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Ich habe heute….

Ich habe heute….
… einen Jungen getroffen, keine zwei Jahre alt, der schon in komplexen Sätzen spricht. Die zwei-Wort-Phase hat er elegant übersprungen und er benutzt Vokabeln, die manche erwachsene nicht in ihrem aktiven Sprachschatz haben. Von den Themen ganz zu schweigen. Und das krasseste: er wächst zweisprachig auf und ist in beiden sprachen so fit.

Mich fasziniert diese hohe Intelligenz und ich liebe das. Allerdings war schon zu spüren, dass er mit gleichaltrigen nicht viel anfangen kann. Ich wünsche ihm sehr, dass er immer auf menschen treffen möge, mit denen er sich auf seinem Niveau austauschen kann, denn ich fürchte, dass diese divergenz auch einsam machen kann. 

Der Sohn meines Ex-Freundes ist musikalisch hochbegabt. Er ist in der ersten Klasse, spielt mehrere Instrumente und komponiert. Andere Themen interessieren ihn auch, aber mit Musik beschäftigt er sich am intensivsten. 

Toll, wie vielfältig unsere Gehirne sind und was da alles möglich ist. Und immer wieder stelle ich fest: Hohe Intelligenz ist unheimlich sexy. 

Geht es euch auch so?

Kommentare

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Jinjer 26.06.2026 00:12
klar, ist das beeindruckend, wenn ein 2jähriges kind sich schon so gut ausdrücken kann und ein erstklässler musikalisch begabt…
um so wichtiger sind trotzdem freunde, die sie hoffentlich finden werden.

ich finde eher sexy, wenn jemand begeisterungsfähig, humorvoll, ein bisschen neugierig bleibt, empathisch und sich nicht nur um sich selbst kreist. 
dazu noch ein schuss intelligenz auf jeden fall. aber nicht allein. 🙂
 
positivemind 26.06.2026 00:30
Intelligenz kann auf jeden Fall sehr sexy sein. Oder auch, wenn jemand ein bestimmtes Talent hat und das einfach super beherrscht. 

Was mich persönlich aber ganz besonders anzieht, ist Begeisterung. Wenn jemand eine große Leidenschaft hat, in einem Hobby total aufblüht oder beruflich eine Tätigkeit ausübt, die er wirklich liebt. Einfach irgendwas, wo das Herz total dran hängt und mit nahezu kindlicher Begeisterung und strahlenden Augen davon erzählt wird. Wenn derjenige dann genau erklärt, Anekdoten erzählt und man beim Zuhören ganz deutlich merkt: Das ist einfach absolut sein Ding und er brennt dafür... DAS finde ich unfassbar sexy und anziehend! Dabei ist es auch nicht wirklich wichtig, ob ich die Begeisterung, für diese bestimmte Sache teile. Es geht um Euphorie beim Erzählen, um das Strahlen in den Augen, wenn davon gesprochen wird, um Gesten und um Leidenschaft für eine Sache. Ich liebe das, dann zuzuhören und zu sehen, wie mein Gegenüber vollkommen in seinem Element ist!
 
Thohom 26.06.2026 01:31
Ich hoffe, dass diese Kinder auch mal was ausprobieren dürfen/wollen. Gerade in dem Alter sollte man sich noch nicht festlegen. Schlau sein ist schön, es gibt viel zu entdecken.
 
dasBrot 26.06.2026 01:34
Genau Tom... ☝🏻
 
Minio 26.06.2026 01:44
man kann nur hoffen, dass sie eine normale und altersgerechte Kindheit verbringen können trotz ihrer Schläue...nicht selten kommt es vor, dass Eltern auch Druck ausüben und die Kinder dann zu Sonderlingen herangezüchtet werden, dabei ihre halbe Kindheit verpassen. Das wünsche ich keinem Kind und ich liebe Kinder...
 
dasBrot 26.06.2026 01:47
Yepp... bin da auch Deiner Meinung. Meine kleine Tochter, wird bald 11, kennt sich schon mit Sarkasmus aus. 🙈
 
Minio 26.06.2026 01:49
Hihi Broti...hat sie das von Dir?
 
dasBrot 26.06.2026 01:50
-schweig-

-schluck-

Ist das jetzt ne Anhörung?
 
Minio 26.06.2026 01:55
Quatsch
 
dasBrot 26.06.2026 01:56
🙏🏻😅🤣
 
Minio 26.06.2026 01:59
du hast noch mehr Kinder? War gerade mal auf deinem Profil...
 
dasBrot 26.06.2026 02:01
Yepp... und alle mit einer Frau ☝🏻 
Ich hab nicht quergebu....st... 
Hochachtungsvoll
dasBrot...
 
Minio 26.06.2026 02:05
das ist gut. Bin stolz auf dich...👍
 
dasBrot 26.06.2026 02:06
Hat Nagelsmanm auch gesagt 🤣🤣🤣🤣
 
Minio 26.06.2026 02:08
Pah...Nagelsmann...der soll sich lieber mal um SEINE Jungs kümmern...⚽
 
Minio 26.06.2026 02:10
wo hast du Benni gelassen? Der pennt wohl schon?
 
dasBrot 26.06.2026 02:14
Ich? Hab mit dem gar nichts "am Hut"
 
Minio 26.06.2026 02:17
ah okay...jedenfaalls war es lustig neulich mit euch beiden...
 
dasBrot 26.06.2026 02:22
War Zufall... jetzt wächst der Mais... gaaaannz langsaaaaammm...
 
Minio 26.06.2026 02:24
du musst von der Seite kucken, nicht von oben, da siehst du es besser
 
dasBrot 26.06.2026 02:28
So... Schluss jetzt 

Die "Mücken" lesen mit... 🤣
 
Minio 26.06.2026 02:29
sind halt gebildet
 
Julchen89 26.06.2026 06:36
Ich hoffe ja, der zweijährige kann mir morgen erklären, warum quantenmechanik im sandkasten völlig unterschätzt wird. Vielleicht hilft er mir danach noch bei meiner steuererklärung. Schuhe binden kann ich zwar schon fast, aber nachhilfe nehme ich trotzdem gern 😄

Aber jetzt mal ohne quatschi... Ich hoffe wirklich, dass er trotz allem einfach kind sein darf. Das ist am ende wahrscheinlich das Wertvollste überhaupt 🙃
 
CookieJulez 26.06.2026 07:13
Nervig finde ich auf alle Fälle Leute, die sich selbst für klug halten und im Gespräch zeigt sich dann, dass sich diese Annahme nicht halten lässt.
 
CookieJulez 26.06.2026 07:37
Wenn sich jemand als intelligent heraus stellt, dann kann ich auf jeden Fall vieles hinten anstellen. Ab dem Moment treten das Äußere, das Alter und die Vorgeschichte (und anderes) klar in den Hintergrund.
 
Julchen89 26.06.2026 07:47
Das geht mir tatsächlich ähnlich. Ich schreibe unheimlich gerne mit intelligenten menschen, weil aus gesprächen dann oft ein richtiger austausch wird. Man kann themen aus verschiedenen blickwinkeln betrachten, sich gegenseitig auf neue gedanken bringen und auch mal diskutieren, ohne dass es gleich persönlich wird. Wobei intelligenz für mich nicht nur ein hoher IQ oder ein großer wortschatz is
 
Zenaida 26.06.2026 08:06
Nun ja, der nicht mal zweijährige ist noch zu klein. Die Eltern sind aber, so wie ich sie einschätze, alles andere als ehrgeizig. 

Der Sohn meines ex-Freundes wird auf eigenen Wunsch gefördert. Die Eltern stöhnen zwar unter den vielen wegen, denn er möchte auch in einem Chor singen, wo mehrmals wöchentlich proben anstehen. Und er spielt, auch auf eigenes betreiben hin, in nem kinder-Orchester. Tatsächlich interessiert er sich ansonsten eher für abstrakte Themen. Sport oder spielen mit anderen Kindern langweilt ihn. Höchststrafe ist, wenn für ihn ein kindergeburtstag ausgerichtet wird. Er findet es blöd, wenn er sich dann mit seinen Gästen beschäftigen soll. Da ist, so sehe ich das, nicht so viel zu machen seitens der Eltern. Bei meinem Bruder war das ähnlich. Der hatte allerdings keine solch ausgeprägte Begabung und auch keine hochbegabung diagnostiziert. Aber auch er hat sich mit gleichaltrigen gelangweilt, wollte niemanden einladen und hat sich am liebsten mit Büchern beschäftigt. . Das genaue Gegenteil von mir. Ich hatte ständig besuch oder war bei anderen. Als Eltern kann man da nicht so viel machen, denke ich.

Begeisterung finde ich auch wichtig und sehr anziehend. Allerdings ist es für mich persönlich schon relevant, für welches Thema jemand brennt. Wenn jemand die fußballergebnisse der letzten Jahrzehnte kennt und die biographie jedes einzelnen Spielers, am Wochenende am liebsten im Stadion hockt und dabei leuchtende Augen bekommt, finde ich das eher… naja…. „Langweilig“ ist noch freundlich ausgedrückt. Genauso, wenn jemand jeden Auftritt der kastlruther Spatzen verfolgt und jeden Song auswendig kann. Wenn sich jemand für „intelligente“, also komplexere Themen begeistert, ist es mir nicht so wichtig, ob mich das Thema an sich interessiert.
 
CookieJulez 26.06.2026 08:16
Ich kann das aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen: Gleichaltrige waren für mich immer langweilig. Allerdings habe ich nicht ein Buch nach dem anderen gelesen - im Gegenteil!

Als Eltern kann man sich darum bemühen, dass das Kind Kontakt zu ähnlichen Kindern haben kann. Hochbegabte Kinder untereinander haben dann durchaus schon wieder Interesse an einander. Wenn nicht auch noch Autismus mitspielt oder andere Aspekte, die Zwischenmenschliche ganz generell erschweren.
 
CookieJulez 26.06.2026 08:16
*das
 
CookieJulez 26.06.2026 08:18
Dafür gibt es spezielle Vereinigungen (MinD e.V. beispielsweise), die 'Gleichgesinnte' zusammenführen, auch schon im Kindesalter.
 
positivemind 26.06.2026 08:20
Das seh ich einfach bisschen anders, Zenaida. Ich bin so: "Wenn das dein Ding ist, dann red mit mir über Fußball und erzähl mir Dinge, von denen ich absolut keine Ahnung hab." 😄

In meiner Vergangenheit gab es zum Beispiel einen Mann, der war ganz großer Star Trek-Fan. Ich persönlich kann mit Star Trek überhaupt nix anfangen. Ich habe es tatsächlich versucht, aber es ist einfach nicht meins. Aber ich mochte es trotzdem, wenn er darüber sprach. Weil man ihm anmerkte, dass er da voll drin aufblühte.
 
Zenaida 26.06.2026 08:22
Das stimmt, Cookie. Der Sohn meines ex-Partners möchte halt von sich aus nur mit den anderen musikbegeisterten Kindern Kontakt. Der andere ist noch so klein, da bleibt abzuwarten, wie und ob er sich im Kindergarten einfügt. Bis jetzt ist er Einzelkind, allerdings bekommt er bald ein Geschwisterchen. Die wohnen auf dem lande, wo es nicht so einfach sein dürfte, spezielle hochbegabtenklassen zu finden.
 
Zenaida 26.06.2026 08:25
Kann ich verstehen, positivemind. Ich kenne mich mit startrek nicht aus, vielleicht ist das ja ein komplexes Thema. Was mich halt langweilt, ist bloßes „Listen-Wissen“, also in welchem Jahr Deutschland wie gegen welches Land gespielt hat oder welcher Verein welche Spieler hatte.
 
Mohnblume2 26.06.2026 08:56
Ich finde normal oft besser , als zu intelligent. Leider merkt man bei manchen Menschen , dass sie gefühlt , in ihrer Art und weise , wie sie mit anderen Menschen umgehen, auf ieiner höheren Ebene zu stehen scheinen. Und von dieser , mit ihrer etwas fast schon arroganten Art auf das niedere Volk blicken und genau so , auch ihr Umgang ist. 
Im Falle des Jungen , hoffe ich , dass er unterstützt wird , gefördert , aber trotzdem auch Kind bleiben darf mit all seinen Facetten , die ausserhalb seines Intellektes stehen. ...
 
Sui 26.06.2026 10:46
Ich finde bei Kindern wichtig, fördern ja, aber bloß nicht fordern.
Die Kleinen sollten immer ohne Druck und mit eigenem Spaß Kind sein dürfen. 
Oft ist es für hochbegabte Kinder nicht so leicht, emotional und sozial Anschluss zu finden, wenn die Interessen so weit auseinandergehen.
 
Steinbock75 26.06.2026 11:16
Ick kann mit so wahnsinnig intelligenten nix anfangen da sie mich langweilen mit ihrem oft fachchinesischen Gelaber und ihren oft ausschweifenden Geseier. Ick find dit och nich sexy. Normalos sind mir lieber. Wat nützt hohe Intelligenz wenn man zum leben zu dumm ist. Clever und smart ist mein Ding. 😊
Ein Kind in dem Alter würde mir Angst machen. 

Aber zum Glück sind wa alle verschiedenen und so findet och jeder wat.
 
Sui 26.06.2026 11:26
Da ist absolut was dran.
Was bringt die ganze Theorie, wenn es im Alltag nicht läuft?
Clever sein ist oft viel cooler. Seh ich ganz genau so.
 
merry1 26.06.2026 12:48
@zanaida, 
Na ja, es kommt darauf an, wofür man seine Intelligenz praktisch einsetzt. Bei der Mafia wird es auch einige intelligente Personen geben. Dafür sollte die Intelligenz besser nicht genutzt werden. 

Die Intelligenz ist vielschichtig. Wenn jemand sprachlich sehr begabt ist, kann er in anderen wichtigen Bereichen sehr unbegabt sein und letztendlich Schwierigkeiten haben, sein Leben zu meistern. 
Da kenne ich hier so einige am Leben gescheiterte Akademiker. 

Und je höher das eigene Niveau ist, desto weniger Personen gibt es, die sich auf diesem hohen Niveau unterhalten können. 

Wenn man dann trotzdem von anderen Menschen verstanden werden möchte, muss man auf das niedrigere Niveau des anderen herabsteigen. Nur so kann, in diesem Fall, Verständigung klappen, denn andersrum, den Unbegabten mal eben auf das hohe Niveau zu ziehen, ist nicht möglich.
 
Sui 26.06.2026 13:44
Beim Reden geht es ja eigentlich nur darum, sich flexibel aufeinander einzustellen und den anderen da abzuholen, wo er gerade steht. 
Dann findet man auch einen gemeinsamen Nenner.
 
merry1 26.06.2026 13:47
Aber auch nur wenn man will. 😀
 
merry1 26.06.2026 13:49
Und Flexibilität ist auch nicht jedem gegeben. 😀
 
Sui 26.06.2026 13:51
Da ist auch was dran. Ein bisschen Übung gehört wohl immer dazu. 😉
 
CookieJulez 26.06.2026 13:53
Die, die besonders 'schlaue' Worte wählen, sind meist eher die, die sich selbst für klug halten oder klug wirken möchten. 

Die, die WIRKLICH intelligent sind, sind überwiegend auch bereit, sich möglichst verständlich auszudrücken.
 
merry1 26.06.2026 14:01
Die erkennst du oft daran, dass die mit möglichst vielen Fremdwörtern glänzen wollen. Das war mal so in den 80er Jahren, in der Studentenszene trendy. 😀
 
merry1 26.06.2026 14:08
@Cookiejulez
Die besonders klug wirken wollen, erkennst du oft daran, dass die mit möglichst vielen Fremdwörtern glänzen wollen. Das war mal so in den 80er Jahren, in der Studentenszene trendy. 😀
 
CookieJulez 26.06.2026 14:16
Ich hab mich auch schon beim ersten Post angesprochen gefühlt. Ich war in den 80ern aber noch nicht geboren. 😅
 
Zenaida 26.06.2026 15:36
Mohnblume, das kann man ja nicht beeinflussen, ob man „normalintelligent“, hoch- oder minderbegabt ist. Man muss wohl damit leben, wie man nun mal ist bzw. als Eltern, wie die Kinder sind. zwinkerndes Smiley 

Deine Erfahrung, dass hochintelligente menschen arrogant sind, kann ich nicht teilen. Gut, wenn irgendwelche Kompensationsmechanismen greifen, mag das sein, aber die, die ich kenne, sind vollkommen „normal“. Das hab ich übrigens auch beim Thema Reichtum so erlebt. Die, die wirklich kohle haben und damit aufgewachsen sind, prahlen damit nicht rum. 

Sui, das sehe ich auch so. Wenn Kinder von den Eltern getrietzt werden, merkt man das meist recht schnell. Das finde ich auch fürchterlich. Das sind aber, vermute ich mal, die eigenen ungeliebten Träume und Hoffnungen, die auf die Kinder projiziert werden. Schlimm!

Steinbock, wenn es zu Fachchinesisch wird, bin ich auch raus, wenn mich das fach nicht interessiert. Ansonsten finde ich es aber toll, dass ich bei solchen gesprächen immer was dazulernen kann. Wenn ich irgendwas nicht verstehe, frag ich einfach. Manchmal muss man menschen stoppen, wenn sie zu ausschweifend werden. Aber das ist ja nicht nur bei hochintelligenten so. Wir haben hier auch jemanden, der sich gerne in die immer selben Themen verbeißt und dessen Profil mindestens 3 Kilometer lang ist. zwinkerndes Smiley 

Dass Hochbegabte Menschen oft nicht alltagstauglich sind, hab ich auch schon miterlebt. Aber die können ja auch nix dafür. Bei kognitiv eingeschränkten wird da Verständnis gefordert, bei den anderen nur kritisiert? Ich kannte einen jungen in meiner Nachbarschaft, der in der 5. klasse über Schönberg philosophieren konnte, aber den weg zur schule nicht allein bewältigen konnte (direktverbindung mit der Tram!) Der kann doch auch nichts dafür, dass er so ist. 

Aber warum würde dir so ein Kind Angst machen? Der tut doch nichts, außer halt reden und v.a. Fragen. zwinkerndes Smiley 

Merry, das Problem mit dem verstanden werden liegt meist nicht an der Sprache. Es ist eine frage von Interessen und von den Möglichkeiten, wie weit sich jeder auf ein sehr spezielles Thema einlassen kann und möchte. Ich habe eine Freundin, die Kunstgeschichte studiert hat. Sie hat es nicht nur studiert, das ist ihr leben. Ihr tiefsten Glücksmomente, hat sie mir öfter gesagt, hat sie vor Bildern im Museum. Dort arbeitet sie auch. Sie setzt sich auf eine Weise mit den Bildern, mit der Bildsprache, mit der Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte auseinander, wie das wenige tun. Und sie macht das interdisziplinär, also auch in Bezug auf Literatur, Sozialgeschichte usw. Ich finde es interessant, wenn sie mir von ihren Erkenntnissen berichtet, aber ich kann da wenig beisteuern, weil ich nie so tief in die Materie eindringen kann wie sie. Dazu bin ich auch viel zu zappelig und letztlich doch zu oberflächlich. Sie hat wirklich sehr wenige Leute, mit denen sie sich auf ihrem Niveau (nicht intellektuell, sondern von der durchdringung der Materie her und von der Vielschichtigkeit ihrer Interessen) austauschen kann. 

Afk……
 
merry1 26.06.2026 17:53
Zanaida, 
Jeder hat eine Begabung und wenn er sich ständig beruflich weiterentwickelt, kann er sich mit immer weniger Leuten auf seinem beruflichen Niveau unterhalten. Denn dann erklären man anderen, wie es geht. Das ist kein Dialog. Das ist aber normal. Deshalb gibt es zum Glück privat noch andere Themen als den Beruf, bei denen man auf gleicher Augenhöhe ist.

Wenn ich mich mit jemanden über ein bestimmtes Thema unterhalte, gehe ich davon aus, dass er Interesse hat und sich darauf einlassen möchte. Ansonsten gehe ich gar nicht erst in das Gespräch. 
Und wenn das Gespräch beginnt und es mein Fachgebiet ist, fängt das Verstehen sehr wohl mit der Sprache und dem  Fachvokabular an, am besten noch latainisch. 😀
 
Steinbock75 26.06.2026 18:08
Genie und Wahnsinn liegen dicht bei einander Zenaida. Und ick bezog dit uffs eigene Kind, wenn dem so wäre. Andere Kinder kann ick stehen lassen wenn's mir zu bunt wird.
 
Zenaida 26.06.2026 20:30
Merry, es ist eben bei manchen Menschen nicht so, dass sich Beruf und private Interessen trennen lassen. Natürlich kann man sich mit dieser Freundin auch über andere Themen unterhalten. Aber das, was sie richtig tief glücklich macht, ist eben, sich über kunstgeschichtliche Themen auszutauschen, und zwar eben idealerweise so, dass da gegenseitige „Befruchtung“ stattfindet und sie nicht dozieren muss, sondern selbst was dabei lernt und neue Erkenntnisse gewinnt. Das ist ja auch das schönste am Austausch mit anderen, immer wieder was Neues zu erkennen.

Verstehe, Steinbock. Mir würde das keine Angst machen, aber natürlich ist ein solch wissbegieriges Kind fordernder als solche, die gerne glotzen oder spielen. Allerdings finde ich das auch toll, sich überlegen zu müssen, wie man die Dinge kindgerecht erklärt und dabei schon wieder die nächsten Fragen generiert. Das hat mir auch bei meinem Kind immer Spaß gemacht.
 
Mirka 26.06.2026 20:48
Im Spiel mit anderen Kindern werden viele soziale Kompetenzen erworben,von geistigen Ūberfliegern distanzieren sich viele.
Ich hatte damals einen Mitschüler, der in den naturwissenschaftlichen Fächern absolut top war,in allen anderen Fächern  in denen er sich auf den Hosenboden hätte setzen müssen,hat er komplett versagt.
Er ist komplett auf die schiefe Bahn geraten
 
merry1 26.06.2026 21:01
Zenaida, 
Ich kann dich und deine Freundin sehr gut verstehen. Es gibt auch ungefähr 2 Bereiche in denen ich Expertenwissen habe. Klar, da bin ich, jetzt nach 45 Jahren intensiver Wissensansammlung, auf meinem speziellen Fachgebiet, relativ einsam auf der Berufsebene und freue mich immer wieder, wenn ich von einer Fachkollegin mal neue Gedankenanstösse bekomme. Das ist aber eher die Seltenheit. Meistens sitze ich in der Runde und beantworte Fragen. Deshalb bin ich froh, wenn ich privat darüber wenig reden muss.
Aber in "beruflichen" Onlineseminaren, die auf den verschiedenen Kontinenten stattfinden, blühe ich auf. Alle paar Jahre treffen wir uns und tauschen uns mit Freude aus.🥰 
Manchmal kann man nicht alles haben.
 
Steinbock75 26.06.2026 22:56
Nur zur Info Zenaida nich alle die keene Blitzbirne sind hängen nur vor der Glotze oder Zocken. 🙄
 
Sorrow79 26.06.2026 23:26
"zu schlau" sein kann ein segen und gleichzeitig ein fluch sein, besonders dann wenn man als kind irgendwann aus heiterem himmel anfängt sich mit existenzielle fragen zu beschäftigen..
Und schon befindet sich das Kind in der Vergangenheit..
 
Zenaida 27.06.2026 12:13
„Die, die besonders 'schlaue' Worte wählen, sind meist eher die, die sich selbst für klug halten oder klug wirken möchten.

Die, die WIRKLICH intelligent sind, sind überwiegend auch bereit, sich möglichst verständlich auszudrücken.“

Stimmt, Cookie, die gibt es. Häufiges Merkmal dabei ist, dass sie Fremdworte falsch benutzen oder grammatikalische Strukturen (Nominalstil, passivkonstruktionen, Bezüge in Nebensätzen….) fehlerhaft einsetzen. 

Allerdings ist es nicht zulässig, vom Einsatz von Fremdwörtern oder anderem „gehobenem“ Sprachgebrauch darauf zu schließen, dass sich jemand für besonders schlau hält. Es kann auch einfach sein normaler Sprachduktus sein, den er im Alltag pflegt. Andere sprechen (oder schreiben) ganz entspannt im Dialekt und scheren sich auch nicht darum, ob sie verstanden werden. Im direkten Kontakt mit einem konkreten Menschen wird sicherlich jeder versuchen, sich auf sein gegenüber einzustellen. Der dialektsprecher wird dann versuchen, sich der Hochsprache zu bedienen und jemand, der sonst viele fremdworte benutzt, wird auf diese verzichten, wenn er merkt, dass sein Gesprächspartner ihn nciht versteht. 

Ich spreche und schreibe möglichst schnell. Ergo benutze ich meist die Vokabel, die mir am schnellsten einfällt, ohne darüber nachzudenken,  ob das jetzt für jeden verständlich ist und auch ohne mich um groß- oder Kleinschreibung zu scheren. Ihc tippe alles klein, die Autokorrektur macht dann manches groß. Ist mir schnurz und ich gehe auch davon aus, dass die wenigen verwechslungsmöglichkeiten, die dadurch entstehen, die Leser schon im eigenen Köpfchen ausgleichen oder sonst im Notfall halt nachfragen. Ebenso mit Fremdwörtern. Ich spreche im Alltag oft spanisch und ich spreche mit meinen Freunden und meiner Familie genauso, wie ich hier schreibe. In der Arbeit oder mit Kollegen weiß ich, mit wem ich so sprechen kann, wie mir der Schnabel gewachsen ist und bei wem ich mich mehr bemühen muss. 

Im übrigen, das hatte ich kürzlich schon mal irgendwo erklärt, kann die „einfache Sprache“ auch die sein, die mit Latinismen und Gräzismen gespickt ist, nämlich dann, wenn man es mit internationalen menschen zu tun hat, die wenig oder kaum deutsch können, das aber lernen wollen. Denen helfen kurze sätze mit möglichst vielen Fremdwörtern, die sie aus ihrer eigenen Sprache oder aus dem englischen erkennen können. Aber das weißt du sicherlich auch selbst. zwinkerndes Smiley
 
Zenaida 27.06.2026 12:24
Merry, ich glaub, der unterschied ist der, dass für die meisten menschen der beruf einfach ihr beruf ist. Der macht idealerweise spa0 und bringt außer Geld auch Selbstverwirklichung, interessante aufgaben, Herausforderungen, tollen Kontakt mit interessanten Kollegen oder Kunden oder was auch immer. Und vielleicht auch Bestätigung. So ist das bei mir und bei vielen menschen. 

Aber es gibt auch welche, für die ist ihr beruf weit mehr, er ist Berufung und im Grunde ihr Leben. Diese Freundin würde, vor die Wahl gestellt, auf jedes Gehalt verzichten und sogar noch Geld dafür bezahlen, um sich weiter mit diesen Themen beschäftigen Zu dürfen. Ich kenne das von mir nur sehr partiell, hab es aber auch schon erlebt, dass ich so tolle Tage in der Arbeit hatte, dass ich dafür sogar Geld gezahlt hätte. Bei mir lag das aber meist nicht an abstrakten Themen, sondern immer am Kontakt mit tollen Menschen und der Wahnsinns-Energie, die da herrschte.
 
Siebenpunkt 27.06.2026 12:41
Hochintelligenz gab es in meiner Familie auch vor fast 100 Jahren hat der erste Sohn meiner Oma als Zweijähriger Gedichte auswendig gewusst und fließend gesprochen, dabei sah der Kleine wie ein Engel aus, blond gelockt, das Kind starb aber sehr früh😥
 
Sui 27.06.2026 12:59
In der Praxis ist das aber echt anstrengend.
Ständig mitzufiltern und ins Hochdeutsche zu übersetzen, wäre mir im Alltag viel zu stressig. 
Das kostet einfach zu viel Energie.
Oft merkt man auch gar nicht, dass ein Wort Dialekt ist, weil es für einen selbst total normal klingt. 
Man passt sich meistens erst an, wenn der andere wirklich nur noch Bahnhof versteht.
 
merry1 27.06.2026 13:19
Zenaida, 
😀 Du begeisterst mich doch tatsächlich mit deinen Beiträgen. Sie sind sehr motivierend und stellen Arbeit in einem sehr schönen Licht dar.👍 Ich hätte dich eher treffen sollen, denn Arbeit war zu Beginn für mich nur ein notwendiges Übel,😀 deshalb habe ich auch nachher den Beruf gewechselt. Da war es dann deutlich besser.
Mir war es wichtig anderen zu helfen, berufliche Anerkennung und einen guten Stundenlohn zu bekommen. All das habe ich auch gut verwirklicht. Jemanden etwas, individuell auf ihn zugeschnitten, zu erklären ist sehr anstrengend. Darüber hinaus ist es sehr zerstreuend, wenn man viel redet. Da ich erst recht privat, bei den speziellen Themen, ausschließlich der Erklärende bin und es höchstwahrscheinlich vom Laien nicht verstanden wird, erspare ich mir die Mühe. Ich muss mich nicht jemanden mitteilen, der mich sowieso nicht versteht. Auch mit den persönlichen Erfolgserlebnissen ist man letztlich alleine, weil die auch nicht richtig verstanden werden. Also habe ich gelernt meinen "Erfolg" und meine spezielle Freude darüber, für mich im Stillen zu genießen. Das schützt zusätzlich auch vor Neider, von denen es reichlich gibt. 

Meine persönliche Meinung, ohne jemanden zu nahe treten zu wollen :

Wenn bei jemanden der Beruf im Grunde das Leben ist, wie bei deiner Freundin, kann er mir nur Leid tun. Diese Personen weiß nicht, was es alles noch Schönes im Leben zu Erfahren gibt. 
Deine Freundin scheint zu viel Motivation zu haben. Man kann sich auch in etwas reinsteigern und übertreiben, wenn man davon begeistert ist.
Ich meine, es gibt immer ein zu viel und ein zu wenig.
 
Zenaida 27.06.2026 13:26
Mirka, das stimmt absolut. Ich kenne auch so nen „Nerd“, der im alter von 7 Jahren sämtliche Bergbahnen in Europa „kannte“, von allen Bergen die Höhe und den genauen Standort runterbeten konnte und noch ein paar sehr spezielle nicht altersadäquate Themen hatte, mit denen er uns anderen immer auf den Geist ging. Seine Eltern haben das auch noch gefördert. Gut, hochbegabt war der wahrscheinlich nicht, nur halt speziell.  Vermutlich ist bei solchen Kindern am wichtigsten, dass die Eltern versuchen, möglichst breite Interessen beim Kind zu fördern und sie in solchen Kontexten mit Gleichaltrigen zusammenzubringen, die jenseits von kognition und abstrakten Themen liegen, z.B. Sport, Handwerken, Musik. Aber auch da gibt es natürlich Grenzen. Wenn ein Kind das komplett ablehnt, ist da wenig zu machen…
 
Zenaida 27.06.2026 13:34
Steinbock, stimmt, das war unglücklich ausgedrückt. Aber es gibt halt Kinder, die man selbst besser „lenken“ kann, die eigene Angebote lieber annehmen. Mit denen kann man mal Pfeil und Bogen basteln, das hat z.B. mein Papa mit uns gemacht und wir fanden das toll. Aber mein Bruder wollte eben nicht nur das bogenschießen üben, sondern alles über Luftwiderstand usw wissen. Mich hat Physik wenig interessiert. Ich war zufrieden damit, meine Pfeile bunt zu bekleben und beim  Bogen Muster in die Rinde zu schnitzen, für meinen Papa war das deutlich entspannter. 😀
 
Zenaida 27.06.2026 13:36
Sorrow, ich glaube, diese Fragen stellt jedes Kind. Da braucht es keine hochintelligenz. Ich bin schier verrückt über dem Versuch geworden, mir Unendlichkeit vorzustellen oder den Anfang jeglicher Existenz.
 
Zenaida 27.06.2026 13:46
Siebenpunkt, natürlich gab es hochbegabung auch früher schon. Schade, dass dein Onkel so früh verstarb.

Sui, exakt. Das ist sehr anstrengend. Und so geht es mir oft mit dem ersetzen von Fremdwörtern. Mir wurde hier auch schon gesagt, dass ich mich kompliziert ausdrücken würde. Für mich ist das, wie ich hier schreibe, meine normale Sprache im Alltag. Ich kann auch anders, muss da aber nen Ticken mehr überlegen, zumal ich auch nicht so genau weiß, wo da die individuelle Grenze liegt. Zwischen Vokabeln wie z.B. „Adjektiv“ und „Wiewort“ liegt ja noch das „Eigenschaftswort“.
 
Siebenpunkt 27.06.2026 13:51
für mich sind Hochbegabung und Hochintelligenz verschiedene Dinge
 
Zenaida 27.06.2026 13:58
Merry, ich fand früher alles an Jobs spannend. Ist natürlich einfach, wenn es sich um studentenjobs handelt, die man ja selten besonders lange macht. Ich hab von Zimmermädchen im Hotel über rezeptionistin in nem internationalen Unternehmen und  Sekretärin in nem Ingenieurbüro bis zu hauspostbotin in einem Amt mit mehreren Häusern und Fließbandarbeiterin in einer lebkuchenfabrik oder Jäten in einer Baumschule alles gemacht und ausprobiert. Auch bei Privatleuten geputzt, bei nem Privatfernsehsender gearbeitet (und dabei für ne halbe Stunde tägliche Arbeit jeden Tag 100 Mark verdient), Babysitting, Nachhilfe, Verkauf, in nem Kiosk im Zoo fritten gemacht und Eis verkauft…. War alles immer erst mal spannend. 

Bei meiner Freundin ist das andersrum gewesen. Sie hat sich seit ihrer Kindheit für Kunstgeschichte interessiert und war bei jedem Besuch in Europa (sie ist nicht hier aufgewachsen) begeistert von Museen, Kirchen usw. Ihre Eltern konnten ihren Wissens- und Erlebenshunger kaum stillen und die Geschwister waren total genervt von Kulturbesichtigungen. Dann hat sie hier zuerst was „handfestes“ studiert und darin gearbeitet, dann aber doch ihrem Drang nachgegeben und Kunstgeschichte studiert. Und das war das reine Glück für sie.
 
Zenaida 27.06.2026 13:59
Stimmt, Siebenpunkt. Aber beides gab es früher schon.
 
Sorrow79 27.06.2026 14:31
Ich habe irgendwie das Gefühl einige verwechseln hier Bildung mit Intelligenz. 
Kann das sein oder ist es nur so eine falsche Wahrnehmung von mir? 🤔
 
Sorrow79 27.06.2026 14:41
@Zenaida

"Sorrow, ich glaube, diese Fragen stellt jedes Kind. Da braucht es keine hochintelligenz. Ich bin schier verrückt über dem Versuch geworden, mir Unendlichkeit vorzustellen oder den Anfang jeglicher Existenz"


Stellt sich das kind die frage selbst oder stellt das kind aus neugier die frage jemandem anders an?
Und falls sich das kind die frage selbst stellt, ist es ihm dann auch auf einmal bewußt ein eigenes ICH zu besitzen?
Falls die antwort Ja lautet ist das kind selbst dann kein kind mehr..
Das ist was ich damit ungefähr sagen wollte.
Hoffe es ist verständlich genug geschrieben, ich versuche noch meine ausdruckweise zu bessern bzw, wieder zu erlangen 😅
 
Zenaida 27.06.2026 14:51
Naja, das ich-Bewusstsein stellt sich so ungefähr mit eineinhalb bis zwei Jahren ein, wenn ich das richtig erinnere. Die Beispiele, die ich oben aufgezählt habe, bezogen sich nicht auf die Phase vorher. Aber auch mit sieben Jahren kann man sich viele Sinnfragen stellen und die meisten Kinder tun dies wohl auch. zwinkerndes Smiley
 
Sorrow79 27.06.2026 15:20
Und dennoch sind sie noch nicht in der lage zu verstehen warum-wieso-weshalb 
sie sind und was es überhaupt heisst "zu sein". Oder?
Ego=unbewusst und nicht bewusst wie wir, die als solcher wahrnehmen und wir uns fragen stellen wie: Warum bin ich? 
🤔
 
Sorrow79 27.06.2026 15:22
Ich hasse das kein "edit funktion" hier gibt..
Oder dass ich keine finde.. 😭
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