Realität, Optimismus
03.08.2026 14:15
Realität, Optimismus
03.08.2026 14:15
Realität, Optimismus
ich stelle oft fest, dass knallharte Realitäten (schwere Behinderungen, tödliche Krankheiten, Kriege, grosse Ungerechtigkeiten weltweit ectr.) sehr oft mit überzogenem Optimismus überspielt werden oder mit gelassener Gleichgültig einfach beiseite geschoben werden - nach dem Motto "bin nicht betroffen, also warum mir einen Kopf drüber machen"
wie geht es Euch damit?
wie geht es Euch damit?
Kommentare
Schreib auch du einen Kommentar
Rouvi 03.08.2026 14:28
Auch wenn man schon den Eindruck gewonnen hat, mir ist sicher nicht alles egal. Vieles in der Welt trifft mich nicht direkt, aber trotzdem mache ich mir ein Kopf um einiges. Dadurch sitze ich nicht niedergeschlagen in meinem Kämmerlein, sondern tausche mich persönlich mit anderen Menschen darüber aus. Was z.B. hier abgeht ist mir zum Teil wirklich sowas von egal, es ist nur online und beeinflusst mein Leben nicht.
Wegwarte 03.08.2026 14:43
ja ich denk, wenn man einen grossen Bekanntenkreis hat und noch andere Pflichten hat, kommt man weniger in die Grübelfalle
positivemind 03.08.2026 14:46
Ich glaube, der erwähnte überzogene Optimismus ist oft ne Art Strategie, mit Situationen und Gegebenheiten umzugehen, die einen eigentlich überfordern. Wo man nicht weiß, wie man darauf reagieren soll. Unangebrachter Optimismus in den falschen Momenten kann halt leider sehr verletzend sein, auch wenn die Intention dahinter vielleicht sogar Trost sein soll. Es bewirkt oft das Gegenteil, fühlt sich wie ein derber Schlag an.
Deswegen ist glaube ich bei bestimmten Gegebenheiten Verständnis und die Bereitschaft, zuzuhören, dem Gegenüber zu zeigen, dass man seine Gedanken ernst nimmt, sinnvoller.
Denn es gibt Dinge, die sind einfach nur ganz furchtbar. Manchmal braucht man keine aufmunternden Worte und erst recht keine Gleichgültigkeit. Manchmal braucht man vielleicht einfach das Gefühl, verstanden zu werden und dass jemand da ist.
Deswegen ist glaube ich bei bestimmten Gegebenheiten Verständnis und die Bereitschaft, zuzuhören, dem Gegenüber zu zeigen, dass man seine Gedanken ernst nimmt, sinnvoller.
Denn es gibt Dinge, die sind einfach nur ganz furchtbar. Manchmal braucht man keine aufmunternden Worte und erst recht keine Gleichgültigkeit. Manchmal braucht man vielleicht einfach das Gefühl, verstanden zu werden und dass jemand da ist.
Wegwarte 03.08.2026 14:55
ja positivmind, völlig richtig, nur leider sind viele, sehr einsam und dann ists besonders schwer
Sui 03.08.2026 14:59
Ich schaue nicht weg und bin nicht gleichgültig, aber man muss auch auf sich selbst aufpassen.
Ich versuche lieber im Kleinen zu helfen, weil einen das ganze Elend der Welt sonst nur runterzieht und man daran kaputtgeht.
Ich versuche lieber im Kleinen zu helfen, weil einen das ganze Elend der Welt sonst nur runterzieht und man daran kaputtgeht.
MariaStuart 03.08.2026 15:27
Wenn mir Bekannte und Verwandte, mitteilen, sie wussten nicht, wie schwerwiegende Folgen eine Nierenerkrankung hat, sehe ich das als vollkommen normal.
Ich sage dann immer, ich weiß ja auch nichts über Krankheiten, die mich nicht betreffen.
Ich sage dann immer, ich weiß ja auch nichts über Krankheiten, die mich nicht betreffen.
(Nutzer gelöscht) 03.08.2026 15:27
Ich schliesse mich dem Beitrag von LaVyx vollumfänglich an, und wollte es sinngemäß auch so formulieren.
MariaStuart 03.08.2026 15:34
P.S.: ich mache mir nicht um jedes Unglück das heutzutage passiert Gedanken.
Kriege, Unfälle, Waldbrände, 40.000 flüchtende die mit Schwimmringen durch das Mittelmeer flüchten. Nicht jeder kommt lebend an. Ist das Optimismus oder Gleichgültigkeit? Nein
Kriege, Unfälle, Waldbrände, 40.000 flüchtende die mit Schwimmringen durch das Mittelmeer flüchten. Nicht jeder kommt lebend an. Ist das Optimismus oder Gleichgültigkeit? Nein
MariaStuart 03.08.2026 15:39
Selbstschutz? Abgestumpft sein? Übersättigung von schlechten Nachrichten weil man sich leider dran gewöhnt hat?
STARKELADY 03.08.2026 15:59
@Wegwarte — aber wenn s bei ihnen vor der Haustür passiert, ist das Geschrei groß
Ella90 03.08.2026 16:17
Pragmatisch, nüchtern, sachlich, zielorientiert…
Kann man sich so selbst erziehen – oder sind es die Eltern, die uns so geprägt haben?
Und was ist mit Empathie? Ist es eher ein Nachteil, empathisch zu sein?
Und weiter gedacht: Wo liegt eigentlich die Grenze zum eiskalten Egoismus?
Kann man sich so selbst erziehen – oder sind es die Eltern, die uns so geprägt haben?
Und was ist mit Empathie? Ist es eher ein Nachteil, empathisch zu sein?
Und weiter gedacht: Wo liegt eigentlich die Grenze zum eiskalten Egoismus?
Ella90 03.08.2026 16:27
Ich bewundere Menschen, die Helfen als Selbstverständlichkeit sehen,
ohne daraus persönliche Vorteile zu ziehen.
Sie bleiben oft im Hintergrund und suchen nicht das Rampenlicht🍀🍀🍀
ohne daraus persönliche Vorteile zu ziehen.
Sie bleiben oft im Hintergrund und suchen nicht das Rampenlicht🍀🍀🍀
Wegwarte 03.08.2026 16:32
genau Ella90
das frag ich mich auch oft - warum sind wir so, wie wir sind - Gene, Erziehung, Lebensweg, Schicksal🤔 aber ich glaub nichts geschieht, durch nichts - glaub eher, es ist eine Art "Basisplan" mit dem wir geboren werden, an dem wir nur an ein paar kleinen "Stellschräubchen" selber drehen können , nicht mehr und nicht weniger...wir sind viel weniger "mächtig", als wir denken, dass wirs sind
das frag ich mich auch oft - warum sind wir so, wie wir sind - Gene, Erziehung, Lebensweg, Schicksal🤔 aber ich glaub nichts geschieht, durch nichts - glaub eher, es ist eine Art "Basisplan" mit dem wir geboren werden, an dem wir nur an ein paar kleinen "Stellschräubchen" selber drehen können , nicht mehr und nicht weniger...wir sind viel weniger "mächtig", als wir denken, dass wirs sind
MaikoCP 03.08.2026 18:31
Ich verstehe den Eingangspost nur bedingt.
Jeder ist mit seiner eigenen Wirklichkeit konfrontiert, die ihn zu leben lehrt.
Man hat schwerlich Anspruch darauf, dass sich andere um die eigene "Betroffenheit" kümmern.
Wenn man sich mehr Hilfe bei seiner Betroffenheit von anderen wünscht, muss man nett sein und auf Menschen zugehen.
Ich überlege mir genau, was mich betroffen macht und was nicht. Betroffenheit eignet sich auch sehr gut, um Menschen zu manipulieren. Und uns wird an allen Ecken und Enden Betroffenheit unter die Nase gerieben, meist gespieckt mit Lügen und Halbwahrheiten. Gefühle sollen uns leiten, nicht mehr Argumente.
Und gerade jene, die sich auf die Fahnen schreiben für Bedürftige zu sein und für die Betroffenen einzustehen, schieben nicht selten große Verachtung und Missgunst für andere in sich. Kurzum gesagt mentale Gymnastik ebendem wie in Kain und Abel.
Jeder ist mit seiner eigenen Wirklichkeit konfrontiert, die ihn zu leben lehrt.
Man hat schwerlich Anspruch darauf, dass sich andere um die eigene "Betroffenheit" kümmern.
Wenn man sich mehr Hilfe bei seiner Betroffenheit von anderen wünscht, muss man nett sein und auf Menschen zugehen.
Ich überlege mir genau, was mich betroffen macht und was nicht. Betroffenheit eignet sich auch sehr gut, um Menschen zu manipulieren. Und uns wird an allen Ecken und Enden Betroffenheit unter die Nase gerieben, meist gespieckt mit Lügen und Halbwahrheiten. Gefühle sollen uns leiten, nicht mehr Argumente.
Und gerade jene, die sich auf die Fahnen schreiben für Bedürftige zu sein und für die Betroffenen einzustehen, schieben nicht selten große Verachtung und Missgunst für andere in sich. Kurzum gesagt mentale Gymnastik ebendem wie in Kain und Abel.
Wegwarte 03.08.2026 19:25
maiko
ich schrieb nichts von helfen oder kümmern, man kann die Welt eh nicht retten...mir gings mehr um den Gedanken, wie man bei so viel Schwerem, noch hauptsächlich (selbsttrügerisch) optimistisch bleibt
ich schrieb nichts von helfen oder kümmern, man kann die Welt eh nicht retten...mir gings mehr um den Gedanken, wie man bei so viel Schwerem, noch hauptsächlich (selbsttrügerisch) optimistisch bleibt
positivemind 03.08.2026 19:56
Dann habe ich allerdings deinen Eingangstext auch etwas fehlinterpretiert. Ich dachte an Situationen, wie man reagiert, wenn zum Beispiel ein nahestehenden Mensch mit nem sehr schweren Thema zu einem kommt.
Aber was allgemein den Umgang mit schrecklichen Dingen angeht: Ja, in der Welt passieren ganz schreckliche Dinge. Und es ist nicht alles voller Wölkchen und Einhörner. Das wäre Blödsinn.
Aber ich finde auch Abgrenzung und Selbstschutz, auch Selbstfürsorge sehr wichtig.
Denn auch wenn die Welt ein grausamer Ort sein kann, das ist sie eben nicht nur. Und wir leben ja alle auch so n bisschen in unserer "eigenen Welt". Ich meine damit, jeder Mensch hat seine Geschichte, hat Erfahrungen gemacht die geprägt haben, seine persönliche Lebenssituation, ein bestimmtes Umfeld, etc.
Und es existiert immer beides. Freude und Leid. Hoffnungslosigkeit und Hoffnung. Grausamkeit, aber auch Menschlichkeit.
Ich finde, man kann sich bewusst sein, dass es sehr viel schlimmes auf der Welt gibt, aber dennoch versuchen, dafür zu sorgen, dass es einem selbst gut geht. Die Existenz von "Schlechtem" schließt die Existenz von "Gutem" nicht aus und umgekehrt.
Deswegen finde ich es legitim, nicht 24/7 über ganz viel Schreckliches nachzudenken. Man muss sich selbst manchmal davon abgrenzen und auf die eigene Gesundheit, das eigene Wohlbefinden aufpassen.
Aber was allgemein den Umgang mit schrecklichen Dingen angeht: Ja, in der Welt passieren ganz schreckliche Dinge. Und es ist nicht alles voller Wölkchen und Einhörner. Das wäre Blödsinn.
Aber ich finde auch Abgrenzung und Selbstschutz, auch Selbstfürsorge sehr wichtig.
Denn auch wenn die Welt ein grausamer Ort sein kann, das ist sie eben nicht nur. Und wir leben ja alle auch so n bisschen in unserer "eigenen Welt". Ich meine damit, jeder Mensch hat seine Geschichte, hat Erfahrungen gemacht die geprägt haben, seine persönliche Lebenssituation, ein bestimmtes Umfeld, etc.
Und es existiert immer beides. Freude und Leid. Hoffnungslosigkeit und Hoffnung. Grausamkeit, aber auch Menschlichkeit.
Ich finde, man kann sich bewusst sein, dass es sehr viel schlimmes auf der Welt gibt, aber dennoch versuchen, dafür zu sorgen, dass es einem selbst gut geht. Die Existenz von "Schlechtem" schließt die Existenz von "Gutem" nicht aus und umgekehrt.
Deswegen finde ich es legitim, nicht 24/7 über ganz viel Schreckliches nachzudenken. Man muss sich selbst manchmal davon abgrenzen und auf die eigene Gesundheit, das eigene Wohlbefinden aufpassen.
MariaStuart 03.08.2026 20:04
Soll man sich den ganzen Tag in die Ecke setzen und verzweifeln?
Soll man alle Feierlichkeiten jedes Fest und jede Freude sein lassen, weil alles so schrecklich ist? Würde das irgend etwas bringen oder ändern?
Soll man alle Feierlichkeiten jedes Fest und jede Freude sein lassen, weil alles so schrecklich ist? Würde das irgend etwas bringen oder ändern?
(Nutzer gelöscht) 03.08.2026 20:21
"...wie man bei so viel Schwerem, noch hauptsächlich (selbsttrügerisch) optimistisch bleibt.
Ich bin und war mein Leben lang optimistisch, das hat nichts mit "selbsttrügerisch" zu tun.
Natürlich passieren tw. schlimme Dinge, aber ich kann es nicht ändern, warum soll ich mir meine gute Laune dadurch verderben lassen?
Ich bin und war mein Leben lang optimistisch, das hat nichts mit "selbsttrügerisch" zu tun.
Natürlich passieren tw. schlimme Dinge, aber ich kann es nicht ändern, warum soll ich mir meine gute Laune dadurch verderben lassen?
positivemind 03.08.2026 20:24
Ich finde, man kann sich bewusst sein, dass schlimmes passiert und dennoch ein schönes Leben haben und die guten Dinge genießen. Das eine schließt das andere meiner Meinung nach nicht aus.
Jetzt