…und es „grieselt“
Gestern, 13:11
…und es „grieselt“
Gestern, 13:11
…und es „grieselt“
Wie konnte es passieren? All die Schwärmerei, diese Vielzahl unerträglicher Komplimente, die ihr fast quälend zu nahe ging…
Irritierend in der maßlosen Übertreibung und in nur mäßig abgewandelten Wiederholungen.
Zu oft triefend schmalzig, dann wieder unangebracht bis gar anmaßend - doch irgendwie nett verpackt - irgendwie verdaulich… zumindest aber authentisch…
..so dass es gerade eben so runterging - auch wenn hernach ein Hinterfragen gelegentlich so leise, wie kaum merklich, aufstießen ließ: als sei wirklich keine - so rein gar keine - dieser Verbalbekundungen
so richtig glaubwürdig.
Doch man lernt damit zurechtzukommen - sofern nur der Rest stimmig ist und von Harmonie und Einklang säuselt.
Ein verheißungsvolles Knistern, beständig und stringent in geschlossener Logik eingebettet wie eine Gleichung, die jedoch keinen Sinn ergeben dürfte:
Es ist nicht stimmig, für Leidenschaft und Erotik dürfte - nein „darf“ - es doch wohl keine Formel geben, die Zeugnis über das mechanisch ratternde, gut geölte Uhrwerk einer Liebe leisten könnte?!
Man ist daher so gewollt unwissend und bewusst tollpatschig wie auch bemüht, die flüchtigen Klänge der Romantik zu behalten, sie zu wahren:
nur nicht zu fest zupacken, nur nicht ersticken, nichts falsch machen,
auch nicht, indem man sich dahingehend verrennt, alles richtig machen zu müssen…
Regelmäßigkeiten, die sich einschleichen bestimmt, gewillt doch nicht gewaltvoll bald durchbrechen -
und bitte auch kein Tänzeln auf Eierschalen… und keinen ermüdenden Gedanken verschwenden..
Sei es der feine Sand in den Rädchen, oder das Stöckchen, das ein baldiges Ende anzukündigen droht - wirklich gelebt und geliebt hat man doch nur, wenn jeder Moment so geschätzt wird, wie sein letzter, bald vielleicht schon vergessener Nachklang auf den Lippen … so endlich, vergänglich .. und daher - so kostbar.
Und so wird die Unbekannte in der Gleichung bitte auch als solche bewahrt, wenn die Lösung - einmal ausgesprochen - droht den Zauber dieser beiden Seiten, die gerade schön im Gleichklang zu stehen scheinen mit einer Aussprache, mit einer Auflösung, sogleich mitzunehmen: keine lineare Gleichung, kein Weg mit dem Ausgangswert von Null. Ich will ihn noch nicht gehen - daher gibt es keine Lösung und die Gleichung wird sogleich wie auch pragmatisch, pfiffig zu einem Gleichnis umdeklariert.
Und hier gibt es keine Perfektion -
doch hier lauert er auch schon,
der seit Wochen vorherrschende Quäler,
ein intuitiv bereits vermuteter Fehler:
das Stöckchen im Getriebe -
die Ungewissheit rattert fortan
und Er allein hat es getan - etwa in Liebe?
So katapultiert ein Nebensatz die Leichtigkeit einer Liebe ins Aus. Aus nichtig wird wichtig, nicht?
…eine Szene, die so vielversprechend war, dass ihr nur der eine Kuss fehlte, um den häuslichen Kitsch zu zelebrieren wurde zum Tatort:
Die Küche duftete nach Vanille…
…Zimt, Zitronenzeste und herben Rotweinpflaumen, die später die frischen Röstaromen der Semmelbrösel in fruchtig sanfter Süße abrunden würden, wenn man bald in die samtigwarmweichen Griesschnitten beißt.
Sie röstet noch, er bereitet den Kaffee und dann im Nebensatz einer Frage blickt er sie an - „…und Mutti kannst du noch..“
..war das die Antwort auf alle ungefragten Fragen, die Unbekannte, die stets unsichtbar im Raum stand neben den beiden - so zynisch treffend wie nur eine Pointe es vermochte?
Irritierend in der maßlosen Übertreibung und in nur mäßig abgewandelten Wiederholungen.
Zu oft triefend schmalzig, dann wieder unangebracht bis gar anmaßend - doch irgendwie nett verpackt - irgendwie verdaulich… zumindest aber authentisch…
..so dass es gerade eben so runterging - auch wenn hernach ein Hinterfragen gelegentlich so leise, wie kaum merklich, aufstießen ließ: als sei wirklich keine - so rein gar keine - dieser Verbalbekundungen
so richtig glaubwürdig.
Doch man lernt damit zurechtzukommen - sofern nur der Rest stimmig ist und von Harmonie und Einklang säuselt.
Ein verheißungsvolles Knistern, beständig und stringent in geschlossener Logik eingebettet wie eine Gleichung, die jedoch keinen Sinn ergeben dürfte:
Es ist nicht stimmig, für Leidenschaft und Erotik dürfte - nein „darf“ - es doch wohl keine Formel geben, die Zeugnis über das mechanisch ratternde, gut geölte Uhrwerk einer Liebe leisten könnte?!
Man ist daher so gewollt unwissend und bewusst tollpatschig wie auch bemüht, die flüchtigen Klänge der Romantik zu behalten, sie zu wahren:
nur nicht zu fest zupacken, nur nicht ersticken, nichts falsch machen,
auch nicht, indem man sich dahingehend verrennt, alles richtig machen zu müssen…
Regelmäßigkeiten, die sich einschleichen bestimmt, gewillt doch nicht gewaltvoll bald durchbrechen -
und bitte auch kein Tänzeln auf Eierschalen… und keinen ermüdenden Gedanken verschwenden..
Sei es der feine Sand in den Rädchen, oder das Stöckchen, das ein baldiges Ende anzukündigen droht - wirklich gelebt und geliebt hat man doch nur, wenn jeder Moment so geschätzt wird, wie sein letzter, bald vielleicht schon vergessener Nachklang auf den Lippen … so endlich, vergänglich .. und daher - so kostbar.
Und so wird die Unbekannte in der Gleichung bitte auch als solche bewahrt, wenn die Lösung - einmal ausgesprochen - droht den Zauber dieser beiden Seiten, die gerade schön im Gleichklang zu stehen scheinen mit einer Aussprache, mit einer Auflösung, sogleich mitzunehmen: keine lineare Gleichung, kein Weg mit dem Ausgangswert von Null. Ich will ihn noch nicht gehen - daher gibt es keine Lösung und die Gleichung wird sogleich wie auch pragmatisch, pfiffig zu einem Gleichnis umdeklariert.
Und hier gibt es keine Perfektion -
doch hier lauert er auch schon,
der seit Wochen vorherrschende Quäler,
ein intuitiv bereits vermuteter Fehler:
das Stöckchen im Getriebe -
die Ungewissheit rattert fortan
und Er allein hat es getan - etwa in Liebe?
So katapultiert ein Nebensatz die Leichtigkeit einer Liebe ins Aus. Aus nichtig wird wichtig, nicht?
…eine Szene, die so vielversprechend war, dass ihr nur der eine Kuss fehlte, um den häuslichen Kitsch zu zelebrieren wurde zum Tatort:
Die Küche duftete nach Vanille…
…Zimt, Zitronenzeste und herben Rotweinpflaumen, die später die frischen Röstaromen der Semmelbrösel in fruchtig sanfter Süße abrunden würden, wenn man bald in die samtigwarmweichen Griesschnitten beißt.
Sie röstet noch, er bereitet den Kaffee und dann im Nebensatz einer Frage blickt er sie an - „…und Mutti kannst du noch..“
..war das die Antwort auf alle ungefragten Fragen, die Unbekannte, die stets unsichtbar im Raum stand neben den beiden - so zynisch treffend wie nur eine Pointe es vermochte?
Kommentare
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Haferflocken Gestern, 14:27
Eine Einladung in eine warme, nach Zimt und Vanille duftende Küche genau das Richtige...
vrono Gestern, 14:43
…sofern Mutti kocht, brät und bäckt.. ja.. es bräuchte noch bequeme Stühle an den Tresen und dann heißt es die Zeit vergessen
Haferflocken Gestern, 15:13
Ich frage mich nur... Steht Mutti dann eigentlich auch schon mit der gebügelten Schürze am Herd und wendet die Grießschnitten?
Dann können wir bei Kaffee und Zimtduft ganz entspannt darüber philosophieren, warum eine Pfanne Grießschnitten manchmal einfach nur eine Pfanne Grießschnitten ist.
Die passende Bestuhlung für das gesamte Therapeutengespräch bringe ich einfach selber mit.
Dann können wir bei Kaffee und Zimtduft ganz entspannt darüber philosophieren, warum eine Pfanne Grießschnitten manchmal einfach nur eine Pfanne Grießschnitten ist.
Die passende Bestuhlung für das gesamte Therapeutengespräch bringe ich einfach selber mit.
vrono Gestern, 15:22
..ich merke schon, da möchte sich jemand einladen, der vor ein paar Wochen gekonnt oder vertrottelt mein Dampfnudelangebot überlesen hat..
Könntest du in Schürze zur Damengesellschaft hinzustoßen? Also gewaschen, perfekt gebügelt und ohne andere lästige Stofffabrikate, die das Outfit ergänzen würden …
… das sähe nämlich andernfalls irgendwie verkleidet aus..
Könntest du in Schürze zur Damengesellschaft hinzustoßen? Also gewaschen, perfekt gebügelt und ohne andere lästige Stofffabrikate, die das Outfit ergänzen würden …
… das sähe nämlich andernfalls irgendwie verkleidet aus..
Haferflocken Gestern, 15:39
Bei HL gibt es eben nicht nur körperliche Beeinträchtigungen, die man auf den ersten Blick sofort sehen kann.
Man kann den Blick auf etwas richten und es doch nicht sehen, weil SEHEN kein Akt des Auges ist, sondern ein Zulassen dessen, was man zu erkennen bereit ist.
Du meinst mit Schürze zur Kaffeerunde stoßen?
Man kann den Blick auf etwas richten und es doch nicht sehen, weil SEHEN kein Akt des Auges ist, sondern ein Zulassen dessen, was man zu erkennen bereit ist.
Du meinst mit Schürze zur Kaffeerunde stoßen?
Sui Gestern, 16:51
Da lasse ich mich nicht zweimal bitten.
Wenn Haferflocken schon die Stühle mitbringt und sich von uns an den Herd jagen lässt, schaue ich mir das Spektakel gerne an.
Vrono, ich helfe dir beim Gucken, so viel "Erkenntnis" wollen wir ja schließlich nicht verpassen. 😉
Wenn Haferflocken schon die Stühle mitbringt und sich von uns an den Herd jagen lässt, schaue ich mir das Spektakel gerne an.
Vrono, ich helfe dir beim Gucken, so viel "Erkenntnis" wollen wir ja schließlich nicht verpassen. 😉
Haferflocken Gestern, 17:02
Sui, es gibt Nachmittage, die nach nichts weiter verlangen als nach dem Duft von Butter und Hefe, der sich langsam durch eine Küche zieht, und nach jemandem, mit dem man diesen Duft teilen kann, ohne viele Worte darüber verlieren zu müssen.
Ich habe mich gefragt, ob du Lust hättest, mich einmal zu dir einzuladen, nicht aus Notwendigkeit, sondern aus Freude an der kleinen Verschwörung zweier Hände am Teig.
Ich habe mich gefragt, ob du Lust hättest, mich einmal zu dir einzuladen, nicht aus Notwendigkeit, sondern aus Freude an der kleinen Verschwörung zweier Hände am Teig.
Sui Gestern, 17:49
Eine Hefe Verschwörung?
Klingt gut, Haferflocken.
Aber sei gewarnt, mein Teig versteht keinen Spaß.
Wenn der nicht perfekt aufgeht, schiebe ich die Schuld komplett auf deine Knet Technik.
Schürze und Bestuhlung bringst du ja hoffentlich mit.
Klingt gut, Haferflocken.
Aber sei gewarnt, mein Teig versteht keinen Spaß.
Wenn der nicht perfekt aufgeht, schiebe ich die Schuld komplett auf deine Knet Technik.
Schürze und Bestuhlung bringst du ja hoffentlich mit.
Sui Gestern, 20:12
Tja, Vrono, kaum schaust du weg, pennt hier direkt der Nächste weg.
Das Hefewunder braucht wohl erst mal eine Runde Gehzeit. 🌾💤
Das Hefewunder braucht wohl erst mal eine Runde Gehzeit. 🌾💤
Jetzt
Da sollen die armen "Krießschnitten" in der Pfanne anbrennen?