Protagonisten

Protagonisten
sie sind wie wandernde Spektren durch das Kaleidoskop des Lebens, jeder mit seiner eigenen Farbe, jeder mit seinem eigenen Chaos in sich verwoben. Sie treten ein und treten aus den Bühnentüren, manchmal laut, manchmal kaum hörbar, doch immer Gegenwart eines Moments, der sie formt und zugleich von ihnen geformt wird. Ihre Gedanken wirbeln wie verwehte Blätter im Sturm, und doch suchen sie nach Ordnung, nach einem Sinn, den sie greifen können, bevor er ihnen wieder entschwindet. Man sieht sie kämpfen, liebend, zerbrechend, ein ständiges Spiel von Macht und Verletzlichkeit, ein Aufbruch und Niedergehen. Sie sind die Träger von Geschichten, deren Echos sich überschneiden und verweben im Raum zwischen Vergangenheit und Zukunft, im unendlichen Jetzt der Existenz. Und während ihre Reisen oft voller Unstetigkeit und Zwiegespaltenheit sind, bleiben sie doch der Anker, der den Erzähler durch das gewebte Gewirr von Erinnerungen und Hoffnungen führt. Sie sind das Pulsieren des erzählten Lebens, die flüchtige Sichtbarkeit dessen, was Menschsein ausmacht, ein Wimpernschlag im unendlichen Theater, der doch alles bedeutet.

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