Das stille Verlangen
Gestern, 22:06
Das stille Verlangen
Gestern, 22:06
Das stille Verlangen
Ich sitze hier und esse meine Marillenknödel, ein wenig teigig, aber frisch gemacht, ein kleiner Trost des Kochens an diesem Nachmittag. Ich versinke in mein Essen, die Worte eines Gesprächs füllen meine Ohren. Fünf, wahrscheinlich in ihren Dreißigern, unterhalten sich lebhaft, sogar beiläufig, aber sicherlich hörbar. Das Thema ist, dass immer mehr Männer ihre Partner im Intimbereich rasieren wollen, wenn sie sich nahe sind oder sagen, dass es -sein muss-. Nein, ich habe es nicht genau mitbekommen, aber die Worte bleiben bei mir und lassen mich innehalten.
Dieses Verlangen hat sich in eine Art Flüstern der Gesellschaft verwandelt, das in private Schlafzimmer einsickert und sich immer mehr Frauen nähert. Es ist natürlich kein Modetrend im üblichen Sinne, sondern eine stille Verschiebung, die Vorstellungen von Intimität und Körperlichkeit auf subtile und vielschichtige Weise prägt, und die noch vollständig untersucht werden muss.
Körper, ehemals natürliche Landschaften und Orte des persönlichen Ausdrucks, werden als etwas betrachtet, das geformt werden muss. Nicht mehr wild und ungezähmt, sondern samtig, fast als wären sie perfekt. Das Ergebnis von Häufigkeit und Beharrlichkeit wird zu einer gewissen Erwartung.
Eine solche Entwicklung an sich, ihr Lob oder Tadel ist irrelevant, es ist ein dynamisches Phänomen der Gegenwart, das in ein komplexes Netz von Intimität, Identität und Kultur eingebettet ist.
Ob aufgrund von Ursache und Wirkung oder Manifestationen des Wandels, es ist ein Blick auf ein sich veränderndes Miteinander. Und vielleicht eine Lektion, bewusster darüber nachzudenken, wie intime Bedürfnisse entstehen und was sie über die Sprache unserer Zeit aussagen.
So steht diese stille Bitte, nicht immer laut, aber ein wachsendes Verlangen. Ein Zeichen, das keinen Wert oder Urteil braucht, sondern nur Registrierung.
Dieses Verlangen hat sich in eine Art Flüstern der Gesellschaft verwandelt, das in private Schlafzimmer einsickert und sich immer mehr Frauen nähert. Es ist natürlich kein Modetrend im üblichen Sinne, sondern eine stille Verschiebung, die Vorstellungen von Intimität und Körperlichkeit auf subtile und vielschichtige Weise prägt, und die noch vollständig untersucht werden muss.
Körper, ehemals natürliche Landschaften und Orte des persönlichen Ausdrucks, werden als etwas betrachtet, das geformt werden muss. Nicht mehr wild und ungezähmt, sondern samtig, fast als wären sie perfekt. Das Ergebnis von Häufigkeit und Beharrlichkeit wird zu einer gewissen Erwartung.
Eine solche Entwicklung an sich, ihr Lob oder Tadel ist irrelevant, es ist ein dynamisches Phänomen der Gegenwart, das in ein komplexes Netz von Intimität, Identität und Kultur eingebettet ist.
Ob aufgrund von Ursache und Wirkung oder Manifestationen des Wandels, es ist ein Blick auf ein sich veränderndes Miteinander. Und vielleicht eine Lektion, bewusster darüber nachzudenken, wie intime Bedürfnisse entstehen und was sie über die Sprache unserer Zeit aussagen.
So steht diese stille Bitte, nicht immer laut, aber ein wachsendes Verlangen. Ein Zeichen, das keinen Wert oder Urteil braucht, sondern nur Registrierung.
Kommentare
Schreib auch du einen Kommentar
Rouvi Gestern, 22:22
Das war ein Wandel in den 90ern, heute redet da kaum noch jemand drüber.
Mohnblume2 Gestern, 23:04
Drüber reden tut man da schon , so denk ich .....aber bestimmt nicht in einer Männerrunde beim Mittagessen....und wie man jetz drauf kommt, als überleitung Marillenknödel / auch noch teigige🤦♀️😳...einzubauen , wirkt auf mich etwas unpassend und dem Folgethema doch nicht wirklich angemessen 😎🤭
fetzenfisch Gestern, 23:34
Ich würde sagen es gibt unendlich viele spielarten der Liebe.
So lange wie keiner zu irgendetwas genötigt wird. Und alle alles aus freien Stück zu tun pflegen. So ist es okay solange sie das erwachsenenalter alle erreicht haben.
So lange wie keiner zu irgendetwas genötigt wird. Und alle alles aus freien Stück zu tun pflegen. So ist es okay solange sie das erwachsenenalter alle erreicht haben.
Jetzt