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ausbeutung der behindertenwerkstätten

ausbeutung der behindertenwerkstätten

Kommentare

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(Nutzer gelöscht) 21.08.2026 21:34
Was für ein schwacher populistischer Beitrag über das leidige Thema. Über viele der fast 3000 Kommentare bei YouTube kann ich nur den Kopf schütteln.

Als die lange Werbung für die App kam, hatte der Typ verloren bei mir.

Für mich sind Behindertenwerkstätten keine Produktionsstätten, sondern Beschäftigungstherapie für Menschen die dem ersten Arbeitsmarkt nicht gewachsen sind, aus welchen Gründen auch immer. Wenn dort jemand 50 von den Kartons faltet und einpackt, wette ich, dass ich 500 schaffe. Und dafür kann es nie dieselbe Bezahlung geben. Der Normalfall wird sein, dass die Menschen die dort arbeiten auch in Wohngruppen oder Heimen leben und ihr Leben komplett vom Staat finanziert wird und der (niedrige) Lohn als zusätzliches Taschengeld gesehen wird.

Bei ihr liegt die Sache völlig anders. Sie ist verheiratet. Na und? Auch bei nicht Behinderten ist es so, dass wenn ein Partner über ein „normales“ Einkommen verfügt, der nicht arbeitende keine Sozialleistungen erhält. Hat überhaupt nichts mit Behinderung oder Werkstatt zu tun. Sie ist abhängig. Die „nur“ Hausfrau verdient gar nix und kann sich noch nicht einmal einen Melonenkern kaufen. Sie kann sich keine Melone kaufen. Heul doch, um sich den halben Körper tätowieren zu lassen hat es anscheinend gereicht. Kann sie die Leistung auf dem ersten Arbeitsmarkt erbringen, warum sucht sie sich dort keine Arbeitsstelle und erhält zumindest Mindestlohn? Tja, und wenn sie sich mal vorher schlau gemacht hätten – besser nicht heiraten in so einem Fall und Grundsicherung, Miete etc. + Taschengeld kassieren.
Das die Firmen wie immer ein Geschäft dabei machen steht außer Frage.
 
(Nutzer gelöscht) 27.08.2026 23:17
Ich finde das auch oft Ausbeutung.
Wenn das stimmt bekommen diese fleißigen Leute 1 € Stundenlohn, was ist das denn ?
Vielleicht stimmen die Informationen auch nicht.
Ist schon länger her.

Freue mich über neue Informationen.
 
(Nutzer gelöscht) 27.08.2026 23:46
Ausbeutung, kann man so sehen, muss man aber nicht. Wie schon geschrieben sind es meist Menschen, die ihr Leben vom Staat finanziert bekommen mit Unterkunft und Essen und dort "beschäftig" werden. Ob da jemand 5 Kartons am Tag faltet und einpackt oder 50 ist egal. Bei einer normalen Beschäftigung wäre es nicht. 

Und was die Gute sagt stimmt einfach nicht. "Ich lebe von 200 Euro/Monat und erhalte keine staatlichen Leistungen". Ich war erstaunt. Wie lebt sie? Obdachlos und verhungert? Müsste doch Grundsicherung erhalten? Dann kam, dass sie verheiratet ist und er der Hauptverdiener ist, aha. Eine Ehefrau, die neben ihrem Hauptberuflichen-Ehemann, "nur" einen Minijob macht, lebt auch nicht von 400-500 Euro im Monat. So ein Quatsch.
 
perfectday 28.08.2026 00:24
Ein paar Gedanken zu diesem Beitrag/Film:

Menschen mit Mindestlohn, die selbständig leben, haben nicht monatlich 200€ für sich zur freien Verfügung.
Menschen mit Mindestlohn müssen "funktionieren"/ Leistung erbringen. Sie stehen unter Druck.

Ein Ehepaar bezahlt einmal Heizung/Strom...auch wenn 2 Personen im Raum sind. 2 Personen leben günstiger als eine Person.
Auch in eheähnlichen Gemeinschaften werden beide Einkommen "zusammen gefasst".

Werkstätten zahlen Miete/Nebenkosten für ihre Räume.
Werkstätten haben Personalkosten.
Werkstätten "betreuen" Erwachsene, die sonst zu Hause betreut werden müssten. Sie ermöglichen den Angehörigen arbeiten zu gehen.

Wer davon überzeugt ist mit Leistungsdruck klar zu kommen, darf sich gerne dort bewerben, wo mehr bezahlt wird.
Dabei sollte jede/r realistisch sehen, was er /sie tätsächlich "bietet".
In jeder Branche gibt es unterschiedliche Eingruppierungen. Diese richtet sich nach Kompetenz/Ausbildung.

Und noch ein Kreditangebot in diesem Filmchen.
 
(Nutzer gelöscht) 28.08.2026 01:11
> Und noch ein Kreditangebot in diesem Filmchen.

Ich war auch erst schockiert und wollte schon abbrechen. Das ist aber eine App, für die geworben wird, mit der man seine Kredite verwalten (lassen) kann. Quasi eine Schuldnerberater App. Oder kam da noch etwas, was mein Werbeblocker nicht angezeigt hat?
 
Thohom 28.08.2026 06:55
Ist doch ganz einfach: Gleicher (Stunden-) Lohn bedingt gleiche Leistung => gleiche Verpflichtung (Steuer, Sozialabgaben, Fahrtkosten etc.) => gleiche Privilegien oder eben keine (Rente z.B., Arbeitspausen). => Konkurrenz (kann eine Maschine/Roboter den Job günstiger machen?)

Rosinen picken, wäre etwas kurz gedacht.
 
EinedieserSteine 28.08.2026 09:28
Denken wir mal ohne diese ganzen Kategorien sind am Ende des Tages doch wieder alle gleich.
 
Madita 28.08.2026 10:03
Bei ihm bleibt hängen, dass sie sich nicht mal eine Melone kaufen kann...

Sie kann sich ja die Melone kaufen. Nachdem sie ihren Mann gefragt hat. Da stünde wohl mal ein Gespräch mit dem Gatten an, ob man das anders gestalten könnte.
 
Thohom 28.08.2026 10:12
Oh, zahlt der Mann kein Haushalts- oder Taschengeld?🙂
 
Madita 28.08.2026 10:39
Oh, zahlt der Mann kein Haushalts- oder Taschengeld?

Offenbar nicht. 😉 Ich habe nicht das komplette Video angeschaut und weiß nicht, inwiefern die Dame gehandicapt ist und in der Lage, Geld selbst zu verwalten.

Als ich noch verheiratet war und mit den Kindern zu Hause, habe ich mich mit (oder auch manchmal hauptsächlich) um die Finanzen gekümmert und hätte meinem Mann ein Vögelchen gezeigt, wenn ich Taschen- oder/und Haushaltsgeld hätte bekommen sollen. 
Es gab ein gemeinsames Konto.
 
perfectday 28.08.2026 11:03
Von 200 € kann man viele Melonen kaufen!😅

Werkstätten machen einen guten Job. Sie strukturieren den Tag, bieten Gemeinschaft, bieten ein Mittagessen, fördern alle Fähigkeiten (motorisch, kognitiv, sozial) der Menschen, die dieses Angebot brauchen. 

Die Zielsetzung der Werkstätten ist nicht in erster Linie den Menschen ein tolles Einkommen zu gewährleisten. Die Kosten für die Lebensgestaltung übernimmt der Staat oder die Angehörigen, die durch das Vorhandensein der Betreuung ihrer Angehörigen arbeiten können.

So ist doch schon viel Gutes passiert.

Dass Firmen dadurch günstig produzieren lassen ist sicher eine Tatsache. Dafür können sie bei nicht perfekter Ausführung auch nicht reklamieren.
Menschen mit Mindestlohn werden gekündigt, wenn die Menge/Qualität ihrer Arbeit nicht zufriedenstellend ist.
 
Thohom 28.08.2026 11:47
Mit den Aufträgen an die WfB kann man seine Strafzahlung mindern, wenn man zu wenig Schwerbehinderte im Betrieb hat.
 
(Nutzer gelöscht) 28.08.2026 14:35
In der einen Firma wo ich war wurde es genauso gehandhabt. Kleinere Aufträge, die gar nicht nötig gewesen wären auszulagern, wurden an eine WfB vergeben.
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