Ursache und Wirkung, aus Frage und Antwort, ohne dass die Antworten je endgültig sind.

Und während du gehst, erkennst du, vielleicht ist es nicht das Ankommen, das zählt, sondern das bewusste Verlieren, das Loslassen von Gewissheit, das Akzeptieren der Ungeordnetheit als Quelle deiner Freiheit.

Willkommen im Gedankenwald, wo jede Richtung zugleich Anfang und Ende ist, und nur dein Geist die Karte zeichnet, die sich bei jedem Blick verwandelt.

Kommentare

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vrono 20.04.2026 02:00
an jedem Ort   ZeitErleben  anders
                 da   wo ich jetzt bin    einmal war   bis ich es nicht mehr vermochte 
da gerinnt sie mir in den Adern    gerinnt mir  im Jetzt und Gleich und ZuvorNoch   
   diese Alle geben sich den Schlagabtausch und werden  hitzig          immer mehr    
gleich Bläschen im TopfÜber 
  im Topf  über  glühenden Kohlen   die das Treiben  spürbar machen.   das sich bald im hitzigen Gefecht  seine Gegner sucht   und nur immer  mich findet 
  ich rohes Ei  
   bald im Pochieren Fäden ziehend  die sich um den Hals legen 
im Innern einen Kloß aus Stocken zu bilden  stottern stockend bis nichts mehr geht.
   dann 
       aus dieser Zeit fallen. die sich nicht mehr halten lässt    finde mich in einer anderen wieder  -
im Später  dann ein Jetzt  
                                  doch 
 dieses   wähnt diese eine Lüge eines jenen Moments  der sich im Danach   greifen.d   so schlicht    verbrennt
 
vrono 20.04.2026 02:56
Zuvor vor 
dem Gerade 
irgendwann   als Bilder 
            als Orte   so schnelllebig vorbeizogen   hinter gläsernen Scheiben
sich windender Spuren  auf Asphalt
wo die geschaute Weite mich sanftgutmütig
            entrückte      
      ganz in mich hinein     da
 wurde sie mir ganz still
diese Zeit
  ruhte sich in mir  aus 
 dann  hielt sie     mir    dort eine Liebe   fest
an die sie sich jetzt   wieder      erinnert 
dort wo kein Halt mehr ist 
  - dann eben morgen  wieder - 
wo dem Grauen im Morgengrauen 
einer Nacht   die  keinen Frieden findet und unwichtig
      bald   ergraut     
Nacht.  die 
  so vieles in dieser Dunkelheit verschlingt        die
  kein Außen kennt  
                              die 
        andernorts so friedlich.e
 Gedanken  bringt  dort und. dann
wo diese Gedanken sich nicht mehr selbst tragen
  wo sie von einer nahvertrauten Brust getragen werden.  die    die.se  meine müde Schläfe  wiegt
 
Mivida 20.04.2026 05:21
Diese Schönheit der Worte in euren Zeilen - verbunden mit einer gewissen Tragik, erinnert mich an eine Oper.
 
merry1 20.04.2026 12:03
Haferflocken, du beschreibst sehr schön die Welt der Illusionen, in der man Glasmurmeln für Diamanten hält, in der man bunt schillernden Seifenblasen hinterherläuft und sich darüber wundert, dass sie plötzlich zerplatzen und nichts mehr da sind. 

Aber ungeortnet ist nur unser Verstand, die Welt ist 100% präzise geordnet. Die Aufgabe liegt darin, diese Wahrheit zu erkennen.
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