Wer hat diesen Text geschrieben?
18.09.2026 10:45
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Wer hat diesen Text geschrieben?
Der Lehrer
Der Lehrerberuf ist ein unheimlicher Job.
Die Schüler werden geprüft, geübt, beaufsichtigt und manchmal auserkoren.
Um Lehrer zu werden, muß man zuerst die Fahrschule machen, dann die Stirn runzeln.
Manche Schüler haben eine fürchterliche Angst, es zittern ihnen nur so die Knie.
Die Lehrer wissen alles, sie sind unglaublich und unfehlbar.
Manche Schüler singen die erste Stimme, manche die zweite und manche die fünfte.
Die Lehrerinnen haben eine höfliche Niedertracht und radieren die Hefte aus,
daß sie blitz und blank sind.
Ein sauberes Heft ist eine Erfüllung für den Geist.
Die Lehrer sind von den Landeshauptmännern berufen, aus den Schülern Menschen zu machen.
Der Lehrer lenkt die Gedanken im Kopf herum, daß es nur so rauscht.
Manche Lehrer sind Wüstlinge und Knallköpfe.
Jesus hat gesagt, du sollst kein falsches Zeugnis machen.
Die Schüler müssen aufspringen und guten Morgen durch die Klasse heulen.
Bei den Ohren gehts hinein, bei den Ohren gehts hinaus, das ist der Lebenslauf.2
Der Lehrerberuf ist ein unheimlicher Job.
Die Schüler werden geprüft, geübt, beaufsichtigt und manchmal auserkoren.
Um Lehrer zu werden, muß man zuerst die Fahrschule machen, dann die Stirn runzeln.
Manche Schüler haben eine fürchterliche Angst, es zittern ihnen nur so die Knie.
Die Lehrer wissen alles, sie sind unglaublich und unfehlbar.
Manche Schüler singen die erste Stimme, manche die zweite und manche die fünfte.
Die Lehrerinnen haben eine höfliche Niedertracht und radieren die Hefte aus,
daß sie blitz und blank sind.
Ein sauberes Heft ist eine Erfüllung für den Geist.
Die Lehrer sind von den Landeshauptmännern berufen, aus den Schülern Menschen zu machen.
Der Lehrer lenkt die Gedanken im Kopf herum, daß es nur so rauscht.
Manche Lehrer sind Wüstlinge und Knallköpfe.
Jesus hat gesagt, du sollst kein falsches Zeugnis machen.
Die Schüler müssen aufspringen und guten Morgen durch die Klasse heulen.
Bei den Ohren gehts hinein, bei den Ohren gehts hinaus, das ist der Lebenslauf.2
Kommentare
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Johannes0815 18.09.2026 13:28
Da das Wort "Landeshauptmänner" im Text vorkommt, Lehrerinnen radieren und Schüler aufspringen müssen ist der Text wohl vor den 60er Jahren und der Verfasser kommt aus Österreich
Weitblick 18.09.2026 13:30
Vorweg: Ich habe diesen Text nicht geschrieben! Natürlich weiß ich, wer der Verfasser ist. Bevor ich das jedoch auflöse, stelle ich noch ein paar Fragen:
Ist der Verfasser eher minderbegabt oder hochbegabt?
Weitere Fragen folgen.
Ist der Verfasser eher minderbegabt oder hochbegabt?
Weitere Fragen folgen.
KlaraFall 18.09.2026 13:38
Der Verfasser war minderbegabt.
(Ich weiss, wer diesen Text verfasst hat. 😉)
(Ich weiss, wer diesen Text verfasst hat. 😉)
Lerato77 18.09.2026 13:44
Es gibt übrigens auch heute noch Schulen, in denen die Schüler zum Anfang der Stunde aufstehen müssen.
KlaraFall 18.09.2026 13:49
@Weitblick
Er hat sich selbst in eine Einrichtung für Menschen mit speziellen Bedürfnissen/Anforderungen "einweisen" lassen.
Er hat sich selbst in eine Einrichtung für Menschen mit speziellen Bedürfnissen/Anforderungen "einweisen" lassen.
Ichselbst 18.09.2026 14:09
Das war jetzt zwar nicht wirklich gefragt, aber meine Erfahrung ist, dass "minderbegabt" oft Menschen sind, die verdammt was auf dem Kasten haben. 😊
Weitblick 18.09.2026 16:26
Geniale Wortschöpfungen, entlarvende Verballhornung
„Was der Georg Paulmichl sagt, ist für mich die höchste Stufe der Poesie, die ein heute lebender Mensch erklimmen kann.“ So urteilte der Schauspieler und Fernsehmoderator Dietmar Schönherr über den Schriftsteller Georg Paulmichl. Sein Schauspielkollege Felix Mitterer assistierte: „Er hat die deutsche Sprache quasi neu erfunden. Für seine genialen Wortschöpfungen, für seine entlarvenden Verballhornungen, für seine kurzen, lakonischen, haargenau den – wunden – Punkt treffenden Sätze tausche ich alle Satiriker, Humoristen und Aphorismen-Schöpfer der letzten hundert Jahre ein.“
Der so hoch gelobte Autor und Maler arbeitete in einer kleinen Behindertenwerkstatt in Prad, einem Dorf am Ende des Südtiroler Vinschgaus. Dort erkannte der Kunsttherapeut Dietmar Raffeiner sein Sprachtalent und seine künstlerische Begabung und er begann, seine Geschichten und Texte zu Papier zu bringen. Das war der Beginn einer Karriere als Schriftsteller und Maler, die sich in zehn Büchern niederschlagen sollte. Kaum jemand, der seine Texte las, konnte sich ihrer Besonderheit entziehen. Er hatte Leser und Fans im gesamten deutschsprachigen Raum und eröffnete vielen Menschen einen neuen Blick auf Menschen mit „geistiger Behinderung“. Um die Jahrtausendwende erkrankte Georg Paulmichl an Parkinson. Er starb zu Beginn der Corona-Pandemie, im März 2020 mit 59 Jahren.
„Was der Georg Paulmichl sagt, ist für mich die höchste Stufe der Poesie, die ein heute lebender Mensch erklimmen kann.“ So urteilte der Schauspieler und Fernsehmoderator Dietmar Schönherr über den Schriftsteller Georg Paulmichl. Sein Schauspielkollege Felix Mitterer assistierte: „Er hat die deutsche Sprache quasi neu erfunden. Für seine genialen Wortschöpfungen, für seine entlarvenden Verballhornungen, für seine kurzen, lakonischen, haargenau den – wunden – Punkt treffenden Sätze tausche ich alle Satiriker, Humoristen und Aphorismen-Schöpfer der letzten hundert Jahre ein.“
Der so hoch gelobte Autor und Maler arbeitete in einer kleinen Behindertenwerkstatt in Prad, einem Dorf am Ende des Südtiroler Vinschgaus. Dort erkannte der Kunsttherapeut Dietmar Raffeiner sein Sprachtalent und seine künstlerische Begabung und er begann, seine Geschichten und Texte zu Papier zu bringen. Das war der Beginn einer Karriere als Schriftsteller und Maler, die sich in zehn Büchern niederschlagen sollte. Kaum jemand, der seine Texte las, konnte sich ihrer Besonderheit entziehen. Er hatte Leser und Fans im gesamten deutschsprachigen Raum und eröffnete vielen Menschen einen neuen Blick auf Menschen mit „geistiger Behinderung“. Um die Jahrtausendwende erkrankte Georg Paulmichl an Parkinson. Er starb zu Beginn der Corona-Pandemie, im März 2020 mit 59 Jahren.
Weitblick 18.09.2026 16:42
Wenn Maria Stuart Paulmichl mit Loriot oder Heinz Erhardt vergleicht, hat sie natürlich Recht. Paulmichl war ein ein Mensch, ein Genie, ein begnadeter Künstler.
Klassifiziert war er eindeutig als "Geistigbehindert"!
Was sagt jedoch diese Klassifizierung über einen Menschen aus. Garnichts!
Es sagt jedoch ganz viel über Menschen aus, die Leute in Schubladen stecken, und über sie willkürlich urteilen und ihnen Lebenswege verbauen.
Nicht das Ausmaß meiner Behinderung war ausschlaggebend für das selbstbestimmte Leben, das ich heute lebe,
sondern das die meisten Menschen mich nie Schubladen gesteckt, sondern mich dem Weg zur einer Persönlichkeit stark gemacht haben
Klassifiziert war er eindeutig als "Geistigbehindert"!
Was sagt jedoch diese Klassifizierung über einen Menschen aus. Garnichts!
Es sagt jedoch ganz viel über Menschen aus, die Leute in Schubladen stecken, und über sie willkürlich urteilen und ihnen Lebenswege verbauen.
Nicht das Ausmaß meiner Behinderung war ausschlaggebend für das selbstbestimmte Leben, das ich heute lebe,
sondern das die meisten Menschen mich nie Schubladen gesteckt, sondern mich dem Weg zur einer Persönlichkeit stark gemacht haben
Benni8811 18.09.2026 17:37
Weitblick, ich finde es spannend, dass deine letzten Blogs einen roten Faden haben
Benni8811 18.09.2026 17:55
Vor ein paar Tagen habe ich im Radio einen Beitrag gehört, wo ich unweigerlich an das gedacht habe. Was in deinen letzten Beiträgen thematisiert wurde…
In diesem Beitrag kam Mahmut Yüksel zu Wort, körperlich behindert
Dieser Mann hatte nach der Grundschule eine Empfehlung für die Hauptschule
Tatsächlich aber ist er dann auf die Realschule gegangen?
Dort hat einer seiner Lehrer sein Potenzial erkannt, ihn gefördert und bestärkt!
Nach dem Abitur hat er dann gleichzeitig Medizin und Informatik studiert
Nicht irgendwo, sondern in Harvard
Nach dem Studium hat er dort noch für einige Jahre in seiner Fachrichtung geforscht
Dieser Mann arbeitet heute in Zürich an einer renommierten Klinik
Er hat betont, dass eine der Schlüsselmomente der Lehrer in der Realschule war, der in gefördert und gefordert hat
Und dass seine Bildung Laufbahn, ohne öffentliche Fördertöpfe ihm nicht möglich gewesen wäre
Das Studium wurde ihm durch eine finanzielle Förderung ermöglicht
In diesem Beitrag kam Mahmut Yüksel zu Wort, körperlich behindert
Dieser Mann hatte nach der Grundschule eine Empfehlung für die Hauptschule
Tatsächlich aber ist er dann auf die Realschule gegangen?
Dort hat einer seiner Lehrer sein Potenzial erkannt, ihn gefördert und bestärkt!
Nach dem Abitur hat er dann gleichzeitig Medizin und Informatik studiert
Nicht irgendwo, sondern in Harvard
Nach dem Studium hat er dort noch für einige Jahre in seiner Fachrichtung geforscht
Dieser Mann arbeitet heute in Zürich an einer renommierten Klinik
Er hat betont, dass eine der Schlüsselmomente der Lehrer in der Realschule war, der in gefördert und gefordert hat
Und dass seine Bildung Laufbahn, ohne öffentliche Fördertöpfe ihm nicht möglich gewesen wäre
Das Studium wurde ihm durch eine finanzielle Förderung ermöglicht
Jetzt
Loriot, Wilhelm Busch, Jürgen B. Hausmann, Heinz Erhardt, Elke Heidenreich zum Beispiel.
Aber da dort etwas von Landeshauptmännern steht, kommt es wohl eher aus Österreich.