Entscheidungen unter Stress ...
Gestern, 09:35
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Entscheidungen unter Stress ...
... können in die Hose gehen.
Neulich bin ich auf einen Fakeshop reingefallen, der mir ein absolut prima Angebot machte. Ein großer Name steckte dahinter, aber die Warnsignale hätten schon aufleuchten müssen.
Der bei der Googlesuche gefundene Shop wechselte plötzlich das Design zu einem bekannten deutschen Shop, in der Adresszeile tauchte eine unpassende Adresse auf.
Typischerweise wurde Druck aufgebaut => "Angebot nur noch 15 Minuten", "Nur wenige Exemplare auf Lager".
Naja, ich habe "zugeschlagen" und die Bezahlung über meine Kreditkarte abgewickelt.
Ich habe dann noch etwas nachgedacht und mich erinnert, dass z.B. eine Telefonnummer lt. Eingabemaske optional war, aber man ohne Telefonnummer den Kauf nicht tätigen konnte.
Ich hab dann auf der HP vom "richtigen Anbieter" nach dem Angebot gesucht und nicht gefunden.
Dann habe ich in meinem Hirn mal nach Infos von vor 35 Jahren geforscht und mich dazu ein bischen geärgert. Damals habe ich im Bereich Kreditkarten gearbeitet und Reklamationen von Kunden mit anderen kreditkartenausgebenden Banken zu klären versucht.
Unklarheiten im Zahlungsverkehr also, wenn die mit der Kreditkarte bezahlte Bluse nicht passte, war ich raus.
Ich konnte nur in einer Situation bei Grundgeschäft tätig werden: Wenn keine Ware geliefert wurde.
Das ist jetzt meine Chance, denn der Fakeshop wird nicht liefern und hat auch in einer angemessenen Frist (30 Tage) nicht geliefert.
Diese Reklamation habe ich jetzt am Laufen. Es geht um knapp 64€, zur Not noch als Lehrgeld zu verkraften.
Was hab ich noch gemacht? Kreditkarte über die auf der Homepage meiner Bank genannte Hotline gesperrt. Neue Karte bestellt. Fertig.
Ich warte nun darauf, dass erstattet wird.
Neulich bin ich auf einen Fakeshop reingefallen, der mir ein absolut prima Angebot machte. Ein großer Name steckte dahinter, aber die Warnsignale hätten schon aufleuchten müssen.
Der bei der Googlesuche gefundene Shop wechselte plötzlich das Design zu einem bekannten deutschen Shop, in der Adresszeile tauchte eine unpassende Adresse auf.
Typischerweise wurde Druck aufgebaut => "Angebot nur noch 15 Minuten", "Nur wenige Exemplare auf Lager".
Naja, ich habe "zugeschlagen" und die Bezahlung über meine Kreditkarte abgewickelt.
Ich habe dann noch etwas nachgedacht und mich erinnert, dass z.B. eine Telefonnummer lt. Eingabemaske optional war, aber man ohne Telefonnummer den Kauf nicht tätigen konnte.
Ich hab dann auf der HP vom "richtigen Anbieter" nach dem Angebot gesucht und nicht gefunden.
Dann habe ich in meinem Hirn mal nach Infos von vor 35 Jahren geforscht und mich dazu ein bischen geärgert. Damals habe ich im Bereich Kreditkarten gearbeitet und Reklamationen von Kunden mit anderen kreditkartenausgebenden Banken zu klären versucht.
Unklarheiten im Zahlungsverkehr also, wenn die mit der Kreditkarte bezahlte Bluse nicht passte, war ich raus.
Ich konnte nur in einer Situation bei Grundgeschäft tätig werden: Wenn keine Ware geliefert wurde.
Das ist jetzt meine Chance, denn der Fakeshop wird nicht liefern und hat auch in einer angemessenen Frist (30 Tage) nicht geliefert.
Diese Reklamation habe ich jetzt am Laufen. Es geht um knapp 64€, zur Not noch als Lehrgeld zu verkraften.
Was hab ich noch gemacht? Kreditkarte über die auf der Homepage meiner Bank genannte Hotline gesperrt. Neue Karte bestellt. Fertig.
Ich warte nun darauf, dass erstattet wird.
Kommentare
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Maria57 Gestern, 09:41
Viel Glück!
Steinbock75 Gestern, 09:41
Ick drück dir die Daumen dass du keen Lehrgeld bezahlen musst. Diese Fakeseiten werden och immer besser und is wirklich schwer die immer zu erkennen.
Thohom Gestern, 09:53
Gestern bekam ich einen Anruf aus dem Bekanntenkreis: Kannst Du mir mal helfen "Supremo.exe" von meinem PC zu löschen.
Ist im Prinzip nicht so schwierig ein Programm vom Laptop zu löschen, aber hier ist die Situation etwas verzwickter.
Die Vorgeschichte dazu: Laptopbesitzer bekommt eine SMS am schon fortgeschrittenen Abend.
"Ihre Kreditkarte wird mit 12.000 Sfr belastet" und dazu eine Telefonnummer für Rückfragen.
Die aufgeschreckte Person ruft da sofort an und hat einen netten Mann am Telefon, der empfielt Supremo zu installieren, dann "könne er sich das mal ansehen".
Was ist Supremo? "Supremo ist eine einfache, leichte und erschwingliche Remote-Desktop-Software" sagen die über sich selber. Man kann also aus der Ferne direkt auf den Laptop zugreifen.
Auf meine Frage, warum man das jetzt installiert hat, kam die überzeugte Antwort: "Das hat doch 2x vorher auch schon geklappt!"
Der nette Mann am Telefon hat also den Laptop komplett durchsuchen können. Mir war klar, dass da eine einfache Löschung der Anwendung möglicherweise nicht reichen könnte. Ich hab mich da für inkompetent erklärt.
Der studierte ITler-Schwiegersohn macht den Lappi am Wochenden platt und richtet den neu ein. Hätte ich auch gekonnt, aber mit der Datenrettung wäre ich an die Grenze gestossen. Ich hatte Angst irgendwas aus dieser "Spionageaktion" zu übernehmen.
Ausserdem hat er den auch aufgesetzt und so ein paar Kleinigkeiten eingebaut, die ich nicht kenne.
Im Moment waret der Laptop ausgeschaltet auf "Rettung".
Ist im Prinzip nicht so schwierig ein Programm vom Laptop zu löschen, aber hier ist die Situation etwas verzwickter.
Die Vorgeschichte dazu: Laptopbesitzer bekommt eine SMS am schon fortgeschrittenen Abend.
"Ihre Kreditkarte wird mit 12.000 Sfr belastet" und dazu eine Telefonnummer für Rückfragen.
Die aufgeschreckte Person ruft da sofort an und hat einen netten Mann am Telefon, der empfielt Supremo zu installieren, dann "könne er sich das mal ansehen".
Was ist Supremo? "Supremo ist eine einfache, leichte und erschwingliche Remote-Desktop-Software" sagen die über sich selber. Man kann also aus der Ferne direkt auf den Laptop zugreifen.
Auf meine Frage, warum man das jetzt installiert hat, kam die überzeugte Antwort: "Das hat doch 2x vorher auch schon geklappt!"
Der nette Mann am Telefon hat also den Laptop komplett durchsuchen können. Mir war klar, dass da eine einfache Löschung der Anwendung möglicherweise nicht reichen könnte. Ich hab mich da für inkompetent erklärt.
Der studierte ITler-Schwiegersohn macht den Lappi am Wochenden platt und richtet den neu ein. Hätte ich auch gekonnt, aber mit der Datenrettung wäre ich an die Grenze gestossen. Ich hatte Angst irgendwas aus dieser "Spionageaktion" zu übernehmen.
Ausserdem hat er den auch aufgesetzt und so ein paar Kleinigkeiten eingebaut, die ich nicht kenne.
Im Moment waret der Laptop ausgeschaltet auf "Rettung".
Thohom Gestern, 10:09
Ruhig bleiben ist also die erste Bürgerpflicht. Was kann man machen?
*Eine Nacht darüber schlafen. Am nächsten Tag sieht die Welt schon anders aus.
*Mit Bekannten darüber sprechen und deren Schwarmwissen anzapfen. In dem Fall wären da eine blitzgescheite Tochter samt IT-Ehemann. Eine sehr pragmatische Schwester und am Ende der Kette, wäre ich dann auch noch gewesen.
*Erkennen, dass 12.000 Sfr nie authorisiert werden würden, weil das persönliche Kreditlimit auf der Karte geringer ist. So ein Stück Plastik hat nur die Info wo das Kreditkartenkonto geführt wird, bei Vorlage wird innerhalb von Sekunden auf dem Kreditkartenkonto nachgefragt, ob der Betrag verfügbar ist. Es ist komplizierter, aber das würde zu weit führen.
*Eine Telefonnummer anrufen, die bei der Nachricht steht? Never! Zumindest sollte man vorher mal diese Nummer googeln, meist gibt es da schon Infos, wenn es eine unsichere Nummer ist.
*Wenn man schon unbedingt anrufen will, dann bitte mit der Telefonnummer, die man von seiner Bank hat. Findet man zur Not auch, wenn man selber auf die HP der eigenen Bank geht.
*Nachdenken! Warum braucht jemand Zugang auf meinen Laptop, wenn es um Kreditkarten geht? Auf das Kreditkartenkonto sollte der Mensch an der Hotline selber Zugriff haben, wenn er mich schon informiert.
*Karte sofort sperren. Es werden im Darknet Dateien mit tausenden Kreditkartennummer zu Kauf angeboten und dann werden die abgearbeitet. In diesem Fall ja schon das dritte Mal.
Also Ruhe bewahren, nachdenken, recherchieren und/oder mit Vertrauten darüber sprechen.
*Eine Nacht darüber schlafen. Am nächsten Tag sieht die Welt schon anders aus.
*Mit Bekannten darüber sprechen und deren Schwarmwissen anzapfen. In dem Fall wären da eine blitzgescheite Tochter samt IT-Ehemann. Eine sehr pragmatische Schwester und am Ende der Kette, wäre ich dann auch noch gewesen.
*Erkennen, dass 12.000 Sfr nie authorisiert werden würden, weil das persönliche Kreditlimit auf der Karte geringer ist. So ein Stück Plastik hat nur die Info wo das Kreditkartenkonto geführt wird, bei Vorlage wird innerhalb von Sekunden auf dem Kreditkartenkonto nachgefragt, ob der Betrag verfügbar ist. Es ist komplizierter, aber das würde zu weit führen.
*Eine Telefonnummer anrufen, die bei der Nachricht steht? Never! Zumindest sollte man vorher mal diese Nummer googeln, meist gibt es da schon Infos, wenn es eine unsichere Nummer ist.
*Wenn man schon unbedingt anrufen will, dann bitte mit der Telefonnummer, die man von seiner Bank hat. Findet man zur Not auch, wenn man selber auf die HP der eigenen Bank geht.
*Nachdenken! Warum braucht jemand Zugang auf meinen Laptop, wenn es um Kreditkarten geht? Auf das Kreditkartenkonto sollte der Mensch an der Hotline selber Zugriff haben, wenn er mich schon informiert.
*Karte sofort sperren. Es werden im Darknet Dateien mit tausenden Kreditkartennummer zu Kauf angeboten und dann werden die abgearbeitet. In diesem Fall ja schon das dritte Mal.
Also Ruhe bewahren, nachdenken, recherchieren und/oder mit Vertrauten darüber sprechen.
Thohom Gestern, 10:11
Danke für die moralische Unterstützung. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das mit dem "Chargeback" klappt.😉
Steinbock75 Gestern, 10:19
Wer seine Karte aus Gründen wie Diebstahl oder Verlust sperren muss möchte ick nochmals druff hinweisen KUNO nich vergessen.
Pepperonitoni Gestern, 10:27
2 Tipps
https://www.verbraucherzentrale.sh/fakeshopfinder-71560
https://www.vzhh.de/themen/einkauf-reise-freizeit/einkauf-online-shopping/china-shops-guenstig-online-shoppen
https://www.verbraucherzentrale.sh/fakeshopfinder-71560
https://www.vzhh.de/themen/einkauf-reise-freizeit/einkauf-online-shopping/china-shops-guenstig-online-shoppen
Thohom Gestern, 13:17
Böckchen, KUNO ist für Kreditkarten nicht so geeignet, eher für Girocards.
Meine Karte war ja nicht weg, sie ist inzwischen zwar unbrauchbar gemacht, liegt hier aber noch irgendwo herum, bis das erledigt ist.
Meine Karte war ja nicht weg, sie ist inzwischen zwar unbrauchbar gemacht, liegt hier aber noch irgendwo herum, bis das erledigt ist.
Thohom Gestern, 16:07
Ich erinnere mich, dass es früher mal 2 Arbeitstage brauchte, um eine EC-Karten Sperre überall drin zu haben. Jetzt geht das in Sekunden nach der Eingabe.😉
Heutzutage wird fast jede Transaktion direkt am Konto genehmigt/authorisiert. Die Geschäfte, die das nicht machen, weil das ein paar Cent Gebühr kostet, gehen selber das Risiko ein, dass sie in die Röhe schauen.
Heutzutage wird fast jede Transaktion direkt am Konto genehmigt/authorisiert. Die Geschäfte, die das nicht machen, weil das ein paar Cent Gebühr kostet, gehen selber das Risiko ein, dass sie in die Röhe schauen.
Steinbock75 Gestern, 16:18
Ja, es geht schnell mit der Sperrung aber wenn man da dit Kuno nich bei der Polizei sperren lässt können die trotzdem abheben wohl.
Thohom Gestern, 16:51
Wenn man am Automaten was abheben will, braucht man noch die PIN.😉 Die Authorisierung der Transaktion erfolgt direkt am Konto.
WEnn ich nächste Woche zum Frseur gehe, dann zahle ich mit der Girocard über das Smarty. Ich sehe dann im Onlinebanking sofort, was ich an Zahlungen veranlasst habe.
Früher war das ganz anders, da konnte man zur Volksbank gehen, das eigene Konto leer räumen und dann auf der anderen Strassenseite das Konto nochmal leer räumen. Da sind die Vorgänge inzwischen sicherer geworden und heutzutage müsste ich mich nicht deswegen ärgern.
"Der Spezialist" war übrigens sehr überrascht, als das um das Jahr 2000 nur noch einmal funktionierte.
WEnn ich nächste Woche zum Frseur gehe, dann zahle ich mit der Girocard über das Smarty. Ich sehe dann im Onlinebanking sofort, was ich an Zahlungen veranlasst habe.
Früher war das ganz anders, da konnte man zur Volksbank gehen, das eigene Konto leer räumen und dann auf der anderen Strassenseite das Konto nochmal leer räumen. Da sind die Vorgänge inzwischen sicherer geworden und heutzutage müsste ich mich nicht deswegen ärgern.
"Der Spezialist" war übrigens sehr überrascht, als das um das Jahr 2000 nur noch einmal funktionierte.
Steinbock75 Gestern, 16:54
Dit erklärt dit.
• Zentraler Sperrnotruf (116 116): Sperrt die physische Karte bei der Bank für PIN-Zahlungen, das Online-Banking und die Girocard-Funktion (24/7 erreichbar).
• KUNO-Sperre: Ergänzt diesen Schritt, weil Betrüger an manchen Kassen andernfalls das elektronische Lastschriftverfahren mit Unterschrift (ELV) trotz gesperrter Karte missbrauchen können. Idealweise nutzen Sie beide Maßnahmen.
• Zentraler Sperrnotruf (116 116): Sperrt die physische Karte bei der Bank für PIN-Zahlungen, das Online-Banking und die Girocard-Funktion (24/7 erreichbar).
• KUNO-Sperre: Ergänzt diesen Schritt, weil Betrüger an manchen Kassen andernfalls das elektronische Lastschriftverfahren mit Unterschrift (ELV) trotz gesperrter Karte missbrauchen können. Idealweise nutzen Sie beide Maßnahmen.
viktoria45 Gestern, 17:28
Ich entscheide nie, wenn ich unter Stress stehe.
Da kann ich ja gar nicht klar denken.
Ich verschiebe das immer auf später oder auch Mal auf nie.
Keine Entscheidung zu fällen, ist auch eine.
Da kann ich ja gar nicht klar denken.
Ich verschiebe das immer auf später oder auch Mal auf nie.
Keine Entscheidung zu fällen, ist auch eine.
Thohom Gestern, 17:35
ELV ist für den Händler ein Problem, Du kannst der Lastschrift einfach widersprechen.😉
Der Händler hat sich dann hoffentlich unterschreiben lassen, dass die Bank die Adresse herausrücken darf, dann kann er selber eintreiben. Derv Kunde kann ggf. dem seine Verlustmeldung zeigen.
Naja, sooo die Ruhe weg habe ich nicht, viktoria. 😀
Der Händler hat sich dann hoffentlich unterschreiben lassen, dass die Bank die Adresse herausrücken darf, dann kann er selber eintreiben. Derv Kunde kann ggf. dem seine Verlustmeldung zeigen.
Naja, sooo die Ruhe weg habe ich nicht, viktoria. 😀
viktoria45 Gestern, 19:02
Thomas ne das hat bei mir nix mit Ruhe zu tun..ich bin dann quasi nicht Entscheidungs oder handlungsfähig, einfach überfordert
Thohom Gestern, 19:39
Naja, es bedeutet für mich, dass Du nicht in Hektik verfällst. Du nimmst Dir Zeit für Entscheidungen.
Setzt man sich selber unter Druck, kommt genau das raus, was Fake-Angebote oder Nachrichten bewirken sollen, man denkt nicht nach.
Setzt man sich selber unter Druck, kommt genau das raus, was Fake-Angebote oder Nachrichten bewirken sollen, man denkt nicht nach.
Jetzt