Mindestlohn 15,--€ Ja oder Nein
23.06.2025 20:23
Mindestlohn 15,--€ Ja oder Nein
23.06.2025 20:23
Mindestlohn 15,--€ Ja oder Nein
Ich persönlich bin dagegen, da es auch sehr viele Nachteile bringen kann. Klar, die seither weniger erhalten haben, freuen sich.
Der Mindestlohn betrug vor ca. 10 Jahren 5.00,--€.
So immense Lohnerhöhungen hat sonst Niemand erhalten in dieser Zeitspanne.
Es wird wenige Unternehmen geben, die sich diese Lohnerhöhung leisten können, Preise werden dementsprechend erhöht werden müssen, Facharbeiter/-innen werden sich wehren, da die Lohnspanne immer geringer wird.
Ich denke, es wird eine Preisschraube geben, unter denen alle leiden müssen.
Dass der Anteil, die seither aufstocken mussten, kurzfristig geringer wird und die Steuereinnahmen wachsen und es doch im Nachhinein mehr Arbeitslose gibt, ist dies überhaupt tragbar und
sinnvoll?
Der Mindestlohn betrug vor ca. 10 Jahren 5.00,--€.
So immense Lohnerhöhungen hat sonst Niemand erhalten in dieser Zeitspanne.
Es wird wenige Unternehmen geben, die sich diese Lohnerhöhung leisten können, Preise werden dementsprechend erhöht werden müssen, Facharbeiter/-innen werden sich wehren, da die Lohnspanne immer geringer wird.
Ich denke, es wird eine Preisschraube geben, unter denen alle leiden müssen.
Dass der Anteil, die seither aufstocken mussten, kurzfristig geringer wird und die Steuereinnahmen wachsen und es doch im Nachhinein mehr Arbeitslose gibt, ist dies überhaupt tragbar und
sinnvoll?
Kommentare
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Jinjer 23.06.2025 20:32
hmm… du weißt hoffentlich schon, dass sogenannte aufstocker, also leute, bei denen der mindestlohn nicht zum leben reicht, vom staat, sprich unseren steuergeldern bezahlt werden, um arme Unternehmer zu entlasten 😉
CookieJulez 23.06.2025 20:32
In vielen Unternehmen könnte man das sicher noch ganz gut kompensieren, indem man das Geld an einer anderen sinnvollen Stelle einspart, nämlich beim üppigen Gewinn und den Gehältern der leitenden Angestellten.
Thohom 23.06.2025 20:43
Krebschen, da wo Du wohnst, kriegt kaum eine Firma qualifizierte Arbeitnehmer, die für den Mindestlohn Vollzeit arbeiten.😉
Neulich hab ich aber ein Interview gehört von einem Räuchermännchenschnitzer aus dem Erzgebirge. Er stellte fest, dass er seinen Laden dicht machen könnte, wenn der Mindestlohn auf 15€ steigen würde.
Sein Hauptabsatzmarkt sind die USA und wenn da dann auch noch zu den gesteigerten Lohnkosten die trumpschen Zölle dazu kämen, würde aus den USA keine mehr kaufen.
Ich halte das Geschäftsmodel für nicht sinnvoll. Er scheint seine waren zu Dumpingpreisen zu verramschen. Hauptsache ich mache Umsatz, aber seine "Gewinne" macht er auf Kosten der Arbeitnehmer, nicht über den Verkaufspreis der Waren.
Ist das nicht der alte DDR Stil, wo alles verramscht wurde, Hauptsache es gab Devisen? Gewinnorientierung fehlte da.
Wie passt das nun damit zusammen, dass man im "Osten" gleiche Löhne, wie im Westen fordert und gleichzeitig einen höheren bundesweiten Mindestlohn ablehnt?
Neulich hab ich aber ein Interview gehört von einem Räuchermännchenschnitzer aus dem Erzgebirge. Er stellte fest, dass er seinen Laden dicht machen könnte, wenn der Mindestlohn auf 15€ steigen würde.
Sein Hauptabsatzmarkt sind die USA und wenn da dann auch noch zu den gesteigerten Lohnkosten die trumpschen Zölle dazu kämen, würde aus den USA keine mehr kaufen.
Ich halte das Geschäftsmodel für nicht sinnvoll. Er scheint seine waren zu Dumpingpreisen zu verramschen. Hauptsache ich mache Umsatz, aber seine "Gewinne" macht er auf Kosten der Arbeitnehmer, nicht über den Verkaufspreis der Waren.
Ist das nicht der alte DDR Stil, wo alles verramscht wurde, Hauptsache es gab Devisen? Gewinnorientierung fehlte da.
Wie passt das nun damit zusammen, dass man im "Osten" gleiche Löhne, wie im Westen fordert und gleichzeitig einen höheren bundesweiten Mindestlohn ablehnt?
(Nutzer gelöscht) 23.06.2025 20:56
Bürgergeld/Grundsicherung ist so hoch wie nie zuvor...
Mindestlohn soll steigen...
Inflation steigt unaufhörlich weiter, auch wenn uns das Gegenteil gesagt wird...
Wo fängt die Gerechtigkeit an und wo hört sie auf❓
Mindestlohn soll steigen...
Inflation steigt unaufhörlich weiter, auch wenn uns das Gegenteil gesagt wird...
Wo fängt die Gerechtigkeit an und wo hört sie auf❓
Thohom 23.06.2025 21:06
Cruiser....was meinst Du mit steigender Inflation genau? Den Prozentsatz?
Aktuell sind wir bei 2,1%, dass ist ganz nahe dran an der gewünschten Inflation von 2%, was man als förderlich für eine stabile Wirtschaft ansieht.
Stagflation oder sogar Deflation möchtest Du vermutlich auch nicht haben, weil wir dann ganz viele Pleiten haben und dann auch Arbeitsplätze weg sind.
Aktuell sind wir bei 2,1%, dass ist ganz nahe dran an der gewünschten Inflation von 2%, was man als förderlich für eine stabile Wirtschaft ansieht.
Stagflation oder sogar Deflation möchtest Du vermutlich auch nicht haben, weil wir dann ganz viele Pleiten haben und dann auch Arbeitsplätze weg sind.
Garfield17 23.06.2025 21:07
15 € Mindestlohn funktioniert nur bei großen Konzernen. Der Mittelstand oder Handwerksbetrieb kann da dann so nicht mehr mithalten, wenn man jedem Ungelernten schon 15 € bezahlen soll ?
Schließlich muss die Kundschaft ja auch die Mehrkosten schultern. Dann floriert die Schwarzarbeit wieder und keinem hilft es wirklich.
Schließlich muss die Kundschaft ja auch die Mehrkosten schultern. Dann floriert die Schwarzarbeit wieder und keinem hilft es wirklich.
Thohom 23.06.2025 21:37
Garfield, ich habe einen Bekannten, der ist selbstständiger Handwerker und hat m.W. um die 20 Mitarbeiter. Seine qualifizierten Mitarbeiter bekommen aktuell alle mehr als 20€/Std., sonst könnte er seinen Laden dicht machen, weil die Mitbewerber mehr zahlen.
Wie groß müsste der Lohnabstand zwischen gelernt und ungelernt sein?
Und ja, Handwerker kosten was, weil sie (hoffentlich) qualifiziert sind für ihren Job und das sollte sich auch finanziell auszahlen.
Wie groß müsste der Lohnabstand zwischen gelernt und ungelernt sein?
Und ja, Handwerker kosten was, weil sie (hoffentlich) qualifiziert sind für ihren Job und das sollte sich auch finanziell auszahlen.
Erynyen 23.06.2025 22:44
Ich bin und war gegen Mindestlohn ...Natürlich sollen gut ausgebildete Fachkräfte ordentlich verdienen ,aber son Burgerflipper bei Mäckes ...nööö...
Erynyen 23.06.2025 22:59
Nö ...wenn du 172 Stunden (also Vollzeit)für 11 Euro arbeiten gehst gibt's nix mehr zum stocken ..im Deutschland müssen die Preise runter Strom...Miete ,Benzin. ..Lebensmittel .
Dann braucht auch niemand zu stocken
Dann braucht auch niemand zu stocken
Erynyen 23.06.2025 23:55
Der Weltmarkt hat ja Dumpingpreise ....erst wurde alles nach China und Co verhökert und jetzt wundert man sich wie billig die produzieren können.....das ist doch ein Witz und zwar ein ganz schlechter
Erynyen 23.06.2025 23:58
Es liegen halt Welten zwischen den Lebensstandards der Weltbevölkerung..und das wird auf kurz oder lang eben Abstriche für bis jetzt reiche Industrienationen bedeuten
Thohom 24.06.2025 01:27
Ich meine jetzt z.B. den Rohstoff Erdöl. Subventionierte Preise? Ist schwer durchzuhalten, siehe das Beispiel DDR.
Jinjer 24.06.2025 05:32
das problem liegt daran, dass das bürgergeld zu niedrig ist. so kann man auch den mindestlohn niedrig halten.
😉
die sogenannten totalverweigerer befinden sich nicht im sechsstelligen bereich, wie so gern behauptet wird, sondern bei etwa 16.000. die anderen, die bürgergeld beziehen, haben ein alter erreicht, wo sie keinen job mehr finden, andere sind schwerbehindert, nicht genug qualifiziert oder finden keinen kitaplatz.
wer angestellte nicht ordentlich bezahlen kann, sollte kein gewerbe eröffnen, egal ob in welchen teil deutschlands.
und große firmen, wie auch fast-food-ketten, die riesige gewinne machen… nunja, warum machen die wohl so große gewinne? 😉
ich weiß woran es liegt, dass viele andere einen höheren mindestlohn nicht gönnen. was verliert man dabei oder geht es einem persönlich schlechter, wenn andere ein bisschen mehr am ende des monats auf dem konto haben?
wie soll die wirtschaft im land angekurbelt werden, wenn die leute kein geld zum ausgeben haben?
da gibts dann auch wieder geheule 😉
😉
die sogenannten totalverweigerer befinden sich nicht im sechsstelligen bereich, wie so gern behauptet wird, sondern bei etwa 16.000. die anderen, die bürgergeld beziehen, haben ein alter erreicht, wo sie keinen job mehr finden, andere sind schwerbehindert, nicht genug qualifiziert oder finden keinen kitaplatz.
wer angestellte nicht ordentlich bezahlen kann, sollte kein gewerbe eröffnen, egal ob in welchen teil deutschlands.
und große firmen, wie auch fast-food-ketten, die riesige gewinne machen… nunja, warum machen die wohl so große gewinne? 😉
ich weiß woran es liegt, dass viele andere einen höheren mindestlohn nicht gönnen. was verliert man dabei oder geht es einem persönlich schlechter, wenn andere ein bisschen mehr am ende des monats auf dem konto haben?
wie soll die wirtschaft im land angekurbelt werden, wenn die leute kein geld zum ausgeben haben?
da gibts dann auch wieder geheule 😉
Junggebliebene 24.06.2025 19:04
"wer angestellte nicht ordentlich bezahlen kann, sollte kein gewerbe eröffnen, egal ob in welchen teil deutschlands. "👍
Brummsel 24.06.2025 19:47
JG, grundsätzlich gebe ich dir recht. Aber was ist z.B. mit den Erntehelfern? wenn die Spargelbauern Mindestlohn zahlen würden könnten wir uns das zarte Gemüse nicht mehr leisten. Viele Spargelbauern aus meiner Region haben aufgegeben.
In allen anderen Bereichen bin ich auch für Mindestlohn...mindestens. Was bringt es wenn die Arbeitnehmer dennoch auf Wohngeld, Aufstocken und sonstige Sozialleistungen angewiesen sind. Da geht doch kaum noch einer arbeiten....
In allen anderen Bereichen bin ich auch für Mindestlohn...mindestens. Was bringt es wenn die Arbeitnehmer dennoch auf Wohngeld, Aufstocken und sonstige Sozialleistungen angewiesen sind. Da geht doch kaum noch einer arbeiten....
Thohom 24.06.2025 20:02
Was soll das sein, Brummsel? Mindest-Mindestlohn? Mindestlohn ist die unterste Grenze und komischerweise kaufen hier vor der Tür die Leute immer noch den Spargel für 16€/kg oder die Erdbeeren für 4,50€/500gr. Weil sie es wollen und sie wissen, dass das von nem Acker aus der näheren Umgebung kommt.
Spargel umd Erdbeeren gibt es beim Türken nebenan günstiger und er wird seine Ware auch los, nur wer weiß da zu welchen Bedingungen die Ernthelfer arbeiten? Da käme dann kurz über lang auch ein Aufschrei, dass da möglicherweise ausgebeutet wird.
Nur mal hochgerechnet....wieviel Spargel/Erdbeeren erntet ein Erntehelfer in der Stunde und was machen da 2,50€ mehr Lohn aus auf das Kilo? Ich weiß, dass die Einkäufer in der Lieferkette die Preise zu drücken versuchen, nur wenn sie sonst nichts bekommen, haben die auch ein Problem. Da müssen dann die Erzeuger mal solidarisch sein und nicht zu Dumpingpreisen doch ncoh verkaufen.
Spargel umd Erdbeeren gibt es beim Türken nebenan günstiger und er wird seine Ware auch los, nur wer weiß da zu welchen Bedingungen die Ernthelfer arbeiten? Da käme dann kurz über lang auch ein Aufschrei, dass da möglicherweise ausgebeutet wird.
Nur mal hochgerechnet....wieviel Spargel/Erdbeeren erntet ein Erntehelfer in der Stunde und was machen da 2,50€ mehr Lohn aus auf das Kilo? Ich weiß, dass die Einkäufer in der Lieferkette die Preise zu drücken versuchen, nur wenn sie sonst nichts bekommen, haben die auch ein Problem. Da müssen dann die Erzeuger mal solidarisch sein und nicht zu Dumpingpreisen doch ncoh verkaufen.
CookieJulez 24.06.2025 20:23
@Brummsel
Es gibt noch einen Haufen anderer Erzeugnisse, auf die sich ein Landwirt spezialisieren kann.
Wenn das dazu führt, dass Menschen besser von ihrem Geld leben können, dann verzichte ich gerne auf Spargel und Erdbeeren.
Es gibt noch einen Haufen anderer Erzeugnisse, auf die sich ein Landwirt spezialisieren kann.
Wenn das dazu führt, dass Menschen besser von ihrem Geld leben können, dann verzichte ich gerne auf Spargel und Erdbeeren.
badetraum 14.07.2025 12:03
der einzige wo damit ,ob mindestl oder stunden lohn ist doch unser staat, weil im gleichen zuge alles teuer wird, so wie es kommt ist es auch beim kleinen wieder weg.leider
Thohom 14.07.2025 12:26
Naja, wir haben in D gerade eine recht niedrige Inflation und dass man vom Mindestlohn nicht reich wird, ist auch eine Binsenweisheit.
Thohom 14.07.2025 14:21
Definiere "vernünftig"!
Komischerweise kriegen Gewerkschaftsmitglieder sehr selten Mindestlohn, also hilft es sich zu organisieren. Hier wird ja so getan, als dürfe nicht mehr gezahlt werden als Mindestlohn.
Komischerweise kriegen Gewerkschaftsmitglieder sehr selten Mindestlohn, also hilft es sich zu organisieren. Hier wird ja so getan, als dürfe nicht mehr gezahlt werden als Mindestlohn.
Brummsel 14.07.2025 14:42
Wenn wir ehrlich sind liegen die meisten Löhne eh über Mindestlohn.
Der Mindestlohn soll vor allem gegen Ausbeutung helfen und ist meiner Meinung nach ein guter Ansatz!
Der Mindestlohn soll vor allem gegen Ausbeutung helfen und ist meiner Meinung nach ein guter Ansatz!
Thohom 14.07.2025 15:40
Der dient ja m.W. hauptsächlich dazu, dass irgendwelche eingeflogenen Arbeitnehmer aus z.B. Rumänien oder Bulgarien hier nicht zu Dumpinglöhnen arbeiten können und damit hier den Niedriglohnsektor noch unterbieten.
Jinjer 14.07.2025 18:10
hier mal was aktuelles zum mindestlohn:
https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-07/mindestlohn-wirtschaft-niedriglohnsektor-statistik
und wer profitiert davon?
immerhin 6,6 mio menschen und nicht nur erntehelfer aus ärmeren europäischen staaten, sondern auch frauen deutlich mehr als männer, menschen in den neuen bundesländern, mitarbeitende in forst- und landwirtschaft, gastgewerbe, fischerei.
https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-07/mindestlohn-wirtschaft-niedriglohnsektor-statistik
und wer profitiert davon?
immerhin 6,6 mio menschen und nicht nur erntehelfer aus ärmeren europäischen staaten, sondern auch frauen deutlich mehr als männer, menschen in den neuen bundesländern, mitarbeitende in forst- und landwirtschaft, gastgewerbe, fischerei.
Thohom 14.07.2025 18:22
Da denke ich, dass es gut wäre, wenn mehr Arbeitnehmer sich organisieren. Gewerkschaften können viel besser mit den Arbeitgebern verhandeln, wie Einzelpersonen. Ich wundere mich, dass man im "Osten" gerne gleiche Löhne, wie im Westen fordert, sich aber gleichzeitig nur ungern gewerkschaftlich organisiert. Löhne werden von den Tarifparteien verhandelt und kommen nicht mehr aus dem Wirtschaftsministerium oder wer auch immer in der DDR die Löhne festlegte.
Mal ernsthaft....wenn ein Betriebsmodel für die Arbeitnehmer nichtmal den Mindeslohn abwirft, dann steht das m.E. kurz vor der Pleite oder hat was von Hobby.
Mal ernsthaft....wenn ein Betriebsmodel für die Arbeitnehmer nichtmal den Mindeslohn abwirft, dann steht das m.E. kurz vor der Pleite oder hat was von Hobby.
Jinjer 14.07.2025 18:34
man könnte meinen, da gibt’s eine ostpassion 😜
es gibt ja noch andere gruppen, die vom mindestlohn profitieren…
klar, sollten solche betriebsformen nicht gefördert werden, aber, tja, manchen unternehmen muss der staat halt n bisschen auf die finger hauen, z.b. in form des mindestlohnes, damit nicht nur deren aktionäre gut bedient werden. es gibt ja durchaus unternehmen, die sich das durchaus leisten können den mindestlohn auszuzahlen; nicht alle davon haben ein vabanques geschäftsmodell. 🤷♀️
es gibt ja noch andere gruppen, die vom mindestlohn profitieren…
klar, sollten solche betriebsformen nicht gefördert werden, aber, tja, manchen unternehmen muss der staat halt n bisschen auf die finger hauen, z.b. in form des mindestlohnes, damit nicht nur deren aktionäre gut bedient werden. es gibt ja durchaus unternehmen, die sich das durchaus leisten können den mindestlohn auszuzahlen; nicht alle davon haben ein vabanques geschäftsmodell. 🤷♀️
Thohom 14.07.2025 18:44
Nö, es gibt eine Statistik, wo da am Meisten profitiert wird vom Mindestlohn und das ist nun mal der "Osten".
Ich finde das schade, dass man so skeptisch gegenüber Gewerkschaften ist, vielleicht ist das ja auch so ein DDR Relikt von wegen FDGB usw., nur weiter kommt man so nicht. Ich finde nur selten was in der Presse, dass da mal ein Streik stattfindet. Wenn bei uns die Müllmänner für den ÖD streiken, ist die Presse voll.
Ich war früher froh, dass meine Tarifverhandlungen von einer Gewerkschaft übernommen wurde und das obwohl ich nur Trittbrettfahrer war, also kein Gewerkschaftsmitglied. Es gab trotzdem einen guten Organisationsgrad im ÖD.
Ich finde das schade, dass man so skeptisch gegenüber Gewerkschaften ist, vielleicht ist das ja auch so ein DDR Relikt von wegen FDGB usw., nur weiter kommt man so nicht. Ich finde nur selten was in der Presse, dass da mal ein Streik stattfindet. Wenn bei uns die Müllmänner für den ÖD streiken, ist die Presse voll.
Ich war früher froh, dass meine Tarifverhandlungen von einer Gewerkschaft übernommen wurde und das obwohl ich nur Trittbrettfahrer war, also kein Gewerkschaftsmitglied. Es gab trotzdem einen guten Organisationsgrad im ÖD.
Jinjer 14.07.2025 18:53
und wahrscheinlich kommt jetzt wieder irgendwas von „nach dem staat rufen und nicht selbst aus den puschen kommen“
und jede/r ist seines/ihres glücks schmied, wo denjenigen suggeriert wird, die es nicht schaffen, an ihrem misserfolg selbst schuld zu sein. 🤷♀️
in meinen augen hat der staat auch über den mindestlohn ne sorgfaltspflicht.
und jede/r ist seines/ihres glücks schmied, wo denjenigen suggeriert wird, die es nicht schaffen, an ihrem misserfolg selbst schuld zu sein. 🤷♀️
in meinen augen hat der staat auch über den mindestlohn ne sorgfaltspflicht.
Jinjer 14.07.2025 18:56
ach mensch, und ich dachte, du warst/bist in ner gewerkschaft 😆
und rufst hier indirekt dazu auf, in eine einzutreten 😉
und rufst hier indirekt dazu auf, in eine einzutreten 😉
Thohom 14.07.2025 19:05
Wie haben wir im Westen früher nur ohne Mindestlohn überlebt? Ging doch auch und wenn ich mich richtig erinnere, dann haben einige Gewerkschaften Ende der 60er Jahre wochenlang gestreikt, um merkliche Tariferhöhungen durchzusetzen.
Für die Konsensfähigkeit von Gewerkschaften und Arbeitgebern wurden wir damals beneidet, besonders aus GB und Frankreich, denn da wurde viel radikaler gestreikt, während im Westen schnell wieder gearbeitet wurde.
Als der Eiserne Vorhand fiel, war zumindest der westdeutsche Arbeitsmarkt plötzlich offen für Firmen, die mit Sub-sub-Unternehmen arbeiteten aus wasweißich, die dann zu Hungerlöhnen arbeiteten. Das machte dann die "eigenen" Unternehmen kaputt, weil da niemand bei den Ausschreibungen mithalten konnte.
Mindestlohn und die Regel, dass öffentliche Aufträge nur an Firmen vergeben, die sich verpflichten Mindestlohn zu zahlen, waren damals die Maßnahmen.
Dass im "Osten" der Mindestlohn Verbesserungen brachte/bringt, ist m.W. nur ein Nebeneffekt.
Ganz nebenbei liegt das Vollzeiteinkommen beim Mindestlohn schon ein Stück über der Grundsicherung.
Für die Konsensfähigkeit von Gewerkschaften und Arbeitgebern wurden wir damals beneidet, besonders aus GB und Frankreich, denn da wurde viel radikaler gestreikt, während im Westen schnell wieder gearbeitet wurde.
Als der Eiserne Vorhand fiel, war zumindest der westdeutsche Arbeitsmarkt plötzlich offen für Firmen, die mit Sub-sub-Unternehmen arbeiteten aus wasweißich, die dann zu Hungerlöhnen arbeiteten. Das machte dann die "eigenen" Unternehmen kaputt, weil da niemand bei den Ausschreibungen mithalten konnte.
Mindestlohn und die Regel, dass öffentliche Aufträge nur an Firmen vergeben, die sich verpflichten Mindestlohn zu zahlen, waren damals die Maßnahmen.
Dass im "Osten" der Mindestlohn Verbesserungen brachte/bringt, ist m.W. nur ein Nebeneffekt.
Ganz nebenbei liegt das Vollzeiteinkommen beim Mindestlohn schon ein Stück über der Grundsicherung.
Neffi 14.07.2025 21:01
Mich betrifft es zwar nicht aber ich bin für einen anständigen Mindestlohn. Wer arbeitet soll auch davon leben können und sich mehr leisten können als jemand der nicht arbeitet.
Jinjer 14.07.2025 21:14
oder nicht mehr arbeitet, weil er/sie nicht mehr arbeiten kann oder keinen kitaplatz findet oder… ?
heißt es dann, pech gehabt? 🤷♀️
heißt es dann, pech gehabt? 🤷♀️
Thohom 14.07.2025 21:17
...und wie hältst Du da dann den Abstand zwischen Grundsicherung, unqualifizierte Arbeit (Mindestlohn?), qualifizierte Arbeit (mit Abschluss Lehre, Meister, Studium)? Ein höherer Mindestlohn würde doch die Entlohnung nach oben treiben, um das Tarifgefälle zu wahren.
Um nicht in diese Falle zu geraten kommt es aktuell oft vor, dass niedrigere Tarifgruppen Einmalzahlungen erhalten, um die sorgsam austarierte Tariftabelle nicht durcheinander zu bringen und gleichzeitig mehr Geld an die unteren Tarifgruppen zu geben über das Jahreseinkommen.
Um nicht in diese Falle zu geraten kommt es aktuell oft vor, dass niedrigere Tarifgruppen Einmalzahlungen erhalten, um die sorgsam austarierte Tariftabelle nicht durcheinander zu bringen und gleichzeitig mehr Geld an die unteren Tarifgruppen zu geben über das Jahreseinkommen.
Neffi 14.07.2025 21:19
Ich bin selbst nicht mehr arbeitsfähig und mir geht es trotzdem nicht schlecht.
Thohom 14.07.2025 21:29
Ich bin Rentner und lebe auch zufrieden vor mich hin.
Ich habe aber oft genug die Tarifverhandlungen verfolgt, die meinen Bereich betrafen....den ÖD.
Wenn ich dann die Tarifabschlüsse der IG Metall (die waren in Stuttgart überall dabei) dagegen verfolgt habe, fühlte ich mich immer wie in "beschützter Armut". 😉
Ich habe aber oft genug die Tarifverhandlungen verfolgt, die meinen Bereich betrafen....den ÖD.
Wenn ich dann die Tarifabschlüsse der IG Metall (die waren in Stuttgart überall dabei) dagegen verfolgt habe, fühlte ich mich immer wie in "beschützter Armut". 😉
Me262 15.07.2025 12:49
Der Mindestlohn ist ein Nebenschauplatz. Da gibt es andere Probleme. Wir haben einerseits Fachkräftemangel, andererseits viele Menschen die bewußt und gewollt auf Kosten Anderer leben.
Ein Beispiel: Gestern fahre ich mit dem ICE, extra eine Verbindung ohne Umsteigen rausgesucht. In Köln blieb er stehen. Durchsage: Der Zug endet hier außerplanmäßig, da wir keinen Lokführer haben. Mühsam in den ICE der eine Stunde später fahren sollte. Exakt als er eigentlich hätte abfahren sollen kam welche Durchsage? Ihr könnt es Euch denken.
Ein Beispiel: Gestern fahre ich mit dem ICE, extra eine Verbindung ohne Umsteigen rausgesucht. In Köln blieb er stehen. Durchsage: Der Zug endet hier außerplanmäßig, da wir keinen Lokführer haben. Mühsam in den ICE der eine Stunde später fahren sollte. Exakt als er eigentlich hätte abfahren sollen kam welche Durchsage? Ihr könnt es Euch denken.
Simphony86 15.07.2025 13:28
Die Zahl dieser Gruppe, bei denen der Regelsatz aufgrund von Weigerung gekürzt wurde, betrug laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit in den ersten elf Monaten des Jahres 2023 insgesamt 13.838. Von den 1,6 Millionen arbeitsfähigen Bürgergeld-Empfänger sind somit 0,86 Prozent „Totalverweigerer“ von Arbeit oder Ausbildungen.
Sind ja so viele 😅
Sind ja so viele 😅
Thohom 15.07.2025 13:45
Ich hab nen Bekannten vom Sport. Früher war er der Gemüsemann beim EDEKA, jetzt ist er Lokführer und fährt Materialien für den Gleisbau durch ganz Deutschland.
Bezahlung ist besser und der Jungentraumberuf dazu....läuft bei dem.😅
Bezahlung ist besser und der Jungentraumberuf dazu....läuft bei dem.😅
Me262 15.07.2025 19:11
Simphony86, Dein Kommentar wäre inhaltlich berechtigt wenn alle Totalverweigerer eine Kürzung bekämen. Die Realität sieht aber anders aus, zumal die Kontrollen allenfalls stichprobenartig erfolgen.
Kommt dazu, dass die hierher gekommenen Ukrainer automatisch Bürgergeld erhalten aber keinerlei Sanktionen befürchten müssen.
Kommt dazu, dass die hierher gekommenen Ukrainer automatisch Bürgergeld erhalten aber keinerlei Sanktionen befürchten müssen.
Jinjer 15.07.2025 19:52
„arbeit soll sich wieder lohnen“ heißt es doch so schön 😅
bedeutet das jetzt, es wird das bürgergeld gekürzt, der mindestlohn n bisschen angehoben, damit dann das gefühl entsteht, einer „hust“ gerechten entlohnung, weil sich nur der monitäre abstand zum bürgergeld vergrößert hat? 🤷♀️
bedeutet das jetzt, es wird das bürgergeld gekürzt, der mindestlohn n bisschen angehoben, damit dann das gefühl entsteht, einer „hust“ gerechten entlohnung, weil sich nur der monitäre abstand zum bürgergeld vergrößert hat? 🤷♀️
Thohom 15.07.2025 19:55
Was ist denn eine "gerechte Entlohnung"? Fragste 100 Leute, bekommst Du 110 verschiedene Antworten.
Ich finde z.B., dass eine gerechte Entlohnung die Qualifikation für die Arbeit berücksichtigen muss.
Ich finde z.B., dass eine gerechte Entlohnung die Qualifikation für die Arbeit berücksichtigen muss.
CookieJulez 15.07.2025 20:02
Wenn Bürgergeld-Empfänger MEHR Geld bekämen, dann könnte man ggf. auch Kürzungen besser durchsetzen.
Aber am Existenzminimum lässt sich nunmal nichts kürzen.
Aber am Existenzminimum lässt sich nunmal nichts kürzen.
Jetzt