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Widerspruchslösung, Ja oder Nein?

Widerspruchslösung, Ja oder Nein?
Guten Morgen, und einen guten Start, in die Woche.
Am Samstag war Tag der Organspende. 

8600 Menschen, auch Kinder , warten im Moment auf Spenderorgane. Einige jahrelang, andere sterben während dieser Zeit. 
Wie ist eure Meinung zur Widerspruchslösung.
Wie steht ihr dazu?

Kommentare

 
Jinjer 08.06.2026 10:02
momentan gilt die zustimmungslösung, d.h. organe dürfen nur entnommen werden, wenn eine zustimmung vorliegt.

bei der widerspruchslösung gilt jeder mensch nach dem tod grundsätzlich als mögliche organspendende person, wenn zu lebzeiten kein widerspruch festgelegt wurde.

ich bin grundsätzlich für die widerspruchslösung.
widerspruch einzulegen, muss dann aber einfach und gut dokumentierbar möglich sein.
gute aufklärung ist das a und o, denn schweigen sollte nicht aus unwissen entstehen.

letztendlich bleibt es aber eine persönliche entscheidung.
wer nicht spenden möchte, soll das ohne rechtfertigung festlegen können.
 
Sui 08.06.2026 10:13
Ich stehe der Organspende grundsätzlich sehr positiv gegenüber und möchte helfen, Leben zu retten. Allerdings wünsche ich mir, dass meine Angehörigen im Ernstfall Mitspracherecht haben, anstatt dass eine rein staatliche Vorgabe über meinen Körper entscheidet.
 
MariaStuart 08.06.2026 10:17
@Sui, damit stellst du deine Angehörigen vor eine sehr schwere Entscheidung! 
Warum sollte man diese Entscheidung nicht selbst treffen.
 
Sui 08.06.2026 10:29
@Maria, da missverstehst du mich. 
Ich treffe die Entscheidung ja selbst und bespreche sie klar mit meiner Familie, damit sie eben vor keiner schweren Entscheidung steht. 
Mir geht es nur darum, dass meine Angehörigen das letzte Wort haben, um meinen eigenen Willen zu schützen, anstatt dass eine pauschale staatliche Annahme über meinen Körper bestimmt.
 
Junggebliebene 08.06.2026 10:42
Ich bin gegen die Widerspruchslösung.
Es ist inzwischen bewiesen dass es vereinzelt Fälle gab von Organhandel.
Und auch wenn ich auf Grund meiner ehemaligen Erkrankung und meines Alters nicht in Frage komme als Spender bin ich für die bisherige Lösung.
 
Samantha44 08.06.2026 10:46
ich bin für die organspende, um leben zu retten, ohne wenn und aber. falls ein "ersatzteil" von mir für passend empfunden wird, dann darf es entnommen werden. nach meinem tod finde ich das völlig in ordnung und es hilft ein leben zu retten.
 
Maitau 08.06.2026 10:58
Ich finde grundsätzlich müsste zuerst über Organspende besser aufgeklärt werden. Die Organe werden eben nicht entnommen, wenn der Körper tot ist, sondern wenn der Körper noch lebt.. Man ist der Meinung das sobald das Gehirn für tot erklärt wird, das der Körper dann nix mehr spürt. Da gibt es aber auch gegenteilige Fachmeinungen darüber. 

Ich bin auch eher gegen eine Widerspruchslösung.
 
Samantha44 08.06.2026 11:02
richtig, wenn man gehirntot ist, gilt man als organspender@maitau-------ganz genau werden wir es wahrscheinlich nie wissen, ob der körper noch was spürt, da gehen die meinungen sehr auseinander.
 
Servalcat 08.06.2026 11:02
Ich bin ehrlich und das ist meine persönliche Meinung.

Wenn ein Mensch stirbt. Sagen wir mal nur wegen keine Ahnung, Sturz von Leiter Und sich dadurch das Genick bricht. Und noch im KH verstirbt. Ärzte finden raus: Organe alle in Tip-top-Zustand. Da frage ich mich allen Ernstes, warum jemand dann mit guten Organen, die einem anderen Menschen das Leben hätten retten können, sich verbuddeln lässt? Wie unsinnig ist das bitte? Für mich persönlich käme das einem Mord an einem anderen Menschen sehr nahe. Denn er wird vergraben mit einem Herz, einer Niere, einer Leber etc. etc., was in einem anderen Menschen noch ein fröhliches und gesundes Leben hätte bereiten können. Wo liegt der Sinn darin, zu sagen " Nix da, alle Organe gehören mir"? 

Er/sie benötigt sie nicht mehr, kann sie im Jenseits oder wo auch immer man dann landet eh nicht mehr nutzen/gebrauchen. 

Er/sie hat keine Nachteile/Schmerzen/Behinderung nach der Entnahme, denn er/sie ist bereits tot. 

Also ganz ehrlich, derjenige, der das verweigert, soll in meinen Augen den schlimmsten Durchfall erleiden. Alle Haare ausfallen und Tourette-ähnliche Ausbrüche bekommen, wo er/sie bei jedem Schritt durch die Straße brüllt  " ich hab einen Micropenis", damit er sich in grund und boden schämt. 

Puh, entschuldigung, das musste echt mal raus. 😂
 
Servalcat 08.06.2026 11:06
Zusatz:

Ich habe seit meinem 25. Lebensjahr einen Organspendeausweis.

Alles, was verwertbar ist, sollen sie haben. Mein Sargdeckel ist eh zu, sieht keiner, wenn mir Nase, Ohren oder meine Bubis fehlen. 😂
 
Nickel2 08.06.2026 11:16
Ich finde es ok wenn ich nach meinem Tod noch auch intakte Organe was nützliches machen. Doof dass von chronisch Kranken nix gewollt wird, damit brauch ich mich auch nicht zu grämen dass ein Nazi mit meinem superstarken Herz ❤️ weiter rumstänkert und hetzt.......  Helga
 
(Nutzer gelöscht) 08.06.2026 11:23
In Deutschland gilt aktuell keine Widerspruchslösung, sondern die sogenannte Entscheidungslösung.
Ich habe auf meinem Organspendeausweis „Nein“ angekreuzt, ich möchte nach meinem Tod nicht als Ersatzteillager dienen. 
In meiner Patientenverfügung ist hinterlegt, dass ich auch bei Bedarf kein fremdes Organ eingepflanzt haben möchte. 
Letztendlich warten die Menschen, die Organe brauchen darauf, dass ein anderer Mensch stirbt, damit sie weiterleben können......
Das Leben ist für alle endlich.
@Servalcat: 
Herzlichen Dank für Deine netten Wünsche..............
 
Steinbock75 08.06.2026 11:29
Meine Familie wees bescheid, würde keen Organspender Ausweis bei mir tragen aus Angst man würde dann nich mehr allet tun.
 
Junggebliebene 08.06.2026 11:47
@ Servalcat....tja, Dein "Ausbruch" konnte mich nicht wirklich vom Gegenteil überzeugen...mehr davon...vielleicht überdenkt dann der Eine oder Andere auf Grund dessen seine Entscheidung.😉
 
MariaStuart 08.06.2026 12:14
Wenn ich diesen Ausdruck "Ersatzteillager" lese, ist das schon ein Zeichen, das zu wenig Aufklärung besteht. 
Wer Angst hat, das ihm lebendig Organe entnommen werden, sollte auch Angst haben, lebendig begraben zu werden! 
Ich kann übrigens auch nicht verstehen, warum gesunde Organe verbrannt oder den Maden serviert werden,
Wer gegen die Widerspruchslösung ist, sollte nicht in Länder reisen, welche diese Lösung haben, denn dort ist man auch als Tourist bei Hirntod Organspender!
Organspende Ausland: Was gilt in Europa?
In den europäischen Ländern ist die Organspende unterschiedlich geregelt. Verstirbt jemand im Ausland, gilt grundsätzlich die Regelung des jeweiligen Landes.
 
MariaStuart 08.06.2026 12:15
@Servalcat, weder Nase, Ohren noch Bubis werden entnommen und transplantiert
 
MariaStuart 08.06.2026 12:17
@Mohnblume, ich plädiere für Aufklärung, und die findet eben kaum statt! 
Natürlich kann jede/r selbst entscheiden aber das tun eben zu wenig. 
Wusstest du z.B. wie das mit der Urlaubsregelung im Ausland ist?
 
Servalcat 08.06.2026 12:19
Ms, meinst du, das weiß ich nicht? Klar, weiß ich das. Es sollte nur witzig rüberkommen. Also ehrlich jetzt mal. Ich hab zwar einen Kobold im Kopf, der mir hier und da mein Hirn umrührt, aber blöd bin ich nicht. 😂
 
MariaStuart 08.06.2026 12:23
SC, genauso war auch meine Antwort darauf gemeint! 
Ich habe ja auch deinen letzten Absatz um 11:02 nicht ganz sooo ernst genommen. 
Wobei mich die Unwissenheit und Argumentation einiger Menschen auch so denken lässt!
 
MariaStuart 08.06.2026 12:26
@Samantha um 11:02
Es ist nicht nur ein Leben, welches Organspender im Falle des Falles retten! 
Übrigens kommt mein Spenderorgan aus Österreich!
 
Servalcat 08.06.2026 12:32
Und angenommen, sie würden meine zwei amputieren und wem anderen geben. Die hätte keinen Spaß mit einem halben Tattoo. Denn ich habe von Hüfte bis Brust hoch eine Blumenranke. Die hätte dann nur ne abgeschnittene Blumenranke. Ob das gut aussieht? Na, ich weiß nicht. 😂
 
MariaStuart 08.06.2026 12:35
SC, jetzt habe ich Bilder im Kopf!
Wenn dann noch beide sehr unterschiedliche Maße haben, wird das sicher kein Spaß!
 
(Nutzer gelöscht) 08.06.2026 12:36
@MariaStuart:
Ich kann Dir versichern, dass ich weder Angst habe, dass mir lebendig Organe entnommen werden, noch lebendig begraben zu werden.
Zudem reise ich auch nicht in Länder, "welche diese Lösung haben, denn dort ist man auch als Tourist bei Hirntod Organspender"!
Im übrigen, meine erste Ausbildung fand in einem Krankenhaus statt.
 
(Nutzer gelöscht) 08.06.2026 12:38
@MariaStuart: 
Wie fühlst Du Dich mit Deinem Spenderorgan und dem Wissen, dass ein Mensch sterben musste, damit Du weiterleben kannst?
 
MariaStuart 08.06.2026 12:43
@Anne, ich habe dich mit der Aussage nicht persönlich gemeint, sondern allgemein. Denn diese Ansichten liest man leider immer wieder. Am schlimmsten ist der Ausdruck "Ausschlachten", der immer wieder auftaucht. 
Von dir habe ich nur den Begriff Ersatzteillager übernommen.
Natürlich hast du ist es richtig, das Leben ist endlich. Aber warum soll man nicht Kindern mit Organen das Leben retten, anstatt sie zu vernichten?
 
Maitau 08.06.2026 12:43
Ich habe grade mal nachgelesen. Man hat als Tourist die Möglichkeit entsprechende Widerspruchsregelung in der jeweiligen Landessprache herunterzuladen und in den Ausweispapieren mit sich zu führen. Diese müssen akzeptiert werden. In Österreich hat man sogar die Möglichkeit auch als Tourist den Widerspruch registrieren zu lassen.
 
Steinbock75 08.06.2026 12:44
Servalcat dit heißt, dass dann Leute verseuchte Organe von dir bekommen. Pigmente von Tattoos Lagern sich nämlich im Körper ab.
 
Servalcat 08.06.2026 12:46
Anne. Nun aber mal ehrlich. Ihr Spender musste doch nicht sterben, damit sie ihr Organ bekommt. Er ist gestorben, weil das Schicksal zuschlug und gemeint hat, dass es für den nun Zeit ist. Was bitte hat MS mit dem Tod des Spenders zu tun? Also, was für Gedanken hast du bitte? 

Sie hatte Glück, dass der Spender sich damals entschied dafür Spender zu sein, und MS die Glückliche, die es bekam. Überdenk deine Frage bitte nochmal.
 
MariaStuart 08.06.2026 12:46
@ Anne, der Mensch ist nicht gestorben, damit ich leben kann! 
Ich lebe, weil er gestorben ist, und man seine Organe entnommen hat. 
Wem sie helfen, haben andere entschieden! 
Ich mache mir nie Gedanken darüber, aber es gibt Transplantierte, die das tun. 
Was ich gemacht habe, als ich nach der OP wieder einigermaßen fit war, habe ich im Münsteraner Dom eine Kerze angezündet!
 
MariaStuart 08.06.2026 12:50
@Steinbock, du kannst sicher sein, Spenderorgane werden genauestens untersucht!
Mein Spender hatte Hepatitis, dagegen habe ich Medikamente bekommen, und die Niere läuft seit 5 Jahren!
 
Servalcat 08.06.2026 12:53
Steinbock. 

Ich nehme an, dass mein Körper vorher eingehend untersucht wird und der Arzt dann entscheidet

"Ok das Organ ist gut und das auch. Und das hier nicht. "

Und sie werden dann auch mein Tattoo sehen. Und wenn sie der gleichen Annahme sein werden, dass es so ist, wird nichts von mir gebraucht. Dann ist es so. Ich habe das Tattoo, seit ich 15 bin. Ändern könnt ich jetzt eh nichts mehr dran, wenn das stimmen sollte. Und als ich damals den Ausweis gemacht habe, wurde ich nicht gefragt, ob ich Tattoos hätte. Also wird es nicht schlimm sein.
 
Steinbock75 08.06.2026 12:54
Na dit hoffe ick doch. Aber Leber, Nieren und Lunge sind bei Servalcat dann schonmal raus. Es sei denn es ist egal.
 
Servalcat 08.06.2026 12:56
Dann ist es so
 
Steinbock75 08.06.2026 12:59
Na zum Glück kann man heute ja fast alles gebrauchen.

Ick stell mir es nur schlimm vor wenn man ne neue Niere bekommt und dann später Krebs bekommt weil der Spender eben tätowiert war.
 
MariaStuart 08.06.2026 13:18
@Steinbock, Tätowierte können, ausgenommen die Haut, Organe spenden.
 
Benni8811 08.06.2026 13:47
Allein Der Satz, der hier gefallen ist, ein Mensch musste sterben, damit ein anderer weiter leben konnte, zeigt das bei der Aufklärung noch viel Luft nach oben ist…
 
Benni8811 08.06.2026 13:48
Und die Frage, die zu Anfang gestellt wurde, würde ich mit Ja beantworten wollen…
 
(Nutzer gelöscht) 08.06.2026 13:52
@Servalcat:
" Was bitte hat MS mit dem Tod des Spenders zu tun?"
Ich habe nichts von MS geschrieben, oder meinst Du nicht die Krankheit?
 
merry1 08.06.2026 13:53
Ich bin für die Organspende. Aber weil ich da so einiges übrig Organhandel etc. gelesen habe, bin ich weiterhin für die bisherige Lösung, mit dem Organspenderausweis und mehr bundesweiter Aufklärung bezüglich des Themas.
 
(Nutzer gelöscht) 08.06.2026 13:56
@Servalcat Heute, 12:46
Das bezieht sich aber nur auf Nieren oder Teile der Leber. 
Sehr selten Teilstücke der Lunge, der Bauchspeicheldrüse oder des Dünndarms und das auch nur in äußerst seltenen Fällen.
 
(Nutzer gelöscht) 08.06.2026 13:57
@Benni8811 / Heute, 13:47
Dann widerlege mir doch bitte meine Aussage!
 
Benni8811 08.06.2026 14:00
Für den einen Angehörigen, der einen ihm nahe stehenden Menschen verloren hat, wäre es eine schreckliche Vorstellung, dass dieser sozusagen aufgeschnitten und alles gesunde und verwertbare noch verwertet wird. Eine nicht vorstellbare Vorstellung…

Für einen anderen Angehörigen wäre es vielleicht sogar noch ein Trost in dieser Gewissheit zu sein, dass der ihm nahe stehende und verstorbene Mensch vielleicht sogar noch ein anderes Leben verlängern oder retten kann…

Ich habe mal die Perspektive der Angehörigen versucht zu beleuchten

Das sind ja doch die Personen, die Konsequenzen dieser Regelung bewusst erleben und die sicherlich auch Auswirkung auf diese hat…
 
Steinbock75 08.06.2026 14:16
MariaStuart ick hab nich behauptet dass tätowierte nicht spenden können. Ick hab lediglich geschrieben dass sich Farbpigmente in Organe ablagern.
 
Steinbock75 08.06.2026 14:21
Und nur zur Information, in der DDR war jeder Organspender wenn er nich widersprochen hat. 

Wenn Dinge nich abgeschafft worden wären oder Tiere (Wolf) nich ausgerottet wären, würde man heute nich darüber so diskutieren.
 
MariaStuart 08.06.2026 14:31
@Steinbock, das war eine Antwort auf deine Behauptung um 12:54.
Fühl dich doch nicht ständig angegriffen.
 
Steinbock75 08.06.2026 14:35
Und meins war ne Antwort uff dein Kommentar MariaStuart. Wenn ick mich angegriffen fühlen würde, würdest dit merken.
 
MariaStuart 08.06.2026 14:38
Na dit hoffe ick doch. Aber Leber, Nieren und Lunge sind bei Servalcat dann schonmal raus. Es sei denn es ist egal.
 Na, von wem det wohl is?
 
Siebenpunkt 08.06.2026 14:39
die besherigen Organspendeausweise lassen beide Aussagen zu, ja oder nein oder nur bestimmte Organe, da die Leute aber schlichtweg zu träge sind, hat fast keiner einen Ausweis

und da es extremen Organbedarf gibt, muss eine andere Lösung her, dann muss man aktiv werden, wenn man nicht will, ich denke, statistisch könnte es dann mehr mögliche Spender geben, aber Angehörige und letzter Wille und Verfügungen gibts ja auch noch
 
Steinbock75 08.06.2026 14:40
Jut, dann wieder viel mit Emoji. 🙄
 
MariaStuart 08.06.2026 14:44
@Siebenpunkt, der Tot ist eben etwas, worüber man sich nur ungern Gedanken macht. Dabei haben damit alle zu tun. 
Die Argumente gegen die Widerspruchslösung sind teilweise albern, wenn es nicht so traurig wäre.
 
Siebenpunkt 08.06.2026 14:46
wie gesagt, man kann bisher auch widersprechen, aber keinen Menschen interressierts, die Widerspruchslösung wird in anderen Ländern längst praktiziert
 
(Nutzer gelöscht) 08.06.2026 14:50
Ich denke nicht, dass es „keinen Menschen“ interessiert. 
Einen Organspendeausweis mit JA oder NEIN auszufüllen, dauert keine 5 Minuten. 
Bei mir ist meine Entscheidung auch in einer rechtsgültigen Patientenverfügung hinterlegt. 
In meinem Freundes-Bekanntenkreis besitzen ca. 90 % einen Ausweis + Patientenverfügung.
 
MariaStuart 08.06.2026 14:50
18 Länder allein in Europa.
Hier wurde vor Jahren darüber abgestimmt, und welche Parteien waren um 90 % dagegen?
Grüne und AfD 🤔
 
Siebenpunkt 08.06.2026 14:56
Anne statistisch ist es leider so, dass sich viel zu wenig Leute diese Mühe machen
 
Siebenpunkt 08.06.2026 15:26
In unserem Land ist es ja so, dass über wichtige Beschlüsse ewig diskutiert wird, es dauert immer etliche Jahre, ehe es ein neues Gesetz/Prozedere tatsächlich gibt. 
Was man der Regierung nicht vorwerfen kann, ist mangelnde Aufklärung über Organspendeausweise.
Man muss sich auch dafür interressieren, denn es wird keiner an der Wohnungstür stehen und einen Ausweis übergeben.
 
Jinjer 08.06.2026 15:45
die widerspruchslösung ist noch nicht vom tisch.
2020 ist sie zwar gescheitert, weil sich grüne, afd, linke und fdp mehrheitlich dagegen aussprachen.

ich finde aber schon, dass die unterschiedlichen beweggründe der einzelnen parteien näher betrachtet werden sollten.

grüne und linke argumentierten eher damit, dass schweigen nicht automatisch zustimmung bedeutet. selbstbestimmung braucht aktive entscheidung und aufklärung.

die fdp lehnte die widerspruchslösung vor allem aus ihrem liberalen freiheitsverständnis heraus ab und setzte auf die ausdrückliche einwilligung.

die afd argumentierte stärker aus einem misstrauen gegenüber staatlichen eingriffen heraus und lehnte eine automatische zustimmung ebenfalls ab.
 
Julchen89 08.06.2026 15:50
Ich persönlich finde organspende etwas sehr wertvolles. Wenn ein Mensch dadurch weiterleben oder überhaupt erst wieder eine lebensperspektive bekommen kann, ist das etwas, das großen Respekt verdient.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass man niemanden zu einer bestimmten entscheidung drängen sollte. Der eigene Körper ist etwas sehr persönliches, und deshalb sollte jeder selbst entscheiden dürfen, was nach dem Tod damit geschieht.

 Diese entscheidung kann viele Gründe haben, die außenstehende gar nicht kennen.
Deshalb finde ich, dass sowohl ein Ja als auch ein Nein respektiert werden sollte. Man kann organspende befürworten und gleichzeitig akzeptieren, dass andere menschen anders darüber denken. 

Für mich gehören selbstbestimmung und respekt genauso zu diesem Thema wie die organspende selbst
 
Siebenpunkt 08.06.2026 15:52
seine Entscheidung zu fixieren zB duch den Organspendeausweis, wo man auch Nein ankreuzen kann, entlastet die Angehörigen
 
Querschnitte 08.06.2026 15:55
Ich bin dafür, dass die jetzige Regelung bleibt. Spenden würde ich lediglich sog." paarige Organe"und das mit meiner ausdrücklichen Zustimmung.
 
MariaStuart 08.06.2026 16:11
Was sind paarige Organe?
 
Drea1962 08.06.2026 16:15
Da es viel zu wenig Spenderorgane gibt, befürworte ich die Widerspruchslösung. 
So wäre sichergestellt, dass sich mehr Menschen mit der Thematik auseinandersetzen.
 
Steinbock75 08.06.2026 16:54
Allet wat man zweimal hat MariaStuart. Sagt der Name ja schon. Paar sind immer zwei.
 
Maskentanz 08.06.2026 17:00
Ich habe für mich einer Organspende zugestimmt und einen entsprechenden Organspendeausweis. Meine Familie weiß das auch. 

Widerspruchslösung: da bin ich unentschieden. Einerseits finde ich sie gut, andererseits setzen sich tatsächlich nicht alle Menschen damit auseinander. Ich befürchte, dass es in dem Fall für Angehörige schwierig wird, wenn sie plötzlich damit konfrontiert sind, aber selbst nicht bereit, den verstorbenen Angehörigen in gewisser Weise loszulassen?
 
(Nutzer gelöscht) 08.06.2026 17:13
@Siebenpunkt Heute, 14:56 Uhr: 
lt. öffentlichen Zahlen besitzen 41 Prozent der Bundesbürger  das Dokument physisch oder digital ausgefüllt vorliegen.
Weitere Personen nutzen eine Patientenverfügung zur Dokumentation.
Ich denke, dass sich viele Menschen gar nicht mit ihrem Ableben und der Frage, ob sie Organspender sein möchten oder nicht.
 
Siebenpunkt 08.06.2026 18:07
echt soviele? da habe ich anderes gehört, wenn ich mich umhöre, bin ich immer ziemlich alleine mit Ausweis, hätte gedacht, bei deiner Zahl fehlt das Komma, ich glaubs jedenfalls nicht, nimms nicht persönlich
 
Siebenpunkt 08.06.2026 18:14
ich habe jetzt nachgelesen, wie es zu dieser Zahl kam, es wurden ca 2000 Menschen befragt und dann die Zahlen hochgerechnet, es gibt also eine errechnete Zahl und es gibt die Realität, die spricht was anderes
 
MariaStuart 08.06.2026 18:23
@Steinbock, ich hatte mir schon gedacht, das es Organe sind, die man 2 mal hat, aber da fällt mir nicht viel ein. Lungenflügel, Augen und Nieren. 
Hoden und Eierstöcke sind auch paarig vorhanden, aber werden nicht transplantiert, soviel ich weiß.
 
MariaStuart 08.06.2026 18:29
@Querschnitte, man kann die Spendenbereitschaft auf bestimmte Organe beschränken. Das sollte man im Organspenderegister tun, dort wird immer zuerst nachgesehen.
 
Steinbock75 08.06.2026 20:22
Na ja es geht ja ums Leben, ohne Eier jehts ja och.
 
MariaStuart 08.06.2026 20:46
ja, das kannte man schon vor tausenden Jahren
 
Jeannie 08.06.2026 21:58
Servalcat, das ist jetzt etwas offtopic aber ich muss einfach mal loswerden, dass du für mich eine der authentischten Menschen hier bist. Für manche mag das nicht immer bequem sein und auch ich teile nicht immer deine Meinung (muss ja auch nicht so sein)...einfach mal raushauen....mir erscheinst du sehr echt, gerade aus diesem Grund.
 
Mirka 08.06.2026 22:50
Genau,im Gegensatz zu dir @Jeannie
 
Jeannie 09.06.2026 00:20
Ich bin einfach nur zufrieden, solche Menschen wie dich nicht aushalten zu müssen. Menschen, die sich überall äußern müssen, ob sie gefragt werden oder nicht. Ich wünsche dir noch eine schöne Zeit mit deiner gehässigen Ader, das ist langweilig...winke, winke🥱
 
GraueMaus 09.06.2026 00:56
Ich habe seit etlichen Jahren einen Organspendeausweis und habe ihn immer in der Handtasche.
 
stahlzart 09.06.2026 01:11
Ich werfe mal einfach etwas food for thought ein, Gedankenfutter.

Organe von Toten treten sofort den Verfall an, Organe werden Lebenden entnommen, erst mit der Entnahme des Herzens tritt beim Spender der Tod ein.

Das Konzept Hirntod wurde vor der ersten Herztransplantation geschaffen, um eine rechtliche Grundlage zu haben. Es gibt keine abschließende medizinische Definition von "Hirntod".

Es gibt dokumentierte Fälle, in denen "Hirntote" zur Organentnahme freigegeben wurden und doch wieder das Bewusstsein erlangten. "Sorry Opa, damit haben wir nicht gerechnet, trotzdem toll, dass du wieder da bist, sei uns nicht böse".

Wenn "Hirntoten" Organe entnommen werden, werden sie wie reguläre Patienten narkotisiert, es sind lebende, empfindende Menschen. 

Organempfänger kaufen nur Zeit, sind lebenslang auf Immunsuppressiva angewiesen, sterben am Ende an einer Lungenentzündung durch die Supprimierung. Selbstverständlich wird das in Dokumentationen nur beschönigt dargestellt, Fälle von Kindern werden hier für emotionale Manipulation gerne benutzt.

Organspende ist ein weltweiter Milliardenmarkt, es ist ein Geschäft, an dem sich Kliniken finanziell und Ärzte in ihrer Reputation bereichern.

Wer glaubt, er rettet Menschen, wenn er sein verunfalltes Kind oder Vater zur Organentnahme frei gibt, folgt nur dem medial aufgebauten Wunschbild von Organspenden. Kein Arzt der Welt kann oder würde eine Prognose zu einem bewusstlosen Patienten abgeben, die Freigabe zur Organspende ist allerdings das definitive Todesurteil für einen bewusstlosen Patienten.

Ich persönlich würde niemals einen Angehörigen zur Organspende freigeben, genausowenig würde ich jemals ein fremdes Organ annehmen, gegen das der eigene Körper ohnehin unablässig kämpfen würde.

Dieses Thema ist nur eins von vielen, die für die immer stärker werdende Abkehr von Natürlichkeit stehen, die die Menschen nicht gesünder macht.
 
Jinjer 09.06.2026 09:23
das begann als food for thought und entwickelte sich dann überraschend zu tinfoil hat cuisine. 🤭
in einem blog einer userin, die selbst ein spenderorgan erhalten hat, wirkt so ein nächtlicher rundumschlag über organhandel, medienmanipulation und zweifelhafte hirntodkonzepte nicht besonders kritisch, sondern vor allem ziemlich taktlos.
 
Servalcat 09.06.2026 09:29
Danke, Jeannie. 
Das Empfinden habe ich genauso bei manch anderen hier. Ich mag nicht jeden hier, ist auch völlig normal. Auch die ständigen Streitereien hier langweilen mich und finde ich teils so unnötig, dass ich mich null damit auseinandersetze. Viele z. B. haben gegen Mivida oder Tohom etwas. Ich hingegen mag die zwei und wir haben öfters echt gute Gespräche geführt. 

Und dennoch würde ich mich einem offenen Streit im Forum, wo sich z. B. Mivida und wer anderes streitet wegen irgendwas, null beteiligen. Weil ich mir sage, mein Leben mit meiner Krankheit ist schon schwer genug. Wenn ich mitmischen würde, wäre mein Acc ruckzuck gesperrt wegen unangenehmen Verhaltens. 😂
 
MariaStuart 09.06.2026 09:41
@stahlzart, das ist genau der Blödsinn, mit dem die blaue Partei argumentiert. 
Wer hirntot ist, dessen Herz schlägt nicht mehr ohne maschinelle Unterstützung.
2 Ärzteteams, unabhängig voneinander müssen das feststellen. Ein drittes entnimmt die Organe, und andere Teams transplantieren, europaweit! 
Kliniken bereichern sich daran? Viele Kliniken geben Spender gar nicht an, weil sie die Kapazitäten nicht haben! 
Ich kenne -zig Transplantierte, viele sind verstorben, aber niemand an Lungenentzündung! 
Geh mal in die Kinderdialyse, und frag dich, ob du deinem Kind das antun würdest.
Wenn ein dreijähriger beim Punktieren schreit, wie am Spieß, und da 3 mal die Woche, dreht sich der Magen um!
Du scheinst Ärzten nicht viel zuzumuten, wenn du denkst, sie würden bewusstlose Patienten zur Organspende freigeben. Absoluter Blödsinn. Und genau diese Unwahrheiten blockieren die Organspende!
Natürlich nehmen Transplantierte Patienten lebenslang Medikamente, aber transplantierte führen ein lebenswertes Leben!
 
Zenaida 09.06.2026 10:12
Ich finde das Thema schwierig. Ich glaube ja daran, dass alles immer so kommt, wie es soll. Insofern weiß ich nicht, ob ich selbst ein spenderorgan erhalten wollte. Ich habe eine patientenverfügung, in der steht, dass ich nicht antizipieren kann, was ich im Ernstfall entscheiden wollte und diese Entscheidung meiner tochter überlasse. Sie weiß, dass sie rein nach ihrem Gefühl und nach ihren eigenen wünschen entscheiden soll und dass für mich alles in Ordnung ist. Und ich habe einen organspendeausweis, in dem vermerkt ist, dass ich nicht bereit bin zu spenden. In letzter Instanz, und das weiß sie, darf auch meine tochter entscheiden, was sie für richtig hält. Aber für die Behörden gilt erst mal ein klares „NEIN“

Ich muss bei diesem Thema immer an den film „7 Leben“ denken. Da checkt ein Mensch, der den Tod von sieben menschen verursacht hat, aus schlechtem gewissen sieben Personen, die für verschiedene Organe auf der Warteliste für Organspende stehen. Man erfährt erst sukzessive, dass er ausloten möchte, ob diese Menschen jeweils „würdig“ sind, seine Organe zu erhalten, die er nach einem spektakulären Suizid in der eiskalten Badewanne spenden möchte. 

Auch wenn der Film natürlich Fiktion ist, finde ich die frage gar nicht unerheblich. Würde ich wollen, dass im Ernstfall so ein arschloch wie putin oder ähnliche Kaliber nur durch meine Organspende noch länger leben kann, wo man doch sowieso schon jeden Tag hofft, dass ihn der Blitz beim Sch… treffen möge?

Natürlich, mit jeder medizinischen Behandlung greift man ins Rad des Schicksals ein. Mit jedem Attentat und mit jedem missglückten Attentat auch. Es wäre ja viel Unheil erspart geblieben, wäre stauffenberg damals erfolgreich gewesen. 

Ist halt kein einfaches Thema.
 
MariaStuart 09.06.2026 10:19
@Zenaida, das ist natürlich eine schwere Entscheidung für deine Tochter. 
Aber so wie wird wissen, was sie zu tun hat.
 
Jeannie 09.06.2026 10:46
Servalcat, da bin ich ganz bei dir...mir geht es da genauso. Wenn A und B sich an die Gurgel gehen, kann ich bereits mit C mal ein Gespräch über die Vorteile einer Katze führen🙂

Ja MariaS, deinem Kommentar schließe ich mich an, da ich von einem "Normalfall" ausgehe und nicht von der Organmafia oder Bevorzugung aufgrund von finanzieller Spritzen von denen, die es sich leisten können.

"Genau diese Unwahrheiten blockieren die Organspende!". Ja, hier braucht es, meiner Meinung nach, eine umfassende Aufklärung und kein Halbwissen wie bei der Spiel "Stille Post"

Wurden hier schon die religiösen Gründe angesprochen? Ich habe gerade nicht die Zeit alles zu lesen und muss zu einem Termin. Wenn ein Mensch stark ausgerichtet ist, sollte man das auch akzeptieren, denke ich.

stahlzart, "Organempfänger kaufen nur Zeit, sind lebenslang auf Immunsuppressiva angewiesen, sterben am Ende an einer Lungenentzündung durch die Supprimierung."

Gut, dann hab ich Zeit geschenkt bekommen (gekauft habe ich sie nämlich nicht), da ich seit Jahren auf Immunsupprepressiva angewiesen bin, damit wunderbar leben kann und in der Tat froh bin, so ein angenehmes Leben führen zu können. Und dass ich an einer Lungenentzündung sterben werde glaube ich auch weniger, finde diese Art von "weiser Vorhersagung" jedoch immer wieder spannend.

Wünsche allen noch einen schönen Tag.
 
Jeannie 09.06.2026 10:48
dem Spiel😉
 
Me262 09.06.2026 10:50
Den meisten Leuten ist nicht klar, dass die Organspende nicht nach dem Tod des Spenders erfolgt. Organe aus einem toten Körper sind wertlos.

Dafür hat man den Begriff "Hirntod" erfunden, der aber leider problematisch ist. Es gab schon vor dass vermeintlich hirntote "Spender" kurz bevor sie ausgeweidet werden sollten aufwachten.

Warum wohl fand die erste Herztransplantation in Südafrika statt? Aufgrund der dortigen Gesetze. In anderen technologisch entwickelten Ländern wären die Ärzte wegen Mord angeklagt worden.

Ich spende keine Organe und habe das auch schriftlich bei mir. Ich fürchte nur dass, sollte es so eine Widerspruchslösung geben, so ein Stück Pappe aus meinem Geldbeutel schnell mal "verschwindet", da sich mit so einer OP sehr viel Geld verdienen lässt. Daher lehne ich das strikt ab.
 
(Nutzer gelöscht) 09.06.2026 11:11
Ganz allgemein:
Die meisten Menschen mit einem transplantierten Organ sterben nicht am Organ selbst, sondern an Infektionen, Herz‑Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs, die durch die lebenslange Immunsuppression begünstigt werden.

Dadurch steigt das Risiko für:

-schwere Lungenentzündungen
-Sepsis
-Virusinfektionen (z. B. CMV, EBV)
-Pilzinfektionen
 
MariaStuart 09.06.2026 11:28
@Anne, das ist ein großes Problem, die Medikamente machen viel kaputt, gegen die Nebenwirkungen gibt es wieder Medikamente, mit neuen Nebenwirkungen. 
Ich nehme über Tag 22 Tabletten.
Das gibt die von dir genannten Gefahren, aber ohne geht es nicht. 
Und für mich ist das erträglicher als Dialyse.
 
MariaStuart 09.06.2026 11:37
@Me262
Soviel Unwissenheit und Blödsinn zu veröffentlichen, ist lächerlich.
Es gab schon vor Barnard Transplantationen. Er war der erste, der für Herztransplantation geforscht und entwickelt hat. Dann hat er sie umgesetzt, das hat mit den Gesetzen nichts zu tun. Der Begriff ausweiden, ist absolut daneben. 
Joseph E. Murray, geboren in Milford, Massachusetts, wollte schon früh Chirurg werden. Nach seinem Studium an der Harvard Medical School diente er im Zweiten Weltkrieg in der plastischen Chirurgie, wo er bei der Behandlung von Brandopfern entdeckte, dass Gewebe von genetisch ähnlichen Spendern langsamer abgestoßen wurde. Diese Erfahrung weckte sein Interesse an Transplantationen. Nach dem Krieg kehrte er nach Boston zurück und führte 1954 die erste längerfristig erfolgreiche Nierentransplantation zwischen eineiigen Zwillingen durch – ein Meilenstein, der zeigte, dass Transplantationen technisch möglich waren.
Bei der Widerspruchslösung wird dein Wille in einer zentralen Spenderdatei hinterlegt, also nix mit Stück Pappe! 
Du kannst dich entscheiden wie du willst, aber verbreite keine Lügen. Das ist es nämlich, was die Menschheit verunsichert. Erkundige dich, wie es von Entnahme bis zur Transplantation abläuft. Wie geschrieben, meine Niere ist aus Österreich, wer sollte daran verdienen?
 
(Nutzer gelöscht) 09.06.2026 11:45
@MariaStuart: 
Das kann ich gut verstehen, und es freut mich, dass es Dir trotz der Medikamente und deren Nebenwirkungen gut geht. 

Mein Kommentar war auch mehr als Hinweis an "Jeannie" 10:46 Uhr gedacht, die "glaubt" 
"dass ich an einer Lungenentzündung sterben werde glaube ich auch weniger".
 
MonikaM 09.06.2026 13:59
Ich bin absolut für Organspende. Wer einmal miterlebt hat, wie einem zweijährigen Kind ein neues Herz eingesetzt wurde und wie dieses totkranke Kind danach wieder ein fröhliches, relativ normales Leben führen konnte, der kann nur für die Organspende sein.

Leider ist auf der anderen Seite die Tragödie, dass ein anders Kind verstorben ist. Doch dieses Kind wäre leider auch gestorben, wenn sich die Eltern gegen eine Spende entschieden hätten. Sie haben sich aber dafür entschieden – und meine tiefste Hochachtung gilt diesen Eltern. Mir wurde erzählt, dass die Mutter damals sagte: „So lebt das Herz meines Kindes weiter, und das ist tröstlich für mich.“

Im Endeffekt kann und soll jeder selbst entscheiden. Ich finde aber man sollte sich informieren und nicht jeden Blödsinn glauben den manche Menschen schreiben.
Doch was Me.. da geschrieben hat ist absoluter Nonsens.
 
MariaStuart 09.06.2026 14:35
@MonikaM
Danke, für deinen ausführlichen Bericht, wie eine Organspende abläuft.
Wer also denkt, es würden vielleicht Organe entnommen werden, wenn man noch nicht tot ist, sollte bedenken, das kein Tot so genau festgestellt wird, wie der eines Spenders!
Da muss man eher Angst haben, in der Kiste aufzuwachen, als auf dem OP-Tisch, denn da reicht ein Totenschein!
 
Siebenpunkt 09.06.2026 16:54
Stahlzart hat polarisierend geschrieben, aber aus der Luft gegriffen ist nicht alles, das mit der Narkotisierung stimmt, hat mit dem vegetativen System zu tun, welches auch bei Hirntod arbeitet, es mag falsche Hirntoddiagnosen geben, aber nicht, wo entsprechende Gesetze gelten, die Diagnostik dauert Tage, manche verwechseln Hirntod und Koma
 
Servalcat 09.06.2026 17:03
Ich persönlich finde, Monika hat mit ihrem Blog klar und deutlich niedergeschrieben, wie und warum und überhaupt alles vor einer Entnahme passiert und welche Kriterien und Wege vorher gemacht werden. Ich denke, wenn spätestens jetzt noch einer darunter ist, der wie der Herr Me. Lügen in die Welt setzt, dann kann man dem Rest nicht mehr helfen. Sollen sie im Jenseits mit ihrer Leber, ihrem Herzen, ihren Nieren oder was auch immer glücklich werden. Gott sei Dank hat man im toten Zustand kein Gewissen mehr, das einen plagen könnte, dass man einen anderen Menschen sterben lassen hat.  Nur weil sein eigenes lieber ist als die Freude daran, später eventuell etwas Gutes mit seinem Ableben noch getan zu haben. 
Aber heulen können sie laut, wenn sie mal ein Organ brauchen. Dann ist das Geschrei groß und die Hoffnung, dass einer für ihn stirbt. Pfui

Und daher denke ich, liebe Marie, solltest du einen Punkt darunter machen. Denn mehr als das, was Monika schrieb, geht nicht. Außer man ist Chirurg.
😉
 
(Nutzer gelöscht) 09.06.2026 17:25
Das ist schon starker Tobak den Du teilweise da von Dir gibst und hat m.E. nichts mehr mit einer sachlichen Diskussion zu tun.

Die Menschen, die ich kenne, mich eingeschlossen, die sich gegen eine Organspende entschieden haben, haben in ihren Patientenverfügungen hinterlegt, KEINE Organspende zu wollen.

Hoffen denn nicht viel mehr die Menschen, die Organe brauchen und auf der Warteliste stehen "das einer für sie stirbt"?

Nein, ich habe kein schlechtes Gewissen meine Organe nach dem Tod nicht anderen Menschen zur Verfügung zu stellen und werde im Jenseits glücklich mit meinen Organen sein
 
MariaStuart 09.06.2026 17:36
@Mir ist NIE der Gedanke gekommen, hoffentlich stirbt bald jemand für mich. 
Ich habe schonmal geschrieben, es stirbt nicht jemand für eine kranke Person, 
sondern durch einen schrecklichen Unfall oder eine Unglück oder anderes. 
Grundthema ist doch, gesunde Organe eben nicht verrotten zu lasen, sondern 
sie für lebensgefährlich Kranke zu nutzen. 
Das kann jeder Mensch machen, wie er oder sie es will, sollte es aber auch tun. 
Niemand kann sich vorstellen, wie es ist, wenn morgens um 1.20 Uhr der Anruf 
kommt. Niemand kann sich vorstellen, wie es ist wenn ein lungenkranker Mensch, der sich nicht mehr im allein Bett aufrecht setzen konnte, wieder laufen kann.
Und jetzt mache ich zu, ich denke es ist alles geschrieben.
Danke für eure Beiträge
 
(Nutzer gelöscht) 09.06.2026 17:36
Nachtrag:
im übrigen kann man zu Lebzeiten Gutes tun, ehrenamtliche Tätigkeiten, Spenden für alle möglichen Einrichtungen.
So bekommt man sogar noch zu Lebzeiten mit, wo und das die Hilfe ankommt, nur Mal als Denkanstoß 😉
 
Servalcat 09.06.2026 17:37
Rülpsen ist kein Beitrag. Neffi 😂
 
(Nutzer gelöscht) 09.06.2026 17:38
@MariaStewart,
mein Kommentar bezog sich auf Servalcat.
 
MariaStuart 09.06.2026 17:41
@Anne, mein letzter Beitrag ist auch eher allgemein gemeint.
@Servalcat, darum ist sein Beitrag auch raus. Soll er sich woanders daneben benehmen.
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