Was mich nachdenklich macht.....

Sicher haben einige von Euch gestern am TV die Trauerfeier für Jan Fedder im Hamburger Michel verfolgt. -Im Inernet kann man sie noch ansehen-.

Seine Witwe, Marion Fedder, benutze in ihrer Abschiedsrede sinngemäß die Worte: "Zusammenhalten wie in guten und in schlechten Zeiten - füreinander da sein - 2 Sekunden Pause-
dann kam das Wort "bedingungslos" über ihre Lippen.

Gut, die beiden haben nicht zusammen gewohnt. Ist halt eine moderne Lebensform für Verheiratete.

Aber Weihnachten und Sylvester in der Sonne Spaniens zu verbringen, wo man zuhause einen todkranken Ehemann hat, dessen Lebensende abzusehen ist- gehört das auch zu einer modernen Lebensform, diesen Menschen an den Feiertagen allein zu lassen?🤔


Seit Helmut Schmidt ist kein Hamburger mit so großer Trauer
und so viel Liebe bedacht worden.

So, das waren meine Gedanken zu dem Geschehen.

Kommentare

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Steinbock75 15.01.2020 um 10:49

Hallo HP,
wie andere das handhaben, na ja. Für mich kämme das nicht in Frage. Wenn mein Partner so krank ist, würde ich bei ihm sein wollen. Auch wenn er mir sagen würde fahre ruhig.
 

Korallentaucher 15.01.2020 um 10:50

😎👍
 

Corrion 15.01.2020 um 10:53

Ich habe die Trauerfeier auch gesehen.

Die Frau erschien mir eigentlich nie traurig, stellenweise eher beschwingt.
Aber der Satz, mit dem sie sich von Dirk verabschiedete war sehr schön.
 

Megamolly 15.01.2020 um 11:02

Du hast recht, es stimmt einem nachdenklich, mir geht es in einer gewissen Weise genauso.

Wir wissen aber alle nicht, ob, was und wie die zwei zusammen besprochen haben, wie innig das Verhältnis war (ist es ja nicht zwangsläufig, "nur" weil man verheiratet ist) oder für was für eine Art von Beziehung sie sich entschieden haben.
Es muss und musste für die beiden stimmen, ohne Erklärungen der Öffentlichkeit gegenüber.
Wir können nur mutmassen.

In anderen Situationen die eben von der Öffentlichkeit beredet wird, finde ich es fast noch schlimmer (Harry & Meghan), weil da die Presse mit anscheinenden Wahrheiten und Mutmassungen die wir nicht überprüfen können, Öel ins Feuer giesst.
 

Valery 15.01.2020 um 11:02

jeder ist anders.
wenn ich so krank wäre (hoffentlich nicht), würde ich selber meinem Partner möglicherweise sagen, dass er seine Weihnachten woanders verbringt, nicht mit mir.
als ich das letzte Mal etwas ernster krank war, als nur eine Erkältung, wollte ich z.B. keine Besuche, keine Freunde oder sonstjemanden neben mir.
als meine Mama gestorben war, wollte ich auch keine tröstende Besuche usw., ich wollte alleine sein.
also, jeder ist anders.
und wenn ein ernst kranker Mensch sagt: ich will allein sein, und die Leute gegen seinem Wunsch gehen - ist auch so ziemlich grausam und herzlos aus meiner Sicht. Pflege ist garantiert gegeben - gut, alles weitere nach dem Wunsch von dem Leidenden.
 

Erynyen 15.01.2020 um 11:04

Entschuldigung wenn ich das so sage aber mir kann das Ganze wie eine große Selbstinszenierung vor.
 

Steinbock75 15.01.2020 um 11:19

@Valery

Menschen sagen oft viel um andere zu schützen aber meinen doch was anderes. Wenn ich mich recht entsinne starb er kurz vor Silvester und da würde ich persönlich nicht in der Sonne rumkrepeln sondern meinen Arsch bei meinem geliebten Mensch lassen. Aber jeder tickt da vielleicht anders. Wenn ich im sterben lieg, will ich nicht alleine sein.
 

survivor 15.01.2020 um 11:28

Eine Ehe einzugehen, ist eine Verpflichtung, Versprechen Zusammenhalten wie in guten und in schlechten Zeiten - füreinander da sein. Das war mal! Ich verstehe es auch nicht, wenn ich nicht sicher bin, ein Versprechen einhalten zu können, darf ich es nicht eingehen, also auch nicht heiraten. Lieber eine Partnerschaft ohne Trauschein.
Ich bin ja nicht mehr so jung, aber mir kommt es so vor, dass heute Versprechen nichts mehr zählen, sind eher lockere Vereinbarung, man kann sie halten oder auch nicht. Über den Einfluss der sozialen Medien und dem Gehabe der "Celebrities" möchte ich erst gar nicht eingehen.
 

Thohom 15.01.2020 um 11:35

Wenn die beiden sich einig waren, geht uns das wohl wenig an, oder?
 

schongross 15.01.2020 um 11:44

scheisse aufgesetzt fand ich seine Frau, Ndr dass sie seine letzte Kiez-Tour nicht vollständig gezeigt hatten 
 

Steinbock75 15.01.2020 um 12:22

Wir diskutieren hier öfter über Dinge die uns nix angehen oder über die wir eh keinen Einfluss haben, oder? Also 😁
 

Megamolly 15.01.2020 um 12:26

Und bei aller Ehre,
Ich hab ihn bzw seine Filme auch gemocht.
Aber die Trauerfeier habe ich mir nicht angeschaut. - Ich komme mir da immer vor, wie eine von diesen Glotzern und Schaulustigen am Strassenrand, wenn was passiert ist. 
Wie geht es euch?
 

Steinbock75 15.01.2020 um 12:28

Hab es auch nicht gesehen, Megamolly. Brauch das auch nicht, schon genug Beerdigungen gehabt.
 

Hohenpriesterin1 15.01.2020 um 12:31

Wie ja bekannt, hat Jan Fedder den Ablauf seiner Trauerfeier selber zusammengestellt.

Sehr berührend fand ich, als beim heraustragen des Sarges, ein von ihm selbst gesungenes
und aufgenommenes Liebeslied an seine Frau abgespielt wurde. Ich glaube, dass das bei einer Trauerfeier einzigartig war.
 

Brummsel 15.01.2020 um 12:33

HAbe mir auch nicht die geamte Trauerfeier reingezogen. Für michlebt Jan Fedder in seinen Rollen weiter. Und als Mensch habe ich Ihn nicht gekannt.
Aber auch ich stimme Steinbock zu: wenn ich oder mein Partner im Sterben liegen würden, möchte ich doch diesen wichtigsten Menschen in meinem Leben an meiner Seite wissen. So oder so rum. Egal. Alles andere hätte für mich persönlich nichts mit echter, tiefer Liebe und Verbundenheit zu tun....aber klar, da ist jeder anders gestrickt.
 

Korallentaucher 15.01.2020 um 12:41

 

Korallentaucher 15.01.2020 um 12:48

 

Anne52 15.01.2020 um 12:50

Ich denke, dass keiner von uns Jan Fedder und sein Frau persönlich kannten (ich traf ihn vor einigen Jahren mal zufällig in der Ritze- aber deswegen "kannte" ich ihn nicht). 
Vielleicht wollte er, dass seine Frau den gebuchten Urlaub antrat?
Vielleicht haben sie sich nichts "aus den Feiertagen" gemacht?
Möglicherweise fiel es ihm leichter "zu gehen", als er alleine war?
Ich kann nur sagen, als meine große Liebe vor 12 Jahren an Krebs im KKH gestorben ist, war ich in dem Moment gerade nicht in seinem Zimmer......
 

Steinbock75 15.01.2020 um 12:56

Anne52

Als meine Mutti und Schwester starben durfte ich an ihrer Seite sein und würde es für jeden den ich liebe wieder tun.
 

aletheia 15.01.2020 um 12:56

Das gibt es sehr häufig, anne52, dass Menschen erst dann sterben, wenn sie allein sind.
 

rollihexle 15.01.2020 um 13:02

Habs mir angeschaut und es gabs sehr viel schönes und trauriges dabei, als ich heut früh die Zeitung las und zu den Todesanzeigen kam hab ich schlag in Magen bekommen da war jemand drin den ich und teil von Familie kannte er war jünger wie und so wie ich von einem seiner Arbeitskollegen erfahren hab wars ein Tod im Schlaf R.I.P auch dir 😭
 

Friedrich2 15.01.2020 um 13:04

Da muss ich dir Recht geben sehr seltsam...
 

Steinbock75 15.01.2020 um 13:06

@aletheia

Stimmt daher bin ich froh dabei gewesen zu sein, damit sie nicht alleine sind.
 

Hohenpriesterin1 15.01.2020 um 13:29

@Megamolly - 12:26 Uhr

Du fragst, wie es uns dabei so geht? Also ich empfinde die persönliche Teilnahme an einer Trauerfeier oder vor dem TV nicht als neugierige "Glotzerei". Es waren ja wohl knapp 2.000
geladenen Gäste im Michel. Ich glaube, das keiner von denen so gedacht hat. Sie wollten vielmehr Abschied nehmen und durch ihre perönliche Teilnahme ihm die letzte Ehre erweisen.

Es ist nicht zu vergleichen mit der Glotzerei und Gafferei, wenn Unfallopfer geborgen oder gar wiederbelebt werden und die Rettungsmaßnahmen behindern. Hierzu werden keine Einladungen verschickt.

Wer sich eine Trauerfeier im TV nicht angucken möchte-der läßt es einfach.
 

Megamolly 15.01.2020 um 13:38

Wie gesagt, das ist/wäre mein persönliches Gefühl.
Ich meinte dabei nicht geladene Gäste, die Ihn wohl auch persönlich gekannt haben.

Da waren doch bestimmt auch Hunderte sonst vorort
 

Anne52 15.01.2020 um 13:40

@ aletheia: 
Ja, ich weiß😉
Mein Vater ist auch gestorben, als gerade keiner bei ihm war. 
 

Hohenpriesterin1 15.01.2020 um 13:43

Ja, die wollten sich auch verabschieden und durch ihre  persönliche Teilnahme - auch wenn es nur vor dem Michel war, wo sie die Trauerfeier auf der Leinwand verfolgen konnten- durch ihr Erscheinen ihm ihre letzte Ehre erweisen.
 

rollihexle 15.01.2020 um 13:47

J. Fedder war eine Person des öffentlichen Lebens viele kannten ihn nicht persönlich aber sie mochten ihn gerne und drum find ich das schön das man auch so von jemandem abschied nehmen kann
 

Widderin 15.01.2020 um 13:50

Ich sag jetzt 1x was aus eingener Erfahrung. 
Es soll vorkommen und bei uns war das auch, das man offen miteinander reden kann. 
Ich hätte meinen Mann gerne heute noch bei mir. Egal wie Pflegebedürftig. 
Wir haben geredet. 
Er hatte klare Vorstellungen. 
Er hat mich überzeugt von seinem Willen und ich habe ihn durchgesetzt. 

Nein, kein leichter Weg. 
Mir wurde sogar ins Gesicht gespuckt. 

Und die Trauerfeier war Ulis schönste Geburtstagsparty. 
Alles wie von ihm geplant. 

Und egal wie ihr gleich über mich denkt, ich kann ihm entgegen treten. 

Manchmal ist loslassen Liebe 
 

Widderin 15.01.2020 um 14:06

Vielleicht konnten die beiden ja auch gut miteinander reden 
 

Megamolly 15.01.2020 um 14:08

Ich bin natürlich auch der Meinung, dass man sich mit einer "Abschiedsfeier" von einem lieben Menschen in einem würdigen Ramen trennen/verabschieden kann.

Ich möchte euch etwas ganz persönliches Erzählen:
Mein Vater war selbständiger Geschäftsmann hier in der Stadt. Wenn jemand meinen Familiennamen gehört hat: Ahhhh bist du die Tocher von...., toll, usw. Ich/wir waren also nur schon des Namens wegen bekannt.
Mein Vater ist vor 5 Jahren nach kurzer intensiver Krankheit verstorben. Wir haben gemeinsam entschieden, im aller engsten Familienkreis, mit sehr wenigen persönlichen Freunden Abschied zu nehmen von ihm. Die Todesanzeige ist erst NACH der Beerdigung erschienen. Mein Vater hatte schriftlich Notizen gemacht, wie er sich sein "Abschied" vorstellt....:
Dieser Entscheid kam daher, dass mein Vater einen besten Freund hatte, ebenfalls Geschäftsinhaber, der leider viel zu früh verstorben ist. An der Beerdigung des Freundes waren dann viele, die ihn sogenannt gekannt hatten. Die Familie fühlte sich sehr mies, weil sie sich "beglotzt" fühlten in einer traurigen Situation, wo auch Tränen kullern. Und wenn dann im Nachhinein gelabert wird, es hätte nach der Abdankungsfeier nicht mal was zu trinken gegeben für alle (dahergelaufenen), macht die Stimmung in der Familie auch nicht grad besser.
 

Thohom 15.01.2020 um 14:33

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mir am meisten geholfen hat, als ich beim Tod meiner Freundin dabei war.
 

Widderin 15.01.2020 um 16:12

Ich hatte Uli auch im Arm und war die letzten 5 Tage und Nächte bei ihm. 

Vielleicht wollte Jan Fedder aber alleine gehen dürfen. 
 

Hohenpriesterin1 15.01.2020 um 17:11

Immerhin: 1,5 Millionen Menschen haben bundesweit live die Trauerfeier im TV verfolgt.

880.000 Zuschauer alleine aus dem Norden 😀
 

Widderin 15.01.2020 um 18:06

HP
Ich denke auch jeder sollte gehen dürfen wie er mag und er hat das gut geplant. 
Ich hab geschaut und fand das was er im Interview erzählt hat. 
 

Eisblume50 16.01.2020 um 12:17

Na ja, Hohepriesterin, wir kennen Jan Fedder als Schauspieler. Wir wissen nicht, wie er als Mensch war. Wir können nicht wissen, wie das Verhältnis zu seiner Frau war. Wir können uns schlecht ein Urteil erlauben.
 

Steinbock75 16.01.2020 um 15:28

Stimmt Eisblume aber HP und die anderen haben auch kein Urteil gefaehlt sondern lediglich ihre Gedanken dazu geschrieben.
 

Efeu61 16.01.2020 um 16:06

Ich schätze mal, wenn Jan Fedder laufend unterwegs am Filmset war, gab es keine Momente mehr mit seiner Frau etwas zu unternehmen. Da leidet die Ehe und bricht hinter der Fassade zusammen.
 

Callimaus 16.01.2020 um 17:49

Efeu, Spekulation.
 
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