Zuerst einmal finde ich es gut, dass Du scheinbar sehr an Dir arbeitest und dass Du persönliche "Baustellen" benennen kannst, dass Du wie Du schreibst eine Entwicklung für Dich und Deine Selbstannahme gemacht hast.
Ich kann mich nicht in deine Situation hinein versetzen und möchte mir das auch nicht anmaßen. Deswegen kann ich die gestellte Frage nicht wahrheitsgemäß beantworten.
Ich denke, es ist erstmal gut, wenn man Traurigkeit und Schmerz zulassen kann, wenn man sich eingestehen kann, dass man sich einsam fühlt und etwas fehlt.
Ich finde es toll, dass Du an Dir arbeitest. Und vielleicht ist es auch gut, dass Du hier auf diese Plattform gefunden hast. Denn hier zum Beispiel in diesem Forum, kannst Du durch eigene Kommentare ein Stück von Dir zeigen, auf Dich aufmerksam machen, mit anderen Menschen in Austausch kommen, deine Sichtweisen und Blickwinkel teilen, etc.
Nirgendwo gibt es eins Garantie, dass man einen besonderen Menschen trifft, mit dem es einfach passt. Hier genauso wenig. Aber es ist zumindest ein Versuch wert. Ein weiteres Los im Lostopf sozusagen.
Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du noch Erfahrungen machen kannst, die Du Dir wünschst.
Glücklichsein
27.06.2026 21:32
Glücklichsein
27.06.2026 21:32
Glücklichsein
Kann man wirklich Glücklichsein ohne jemals im Leben so etwas wie ehrliche Zuneigung, Wärme, Geborgenheit oder gar Liebe bekommen zu haben?
Ich denke das Leute die das Bejahen sich oft etwas vormachen, Gefühle verdrängen mit irgendwelchen Wegen oder unter Ängsten leiden wie es früher bei mir war.
Ich litt lange, lange Zeit unter sozialen Ängsten. Hab sehr viel an mir gearbeitet, hab gelernt mittlerweile auf mich zu achten, mich anzunehmen. Hab teilweise mehr erreicht in meinem Leben als viele Gesunde.
Vor etwa 3Jahren bin ich mein letztes größeres Problem angegangen. Das ich lerne mit Nähe, Berührungen besser umzugehen. Mittlerweile kann ich dies sogar geniessen.
Wenn ich mir nun mittlerweile vorstelle irgendwann zu sterben, ohne jemals Liebe oder wenigstens ehrliche Zuneigung, Wärme bekommen zu haben, dann zieht mich das schonmal echt runter. Auch wenn ich gelernt habe mein Glück nicht von einer Sache abhängig zu machen. Aber ich hatte noch nie so etwas in meinem Leben. Ich bin jetzt 49. In meiner Kindheit gings nur um Disziplin und " Funktionieren ". Gefühle waren verpöhnt, Männer waren verhasst.
Ich stell mir das mit der ehrlichen Wärme, Geborgenheit oder gar Liebe so schön vor. Wo mein Herz mir sagt" Ich denke es könnte passen." Wo ich dann bereit bin ihr auch meine Liebe zu geben.
Wo mir auch klar ist das man immer wieder zusammen an sich arbeiten muss, sich mal zofft. Das kommt in den besten Familien vor. Das Leben ist halt kein Schlaraffenland.
Manchmal wünsche ich mir das ich meine Berührungsängste nicht so gut in den Griff bekommen hätte. Dann würde es nicht so oft jetzt in mir Wehtun, weil ich mich oft so nach Nähe, Wärme, Geborgenheit, Berührungen sehne
Ich denke das Leute die das Bejahen sich oft etwas vormachen, Gefühle verdrängen mit irgendwelchen Wegen oder unter Ängsten leiden wie es früher bei mir war.
Ich litt lange, lange Zeit unter sozialen Ängsten. Hab sehr viel an mir gearbeitet, hab gelernt mittlerweile auf mich zu achten, mich anzunehmen. Hab teilweise mehr erreicht in meinem Leben als viele Gesunde.
Vor etwa 3Jahren bin ich mein letztes größeres Problem angegangen. Das ich lerne mit Nähe, Berührungen besser umzugehen. Mittlerweile kann ich dies sogar geniessen.
Wenn ich mir nun mittlerweile vorstelle irgendwann zu sterben, ohne jemals Liebe oder wenigstens ehrliche Zuneigung, Wärme bekommen zu haben, dann zieht mich das schonmal echt runter. Auch wenn ich gelernt habe mein Glück nicht von einer Sache abhängig zu machen. Aber ich hatte noch nie so etwas in meinem Leben. Ich bin jetzt 49. In meiner Kindheit gings nur um Disziplin und " Funktionieren ". Gefühle waren verpöhnt, Männer waren verhasst.
Ich stell mir das mit der ehrlichen Wärme, Geborgenheit oder gar Liebe so schön vor. Wo mein Herz mir sagt" Ich denke es könnte passen." Wo ich dann bereit bin ihr auch meine Liebe zu geben.
Wo mir auch klar ist das man immer wieder zusammen an sich arbeiten muss, sich mal zofft. Das kommt in den besten Familien vor. Das Leben ist halt kein Schlaraffenland.
Manchmal wünsche ich mir das ich meine Berührungsängste nicht so gut in den Griff bekommen hätte. Dann würde es nicht so oft jetzt in mir Wehtun, weil ich mich oft so nach Nähe, Wärme, Geborgenheit, Berührungen sehne
Kommentare
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Scooby76 27.06.2026 22:06
Ja,ich denke das das Problem vielleicht auch ist das ich wirklich ganz besondere Menschen brauche.
Einen Menschen der so tickt wie ich bin.
Einerseits eine empfindsame Seite hat, aber auch seine Wünsche und Bedürfnisse äußern kann. Bereit ist auch zu Kämpfen.
Die " Normalen" sind mir oft zu kalt und auch anstrengend.
Menschen mit ähnlichen gesundheitlichen Problemen sind zwar oft empfindsam wie ich, haben aber oft keine eigene Meinung. Wo ich mir dann dauernd den Kopf dann zerbrechen würde wie es der Person geht, was ihre Wünsche sind. Man kann nicht offen und ehrlich sprechen weil sonst schnell für so eine Person die ganze Welt untergeht
Einen Menschen der so tickt wie ich bin.
Einerseits eine empfindsame Seite hat, aber auch seine Wünsche und Bedürfnisse äußern kann. Bereit ist auch zu Kämpfen.
Die " Normalen" sind mir oft zu kalt und auch anstrengend.
Menschen mit ähnlichen gesundheitlichen Problemen sind zwar oft empfindsam wie ich, haben aber oft keine eigene Meinung. Wo ich mir dann dauernd den Kopf dann zerbrechen würde wie es der Person geht, was ihre Wünsche sind. Man kann nicht offen und ehrlich sprechen weil sonst schnell für so eine Person die ganze Welt untergeht
Runa 27.06.2026 22:12
von mir erzählt - von meinen Gedankengängen gerade - die sich auch mal ändern.
Ich durfte einen Menschen lieben - Ihm nahe sein - Ihn begleiten - aber nur acht Jahre.
Diese Zeit war unglaublich schön - Ich zehre noch heute davon!
Glücklich sein kann ein Moment sein - in unseren Lebensjahren, etwas was uns innerlich bereichert.......für mich ist es die Liebe, die mir Sinn gibt - vieles zu ertragen im Leben.
Und ich möchte noch mal richtig Lieben. Aber ich denke das Glücklich sein - in kleinen Dingen - auch Wertvoll sein kann. Wenn z.B. die Temperatur fällt - Hoffentlich......
Ich durfte einen Menschen lieben - Ihm nahe sein - Ihn begleiten - aber nur acht Jahre.
Diese Zeit war unglaublich schön - Ich zehre noch heute davon!
Glücklich sein kann ein Moment sein - in unseren Lebensjahren, etwas was uns innerlich bereichert.......für mich ist es die Liebe, die mir Sinn gibt - vieles zu ertragen im Leben.
Und ich möchte noch mal richtig Lieben. Aber ich denke das Glücklich sein - in kleinen Dingen - auch Wertvoll sein kann. Wenn z.B. die Temperatur fällt - Hoffentlich......
Scooby76 27.06.2026 22:29
Ich denke das wenn ich mit fast 50 wenigstens einmal in meinem Leben so etwas wie ehrliche Zuneigung oder gar Liebe in meinem Leben bekommen hätte , dann würde es mich nicht auch immer wieder mal so runterziehen das ich es gerade nicht hätte.
Aber ich hatte noch nie so etwas, wie viele andere in meinem Leben mit 50. Selbst in meiner Kindheit nicht, wie gesagt.
Aber ich hatte noch nie so etwas, wie viele andere in meinem Leben mit 50. Selbst in meiner Kindheit nicht, wie gesagt.
CookieJulez 27.06.2026 22:37
Es wird nicht dadurch besser, dass du es ständig wiederholst. Selbst in deinem Profil steht nichts anderes.
Scooby76 27.06.2026 22:44
Ich weiss selber das es nicht besser dadurch wird das ich nicht alle paar Tage dran denke. Manchmal hat man aber halt seine Gedanken nicht unter Kontrolle.
Wenn es so einfach wäre, dann würden alle Menschen fröhlich sein . Selbst wenn man ihnen vors Schienbein tritt
Wenn es so einfach wäre, dann würden alle Menschen fröhlich sein . Selbst wenn man ihnen vors Schienbein tritt
Nordlicht1961 27.06.2026 22:46
Was mir auffällt, ist, dass du schreibst, dass du noch nie Liebe und Zuneigung bekommen hast. Das klingt nach meinem Empfinden nach einer Bedürftigkeit, die aber eher einen Fluchtreflex auslösen als dass sie dir jemanden näher bringen könnte. Könntest du dir vorstellen, dass du stattdessen sagst: Ich habe noch nie Liebe und Zuneigung erlebt. Damit drückst du das Gleiche aus, aber dennoch ist es eine andere Ebene. Ist nur ein Vorschlag.
Runa 27.06.2026 22:52
Ist es nicht oft so - das Liebe unverhofft ins Leben kommt, egal in welchem Alter.
Ich sehe in meinem Wohnviertel viele - die alleine Leben - dies vermutlich nicht alle mit Absicht. Liebe hat so viele Facetten, erlischt die Liebe......fängt man meistens mit der Selbstliebe wieder an.
Ich sehe in meinem Wohnviertel viele - die alleine Leben - dies vermutlich nicht alle mit Absicht. Liebe hat so viele Facetten, erlischt die Liebe......fängt man meistens mit der Selbstliebe wieder an.
Sui 27.06.2026 22:56
Ohne Zuneigung verdrängt man die Sehnsucht nach Liebe oft aus Angst.
Aber wer sich selbst ablehnt, findet kein Glück.
Erst wenn man mit sich ins Reine kommt und die Vergangenheit akzeptiert, hört der Stress mit sich selbst auf.
Aber wer sich selbst ablehnt, findet kein Glück.
Erst wenn man mit sich ins Reine kommt und die Vergangenheit akzeptiert, hört der Stress mit sich selbst auf.
Scooby76 27.06.2026 22:59
Ja, klar ich einen Bedarf da wie viele andere auch. Wir sind alles Menschen. Wieso darf man es nicht so sagen, wird es einem negativ irgendwie ausgelegt?
Scooby76 27.06.2026 23:01
Ne, ich lehne mich selbst nicht ab. Nicht mehr. Ich mag mich auch selbst.
Ich mache meine Selbstliebe nicht davon abhängig das mich jemand anderes liebt
Ich mache meine Selbstliebe nicht davon abhängig das mich jemand anderes liebt
CookieJulez 27.06.2026 23:14
So, wie du es schreibst, klingt es wie eine Forderung. Aber andere Menschen sind ja nicht deine Diener, von denen du alles verlangen kannst.
Nordlicht1961 27.06.2026 23:14
Bedürfnisse zu haben etwas ganz anderes als bedürftig zu sein, Scooby76. Bedürfnisse sind okay, aber wenn jemand, der erwachsen ist, Bedürftigkeit ausstrahlt, machen die Menschen sich schnell vom Acker. Das ist nämlich meistens anstrengend und findet nicht auf Augenhöhe statt. Das mögen viele Menschen nicht so. Die beiden Begrifflichkeiten sind aus der psychologischen Perspektive zu betrachten. Das kannst du ja mal googeln, da wird dir der Unterschied sicherlich schnell klar.
Nordlicht1961 27.06.2026 23:16
Genau so, wie Cookie es schreibt, wirkt es, das ist deine Bedürftigkeit, die dich das ausdrücken lässt. Genau das meine ich auch damit.
Scooby76 28.06.2026 00:08
Ich habe gegoogelt was emotionale Bedürftigkeit bedeutet.
Ständige Bestätigungsversuche
Klammern und Panik
Ständiges Anpassen
Übermäßige Eifersucht
Focus wird komplett auf die Partnerschsft gerichtet
Ne, das habe ich nicht. Erstmal möchte ich nicht 24/7 mit der Partnerin aufeinsnderhängen. Das wäre mir too much. Zuviel des Guten ist auch nicht gut.
Ich klammere nicht, habe keine Verlustängste. Wenn es nicht mehr passen sollte, dann ist es so. Dann muss man sich trennen.
Eifersucht. Entweder steht die Frau zu mir oder nicht. Da bringt es auch nichts sie dauernd überall hin zu verfolgen. Dafür hätte ich garkeine Lust. Irgendwann kommt eh alles raus.
Ein Lob hört jeder mal gerne. Aber ich brauche keine ständige Bestätigung. Da bekäme ich irgendwann das Gefühl, Angst das mit der Psyche der Frau etwas nicht stimmt.
Ich bin absolut authentisch. Ich habe keine Lust mehr darauf mich zu verstellen nur um es anderen recht vielleicht zu machen. Wobei ich vielleicht wieder kaputt bei gehe. Ausserdem habe ich gelernt das man mit offen und ehrlich sprechen über alles weiter kommt
Ständige Bestätigungsversuche
Klammern und Panik
Ständiges Anpassen
Übermäßige Eifersucht
Focus wird komplett auf die Partnerschsft gerichtet
Ne, das habe ich nicht. Erstmal möchte ich nicht 24/7 mit der Partnerin aufeinsnderhängen. Das wäre mir too much. Zuviel des Guten ist auch nicht gut.
Ich klammere nicht, habe keine Verlustängste. Wenn es nicht mehr passen sollte, dann ist es so. Dann muss man sich trennen.
Eifersucht. Entweder steht die Frau zu mir oder nicht. Da bringt es auch nichts sie dauernd überall hin zu verfolgen. Dafür hätte ich garkeine Lust. Irgendwann kommt eh alles raus.
Ein Lob hört jeder mal gerne. Aber ich brauche keine ständige Bestätigung. Da bekäme ich irgendwann das Gefühl, Angst das mit der Psyche der Frau etwas nicht stimmt.
Ich bin absolut authentisch. Ich habe keine Lust mehr darauf mich zu verstellen nur um es anderen recht vielleicht zu machen. Wobei ich vielleicht wieder kaputt bei gehe. Ausserdem habe ich gelernt das man mit offen und ehrlich sprechen über alles weiter kommt
GraueMaus 28.06.2026 00:17
Ich finde es gut, dass du so offen und ehrlich über dich schreibst. Viel Glück in der Zukunft!
Scooby76 28.06.2026 00:22
Dankeschön.
Das was man ausstrahlt das zieht man an.
Wieso also verstellen?
Das was man ausstrahlt das zieht man an.
Wieso also verstellen?
Sorrow79 28.06.2026 00:29
Soll ich.
Soll ich nicht.
Soll ich.
Soll ich nicht.
Diese eine mal lieber nicht: "sagte ich in meinen Kopf".
"Und so bliebe Ich diesmal still".
"Und Ich hielte meinen Mund"
Soll ich nicht.
Soll ich.
Soll ich nicht.
Diese eine mal lieber nicht: "sagte ich in meinen Kopf".
"Und so bliebe Ich diesmal still".
"Und Ich hielte meinen Mund"
Nordlicht1961 28.06.2026 01:11
Leider konnte ich dir offenbar nicht vermitteln, was ich meine. Das ist schade, weil ich ja helfen wollte, aber dann ist es so. Von Verstellen habe ich übrigens nichts geschrieben, darum geht es hier auch gar nicht. Ich belasse es jetzt dabei und wünsche dir viel Glück.
Minio 28.06.2026 01:33
Wenn du bisher keine Nähe zugelassen hast, müsstest du ja rein theoretisch auch noch "Jungfrau" sein.....
Sonja 28.06.2026 10:19
Wir sind manchmal schon ein toller Haufen hier ...
Da schreibt jemand sehr ehrlich über seine Gedanken, Gefühle und Wünsche und gibt auch noch jede Menge Kontext dazu, wie es dazu kam und wie sehr er an sich arbeitet.
Und ich bin mir ganz sicher, dass niemand, der im Alltag ganz normale Beziehungen mit oder zu Menschen führt, sich auch nur annähernd vorstellen kann, wie schlimm das Gefühl werden kann und wie hoch der Leidensdruck ist, wenn man das eben nie selbst hat, was für andere einfach völlig normal ist.
Wenn Zuneigung etwas ist, was einem seit der Kindheit fehlt, weil man ja immer wieder sieht und hört, wie andere agieren (auch andere Eltern) und man immer nur grübelt, warum hab ich das nicht, liegt bestimmt an mir, denn nur bei mir ist das gefühlt so und Eltern lieben doch ihre Kinder sagt man.
Was ist (falsch) mit mir ?
Ich habe doch gar nichts getan, um so behandelt, ignoriert oder irgendwie bestraft zu werden.
Im Gegenteil, ich freue mich für alle mit, für die das, was ich mir so wünschen würde normal/Alltag ist - das ist bestimmt ein tolles Gefühl, Liebe und auch mal Zustimmung/Bestätigung zu bekommen !
Und die Selbstzweifel steigen mit zunehmendem Alter, denn gefühlt leben "alle anderen" ein schönes Leben, nur man selbst ist raus, egal wie empathisch oder loyal man ist.
Selbst im fortgeschrittenen Alter, ist man anscheinend nie genug, um wirklich geliebt zu werden, dabei ist man gar kein Misanthrop oder ähnliches.
Und, wenn man das dann versucht zu erklären bzw. zu beschreiben, kommt hier wie auf dem Schulhof die Frage: "Bist Du etwa noch Jungfrau ?", um einem in der Diskussion nochmal richtig klar zu machen, wie abnormal/lächerlich man ggfs ist, sollte dem so sein.
Klasse ..., als wenn das bei jedem immer eine bewusste und wirklich beeinflussbare Entscheidung wäre, geliebt/gemocht zu werden oder eben nicht.
Da schreibt jemand sehr ehrlich über seine Gedanken, Gefühle und Wünsche und gibt auch noch jede Menge Kontext dazu, wie es dazu kam und wie sehr er an sich arbeitet.
Und ich bin mir ganz sicher, dass niemand, der im Alltag ganz normale Beziehungen mit oder zu Menschen führt, sich auch nur annähernd vorstellen kann, wie schlimm das Gefühl werden kann und wie hoch der Leidensdruck ist, wenn man das eben nie selbst hat, was für andere einfach völlig normal ist.
Wenn Zuneigung etwas ist, was einem seit der Kindheit fehlt, weil man ja immer wieder sieht und hört, wie andere agieren (auch andere Eltern) und man immer nur grübelt, warum hab ich das nicht, liegt bestimmt an mir, denn nur bei mir ist das gefühlt so und Eltern lieben doch ihre Kinder sagt man.
Was ist (falsch) mit mir ?
Ich habe doch gar nichts getan, um so behandelt, ignoriert oder irgendwie bestraft zu werden.
Im Gegenteil, ich freue mich für alle mit, für die das, was ich mir so wünschen würde normal/Alltag ist - das ist bestimmt ein tolles Gefühl, Liebe und auch mal Zustimmung/Bestätigung zu bekommen !
Und die Selbstzweifel steigen mit zunehmendem Alter, denn gefühlt leben "alle anderen" ein schönes Leben, nur man selbst ist raus, egal wie empathisch oder loyal man ist.
Selbst im fortgeschrittenen Alter, ist man anscheinend nie genug, um wirklich geliebt zu werden, dabei ist man gar kein Misanthrop oder ähnliches.
Und, wenn man das dann versucht zu erklären bzw. zu beschreiben, kommt hier wie auf dem Schulhof die Frage: "Bist Du etwa noch Jungfrau ?", um einem in der Diskussion nochmal richtig klar zu machen, wie abnormal/lächerlich man ggfs ist, sollte dem so sein.
Klasse ..., als wenn das bei jedem immer eine bewusste und wirklich beeinflussbare Entscheidung wäre, geliebt/gemocht zu werden oder eben nicht.
Nordroller 28.06.2026 10:40
Scooby76, 👍 Daumen hoch für deinen Blog und vor allem für deine Persönlichkeit
Nordroller 28.06.2026 10:46
Ich würde mir überlegen den Kommentar zu löschen! Das ist hier normal nicht so gerne gesehen.
Manchmal muss man die User vielleicht aber auch vor der eigenen Bloßstellung schützen.
Manchmal muss man die User vielleicht aber auch vor der eigenen Bloßstellung schützen.
Sorrow79 28.06.2026 10:48
@sonja
Genau was ich sagen wollte als ich meinen mund gehalten hab (sieh oben)
Hab nur nichts geschrieben weil ich nicht missverstanden werden wollte indem ich mich in kaputtes deutsch ausgedrückt hätte.. 👏
Genau was ich sagen wollte als ich meinen mund gehalten hab (sieh oben)
Hab nur nichts geschrieben weil ich nicht missverstanden werden wollte indem ich mich in kaputtes deutsch ausgedrückt hätte.. 👏
Madita 28.06.2026 11:17
Danke Sonja; ich habe mit meinem Hitze-Hirn noch um die richtigen Worte gerungen; Du hast sie schon gefunden.
merry1 28.06.2026 11:20
@Scooby,
"........ehrliche Zuneigung, Wärme, Geborgenheit oder gar Liebe......"
Wer sucht das nicht? Das sind ganz elementare, existentiell wichtige Bedürfnisse.
Aber in der realen, modernen Welt ist so etwas schwer zu finden, egal ob man eine Behinderung hat oder nicht.
Und die fehlende Geborgenheit, Wärme und Liebe ,von Mutter und Vater, die man in der Kindheit hätte bekommen sollen, um mit einem positiven Urvertrauen ins Leben zu gehen, kann man in dieser Qualität nicht mehr nachholen.
Aber große Liebe ist trotzdem möglich, denn davon besitzten wir in uns reichlich, damit werden wir geboren.
Das ist jedenfalls meine Erfahrung.
"........ehrliche Zuneigung, Wärme, Geborgenheit oder gar Liebe......"
Wer sucht das nicht? Das sind ganz elementare, existentiell wichtige Bedürfnisse.
Aber in der realen, modernen Welt ist so etwas schwer zu finden, egal ob man eine Behinderung hat oder nicht.
Und die fehlende Geborgenheit, Wärme und Liebe ,von Mutter und Vater, die man in der Kindheit hätte bekommen sollen, um mit einem positiven Urvertrauen ins Leben zu gehen, kann man in dieser Qualität nicht mehr nachholen.
Aber große Liebe ist trotzdem möglich, denn davon besitzten wir in uns reichlich, damit werden wir geboren.
Das ist jedenfalls meine Erfahrung.
Zenaida 28.06.2026 13:01
„Aber in der realen, modernen Welt ist so etwas schwer zu finden“
Hm, auch wenn das jetzt ein bisschen vom Thema des BE wegführt, aber dieser Satz hat mich an das erinnert, was mir meine Oma vom früheren Leben auf dem Lande erzählt hat, aus ihrer Kindheit und der Zeit ihrer eigenen Großeltern vorher. Auch wenn es damals keine Social Media und andere Vereinsamungs-Gadgets gab, war da durchaus nicht in allen Familien wirkliche Liebe vorhanden. Geheiratet wurde nach praktischen Überlegungen, gerne auch von den Eltern arrangiert. Kinder hatten keine Kindheit als solche, sondern waren schon sehr früh kleine Mitarbeiter auf dem Hof, so gut sie das halt konnten. Der Bauer war der Patriarch, wenn er aufgehört hat zu essen hatte das gesinde und auch die Kinder und Ehefrau ebenfalls den Löffel aus der Hand zu legen, egal, ob sie gerade erst an der Reihe gewesen waren mit essen bekommen. Zeichen der Zuneigung gab es oft nicht, „nicht geschimpft ist gelobt genug“ war so ein Spruch, der damals wohl recht verbreitet war. Usw… usf…..
Was sicherlich anders war, war der platz, den jeder in einem solch relativ starren sozialen Gefüge innehatte. Man musste sich keine Gedanken machen über möglcihkeiten der persönlichen Entfaltung, weil es die sowieso ja kaum gab. Wenn man seine position einigermaßen gut ausgefüllt hat (ob als Magd, als Ehefrau, auch als Haus-und Hofherr natürlich oder als Kind), hatte man seinen sicheren Platz, der einem Sicherheit ganz automatisch bot. Es gab keine Scheidungen, kaum Kündigungen. Man musste sich nicht ständig neu definieren. Aber andererseits hatte man auch keine Chance dazu oder nur sehr eingeschränkt. Menschen wie fanny zu reventlow waren da schon eine große Ausnahme.
Hm, auch wenn das jetzt ein bisschen vom Thema des BE wegführt, aber dieser Satz hat mich an das erinnert, was mir meine Oma vom früheren Leben auf dem Lande erzählt hat, aus ihrer Kindheit und der Zeit ihrer eigenen Großeltern vorher. Auch wenn es damals keine Social Media und andere Vereinsamungs-Gadgets gab, war da durchaus nicht in allen Familien wirkliche Liebe vorhanden. Geheiratet wurde nach praktischen Überlegungen, gerne auch von den Eltern arrangiert. Kinder hatten keine Kindheit als solche, sondern waren schon sehr früh kleine Mitarbeiter auf dem Hof, so gut sie das halt konnten. Der Bauer war der Patriarch, wenn er aufgehört hat zu essen hatte das gesinde und auch die Kinder und Ehefrau ebenfalls den Löffel aus der Hand zu legen, egal, ob sie gerade erst an der Reihe gewesen waren mit essen bekommen. Zeichen der Zuneigung gab es oft nicht, „nicht geschimpft ist gelobt genug“ war so ein Spruch, der damals wohl recht verbreitet war. Usw… usf…..
Was sicherlich anders war, war der platz, den jeder in einem solch relativ starren sozialen Gefüge innehatte. Man musste sich keine Gedanken machen über möglcihkeiten der persönlichen Entfaltung, weil es die sowieso ja kaum gab. Wenn man seine position einigermaßen gut ausgefüllt hat (ob als Magd, als Ehefrau, auch als Haus-und Hofherr natürlich oder als Kind), hatte man seinen sicheren Platz, der einem Sicherheit ganz automatisch bot. Es gab keine Scheidungen, kaum Kündigungen. Man musste sich nicht ständig neu definieren. Aber andererseits hatte man auch keine Chance dazu oder nur sehr eingeschränkt. Menschen wie fanny zu reventlow waren da schon eine große Ausnahme.
Scooby76 28.06.2026 22:38
Zenaida
Ich denke das es seit langem auch kaum
richtige Gefühle, Liebe gibt, weil man durch 2 Weltkriege andere Probleme hatte.Es ging lange nur ums " funktionieren ".
Die Menschen müssen lernen richtig lieben zu können, Gefühle artikulieren.
Die Welt ist momentan auch wieder in einem großen Wandel. Oft habe ich das Gefühl das viele Menschen kämpfen, "funktionieren ". Die Welt ist schnelllebig und auch kalt . Gerade in den Großstädten. Viele sind nur am kämpfen. Da ist oft kein Platz für tiefsinnige Gefühle.
Das empfinde ich jetzt nicht nur weil mir schonmal "Etwas" fehlt. Nein. Ich bin recht empfindsam, nehme Stimmungen stark wahr.
Mir hat man auch lange klargemacht das ich zu empfindsam bin, Gefühle irrelevant sind,." Funktionieren " , Güter wichtiger ist.
Mittlerweile habe ich gelernt meine Empfindsamkeit als besondere Gabe zu sehen. Gefühle offen artikulieren ist was ganz tolles für mich
Ich denke das es seit langem auch kaum
richtige Gefühle, Liebe gibt, weil man durch 2 Weltkriege andere Probleme hatte.Es ging lange nur ums " funktionieren ".
Die Menschen müssen lernen richtig lieben zu können, Gefühle artikulieren.
Die Welt ist momentan auch wieder in einem großen Wandel. Oft habe ich das Gefühl das viele Menschen kämpfen, "funktionieren ". Die Welt ist schnelllebig und auch kalt . Gerade in den Großstädten. Viele sind nur am kämpfen. Da ist oft kein Platz für tiefsinnige Gefühle.
Das empfinde ich jetzt nicht nur weil mir schonmal "Etwas" fehlt. Nein. Ich bin recht empfindsam, nehme Stimmungen stark wahr.
Mir hat man auch lange klargemacht das ich zu empfindsam bin, Gefühle irrelevant sind,." Funktionieren " , Güter wichtiger ist.
Mittlerweile habe ich gelernt meine Empfindsamkeit als besondere Gabe zu sehen. Gefühle offen artikulieren ist was ganz tolles für mich
EinedieserSteine 28.06.2026 23:02
Definitiv glücklich, wenn hoffentlich alle bei dem Wetter über die Temperaturen kommen
Zenaida 28.06.2026 23:18
Scooby, natürlich hat das alles immer seine gründe. Die zeit, die ich meinte, war allerdings teilweise noch vor dem WWI. Allerdings war auch damals das leben auf dem lande mühsam und ja, die menschen waren verhaftet zwischen einem recht starren, unreflektierten Glauben (auch wenn die aufklärung schon stattgefunden hatte) und den Bedingungen des Überlebens, wo man funktionieren musste.
Dass es heute so kalt und so schlimm sein soll, gerade im Vergleich mit den oben genannten Zeiten, sehe ich nicht so. Wer sich aufmacht, kann auch heute gute freunde finden. Natürlich gehört dazu, dass man sich traut sich zu öffnen, dass man nicht nur den eigenen Bedürfnissen folgt und erwartet, die anderen mögen sich einem zuwenden. Es gibt schon, da gebe ich dir recht, ne menge kleiner prinzen und Prinzessinnen, die von Eltern ungesund hofiert oder wahlweise vernachlässigt werden. Aber es ist auch nicht so, dass man überall an eisige Fronten stoßen würde. Wie gut man dann harmoniert, wird man im laufe der Zeit feststellen, aber wenn man bereit ist, sich aufeinander einzulassen, sollte man zumindest den ein oder anderen menschen finden, mit dem nähe spaß macht.
Dass es heute so kalt und so schlimm sein soll, gerade im Vergleich mit den oben genannten Zeiten, sehe ich nicht so. Wer sich aufmacht, kann auch heute gute freunde finden. Natürlich gehört dazu, dass man sich traut sich zu öffnen, dass man nicht nur den eigenen Bedürfnissen folgt und erwartet, die anderen mögen sich einem zuwenden. Es gibt schon, da gebe ich dir recht, ne menge kleiner prinzen und Prinzessinnen, die von Eltern ungesund hofiert oder wahlweise vernachlässigt werden. Aber es ist auch nicht so, dass man überall an eisige Fronten stoßen würde. Wie gut man dann harmoniert, wird man im laufe der Zeit feststellen, aber wenn man bereit ist, sich aufeinander einzulassen, sollte man zumindest den ein oder anderen menschen finden, mit dem nähe spaß macht.
Jetzt
Es tut mir leid, dass du gerade keine Nähe bekommst.