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Benutzername
vortex
Vorname
Klaus
Alter
45 Jahre
Geschlecht
männlich
Kategorie
Er sucht Sie
PLZ
90475
Wohnort
Nürnberg
Land
Deutschland
Größe
1.80 m
Gewicht
60 kg
Sternzeichen
Zwilling
Augen
gruen
Haare
schwarz kurz
Schulabschluss
Hochschule
Familienstand
Ledig
Kinder
Ja
Eigener Haushalt
Ja
Raucher
Nein
Alkohol
Nein
Handicap
MS, Psychokram, genaueres im Profil


Ausgehen
Häckchen
Kochen
Computer
Häckchen
Kunst
Essen gehen
Literatur
Häckchen
Entspannen
Häckchen
Musik hören
Häckchen
Fernsehen
Musik machen
Freunde treffen
Reisen
Handwerken
Häckchen
Sport treiben
Kino
Tanzen
Theater
Musikrichtung
Disco


Mehr über Mich:
Ok, meine Handycaps:

- depressiv
- Multiple Sklerose
- meine (nicht)-Sexualität
- Sozialphobie
- generalisierte Angststörung
- Reizdarm

ungefähr aufsteigend in der Reihenfolge.
Damit wären jetzt schon mal die Formalitäten geklärt.

Es fällt mir ein wenig schwer offen über das alles zu schreiben.  Andererseits besteht meine lästige Hauptlebensaufgabe momentan darin, den schönen Schein zu wahren. Also wo, wenn nicht hier, sollte ich beginnen damit aufzuhören etwas vorzugeben was nicht ist? 

Dieses Reizdarmthema plagt mich seit frühester Jugend und ich kann nicht mehr so genau sagen, ob es meine Sozialphobie nur begünstigt oder verursacht hat. An dieser Stelle gleich eine Warnung: Spart euch irgendwelche Gesundheits-, Ärzte-, Sonstige-tipps.  Nach 30 Jahren bin ich damit durch. Ich werde damit leben und sterben.  Im Prinzip ist das gar nicht so schlimm, aber ich habe es leider nie geschafft selbstbewußt damit umzugehen. Jedenfalls hat es mir meine Jugend ziemlich versaut und ein ziemlich zurückgezogenes dasein beschert.

Irgendwann kam dann noch die MS dazu. Im Grunde sollte ich mich über den Verlauf wohl nicht beschweren. Aber mit den Jahren hinterlässt sie langsam Spuren. Man sieht es mir wie so vieles vermutlich kaum an, aber Tanzen wird immer schwieriger. Jammern auf hohem Niveau?  Vielleicht. Aber ich finde es trotzdem tragisch, weil es zum einzigen geworden war, was mich in meinem Leben so ansatzweise etwas glücklich gemacht hat. Ich meine mit Tanzen jetzt nicht irgendwelche Standardtänze, was ich ja leider nicht gelernt habe.  Das wäre für jemand mit ausgeprägter Sozialphobie ja auch etwas merkwürdig, oder? Vielmehr mag ich es, mich nach dem braven bürgerlichen Alltagsleben in irgendwelchen düsteren Clubs, Partys, Wave/Gothic, aber auch so Italo-Disco Veranstaltungen u.ä. herumzutreiben.  Das kostet mich zwar jedesmal eine irre Überwindung meine sichere Komfortzone zu verlassen, aber wenn ich alleine wo hingehe und jederzeit wieder gehen kann, dann klappt das ganz gut. Allerdings finde ich es auch traurig dabei immer alleine zu sein. Ich gucke immer ziemlich neidisch auf "die anderen". Und meine MS nimmt mir die Ausschweifungen auch eher übel.

Ich träume immer noch davon mal mit einer Freundin wegzugehen, einfach Spaß haben, wie "die anderen". Naja, die Hoffnung stirbt als vorletztes.

Stattdessen -surprise- verbringe ich meine Zeit meistens mit Haushalt, Kochen, Kinderbespaßen. Ich habe nämlich eine Familie, Kinder, Haus, und den ganzen Kram. Wie das alles passieren konnte, frage ich mich manchmal selber. Ich glaube es hat vor vielen Jahren damit angefangen, dass ich dachte jemand getroffen zu haben, der mich versteht. Heute glaube ich, dass das ein Irrtum war. Und nur weil man am gleichen Strick zieht, heißt das noch nicht dass man auch in die gleiche Richtung zieht.

Ich wollte versuchen meine Grenzen zu überwinden, offen mit meinen Defiziten umzugehen, Konventionen über Bord werfen und in diesem Sinne (obacht: jugendlicher Wahn) irgendwie die Welt verändern. Stattdessen sitze ich jetzt im goldenen Käfig, spiele das Spiel mit und pflege selber Konventionen zum erbrechen.

Die ganzen bescheuerten Sprüche wie: "Lebe Dein Leben, du hast nur eines", "Lebe Deinen Traum" uva. könnt ihr euch an dieser Stelle alle in den A... schieben. Man kann jetzt wahlweise entscheiden:
1. Ich habe einfach keinen Mut und bin zu ängstlich um irgendwas zu ändern.
2. Ich will nicht, dass meine Kinder den Mist ihres Vaters ausbaden müssen und wenigstens so gut es geht für sie da sein.

Nummer zwei klingt irgendwie besser, hm? Letztlich ist das aber auch müsig. Ich bin nicht mehr 16 und man kann manches einfach nichtmehr nachholen. Irgendwann ist es eben vorbei. Man muss sich damit abfinden und einsehen wenn man verloren hat. Also machen wir das beste daraus.

Achja, fast vergessen (nur Spaß, ich denke dauernd daran): Sex hatte ich seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Kommt mir vor als wäre es in einem anderen Leben gewesen und ist kompliziert.  Ich finde hübsche Frauen total überwältigend. Ok, nicht alle und ich bin durchaus wählerisch. Obwohl sich das nicht immer an gängigen Schönheitsidealen orientiert.
Merkwürdigerweise habe ich zwar große Sehnsucht nach körperlicher Nähe, Zärtlichkeiten und (irgendwie) Erotik, aber den Gedanken an den eigentlichen sexuellen Akt finde ich oft eher abstoßend. Ich könnte mir zwar schon vorstellen, dass sich das im tatsächlichen Kontakt irgendwie ergibt, aber so weit kommt es ja erst gar nicht.  Zwischendrin habe ich mich schon gefragt, ob ich es mal mit Männern versuchen sollte. Zwar habe ich keine prinzipiellen Vorbehalte, aber die konkrete Vorstellung erscheint mir in meinem Fall dann doch eher absurd.
Mit attraktiven Frauen ist es so, dass ich sie dann so viel schöner, besser, selbstbewusster usw. als mich selbst finde, dass ich mir nie vorstellen könnte, dass sie was mit mir anfangen könnten. Schon gar nicht, wenn das über eine freundschaftliche Ebene hinausgeht.  Ich will mich aber auch nicht mit Mittelmaß abgeben. Frei nach Woody Allen: "Ich möchte nie einem Club angehören, der Leute wie mich als Mitglied aufnimmt."
Ich tröste mich meistens damit, dass andere lebenslang im Gefängnis sitzen und es auch aushalten.
Dabei hätte ich noch so viele meiner erotischen Fantasien ausprobieren wollen. Zumindest an der Stelle erscheinen mir meine männlichen Mitmenschen oft entsetzlich primitiv. Deren Sexualität scheint sich im Wesentlichen auf den sexuellen Akt zu beschränken. Ich fühle mich dabei schon manchmal im falschen Film.

In der Ecke ist vermutlich auch meine Vorliebe für weibliche Kleidung zu verorten. Darüber habe ich mir auch schon viel den Kopf zerbrochen. Ich würde es nicht als klassischen Fetisch bezeichnen, weil es mich nicht zwangsläufig sexuell erregt.  Es macht auch einen Unterschied, ob ich damit auf die Straße gehe, oder für zuhause nur so zum Spaß.  Für draußen liebe ich vor allem lange Röcke sehr, so wie auf dem einen Profilbild. Aber das hat für mich null komma nichts mit einem sexuellen Fetisch zu tun. Ich find's einfach schön und ich mag mich nicht immer nur zuhause vor den Spiegel damit stellen. Auch wenn ich befürchte, dass es viele einfach nur lächerlich finden.  Grundsätzlich sollte mir das vermutlich egal sein. Jemand mit mangelhaftem Selbstbewußtsein ist das leider nicht ganz egal.  Weshalb es mich immer wieder Überwindung kostet doch so auf die Straße zu gehen. Warum ich es dann überhaupt mache? Ich weiß es auch nicht so genau, aber es scheint irgendwie wichtig zu sein.

Mein Traum war immer eine Partnerin, die es auch mag und der es auch gefällt und die es nicht quasi nur aus Mitleid akzeptiert. Gemeinsam schöne Klamotten ausprobieren und so...

Ich mag:
Kuscheln, Streicheln, Massieren, Natur, Spazierengehen, Reden, schöne Sonnenuntergänge, Träumen, Lagerfeuer

Ich mag nicht:
Vorurteile, Reisen, Streß, Lärm, Ignoranten

Hobbies:
Technik, Handwerk, Wissenschaft, Kunst (ähm, naja...)

3 Dinge, die Du auf eine einsame Insel mitnimmst:
Soll daran was besonderes sein? Ich bin schon mein ganzes Leben auf einer einsamen Insel. Brauchbare Sachen findet man überall. Was man hingegen mit sich herumschleppt stört oft nur.