Liquor

Blog von Siebenpunkt
Ein Wort für bestimmte alkoholische Getränke
aber auch
für eine normalerweise wasserklare farblose Körperflüssigkeit.
Wer hatte schon das Pech, sich welchen abzapfen lassen zu müssen und mag darüber erzählen?

Kommentare

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rollihexle 15.01.2020 um 14:01

Der schreibt sich etwas anders 😧 und seit ich knapp 4 war mind. 5x piksen in rücken
 

Siebenpunkt 15.01.2020 um 14:04

wie schreibt er sich den bei Euch?
 

rollihexle 15.01.2020 um 14:08

Der 1. so "Likör" und der 2. stimmt
 

Siebenpunkt 15.01.2020 um 14:09

😉
wie war die Piekserei für dich?
 

sophi1 15.01.2020 um 14:12

Meinst du jetzt das Getränk oder die Körperflüssigkeit Liquor cerebrospinalis, die das ZNS  umgibt und durch eine Lumbalpunktion zwecks Diagnose bestimmter Erkrankungen aus dem Rückenmark gezogen wird?
Ah, verstehe das zweite ist gemeint.😉
Wieso möchtest du das im Blog öffentlich diskutieren?🤔
 

schongross 15.01.2020 um 14:16

ja mehrfach - bin ja mit n Hydrocephalus geboren, und lag schon Suchvorgänge Koma 
 

rollihexle 15.01.2020 um 14:16

Als Kind mit knapp 4 der Horror, die in den letzten Jahren da hab ich gefragt ob ich an die Stelle 3 Kreise raufmachen soll 😉 die haben mir nix ausgemacht 
 

Siebenpunkt 15.01.2020 um 14:16

Rein aus Interesse und eigentlich nicht diskutieren.
Ist für diejenigen, die was darüber erzählen möchten, keiner muss wenn er nicht will.
Der zweite Satz im Blog beschreibt doch sehr deutlich, was ich meine.
 

Siebenpunkt 15.01.2020 um 14:18

Mich interessiert das Thema auch deswegen, weil ich Liquor als Untersuchungsmaterial bekomme.
 

sophi1 15.01.2020 um 14:27

7. war nicht so ernst gemeint.
Habe jetzt im Zusammenhang mit deinem Thema auch erst mitbekommen, dass die Lumbalpunktion einige Risiken birgt und / aber auch zu Therapiezwecken genutzt wird, zB zum Einbringen von Betäubungsmitteln.

Du arbeitest in einem Labor? Stelle ich mir interessant vor.
 

Tomturbo 15.01.2020 um 14:42

Hatte selbst noch keine Lumbalpunktion, war aber schon sehr oft dabei assistiert. Wie es abläuft und wie schmerzhaft es ist hängt sehr vom Arzt ab. Die einen können es und die anderen sollte lieber die Finger davon lassen. Einen geringen Einfluss hat auch der Patient. Je mehr er sich nach vorne beugen kann, desto leichter wir es für den Arzt zwischen den Wirbeln den Spinalkanal anzustechen. Besonders ältere Personen habend da ihre Schwierigkeiten und damit ein schmerzhaftes Erlebnis. Wenn es ein Arzt wirklich gut kann, dann bemerkt der Patient gerade mal den Einstich der lokalen Betäubung. Häufigste Nebenwirkung ist der postpunktionelle - meist therapierestistente - Kopfschmerz für 24-48 Stunden.
 

Steinbock75 15.01.2020 um 14:49

Ja hatte ich schon, fand es unangenehm aber nicht schlimm. Denke kommt da auch wieder auf den Arzt an
 

schongross 15.01.2020 um 14:58

anstatt Suchvorgänge / auch
 

Knatterfee 15.01.2020 um 15:03

Hab ich 1x gemacht bekommen. Allerdings von vorne wegen Verletzungsgefahr am Rückgrat. Muss ich nicht mehr haben, hat scheisse weh getan (nur ein paar Sekunden). 
 

Steinbock75 15.01.2020 um 15:04

Von vorne Knatterfee?😨🙈
 

Steinbock75 15.01.2020 um 15:06

Bei mir Wirbelsäule aber hatte schon mal eine PunktIon am Becken. Da ging es um Knochenmark.
 

Siebenpunkt 15.01.2020 um 16:08

Knatterfee, Liquor von vorne, ich weiß nicht, da wurde bestimmt was anderes punktiert.
Allen mein aufrichtiges Mitgefühl, die schon punktiert wurden, ich gehe immer achtsam mit dem Probenmaterial um.
 

(Nutzer gelöscht) 15.01.2020 um 16:14

Hatte auch mal das Vergnügen mit der Rückenmarkflüssigkeit entnahme das war nicht so schlimm,aber ich hatte danach über Wochen scheiß Kopfschmerzen obwohl ich immer viel Wasser getrunken habe wie verordnet. Muss ich nicht mehr haben.
 

Knatterfee 15.01.2020 um 16:18

@ Steinbock

Jepp. Ist ca 30 Jahre her, was für ein Akt! 3 Schwestern und meine Mutter haben jeweils einen Arm, bzw ein Bein festgehalten weil ich total panisch war 🙈
Muss zu meiner Verteidigung sagen dass der Arsch von Arzt mir einfach vor den Latz knallt dass die Untersuchung jetzt sofort gemacht wird. Da diese Untersuchung nichts mit meinem Krankheitsbild zu tun hatte, hab ich nein gesagt. Seine Antwort: „Bei Verdacht auf Leukämie wäre das aber angebracht“ - da bin ich dann „leicht“ ausgeflippt -.-
Hab’s erst machen lassen als meine Mutter da war. Hat erst gar nicht wehgetan, hab ja Betäubungsspritze bekommen. Weh tut nur der Moment wenn die Flüssigkeit in die Spritze gezogen wird (und das hat dann bestimmt jeder auf meiner Station gehört ^^)
 

Siebenpunkt 15.01.2020 um 16:18

Ja verstehe ich, was mich persönlich ärgert, ist, dass manche Liquorpunktionen nur Studienzwecken dienen, ohne dem Patienten zu nützen.
Andererseits lassen sich damit schnell Rückschlüsse ziehen.
 

Siebenpunkt 15.01.2020 um 16:20

Knatterfee, ich nehme an, dir wurde aus dem Sternum (Brustbein) Knochenmark entnommen.
 

Knatterfee 15.01.2020 um 16:23

@ Siebenpunkt

Kann ich Dir gar nicht sagen. Es sollte eine Lumbalpunktion gemacht werden, was aber der Arzt wegen meiner Wirbel nicht machen wollte. 
 

Steinbock75 15.01.2020 um 16:24

@Knatterfee

Die Punktion wegen Leukämieverdacht wurde bei mir aus dem Becken entnommen. Die war Scheisse, da die Betäubung erst später wirkte. Die an der Wirbelsäule, also Lumbalpunktion hatte ich, weil keiner wusste woher der Schwindel kam.
 

Knatterfee 15.01.2020 um 16:25

@Siebenpunkt

Da es eine Flüssigkeit war nehme ich nicht an dass es Knochenmark war. 
 

Siebenpunkt 15.01.2020 um 16:26

Mal eine kleine Aufzählung am Rande.
Knochenmark dient der Blutbildung und befindet sich beim Erwachsenen in den Beckenknochen und im Sternum.
Rückenmark dient der Reizweiterleitung und verbindet Körper und Gehirn, befindet sich geschützt im Rückenmarkskanal in der Wirbelsäule.
Liquor auch Lumbalflüssigkeit genannt, umspült das Gehirn und durchläuft den Rückenmarkskanal.
Drei verschiedene Körpersubstanzen, die in schlechten Arztfilmem ständig durcheinander gehauen werden.
 

Siebenpunkt 15.01.2020 um 16:27

Knatterfee an welcher Stelle war der Pieks?
 

Steinbock75 15.01.2020 um 16:27

Ah okay, Knatterfee.
 

Knatterfee 15.01.2020 um 16:42

Nein, es war eine Lumbalpunktion. Die wollte der Arzt nicht am Rücken machen weil da meine Wirbel versteift sind. 
 

Tommie53 15.01.2020 um 16:45

Ich hatte postoperativ (ca. 14 Tage danach) einen Liquorverlust durch einen kleinen Riss in der Rückenmarkshaut. Hat sich subkutan angesammelt und wurde jeweils schmerzlos dort punktiert.
Die Kopfschmerzen hatte ich auch durch den Liquorverlust, der Riss hat sich dann nach drei Tagen selbst verschlossen, so dass nichts mehr nachgelaufen ist. Da waren dann die Kopfschmerzen auch wieder gut.
 

Siebenpunkt 15.01.2020 um 16:47

Man kommt an den Spinalkanal doch nur von hinten ran, die Wirbel sind unter der Haut und der Kanal leicht zu finden.
Weder habe ich in meiner Ausbildung was von einer Liquorentnahme von vorne gehört noch habe ich was im Netzt gefunden, und ein kurzer Piek kann es dann wirklich nicht gewesen sein sondern ein komplizierter Eingriff.
 

Knatterfee 15.01.2020 um 17:12

@ Siebenpunkt

Bei mir kommt man da eben nicht leicht dran. Kann den Arzt auch nicht mehr fragen, der war damals schon gefühlte 100 ^^
Meine 1. (und bis zu meiner) einzige Lumbalfunktion habe ich mit 18 mitbekommen. Patientin musste sich mitten im Krankenzimmer verkehrt herum auf einen Stuhl setzen, sich an der Rückenlehne abstützen und den Rücken krumm machen. Ich habe gesehen wie weh ihr das getan hat aber sie durfte sich ja nicht bewegen. 
In einer Reha haben teilweise Patienten - aufgrund ihrer rheumatischen Erkrankung - auf Heusäcken geschlafen weil das angeblich helfen soll. 
Vor 8 Jahren habe ich herausgefunden dass mich ein Frauenarzt mit einer Methode behandelt hat die heute gar nicht mehr angewendet wird wegen der Risiken. Kommt immer darauf an wo und wann ein Arzt gelernt hat. 
 

Knatterfee 15.01.2020 um 17:40

Hab mir grad Gedanken gemacht. Ich weiß, der Arzt wollte eine Lumbalpunktion machen. Kann ja auch sein dass er sich nach Ansicht des Röntgenbildes für eine Knochenmarkentnahme entschieden hat, ohne mir Bescheid zu geben ( hab nämlich jetzt auch nix unter Lumbalpunktion/Brustbein gefunden). 
 

Siebenpunkt 15.01.2020 um 17:40

Ja sicher.
Aber wenn man von vorne den Spinal bzw Lumbalkanal treffen will, muss man durch Organe und an Organen vorbei, eigentlich fast unmöglich.
 

Knatterfee 15.01.2020 um 17:41

Haben zur gleichen Zeit gepostet ^^
 

Siebenpunkt 15.01.2020 um 17:45

na warst doch auch ein Kind.
Sternalpunktionen werden heute kaum noch gemacht, weil die Gefahr den Herzbeutel zu verletzen, recht groß ist. Aber wer sie gut beherrscht, macht es ganz fix, ich war mal dabei,
hat mich echt beeindruckt. Aber dabei geht es eben um Knochenmark. Armes Kind, was du gewesen bist😉
 

(Nutzer gelöscht) 15.01.2020 um 17:50

Ja, hatte ich schon vor ca 4 Jahren, zur Abklärung sehr seltsamer und heftiger Kopfschmerzen in der Notaufnahme nach CT und anderer diagnostischer Verfahren. War unproblematisch, allerdings hab ich immer noch nen kleinen, verhärteten Knubbel an der Einstichstelle.  Hab getrunken wie ein Weltmeister...
 

samsom 15.01.2020 um 18:08

Nachdem meine Anfälle begonnen hatten, war das mit etwa 10 Jahren einmal zwecks Differentialdiagnostik bei mir gemacht worden. - Ich glaube, dass ich im Nachhinein einige Zeit ruhig liegen musste und für ein paar Tage danach Kreislaufprobleme hatte. Aber wenn ich das in diesem Alter überstanden haben, schaffst du das auch. zwinkerndes Smiley
 

Siebenpunkt 15.01.2020 um 19:04

Hi aletheia, ich erinnere mich, du hattest im Likörblog schon was davon geschrieben.
Hats denn zur Klärung beigetragen? Vermutlich sollte eine Meningitis ausgeschlossen werden.
 

(Nutzer gelöscht) 15.01.2020 um 19:51

Echt? Hab ich das? Kann mich gar nicht erinnern...
Nein, was fieseres! Konnte aber zum Glück ausgeschlossen werden! Bis heute weiß keiner, was das für Schmerzen waren und woher sie kamen. So plötzlich wie sie immer wieder aufgetreten sind, sind sie dann auch irgendwann wieder ganz verschwunden. Zum Glück!
 

Nordlicht1961 15.01.2020 um 21:00

Habe schon häufiger Lumbalpunktionen über mich ergehen lassen, dabei wurde auch jedes Mal Liquor "quasi als Nebenprodukt" abgezapft - nur vor der Diagnosestellung war der Liquor Ziel der Übung. Durch MS hatte ich sehr starke Beugespastiken in den Beinen, die mich kaum schlafen ließen und auch sonst massiv einschränkten. Weil kein Medikament einschließlich cannabisbasierender wirkte, schlug mein Neurologe vor, wiederholt kristallines Kortison (= löst sich peu à peu und hat dadurch eine längere Wirkdauer) intrathekal zu verabreichen, also das Zeugs in den Rückenmarkskanal zu befördern. Das klang und klingt für mich reichlich gruselig, ist es auch, aber mein Neurologe kann es! Kurz ist es scheußlich (eher wegen des Gefühls, was da gerade passiert, weh tat es nicht), danach war schnell eine Linderung der Spastiken zu spüren. Leider entwickelte ich ein paarmal ein Liquorverlustsyndrom, d. h. das "Piekslöchlein" in den Schutzhäuten um den Rückenmarkskanal schloss nicht richtig und Liquor trat aus. Diese brutalen Kopfschmerzen wünsche ich keinem! Aber auch das verging. Das liegt am Gewebe, beim einen schließen die Häutchen sich prima, beim anderen nicht so. Naja, sie sind ja auch zum Schutz und nicht zum Durchpieksen da... Inzwischen sind die Spastiken besser und ich brauche diese Eingriffe derzeit nicht (Toi Toi Toi!!!). Ist der Leidensdruck hoch genug, lässt man so einiges mit sich machen. Und wie gesagt, mein Neurologe beherrscht den Eingriff wirklich gut, das ist mehr als die halbe Miete.
 

Siebenpunkt 15.01.2020 um 21:07

Hallo Nordlicht, das hört sich ja nicht lustig an.
Was hältst du eigentlich von den Ernährungsdocs? In einer Sendung konnte man miterleben, wie es einer MS-Patientin durch Änderung ihrer Nahrungsgewohnheiten besser ging.
 

Nordlicht1961 15.01.2020 um 21:13

Hallo Siebenpunkt,
erstmal danke für deine Frage und dein Interesse!
Klar kenne ich die eDocs. Da ich aber fast vegan lebe und die eDocs das nicht so gern haben (sie empfehlen Milchprodukte und Fisch), habe ich mich da nicht beworben (eine Freundin schlug das auch vor). Die ketogene Ernährung ist leider nichts für mich. Ich bin dabei, gemeinsam mit einer Heilpraktikerin an der Ernährung zu arbeiten und einiges zu ändern. gar nicht so einfach, aber möglich.
Liebe Grüße!
 

Siebenpunkt 15.01.2020 um 21:17

Na das ist doch sehr vernünftig von dir, ich wollte dich ja auch nicht dorthin schicken, nur andeuten, dass man mit Ernährung viel machen kann. Auch bei veganer Ernährung kann man zB zu KH-lastig oder was auch immer leben, gut ist, sich Gedanken zu machen.
Es setzt sich ja immer mehr durch, über entzündungshemmende Ernährung nachzudenken.
 

Nordlicht1961 15.01.2020 um 21:30

Da hast du Recht und ja, ich esse häufig noch recht KH-lastig, aber ich arbeite dran. Antientzündliche Ernährung ist ja für sehr viele Menschen interessant. Wenn man dann so sieht, was hierzulande und überhaupt in den westlichen Industrienationen gegessen wird - au weia (ich schließe mich da gar nicht völlig aus...). Da wird der Begriff "Zivilisationskrankheiten" richtig konkret.
 

Siebenpunkt 17.01.2020 um 23:57

Inzwischen hat man auch schon nachweisen können, dass verschiedene Zusatzstoffe deutlich entzündungsfördernd sind.
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