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Wenn eines….

Wenn eines….
… das andere ergibt. Ich liebe das, diese organische Entwicklung….

Weil es in Triest so regnerisch und frisch war, haben wir für die nächste Reiseetappe ein wärmeres Ziel gesucht und sind zufällig in den Marken gelandet. Es hätte auch Kroatien, Slowenien oder Österreich werden können, wir waren völlig offen. Wichtig waren das Wetter, eine schöne Unterkunft und eine interessante Umgebung. 

Das schönste Appartamento, das wir uns für diesen Moment vorstellen konnten, hatte auch den Weltbesten und nettesten und coolsten Vermieter, durchaus ein Geschäftsmann, aber wahnsinnig freundlich und ein sehr ruhiger, überlegter, wahnsinnig angenehmer Mensch. Gutaussehend noch dazu. Mit ihm sich zu unterhalten hat Spaß gemacht. Er gewährte uns einen kostenlosen deutlich späteren Late Check-out, woraufhin mein Freund meinte, dann sei ja noch Zeit für einen Friseurbesuch. Unser Vermieter gab ihm einen Tipp - sein eigener Friseur. Und ja, es hat geklappt mit nem spontanen Termin. 

Der Friseur, stellt sich dann heraus, ist ein studierter Musiker und spielt ebenfalls Gitarre. Und er gibt meinem Freund mehrere Tipps für italienische Gitarristen - zum anhören. Mein freund hat mir diese Tipps auch genannt, ich hab ebenfalls reingehört, bin dann aber durch die YouTube-Vorschläge irgendwann ganz woanders gelandet, sprachlich geleitet sozusagen. 

Tja, und was soll ich sagen. Jetzt bin ich sprachlich und gedanklich in Sardinien, höre zum ersten mal tabarkino und bin begeistert. Ich war noch nie auf Sardinien, aber vielleicht wird das, allein des Dialekts wegen, der wohl leider vom aussterben bedroht ist, eines der nächten Urlaubsziele. 

Kennt ihr das, dieses „aus dem einen erwächst das andere“? Geht ihr dem nach oder interessiert euch das eher weniger und bleibt bei einem festen Plan? 

Und hab ihr schon mal tabarkino gehört?

Hier gibt es die Gelegenheit: 

Kommentare

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Thohom 23.05.2026 18:46
Ich nenne das "vom Hölzle aufs Stöckle kommen".

Passiert bei Google, Wikipedia oder YT gerne mal.
 
Zenaida 23.05.2026 19:18
Da ja sowieso, thohom. Aber das passiert auch im echten Leben, wenn man offen dafür ist. Ich kenne das selbst, bin fast durch mein ganzes Leben so durch die Gelegenheiten gestolpert - und ich kenne auch viele andere, wo es so lief und läuft. 

Nach dem Abi wollte ich ein FSJ machen, wusste aber nicht genau, in welchem Bereich. Zufällig hat mir mein damaliger Freund dann seine Ex-Freundin vorgestellt, die mir von ihrem FSJ ezrhählt hat. Ihre Beschreibung und die anderen Koordinaten haben mir zugesagt, am nächsten Tag dort angerufen, mich dann vorgestellt und die stelle bekommen. Dort hab ich dann meinen nächsten Freund kennengelernt. Mit ihm war ich länger zusammen und hab Einblicke in die welt der Fotografie bekommen, mit ihm hab ich echte alte Hippies auf Ibiza kennengelernt und kam so zu meiner ersten Liebe zu spanisch. Über Umwege hab ich die dann professionalisiert und auch den Vater meines Kindes kennengelernt. Später haben wir seinetwegen dann unsere erste Wohnung bekommen, der Hausverwalter hat uns zwischen allen Bewerbern ausgesucht, weil er Spanien liebt. zwinkerndes Smiley

Und so ging das immer weiter. Natürlich muss man sich kümmern, aber man kann auch darauf vertrauen, dass das Leben einem Hinweise schickt und Menschen, die einem kleine schritte weisen…  Bei mir hat das immer funktioniert. zwinkerndes Smiley
 
Sui 23.05.2026 19:57
Ich bin im Alltag eher der Routinen-Typ und brauche meine Struktur, weil ich mich sonst schnell verzettele. Wenn sich spontan was Neues ergibt, registriere ich das zwar, aber ich springe selten sofort auf den Zug auf. 
Ich sammle diese neuen Ideen lieber und schaue sie mir in Ruhe an, wenn ich das, was ich gerade mache, fertig habe. 
Also flexibel im Kopf, aber gerne mit Plan in der Hand.
 
Zenaida 23.05.2026 20:13
Sui, das ist sicherlich die beste Mischung. Ganz spontan bin ich auch nicht. Ich recherchiere durchaus, mache mir zu den Dingen meine Gedanken. Aber manchmal kommt man selbst einfach nicht auf den nächsten Schritt, den macht man dann, weil man von anderen, von den umständen, vom Leben dazu inspiriert wurde. Nen Plan mag ich auch, aber der ist nicht rigide, sondern eben beeinflussbar. zwinkerndes Smiley
 
Sui 23.05.2026 20:41
Da bin ich ganz bei dir. 
Ein Plan sollte ja kein Zwang sein, sondern einfach eine grobe Richtung. 
Sich von anderen oder vom Leben inspirieren zu lassen, tut total gut – solange man am Ende selbst entscheidet, wann man den Schritt geht. 
Das ist dann wohl die beste Mischung aus Sicherheit und Flexibilität.
 
MariaStuart 24.05.2026 08:50
@Zenaida, solch einen Vermieter hatten wir vor 3 Jahren auf Föhr. Das Haus etwas abgelegen von Nieblum, am Ende eines Feldweges. 4000 qm Grundstück, 4 Ferienwohnungen. 
Bei der Ankunft Obstkorb und Naschereien auf dem Tisch, Sekt im Kühlschrank! 
Die Wohnung top, meistens hörte man draußen nur Vögel und Meeresrauschen! 
So muss Erholung beginnen!
Haben wir auch schon anders erlebt, da wir immer wieder neues testen!
 
Zenaida 24.05.2026 11:41
Ja, mariastuart, da gibt es sehr unterschiedliche Vermieter. Mir kommt im Süden immer alles so viel entspannter vor, und das färbt auch irgendwie ab. Ich glaube, hier würde ich mich über eine verpasste Fähre ärgern, dort war es gar kein Problem, ne Stunde im direkt an der Wartespiel befindlichen Straßencafé zu warten, mit toller Musik und exzellentem caffè. Und man kommt so viel schneller ins Gespräch mit mehrheitlich netten Menschen, wo man hier selbst gar keinen Bock hat, andere kennenzulernen, weil es ja oft eh nur irgendwelche Nörgler sind.

Geht euch das auch so, dass ihr im Süden mehr Lebenslust verspürt und alles leichter geht?
 
merry1 24.05.2026 12:03
Im Urlaub und speziell im Ausland, ist man selber auch ganz anders, als sonst im Alltag. Klar wird man durch die Umgebung, mit ihrer ganzen Ausstrahlung, beeinflusst.

"aus dem einen erwächst das andere."
Meiner Erfahrung nach, ist das die Realität. Wir sollten planen und organisieren, aber meistens kommt so einiges anders als geplant. 😊
 
Zenaida 24.05.2026 12:57
Stimmt schon, merry, aber so geht es mir z.B. in Belgien, den Niederlanden oder Finnland nicht. Das ist alles auch toll, gibt neue Eindrücke, andere Sprachen, man lernt was Neues… aber die Welt fühlt sich trotz aller toller Eindrücke nicht so zugewandt an wie im Süden. Für mich jedenfalls.
 
merry1 24.05.2026 14:01
Klar, im Süden sind ja noch viel mehr fremde, neue Eindrücke, Mentalitäten und andere Wetterverhältnisse, als in den Niederlanden und Belgien.
 
Zenaida 24.05.2026 16:30
Das ja, aber Finnland ist diesbezüglich auch nicht schlecht. Was die Unterschiedlichkeit der eindrücke betrifft, meine ich. zwinkerndes Smiley und Litauen ist auch wieder ganz anders. Aber wie gesagt, der Süden ist einfach immer noch toller - für mich. zwinkerndes Smiley
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