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Organspende 2

Organspende 2
Sehr schön dargelegt, MonikaM, hier noch Gedanken von mir,
habe mich ausführlich mit dem Thema beschäftigt

Organe wie Herz, Nieren usw können nur von Spendern entnommen werden, denen es passiert ist, dass das Gehirn unrettbar verloren ist, aber der Kreislauf mit Geräten aufrecht erhalten werden kann.
Soetwas passiert ja nicht allen, die sterben, meistens versagen Organe und bedeuten den Tod, Organe können dann nicht mehr entnommen werden.
Aber bestimmte Gewebe können auch nach dem Tod entnommen werden, was sehr hilfreich ist.

Es ist also immer gut, dass Angehörigen oder Ärzten bekannt ist, ob der Gestorbene spenden möchte oder nicht.

Kommentare

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MariaStuart 09.06.2026 14:29
@Siebenpunkt, in einem muss ich widersprechen.
Bei Nieren gibt es Lebendspenden, meistens von nahen Verwandten. 
Die Angebote von Eltern und Geschwistern habe ich abgelehnt.
 
MariaStuart 09.06.2026 14:30
Berichtigung: Bei Nieren gibt es AUCH Lebendspenden
 
Siebenpunkt 09.06.2026 15:03
darum geht es aber bei Orgenspendeausweisen nicht, ist ein anderes Prozedere, aber der Kreislauf besteht da bei den Spendern zum Glück auch und hoffentlich nach der Spende weiter zwinkerndes Smiley
 
Zenaida 09.06.2026 15:31
Hm, mit einer Lebendspende (als Spenderin) hätte ich überhaupt kein Problem, denn da wüsste ich ja, wer mein Organ bekommt. Als Empfängerin würde ich eine lebendspende aber höchstwahrscheinlich auch ablehnen.
 
Siebenpunkt 09.06.2026 16:11
Lebendspende ist ein schwieriges Thema und der Empfänger ist ganz anders belastet, wenn das Organ abgestossen wird
 
MariaStuart 09.06.2026 16:51
bis zu einer Lebendspende ist es ein langer Weg. Man hat auch Gespräche mit Psychologen, um den Willen des Spenders zu erforschen, und ob kein Druck ausgeübt wird oder Geld fließt. 
Was ist, wenn ich von einem Verwandten eine Niere bekomme, und dann wird die spendende Person krank, da hätte ich ewig kein ruhiges Gewissen.
 
Siebenpunkt 09.06.2026 16:55
ja und dein Gewissen wäre auch angespannt, stirbt der Spender beim Eingriff oder stösst dein Körper das Organ ab
 
Jeanberlin 09.06.2026 17:43
vielen Dank MonikaM und Siebenpunkt.
ein paar Geanken von mir:
ich empfehle im Internet einen Beitrag vom NDR: "wenn der Tod ein Anfang ist".
Dazu Gedankensplitter: Junges Unfallopfer mit Hirntod in Klinik,die Hirntodfeststellung wird als 3-fach gesichert uns Laien dargestellt, was glaubwürdig klingt  6 Organe dürfen entnommen werden, 6 Ärzteteams reisen an; 20 Menschen stehen am OP-Tisch (aus HH,K,S,M usw.)
Reihenfolge der Entnahme: als erstes Herz- geht nach Köln, dann Lunge - geht nach München,
dann Leber - geht nach Stuttgart: dann Bauchspeicheldrüse - geht nach Hamburg; 2. Niere - geht nach Belgien, die Teams nehmen die Organe entgegen, packen ihre Kühltaschen und fahren mit Blaulicht zum nächsten Flughafen, wo ihre Chartermaschinen warten und ab geht es, unterwegs werden aus dem Flieger die Infos zu den Op,s der Zielkliniken an die dortigen Teams gegeben.....
das erinnert schon an die Entnahme aus dem "Ersatzteillager" (wie einer es im anderen Block nannte) und an einen Soforttransport "just-in-time"von Lagerteilen, wie aus der Zulieferindustrie bekannt,  klingt kalt und  wenig emotional und anteilnehmend, ist aber der notwendig zupackenden Sacharbeit geschuldet.

Warum werben Bundestags- und Lobbygruppen in D für Reformen in Richtung Widerspruchslösung anstelle bestehender Entscheidungslösung? 
Weil die Organspendenbereitschaft sinkt (erinnert sei an den  Organspenderskandal vor ca. 25 Jahren), die Einholung der Entnahmezustimmung ist für die Angehörigen belastend und für die Ärzte zusatzlich zeitaufwändig,  es soll aber auch ein Imagestreben der Medizin (führend in Hochleistungsmedizin) in D und gegenüber der Welt dokumentiert werden . Außerdem spielen wirtschaftl. Interessen der Kliniken eine Rolle (Herztransplantation kostet zwischen 130-170.000 €, Nieren zwischen 80-150.000€ in D, in den USA ca. 400.000$;
außerdem erhofft man sich einen Abbau der Warteschlangen und durch die gesteigerte Anzahl von OP's auch neue Erkenntnisse.
Wir Außenstehenden nehmen das alles emotionsgeladen und hochsensibilisiert  zur Kenntnis. Tatsächlich dient die sachlich-kühle und zwingend kurzgefaßte  Faktensprache des handelnden Personals dem medizinischen Erfolg und damit dem Wohl des Patienten.
 
Neffi 09.06.2026 17:47
Organspende kommt für mich nicht in Frage. Bin kein Ersatzteillager.
 
MariaStuart 09.06.2026 18:00
jeanberlin, Du nennst das ganze kalt, und das ist es auch. 
Wenn eine spendenwillige Person verstirbt, beginnt eine Maschinerie.
Das Zentralregister in Leiden wird informiert. Es werden reichlich Daten des 
Spenders übertragen, und es werden passende Empfänger durch das System 
ausgegeben. Ist der Patient überhaupt momentan transplantierbar, ist er erreichbar,
will er im Moment? Diese Entscheidung musste ich morgens um 1.20 Uhr treffen (hatte ich schon erwähnt), mit dem Wissen, der Spender hat Gelbsucht. 
Es ist gut, das dieses Procedere emotional und nicht anteilnehmend abläuft, zumindest für das medizinische Personal.
 
(Nutzer gelöscht) 09.06.2026 18:41
Du bist doch sicher in Vorgesprächen darauf hingewiesen worden, dass „der Anruf“ zu jeder Tags-Nachtzeit erfolgen kann, oder?
 
Drea1962 09.06.2026 18:44
Es muss jeder für sich selbst entscheiden und es ist großartig, dass Organe verpflanzt werden.

Ich habe mich gegen eine Spenderlunge entschieden. 
Es gibt zu wenige. 
Und ganz ehrlich, bei einer jungen Mutter ist sie besser plaziert. 

Da ich 63 Jahre alt bin und kein Kind und auch kein Rind habe bin ich fein mit meiner Entscheidung, auch wenn nicht alle in der Familie das verstehen.
 
MariaStuart 09.06.2026 18:45
Natürlich, wenn es einen dann aber in der Tiefschlafphase erwischt, ist das heftig. 
Man muss immer erreichbar sein, und sollte sich bei Fernreisen abmelden.
 
(Nutzer gelöscht) 09.06.2026 18:45
@Jeanberlin

"Warum werben Bundestags- und Lobbygruppen in D für Reformen in Richtung Widerspruchslösung anstelle bestehender Entscheidungslösung?
.... es soll aber auch ein Imagestreben der Medizin (führend in Hochleistungsmedizin) in D und gegenüber der Welt dokumentiert werden . Außerdem spielen wirtschaftl. Interessen der Kliniken eine Rolle (Herztransplantation kostet zwischen 130-170.000 €, Nieren zwischen 80-150.000€ in D, in den USA ca. 400.000$;

Sehr gute Argumente, dem stimme ich vollumfänglich zu!
 
MariaStuart 09.06.2026 18:53
Es sind die Falschmeldungen, die für Unwissen sorgen.
Die Kosten einer Nierentransplantation liegen bei 50.000€ bis 65.000€.

https://www.transplant-wissen.de/kosten-einer-leber-bzw-nierentransplantation/
 
MariaStuart 09.06.2026 18:57
Den großen Teil verdienen nicht die Kliniken, denn die haben bei dem ganzen Ablauf immense Kosten. Die Pharmaindustrie macht den Reibach.
 
(Nutzer gelöscht) 09.06.2026 19:03
Es ist aber nicht mit den reinen Transplatationskosten abgegolten. 
Hinzu kommen noch die Kosten für: 
-Immun­suppressiva
-Weitere Medikamente
-Sozialversicherungs­leistungen

https://www.transplant-wissen.de/kosten-einer-leber-bzw-nierentransplantation/
 
MariaStuart 09.06.2026 19:08
Das stimmt, aber die Kosten ohne Transplantation sind sehr viel höher, Dialyse oder offenes Herz oder eiserne Lunge sowie die Medikamente und ärztliche Behandlungen.
Aber das ist natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich
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