Handicap Love Schriftzug

40 Prozent der 15-Jährigen können kaum rechnen und lesen

40 Prozent der 15-Jährigen können kaum rechnen und lesen
Uwe
Freitag
18.05.2026 - 09:51 Uhr

Florenz – Alarmierende Zahlen von Unicef! 40 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland erreichen nicht die Mindestkompetenz in Lesen und Mathematik. Das zeigt der neue Bericht des Kinderhilfswerks. In der in Florenz vorgestellten Studie zum Thema Bildungschancen landet Deutschland nur auf Platz 25 von 37 untersuchten Industrieländern.

An der Spitze stehen die Niederlande, Dänemark und Frankreich. Für eine der weltweit stärksten Volkswirtschaften ist das ein ernüchterndes Ergebnis. Im internationalen Vergleich der Schulleistungen rutscht Deutschland sogar auf Platz 34 ab. Irland führt das Ranking bei den Lese- und Mathekompetenzen an, gefolgt von Südkorea und Slowenien. Selbst Länder mit geringerer Wirtschaftskraft wie Rumänien (Platz 9), Ungarn (Platz 10) und die Slowakei (Platz 19) liegen vor Deutschland.
https://www.bild.de/politik/inland/bildungs-alarm-40-der-15-jaehrigen-koennen-kaum-rechnen-und-lesen-6a0aae1e600260da34d11961

Kommentare

Schreib auch du einen Kommentar
 
lolamaria 18.05.2026 21:22
Das ist das Ergebnis einer verheerenden Schulpolitik. Ständig ändern sich die Bildungspläne,wie wichtig die Basis-Kenntnisse sind wird einfach übersehen. Nicht einmal Zusatzunterricht für ausländische Kinder findet statt. Vielleicht wachen jetzt die zuständigen Herrschaften endlich auf. Die DDR hatte  ein fabelhaftes Schulsystem.
 
Siebenpunkt 18.05.2026 22:30
so isses
 
Siebenpunkt 18.05.2026 22:32
zuständig? jeder kann doch machen was er will bzw jedes Bundesland entscheidet anderen Quatsch in den Schulen
 
MariaStuart 19.05.2026 07:22
Guten Morgen
auch bei diesem Ergebnis sollte man darauf hinweisen, das auch hier soziale Unterschiede eine 
Rolle spielen.
Die Unterschiede in der Lesekompetenz zwischen sozial benachteiligten und wohlhabenden Familien sind ebenfalls bemerkenswert, da nur 46% der Jugendlichen aus benachteiligten Familien grundlegende Lesekompetenzen erreichen, im Gegensatz zu 90% der Jugendlichen aus wohlhabenden Familien.
Soviel zu "Bildung ist allen zugänglich"!
 
MariaStuart 19.05.2026 07:29
lolamaria, dein Beitrag ist sehr interessant.
Die Zustände in der Ex-DDR mit den heutigen zu vergleichen, hinkt aber gewaltig.
Hatten die 12 und mehr verschiedene Nationen in den Schulen sitzen? Gerade in den Grundschulen fällt das unterrichten sehr schwer, wegen Verständigungsproblemen. 
Und wie soll man das ändern? Durch Zusatzunterricht für ausländische Kinder? Wäre 
empfehlenswert und gut. Aber wer soll das machen? Allein in NRW sind 8.800 Lehrer-
stellen unterbesetzt. Man kann froh sein, wenn es Personen gibt, die freiwillig unterrichten,
aber die gibt es kaum.
 
Baujahr80 19.05.2026 15:09
ist doch ganz bestimmt wieder wegen der Zuwanderung oder...?
Hat sicher nichts damit zu tun das die Schulden nicht mehr Zeitgemäß arbeiten, Ihnen keine Ausreichenden Mittel zur Verfügung stehen und sie jeden Lehrer nehmen müssen den sie bekommen können ,egal ob der gut ist oder nicht.
Liegt sicher auch nicht daran das die Eltern sich nicht mehr um Ihre Kinder kümmern wollen/können weil sie in erster Linie Arbeiten müssen um alles am laufen zu halten.
Liegt sicher auch nicht daran das es sich viele nicht mehr Leisten können Kinder in Nachhilfe zu schicken.
Oder das es ohnehin einfacher ist alles zu Googeln als es zu hinterfragen, oder daran das Handys ja auch Voice Mails schicken und der Pc dir zur not auch alles Vorließt.

Garantiert sind die Kinder auch fauler als jede Generation vorher..

Hat auf jeden Fall nichts mit uns und unseren Wahlen zu tun...Nein unsere Kinder sind einfach dumm geboren....


Ironie aus
 
Siebenpunkt 19.05.2026 16:30
Maria, das hat mit dem Sozialstatus nichts zu tun, dass das Schulsystem schlecht ist, überprüfe mal deine Vorurteile, ob sie zur Wirklichkeit passen oder schaffe sie einfach so ab, man kann ja nicht alles wissen
 
Simphony86 19.05.2026 16:44
Das hat sehr wohl mit dem Sozialstatus zu tun, wenn man den Bericht lesen würde, ist genau das was bemängelt wird von der Unicef, dass in Deutschland das Kindeswohl sehr stark vom sozialen Status abhängt und gerade die Kinder, die in Armut leben, eben auch schlechte Voraussetzungen für die Schule haben.
 
Simphony86 19.05.2026 16:46
Stagnierende Kinderarmut, schwache Bildungsergebnisse

Im Durchschnitt der von UNICEF untersuchten Länder lebt fast jedes fünfte Kind in Einkommensarmut. Auch für Deutschland zeichnet die Studie ein besorgniserregendes Bild. Die Kinderarmutsquote stagniert seit Jahren bei hohen 15 Prozent. Die Einkommensungleichheit ist von einem Verhältnis von 1 zu 4,3 (2012) auf 1 zu 5,0 gestiegen. Das bedeutet: Menschen im wohlhabendsten Fünftel der Bevölkerung verfügen heute über fünfmal so viel Einkommen wie Menschen im ärmsten Fünftel. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland damit im Mittelfeld – doch die Folgen sind für viele Kinder gravierend.

Alarmierend ist auch Deutschlands Abschneiden im Bereich Bildung: Nur 60 Prozent der 15-Jährigen erreichen die Mindestkompetenzen in Lesen und Mathematik. Damit liegt Deutschland auf Platz 34 von 41 Ländern mit vergleichbaren Bildungsdaten. Länder wie Irland (Platz 1 bei den Kompetenzen), Slowenien (Platz 2) oder die Republik Korea (Platz 3) zeigen, dass bessere Ergebnisse möglich sind – auch mit teils deutlich schlechterer wirtschaftlicher Ausgangslage. In Deutschland ist zudem der Abstand zwischen Jugendlichen aus sozioökonomisch benachteiligten und denen aus privilegierten Familien besonders groß: Unter den Jugendlichen aus benachteiligten Familien erreichen nur 46 Prozent die grundlegenden Kompetenzen. In privilegierten Familien sind es dagegen 90 Prozent. 

https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/-/unicef-studie-kindeswohl-2026/397376
 
MariaStuart 19.05.2026 17:18
Siebenpunkt, mir Vorurteile vorzuwerfen ist schon unverschämt! 
Das ist eine Studie von UNICEF! Darum kann ich Simphony86 nur zustimmen!
 
Steinbock75 19.05.2026 18:10
Simphony, Sieben hat geschrieben dass dit Schulsystem nix damit zu tun hat. Wenn dit Schulsystem Scheisse ist kannst noch so viel Kohle haben und dein Kind wird da nich schlauer. Es sei den du gibst ihm privaten Unterricht.
 
Simphony86 19.05.2026 18:25
Entweder das oder die Reichen können dem Nachwuchs noch Bücher oder individuellen Nachhilfeunterricht spendieren, wenn es benötigt wird. Aber ja die Schnösel sitzen eh auf den Privatschulen mit dem deutlich besseren Angebot. zwinkerndes Smiley
 
Nordroller 19.05.2026 18:25
Ich halte die Schulen grundsätzlich für zu groß!

Die Schulen sollten sich auch auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren. Nachmittagsbetreuung, Kantine und ähnliches ist natürlich auch eine bequeme Sache für die Eltern. 

Auch die Übergangsregelung von angenommen Lehrer ohne Fachausbildung gehört beleuchtet.
 
Julchen89 19.05.2026 19:07
Schwieriges Thema. Ich habe selbst an einer Frankfurter "Problemschule" im "Problemviertel" ausgeholfen. Selbst diese Schule besitzt eine kleine Bibliothek für alle Schüler. Ich war in den sogenannten Alpha Klassen eingesetzt, sprich, Klassen mit besonderem Förderbedarf/starken Lernrückständen. Es ist zwar auffällig gewesen, dass manche Schüler auffälliger waren als andere, allerdings hätte jeder eine gute Förderung in Anspruch nehmen können bei genug Lust und Motivation
 
Julchen89 19.05.2026 19:12
Hier gibt es viele Projekte, unter anderem auch "Lesen für UNICEF". Schüler, die lesen möchten, hatten Lesepaten. Der konnte im Vorfeld angeben, wie viel Geld von "seinem" Kind pro gelesener Seite in einem Buch generiert wurde. Ich war auch schon Lesepate 🤭
 
perfectday 19.05.2026 19:15
In meiner Grundschulzeit waren die klassen groß. Trotzdem haben wir viel gelernt.
Ich glaube Kinder waren damels ausgeglichener und zufriedener.
Weniger TV/ Glotze, gesündere Ernährung, mehr Spielen im Freien...
 
Simphony86 19.05.2026 19:41
Zeigt sich definitiv an der perfekten Beherrschung der deutschen Sprache in dem Beitrag wieviel damals gelernt wurde.
 
Siebenpunkt 19.05.2026 20:22
schlechte Leistungen durch furchtbares Zuhause ist was ganz anderes als nix gelernt haben wegen dem Schulsystem, welches nachweislich sehr zu wünschen übrig lässt!!!

wer lesen und verstehen kann, ist im Vorteil

ich verstehe überhaupt gar nicht, wie Schüler weiter versetzt werden, ohne dass sie schreiben bzw lesen und oder rechnen können

schreiben soll übrigens noch schlechter geworden sein seit der Handyzeit, ein Beweis dafür, das "Fortschritt" dumm machen kann
 
Simphony86 19.05.2026 20:39
Und was hat das mit der UNESCO-Studie zu tun?
 
Siebenpunkt 19.05.2026 20:44
es gibt eine Realität und es gibt Studien
 
Simphony86 19.05.2026 20:47
Und es gibt Scheinargumente und echte Diskussionen
 
Junggebliebene 21.05.2026 15:50
Zu meiner Schulzeit (DDR) gabs sehr sehr wenige Reiche....Schulklassen mit ca 30 Schülern und sehr vielen Neulehrern.
Also daran kann es nicht liegen...wir bekamen eine ausgezeichnete Bildung...nannte sich einheitliches Bildungssystem.
Und ja, es gab Mittagessen, täglich 1/4 l Milch (natürlich nicht kostenfrei) und den Schulhort.
Aus mir, meiner Schwester und dann meinen Kindern ist was geworden,lach.

Wenn ich natürlich die "Selbstbestimmung" in den Vordergrund rücke, der deutschen Sprache nicht mächtig bin ,in jedem Bundesland andere Maßstäbe setze etc ,wird das Nix.

Hätte man mich in China z.B.ohne Vorkenntnisse in eine Klasse gesetzt bin ich überzeugt wäre es nie zum Abi gekommen 😅
 
(Nutzer gelöscht) 21.05.2026 18:27
Das Problem wird noch größer, das werdet ihr sehen...jetzt gibt es KI, Chat GPT, in spätestens 2 Generationen ist die Menschheit dann völlig verblödet...zumindest, was die kognitiven Leistungen angeht. Und das widerum macht es den Mächtigen leicht, die Masse besser zu manipulieren.
 
Sui 21.05.2026 19:32
Da ist echt was dran.
Wenn KI das Denken übernimmt, verkümmert das Gehirn wie ein Muskel – und wir werden blind für Manipulation. 
Aber Technik verlagert Intelligenz eher, als sie zu löschen. 
War beim Taschenrechner auch so. 
Am Ende liegt es an uns, nutzen wir KI als Hilfe oder zum Abschalten?
HerzJetzt kostenlos registrieren