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Der Vergangenheit nachtrauern

Der Vergangenheit nachtrauern
Ich bin 54 heute und hatte gerade in der besten Zeit eine beschissene Krankheitsentwicklung.
Dadurch habe ich auch was Liebe und Sex angeht viel verpasst.
Heute kann ich die Zeit natürlich nicht nachholen und dem trauer ich nach.
Gehts euch auch so?

Kommentare

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EinedieserSteine 08.10.2026 21:35
So geht es wohl allen auf die eine oder andere Art.
Ich freue mich über die Dinge die noch gehen.
Wundere mich über Menschen, die gleichzeitig einen 50 km Trailrunninglauf absolvieren und die völlig übertrieben aufgestylte 2 jährige Enkelin auf der Bambinistrecke anfeuern.
Ich bin dankbar für das Funktionierende, für Ärger, Scham und Peinlichkeit ist da kein Platz.
Letztendlich sind wir 8 Milliarden Menschen auf der Welt und alle gleich unwichtig.
 
fetzenfisch 08.10.2026 21:48
Ich trauere meinem Leben mit Partner 11 Jahre lang wirklich selbst sehr nach es war einfach ein komplett anderes Leben ein Privatleben.
 
Thohom 08.10.2026 22:20
Ich habe für mich festgestellt, dass es mir nichts bringt, wenn alten Zeiten hinterher trauer bzw. mit irgendwann mal getroffenen Entscheidungen hadere.
Kann ich jetzt nicht ändern und damals war es für mich richtig.
Schlauer sein kann man später immer.
Ich erinnere mich und dann schmunzeln ich vielleicht mal.
Sonst schaue ich lieber was die nächste Stunde bringt und da habe ich aktuelle Vorraussetzungen bei mir.
 
EinedieserSteine 08.10.2026 22:27
Vielleicht kommt deine beste Zeit ja noch.
 
Minio 08.10.2026 22:42
Das einzige, was mich jedes Mal fassungslos macht, wenn ich darüber nachdenke, ist, wo die Zeit geblieben ist. Mir macht diese Endlichkeit ein wenig zu schaffen, die so rasend schnell auf einen zu kommt. Ich beneide immer diejenigen, denen das alles wurscht ist.
 
Johannes0815 08.10.2026 23:22
Was verstehst Du unter der "besten" Zeit ? 😉
 
Thohom 08.10.2026 23:31
Meine beste Zeit hatte ich zwischen 33 und 45.😸
 
positivemind 08.10.2026 23:53
Ich finde das Thema interessant und ich glaube, dass es wichtig ist, dieses Gefühl, diese Traurigkeit nicht direkt bei Seite zu wischen, sondern das wahr zu nehmen, ihm Raum zu geben.  Dieses Gefühl darf da sein, alles andere tendiert sonst meines Empfindens in den Bereich der Verdrängung. 

Im nächsten Schritt kann man dann gucken, was jetzt möglich ist. Aber vielleicht wolltest Du keinen Ratschlag, also hör ich damit direkt wieder auf. Entschuldige. 

Jedenfalls finde ich es gut, dass Du das Thema ansprichst. 

Ich persönlich empfinde es für mich eher anders herum. Ich bin eher froh, dass ich bestimmte Kapitel meines Lebens überstanden habe und dass es jetzt so ist, wie es ist. 
Aber jeder Mensch hat nunmal seinen ganz individuellen Lebenslauf. 

Ich wünsche Dir, dass Du in Gegenwart und Zukunft tolle Momente erleben kannst, Erfahrungen machst, deine Zeit dennoch schön gestalten kannst und dass Du Austausch findest, indem Du Dich verstanden fühlst. 

Alles Gute Dir! 🙂
 
fetzenfisch 09.10.2026 06:51
Positivemind

Ja natürlich gibt es auch Erinnerungen in meinem Leben die ich wegwischen möchte das ist logisch die hat wohl jeder in einem bestimmten Zeit im Leben. Jedoch das was ich in meinem vorigen Kommentar geschrieben habe vermisse ich tatsächlich extrem. 
Doch ich arbeite auf eine Zukunft hin mit wieder privat wohnen mit 24 Stunden Assistenz in einer Mietwohnung wann es soweit ist kann ich noch nicht sagen, jedoch läuft es alles in den richtigen Bahnen.
 
Alexa 09.10.2026 09:45
Ich trauere der Vergangenheit nicht nach, auch wenn ich in der Retrospektive mit dem Wissen und der Erfahrung von jetzt sicherlich einiges anders gemacht hätte. Aber das kann ich nicht mehr ändern. 
Und von vielen Dingen, die ich aufgrund der Erkrankung so nicht mehr machen kann, habe ich mich vor einigen Jahren ohne Bitterkeit verabschiedet. Wie sich jetzt zeigt, hat mir das geholfen, einige dieser Dinge wieder auf eine andere Art und Weise zu machen. Nicht alles auf einmal und so einiges muss ich auch nicht mehr haben, aber das, was mir immer noch wichtig ist und das nach und nach.
 
Brummsel 09.10.2026 10:21
Ataxianer, vielleicht hilft es dir an dietollen Dinge und Zeten deines Lebens zu denken, dafür dankbar zu sein und das hier und jetzt anzunehemen.
Wird nicht sofort funktionieren, aber Stück für Stück. 
Denke gerne an meine Vergangenheit, die mich zu dem gemacht hat, wie und was ich heute bin. Klar wäre es schön, so manches auch jetzt noch machen zu können und so fit zu sein wie vor 10, 20 oder 30  Jahren. Ist aber nicht und dann wird eben damit umgegangen, was im heute möglich bleibt. Und das ist mehr als nur ein bisschen...das ist noch Leben zu dürfen!

Dankbar bin ich für das was war, aber auch neugierig und erwartungsfroh auf dass, was noch kommt. 😊
 
Benni8811 09.10.2026 10:22
2015 wurde mein Leben durch einen Unfall ziemlich durcheinander, gewürfelt…

Die neue Situation und das Schicksal anzunehmen, positiv zu bleiben, das hat einige Zeit und Kraft in Anspruch genommen…

Es wäre nicht gesund, immer in der Vergangenheit zu leben, in Gedanken, und diese nicht als vergangen zu akzeptieren und immer wieder, auch emotional, zu durchleben…

Die Theorie ist ganz einfach…

Die Realität ist komplexer, finde ich

Dass man als Mensch ab und zu von der Vergangenheit eingeholt wird, ist denke ich normal


Ich glaube auch Menschen ohne Behinderung oder Schicksalsschlag kennen das. Der eine mehr der andere weniger…
 
milli74 09.10.2026 11:23
Ataxianer: Dein Leben ist noch lange nicht vorbei. Nutze die Zeit heute um das zu tun was dich selbst/dein Leben bereichert und schöner macht, sodass du in 10 Jahren (oder länger) rückblickend sagen kannst, ich hab das Beste draus gemacht und bereue nichts. 
Fang an zu leben! 😉
 
Seestern59 09.10.2026 11:51
Meine Vergangenheit war sehr abwechslungsreich möchte sie nicht vergessen, mein Jetzt ist auch schön obwohl es ein bisschen gedauert hat bis es so war, vor der Zukunft habe keine Angst mehr. Ich lebe im Moment nehme jede Gelegenheit war mir gutes zu tun, kümmere mich trotzdem um meine Familie und nehme mir trotzdem die Zeit auch anderen zu helfen denen es nicht so gut geht. Ach so, viel bringt mir auch die Arbeit neben meiner Rente, bin manchmal viel unterwegs.
 
Neffi 09.10.2026 11:53
Ich habe mit der Vergangenheit abgeschlossen. Nur das Hier und Jetzt zählt!
 
Overcomenature 09.10.2026 13:39
Schlimm ist vor allem wenn Meilensteine die neue Lebensinhalte freischalten nicht erreicht werden. Besonders solche die an die Kindheit und Jugend gebunden sind.

Was soll man tun, wenn man über 20 ist und keine Berufserfahrung hat und keine Erfahrung mit Frauen und auch sonst keine Eisen im Feuer, man kann sich dann ausrechnen wie das restliche Leben laufen wird.
 
Thohom 09.10.2026 15:38
Zum Lernen ist man nie zu alt.
 
Silentwater 10.10.2026 07:14
Die Vergangenheit kannst du nicht ändern. Auf die Zukunft hast du noch Einfluss. Viel Glück!
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