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Ich möchte mein altes Leben zurück

Ich möchte mein altes Leben zurück
Gezeichnet von Krankheit und mehreren Operationen und immer wieder von den Ärzten zu höhren, es sieht gut aus, aber es ist nicht gut, sondern viel schlechter als voher😎 

Um es zu verstehen hab ich jetzt die fünfte OP unter Vollnarkose hinter mir. Die Operationen sind jedesmal im Gesicht, Unterkiefer und Hals, in nähe der Halsschlagader. 
Mir ist bewusst, dass einigie viel mehr OP über sich ergehehen lassen müssen. Mir gehts im Moment einfach nur Scheiße, wenn sich trotz Eingriffen nichts verändert😥

Gehts euch auch so?

Kommentare

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Zenaida 17.02.2026 23:20
Klingt wie eine hochbetagte Verwandte, die auch nicht akzeptieren kann, dass man mit 90 nicht mehr so springen kann wie mit 50 oder 70.  

Es hilft alles nichts, du wirst dich mit deiner Situation abfinden müssen, sofern du nichts dran ändern kannst. Und dabei ist es vollkommen egal, wie es den anderen geht. Das ist deine ureigene Aufgabe.
 
piepek 17.02.2026 23:42
Um noch gleich ander Profile zu verschrecken, die mich gerade besuchen, schreibt doch einfach mal was. Ihr babt mich jetzt einige Male besucht, ich verserstehe keinen Sinn in solchem Verhalten😎
 
Siebenpunkt 17.02.2026 23:44
du verstehst einiges nicht 😉
 
piepek 17.02.2026 23:46
Sieben, och nö, dass wollte ich jetzt nicht höhren😭
 
Siebenpunkt 17.02.2026 23:47
du Armer
 
Lionheart68 17.02.2026 23:47
Ick hatte nie een andres Leben...
 
BrokenByDesign 17.02.2026 23:47
Was hast du denn jetzt gerade für ein Problem mit Zenaidas Beitrag?

Dass das Akzeptieren in einem Fall wie deinem sicherlich nicht einfach ist, kann ich verstehen. Im Grunde hat sie aber schon Recht.
 
Mirka 17.02.2026 23:48
Zenaida,hör doch bitte auf hier Rat"schläge zu erteilen,wenn Du so gar nicht ūber die Umstånde informiert bist.
 
piepek 17.02.2026 23:53
Zenaida, ich schätze dich hier im Forum sehr, aber von der Materie hast du keine Ahnung.
 
piepek 17.02.2026 23:59
Zenaida, du hörst viele Sachen von Freunden und so, aber wenn du das selber durmachen musst, finde ich Komentare wie von deinem eben nicht hilfreich.
 
Siebenpunkt 18.02.2026 00:01
Kein anderes Leben? Naja, man könnte es aber so sehen, dass das Leben einst, als das Handicap noch keine oder kaum eine Rolle spielte, ein anderes war.
 
Siebenpunkt 18.02.2026 00:02
aber es geht nie rückwärts, nur vorwärts, noch mal jung sein, wünscht sicher jeder mal, träumen darf man
 
piepek 18.02.2026 00:08
Sieben, dass ist jetz aber negativ und wollte ich nicht höhren😭
Es braucht aufbauende Floskeln, wie du schaffst das.😒
 
(Nutzer gelöscht) 18.02.2026 00:08
Mein Handicap gehört zu mir, ich habe mich damit arrangiert.
 
Mirka 18.02.2026 00:14
Wenn man sich in einer Situation befindet in der man auf Verbesserung hofft ,und diese nicht eintrifft ist es sehr scher mit der Akzeptanz
 
Mirka 18.02.2026 00:14
×schwer×
 
Siebenpunkt 18.02.2026 00:15
piepek, ich kenne dich zuwenig, darum weiß ich nicht, was aufbauend bei dir wirken würde
 
piepek 18.02.2026 00:17
Mir geht es nicht um wieder jung sein, die ganzen Fehler, die bei den vielen Operationen gemacht wurden und ich immer wieder von den Professoren gehört habe, dass haben wir so nicht erwatet, bringen mich nicht weiter. In den USA wäre ich mit Sicherheit Millionär, was Behandlungsfehler betrifft.
 
piepek 18.02.2026 00:21
Du, Sieben, du kannst mir da nicht helfen, aber hier darüber schreiben und Leute zu finden, denen auch so geht, reicht fürs erste😘
 
Siebenpunkt 18.02.2026 00:21
ich könnte dir aus meinen Erfahrungen mit einem Professor und anderen Medizinern lange erzählen, aber das bringt dich nicht weiter, bestimmte Dinge kann man nicht rückgängig machen, dann bringt es aber nichts, an diesem Punkt zu verharren, das wäre Verschwendung von Lebenszeit
 
piepek 18.02.2026 00:25
@ Siebenpunkt, was machste aber, wenn die dich Kaputtoperiert haben? Ändern kann ich es jetzt nicht mehr, aber beschweren kann ich mich noch, dass kann auch nicht jeder.
 
Siebenpunkt 18.02.2026 00:26
würde nichts bringen, man unterschreibt vorher
 
piepek 18.02.2026 00:28
Genau so siehts aus😥
 
Siebenpunkt 18.02.2026 00:30
es ist leider so, dass operieren oft nicht die richtige Entscheidung, war, ist, sein wird, dass das OP-Ergebnis von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird und dass die Operierten in solchen Fällen immer die A-Karte haben, in unserem Land wird so etwas fortlaufend produziert
 
piepek 18.02.2026 00:36
@ Siebenpunkt, versteh mich nicht falsch, ich bin froh in Deutschland geboren zu sein. In anderen Ländern der Welt, würde es mich nicht nach dieser Krebserkrankung nicht mehr geben. Mich ärgern diese Versprechungen, es wird nach dem Wiederaufbau (Gesicht) alles besser, aber nur das Leiden wird größer.
 
Zenaida 18.02.2026 03:50
Piepek, ich kann verstehen, dass es schwer ist, die eigene Lage zu akzeptieren. Und natürlich bin ich froh, da nicht wirklich mitreden zu können. Allerdings ist das halt ein Prinzip, das jede nicht willentlich veränderbare Situation betrifft, die einen unglücklich macht: wenn ich trotz allem möglichst glücklich sein möchte, komme ich nicht umhin, diese meine eigene Situation zu akzeptieren. Hadern hilft da rein gar nicht, bringt mich nicht weiter und frisst meine Kraft und Energie , die ich eigentlich anderweitig brauchte. 

Und dabei ist es egal, ob es um einen schweren Abschied lieber Menschen geht, um eine schlimme eigene Krankheit, um ungewollte Kinderlosigkeit selbst nach x kinderwunschbehandlungen oder um das akzeptieren sukzessiver Einschränkungen im laufe des Alterns. Wenn du magst, lies mal über Viktor Frankl und seine Logotherapie, nachdem er mehrere KZ-Aufenthalte überlebt hatte. 

Übrigens gab es hier mal eine Userin, Restefest, die ich sehr bewundert und geliebt habe. Sie hatte wohl eine ähnliche Geschichte hinter sich wie du, hatte nach einer Krebserkrankung im mundbereich keine Möglichkeit mehr, verständlich zu sprechen… hatte irgendwelche fiesen Folgeerscheinungen nach Bestrahlungen und hatte immer wieder neue Erkrankungen ganz anderer Art dazu bekommen…. Sie hat nie gehadert. Sie war ein faszinosum an Willensstärke und an resilienz. Statt sich mit Unglücklichsein aufzuhalten, hat sie sich um zwei alte Leute gekümmert, die nicht mal ihre Eltern waren. Ich habe selten einen solch klaren Menschen kennengelernt, der sein Schicksal mit absoluter Bedingungslosigkeit angenommen hat. 

Natürlich bist du nicht sie. Jeder hat eine andere psychische Ausstattung. Aber sie hat mir und vielen hier gezeigt, wie weit man kommen kann, wenn man seine Energie für konstruktive Gedanken und Tätigkeiten einsetzt, statt sie im destruktiven zu verschwenden. 

Du entscheidest selbst, wie du mit deiner Situation umgehst. Es steht weder mir noch sonstwem ein Urteil darüber zu. Ich meinte meinen Beitrag auch nicht von oben herab, auch wenn er vielleicht etwas schnodderig geklungen haben mag.
 
Servalcat 18.02.2026 03:57
Was genau erwartest du von uns, ebenfalls Kranken, nun zu hören? Schau Ich bin seit meiner Geburt krank, aber gezeigt hat es sich erst mit 5. Ich werde genauso wenig geheilt werden wie andere hier. Und? Wir haben keine andere Wahl, als es akzeptieren zu müssen. Ok, meine Erkrankung ist noch relativ harmlos im Gegensatz zu anderen. Aber auch ich leide täglich. Sogar minütlich daran.  Ok, ich sag mal so Mit einer Riesen-OP könnte ich meine Krankheit etwas unter Kontrolle bekommen, dennoch ist die Chance extrem hoch, bei der OP zu sterben. Meine Angst davor ist so unermesslich groß, dass ich es wohl nie tun werde. Denn geheilt wäre ich nicht, sondern nur von 100 % würden mir vielleicht 20 % Erleichterung verschafft werden. Dennoch. Ich nehme es, wie es ist. Viele andere hätten nicht mal diese 20 %. Aber schau, deine Krankheit ist nicht dein Ich, sondern ein Du. Ich z. B. habe meiner Krankheit einen Namen gegeben, um ihr den Schrecken zu nehmen. Meiner heißt Dobby. 

Dennoch wünsche ich dir alles Erdenkliche Gute Halte durch, sieh die schönen Dinge des Lebens und halte dich daran. Denn egal, wie schrecklich deine Krankheit sein mag, jemand anderes hat es schlimmer.  lachendes Smiley
 
fetzenfisch 18.02.2026 04:57
Piepek ich habe irgendwo irgendwann mal diesen Spruch gelesen:

Öffne ab und zu das Fenster deiner Seele, damit die Sorgen hinaus und die Sonne herein kann.
 
Nordroller 18.02.2026 06:59
Vor zirka sechs Monaten habe ich einen alten Schulkollegen durch Zufall getroffen, wir kennen uns wohl 45.Jahre. 

Ich habe Ihn nach den vielen OP im Gesicht konnte man ihn kaum wiedererkennen. 

Er hatte wohl eine ähnliche Anzahl an OP hinter sich und noch einige weitere mir Rekonstruktion Ersatz künstliches Kiefergelenk und und. 

Ich würde nie nie nie ohne Respekt über ihn sprechen! Und andere staren ihn an und sprechen hinter seinem Rücken. 

In meinen Augen darf er auch gerne mal Mensch sein und auch Schwäche zeigen. 

piepek, ich wünsche dir viel Kraft 💪  und Glück 🍀.

 Dein altes Leben ist vorbei, dass neue Leben geht aber weiter und hat sicher auch noch viele schöne Dinge für dich Bereit!
 
Sare 18.02.2026 07:17
Der Frust, den Krankheit und Schmerzen verursachen, muss auch mal deutlich genannt werden dürfen. 
Denn das fühlt sich Scheiße an und man muss damit nicht jeden Tag "fein sein".
Und gerade der Kopf-/Gesichtsbereich ist gnadenlos. Ich habe lange mit MGK Chirurgen gearbeitet. Also kein Nonsens.
Schrei' deinen Frust gerne raus. 
Es gibt diese Tage und ich wünsche dir von Herzen auch wieder die Anderen mit mehr Leichtigkeit und Lebensfreude.
 
Johannes0815 18.02.2026 07:44
Hallo Daniel 
Sorry, ich hab Dein Profil besucht, um mehr Hintergrundinfo's zu erhalten, besser zu verstehen um Dir antworten zu können.

Vorab, es ist vollkommem verständlich, wenn man nach einer Krebsdiagnose mit seinem Schicksal hadert, denn oft ist nachher nichts mehr so wie vorher.

Krebserkrankungen im Mund-, Kiefer-, Gesichtsbereich haben einige Besonderheiten zu vielen anderen bösartigen Erkrankungen.
Normalerweise ist es Goldstandard den Bereich des entarteten Gewebes mit einem gewissen Sicherheitsstandard im Gesunden zu entfernen um ein Nachwachsen zu verhindern.
Am Körper ist dies viel besser einzuhalten als im Gesichtsbereich. 
Nirgendwo sonst laufen so viele wichtige anatomische Strukturen (Nervbahnen etc) so eng zusammen wie hier, kein Bereich unseres Körpers ist für die Öffentlichkeit so exponiert.
Bei allen Fortschritten im medizinischen Bereich und allen Voruntersuchungen kann die Ausbreitung der Erkrankung nicht immer sicher vorhergesagt werden.
Der Operateur muss daher oft im Verlauf des Eingriffes Abwägungen treffen was das Leben seines Patienten angeht.
Geht er auf Sicherheit sind die möglichen Beeinträchtigungen des Patienten größer. Will er diese geringer halten, riskiert er ein höheres Risiko, dass er nicht alle bösartigen Strukturen entfernt hat 
Diese Entscheidung muss er schnell während des Op Verlaufes treffen ...

Ganz wichtig für den Verlauf und den Erfolg der Op ist? in welchem Stadium der Krebs erkannt wurde. Je früher umso besser ...

Daniel/@Piepek
Lerne zu akzeptieren, dass Du Dein früheres Leben so nicht wieder zurück erhalten wirst.
Das Wichtigste ist, Du bist am Leben! 
Du hast den Kampf gegen Deinen ungebetenenUntermieter gewonnen!
Versuche nach vorne gerichtet zu Leben, Du bist Opa! Freue Dich daran, dass es Dir vergönnt ist das Grosswerden Deines Enkelkindes erleben zu dürfen. 
Sieh es zweite Chance und versuche Dein Leben bewusst zu Leben.
Zu viel Hadern mit der Vergangenheit schwächt Deine Psyche und nimmt Dir nötige Lebenskraft für Deinen Weg nach vorne.

Du kannst hoffen, dass der medizinsche Fortschritt in einigen Jahren, Deine jetzigen Beeinträchtigungen vielleicht bessern kann.
Noch vor 20, 30 Jahren hatten Patienten mit bösartigen Erkrankungen im Gesichtsbereich sehr schlechte Überlebenschancen und wenn sie den Eingriff überlebt haben, waren sie für ihr Leben oft schrecklich entstellt.

Schau, dass Du Deine Behandlung in einem zertifizieren Krebszentrum durchführen lässt.
In Hannover bist Du gut aufgestellt.

Nutze die Möglichkeiten der Logopädie.
Viele Funktionen der Zunge lassen sich durch gezieltes Trainung wieder verbessern.
Es braucht leider oft viel Zeit.

Drück Dir beide Daumen für Deine Zukunft 👍
Wenn Du magst kannst Du mir gerne ne PN schreiben.
 
rollihexle 18.02.2026 08:46
Erstmal alles Gute und gute Besserung.

Servalcat um 3:57, hat vieles sehr treffend beschrieben.

Wir alle haben es uns nie gewünscht so auf die Welt zu kommen, schon in frühster Kindheit zu erkranken, manche auch erst später und so einige hier waren zwar gesund, haben aber durch Unfall dann sich total umstellen müssen, was 1000000 % sicher alles andere wie leicht war, ich hatte damals 90/91 riesiges Glück das ich bei dem Autounfall den rechten Arm nicht verlor.



Das erste war bei mir durch Geburt, was dann zum 2ten mit knapp 4 führte. Ja, ich hatte das grosse Glück, dass ich es mit Volljährigkeit so weit weg hatte. 

Das, ich dann Berufe haben durfte, die mir keiner zutraute (bis auf Busschein hatte ich alle Kategorien zum Fahren und tat es auch, inkl. ADR/SDR-Schein für Tankwagen mit "Brennstoffen", wie dies so schön damals hiess). 

Ja, ich bin sehr stolz darauf, dass ich mehr erreichte als mir alle (Ärzte, Eltern, Therapeuten usw. zutrauten), es gab 'nen Lehrer, der damals sagte, ich gehöre in ganz normale Schule und nicht dahin wo man mich der Bequemlichkeit halber hinsteckte, ins Kinderheim abschieben war halt einfacher, wie sich mit mir abzugeben.


Nicht nur das ich es dann zurückbekam und mir meinen Traum nahm, habe damals alle Berufskategorien freiwillig zurückgeben, weil ich mir sagte, ich gefährde keine anderen dadurch und wer mich wirklich kennt weiss, dass das mir verd...t weh tat.


Seit damals, gehts gesundheitlich nur noch in Richtung abwärts, mit immer wieder neuen zugaben und es werden immer mehr je älter ich werde.

Das Jahr 2026 fing, fing für so einige hier echt sch....e an inkl. schon mit Krankenhausaufenthalt.

Ob wir wollen oder nicht, wir müssen da durch, aufgeben wäre zwar sehr oft einfach aber wir alle kämpfen uns durch das durch.



Habe feddisch, Kaffeetasse leer.


 
Lustforlife 18.02.2026 09:27
Trotz aller Einschränkungen und Schmerzen, die durch meine Krankheit verursacht werden, habe ich dennoch enormen Spass am Leben.
Ich fokussiere mich auf was was noch gut und auch weniger gut geht und was mir Freude bereitet.

Ich könnte das jetzt alles aufzählen, aber da das für jeden individuell ist, spare ich mir das.
Ich wünsche Dir sehr, das es Dir gelingt dem Leben wieder positive Aspekte abzugewinnen, man erträgt dann vieles leichter.
 
Drea1962 18.02.2026 09:51
Könnte mir denken, dass es einfach kleine Verbesserungen sind und Du Dir mehr erhofft hast? 
Hab Geduld und gib nicht auf, auch wenn es jetzt verdammt schwer ist. 

Wünsche Dir von Herzen Zuversicht und einen guten Heilungsverlauf.

Finde es völlig in Ordnung, dass man einfach mal seinen Frust rauslassen muss. Das erleichtert und bedeutet ja nicht, dass Du jetzt in Selbstmitleid versinkst.
 
perfectday 18.02.2026 09:55
Es sind hier schon viele gute Gedanken genannt und ich wünsche dir von Herzen, dass für dich etwas dabei ist , das dir weiterhilft.

Und JA, ich finde es völlig in Ordnung, dass du dein altes Leben zurück haben willst.
Mir ging es nach meinem Unfall ähnlich...und ich kann es verstehen.

Gib dir die Zeit, die DU brauchst um dich mit dieser "neuen" Situation zu arrangieren. 
Mir hart geholfen, den Fokus darauf zu legen, was in diesem anderen Leben gut und möglich ist.

Du bist am Leben und ich bin mir sicher, dass es Menschen gibt, die sich darüber sehr freuen!😊
 
Thohom 18.02.2026 09:56
Nein, ich möchte mein altes Leben nicht zurück.

Warum ist das so? Ich bin stolz auf mein Leben und dass ich es mit Umwegen, Umleitungen, Holzwegen und Sackgassen bis hier her geschafft habe. Gradlinig ist nicht meine Stärke und wer sagt denn, dass ein Leben einfach sein muss? Ich habe mich entwickelt.

Wenn ich unterwegs bin, sehe ich Menschen, die vermeintlich besser laufen können. Ich sehe aber nicht hinter deren Kulisse. Vielleicht sind sie chronisch krank, haben Schmerzen oder große Sorgen. Ich weiß es nicht, also bleibe ich bei mir und mache mein Ding.

Ja, es gibt Zeiten, da fluche ich laut über meine Behinderung(en). Sie nerven und schmerzen, aber ich bestehe nicht nur aus diesen Momenten. Mein Leben ist schön. 

Pipek, nein, ich kann mich nicht in Dich hineinversetzen. Ungewissheit wäre für mich eine schlimme Folter. Ich habe gerade zwei Bekannte, die gerade eine Chemotherapie mit den heftigen Wirkungen durchleben. Ansatzweise kriege ich mit, wie sie kämpfen und leiden.

Du willst Drin altes Leben zurück. Bist Du sicher? Willst Du wieder mit vollgeschissener Windel im Kinderwagen durch die Gegend gefahren werden?😉 Dein ganzes Leben nochmal leben und Du weiß nicht welche Hindernisse diesmal kommen?

"Jeder Tag ist eine Weltpremiere!" Kein Tag ist gleich. Ich kann nachvollziehen, dass es einem manchmal zuviel wird, aber was ist die Alternative?

Vielleicht kannst Du Dir von den vielen Gedanken etwas abschauen, dass Dir weiter hilft.
 
Weitblick 18.02.2026 10:19
Für einige Menschen scheint hier Empathie ein Luxusartikel zu sein, den sie sich anscheinend nicht leisten können!
 
Thohom 18.02.2026 10:48
Weitblick, Du bist doch so schlau, vielleicht kannst Du erklären, wie Empathie Piepek konkret weiter hilft.
 
Junggebliebene 18.02.2026 10:51
Diesmal muss ich ihm Recht geben....manche Kommentare sind nicht hilfreich Jemanden aus dem Tief zu holen.
 
Ella90 18.02.2026 10:55
@ Weitblick

Das sind auch meine Gedanken. Danke, dass du hier so klar schreibst.

@ Piepek/Daniel

Hab Dir eine Privatnachricht geschrieben.
 
Steinbock75 18.02.2026 10:56
Ick kann dich verstehen piepek, muss frustrierend sein. Ick bin zwar damit geboren aber mein Handicap zieht im Laufe der Jahre so manche Verschlechterung mit sich, wat ick och Scheisse finde. Wäre jerne wieder een Kind, da hätte ick noch nich diese Probleme. 
Ick hab schon Probleme mit meinen Narben die man nich sieht weil ick sie verdecken kann. Wie schlimm muss es dir da gehen. Gloob so mancher wees da überhaupt nich sich rinzuversetzen. Anders kann ick mir die Kommentare hier nich erklären. 
Ick wünsche dir Zuversicht und manchmal jibts och Wunder. 🤗
 
Julchen89 18.02.2026 10:57
Mein altes Leben möchte ich auf keinen Fall zurück. So alt bin ich ja auch noch gar nicht, beziehungsweise müsste man genauer definieren, ab wann "altes Leben" aufgehört hat. Jedenfalls würde ich meine Beeinträchtigungen liebend gerne weiter behalten, wenn ich dafür NICHT noch einmal mein "altes Leben" hätte
 
Junggebliebene 18.02.2026 11:02
Altes Leben hat Nix mit Jahren zu tun...sondern in diesem Fall (so verstehe ich es) mit seiner jetzigen Gesundheit.
Ich wünsche Dir jedenfalls viel Kraft und Menschen an Deiner Seite,welche Dich seelisch etwas ins Gleichgewicht bringen können.😊
 
Mohnblume2 18.02.2026 11:03
Es ist schwierig , jemandem ,der gerade so in einem Tief steckt , hilfreich zur Seite zu stehen. Weil letztlich einem da erst mal garkeiner helfen kann. @Piepek, du bist grade der Einzige ,der dir da helfen kann, ich sag das auch nicht so dahin. Es nutzt nix, dein altes Leben zurück haben zu wollen , sondern zu versuchen im Hier und Jetzt , dem Leben das du hast , zu versuchen etwas positives abzugewinnen....wünsch dir alles Gute 🍀
 
Steinbock75 18.02.2026 11:11
Stimmt, helfen kann man ihm nich und dit wees er bestimmt och. Aber bisschen Verständnis und Zuspruch kann nie schaden.
 
Siebenpunkt 18.02.2026 11:56
Wenn das Gesicht durch Krebsoperationen verändert wird, ist das eine sehr schwere Prüfung für Betroffene, wobei es bei Krebs auch noch ums Überleben geht.
Es gibt eine unter die Haut gehende Reportage, in der das Schicksal eines Arztes mit einem im Werdegang sehr entstellten Gesicht wegen einem schlimmen Krebs in seinem Akzeptierens und Überlebenskampf begleitet wird, den genauen Titel weiß ich leider nicht mehr, kam unlängst nochmal.
 
EinedieserSteine 18.02.2026 12:14
Du hast es schonmal bis dahin geschafft. Einer von acht Milliarden, der sicherlich einige Situationen gemeistert hat und das Rüstzeug hat, alles weitere auch zu schaffen.
Sieh dich als ein Mensch von vielen.
 
LaVyx 18.02.2026 12:29
Ich auch Piepek, ich auch. 

Ich glaube gerade für die, die durch Unfall und/oder Krankheit aus einem normalen Leben gerissen wurden fällt es schwerer sich mit dem neuen Leben zu arrangieren. Aber nützt ja nix, da müssen wir durch. 
Ich glaube, der Austausch hier auf der Plattform kann eine kleine Hilfe sein. Irgendjemanden findet man hier fix, der aus negativen Gedanken rausholen kann. 😊
 
perfectday 18.02.2026 12:30
Ich finde Wut, Entäuschung, Verzweiflung...völlig legitim. 
Hilft es, wenn ich jetzt sage "nutzt dir eh nichts".
Das weiß jede/r selbst.

Wichtig finde ich in harten Zeiten Menschen zu haben, die einen verstehen...für einen da sind...Mut machen!

Und genau das wünsche ich dir, Piepek. Dass die "alten" Kumpels dir zur Seite stehen und noch neue dazu kommen!😊
 
Marianne 18.02.2026 12:31
Mein Handicap ist verglichen zu vielen anderen noch "harmlos", aber es kostet auch viel Kraft. Es geht nur mit positivem Denken und auch mit der Akzeptanz des Problems.
Wir werden alle nicht mehr gesund und damit müssen wir leben, so schwer es uns auch fällt.

Ich kann dich gut verstehen, Piepek und wünsche dir alles Gute. Du stehst das durch
 
Johannes0815 18.02.2026 12:47
Zu @ Siebenpunkt,  11.56h

 11.https://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/ueberleben-ein-arzt-und-sein-krebs-114.html
 
 
Hulda 18.02.2026 12:59
Hallo piepek, 

deine Situation ist sehr belastend. Nach den vielen Eingriffen keine Besserung zu sehen zieht dir immer wieder den Boden unter deinen Füßen weg. Als ob die Diagnose das nicht schon allein getan hat.

Ich hoffe ganz sehr das du Menschen an deiner Seite hast, die dich emotional, mental aber auch im sozialen Bereich auffangen! Die dir zuhören, dich trösten, dich in den Arm nehmen oder einfach nur da sind und dir das Gefühl geben, dass du dich in deinen schwachen Momenten fallen lassen kannst!

Ich wünsche dir Zuversicht, Mut und auch weiterhin Kraft für die kommende Zeit!
 
Hulda 18.02.2026 13:11
Weitblick, Empathie hat man oder hat man nicht. Denjenigen das vorzuwerfen bringt nichts, weil sie es sowieso nicht nachvollziehen können. Da ist Distanz das einzige was hilfreich ist
 
Hulda 18.02.2026 13:29
Noch zu deiner Frage...mein altes Leben möchte ich nicht zurück. Das war Horror genug, jetzt ist es größtenteils Scheiße.
Ich würde gerne zum Ursprung einer gesunden Eizelle und Samenzelle...
 
rollihexle 18.02.2026 17:22
Den grössten Teil meines Lebens möchte ich auch nicht mehr zurückhaben ausser der Zeit, die ich bei Oma und Opa verbringen konnte, denn da war nicht nur das wegen Krankheit, sondern auch noch vieles anderes.


Das gilt für alle denen es auch nicht gut geht, denkt immer daran.

 
Rouvi 18.02.2026 17:32
Ich müsste nicht eine Sekunde nachdenken und mein altes Leben wieder leben woll. Mein Unfalll war eine Sache von einem Augenblick und hat das Leben völlig geändert. Wurde wiederbelebt, lag 5 Wochen im Koma und danach fing der Höllenritt erst richtig an. 
Vor paar Jahren habe ich akzeptiert das es jetzt ist wie es ist, aber glücklich werde ich nicht wirklich. Immerhin kann ich wieder reden und gehen, weiß aber auch was nicht mehr funktioniert.
Versuche deine Lebenslust nicht zu verlieren, dunkle Tage sind nichts schlimmes, aber sie sollten nicht Überhand nehmen.
 
Jinjer 18.02.2026 18:04
bei meiner krankheit kotzt mich die ungewissheit an.
und deswegen lebe ich, nachdem ich’s einigermaßen akzeptiert hab, mein leben sehr viel intensiver; manchmal ein bisschen zu sehr am limit, aber wo bleibt denn sonst der spaß 🤷‍♀️
 
piepek 18.02.2026 20:27
Leute, vielen Dank für die vielen Zusprüche und das die Community, trotz aller sonstigeren Anfeindungen funktioniert.

 @ Johannes0815, du hast es auf den Punkt gebracht, was bei mir gemacht wurde.

Nach den letzten zwei Operationen, innerhalb von einem halben Jahr, haben die Ärzte mir so viel versprochen, es wird alles besser. Es ist aber nicht so gekommen. Es ist im Moment nur Frust.

Danke für eure Anteilnahme und ja, manchmal hilft es, sich den Frust von der Seele zu schreiben.
 
Siebenpunkt 18.02.2026 20:31
Das tut mir Leid, die Ärzte hatten selbst die Hoffnung und sie wollten dir wohl Mut machen, aber man sollte genauso wenig Versprechen machen wie auch andere Voraussagen, was sich manche rausnehmen.
Fakt ist aber, dass man dir ganz bestimmt helfen wollte.
 
piepek 18.02.2026 20:39
@ Siebenpunkt, die Sache ist, dass bei mir ein neues in der MHH (Medizinische Hochschule Hannover) entwickeltes Verfahren angewendet wird. 

Dass die mir helfen wollen, ist ja gar keine Frage, ich fühle mich mitlerweile eher als Versuchskaninchen.
 
Siebenpunkt 18.02.2026 22:14
ja, kann ich verstehen, wird dir nicht helfen, aber mit meinem Handicap die Menschen sind, sobald sie an operierenwollende Orthopäden geraten, Versuchskaninchen, ohne dass das jemand so sehen würde, aber erst am Operierten kann man sehen, was draus wird, wenn damit gelebt wird, ich fürchte, so funktioniert Medizin, die Entwicklung von Verfahren geht einher mit der Anwendung an Menschen, die Hilfe brauchen.
Ich wünsche dir, dass dir hilft, was sie tun.
 
piepek 18.02.2026 23:36
@ Servalcat von 03:57, genau darin liegt auch ein Unterschied. Von Geburt an, oder plötzlich im mittleren Alter. Das Risiko, wie du es beschrieben hast, ist bei mir auch jedesmal sehr hoch, weil in unmittelbarer Nähe der Halsschlagader. Nach dem Essen muß ich mir die spezielle Klik -Prothese, die in der MHH entwickelt wurde, jedesmal rausnehmen, in der Regel 4-5 mal am Tag und bei jedem Mal fließt Blut und Eiter, den du einfach Satt hast. Jetzt nach der x-ten OP ist immer noch alles Scheiße, darum auch mein Blog.

Noch viel schlimmer ist die Gewissheit, dass mein Krebstyp immer eine Generation überspringt. Also wäre jetzt mein Enkel dran😥
 
Benni8811 19.02.2026 00:43
Payback, Ich kann deinen Frust nachvollziehen und ich finde es auch verständlich, dass du hier, gerade hier, einen Ort suchst und vermutest, wo du über diesen Schreiben kannst…

Vor über zehn Jahren wurde ich in einen schweren Autounfall verwickelt, Mein bisheriges Leben damit zerstört. meine Verletzungen waren wirklich heftig. Ich muss wirklich von Glück sprechen, dass ich noch leben darf! Vielleicht hilft mir das bei der Akzeptanz…

Auch ich habe in der medizinischen Hochschule in Hannover gelegen. Zwei Wochen Koma, knapp drei Monate Intensivstation, insgesamt sechs Monate am Stück auf verschiedensten Stationen… 25 Operationen mit Vollnarkose. Drei Stück davon, jede davon, war über 10 Stunden am Stück… Ärzte Teams haben sich während der Operation abgewechselt…

Ich bin tatsächlich ein medizinisches Versuchskaninchen. Ich hatte allerdings Glück, dass was sich die Chirurgen überlegt hatten. Hat bei mir tatsächlich geklappt!

Weil das Fersenbein an meinem rechten Fuß so zerstört war, dass ein Rekonstruktion nicht zu denken war. Haben die Ärzte mir dort einen so genannten Wirbelsöulenspreizer eingesetzt. Statt des Knochens Der in kleinste Splitter zertrümmert war.

Später, bei einem Nachsorgetermin, hat man mir erzählt, dass mein rechter Fuß sozusagen ein Prototyp ist. Dass den Ärzten nicht bekannt ist, dass so etwas vorher schon mal gemacht wurde. Und, sie haben mir gegenüber ganz ehrlich zugegeben, dass sie angenommen hatten, dass das in der Theorie funktioniert aber nicht wussten, wie ich damit leben, laufen kann… Ob das in der Praxis tatsächlich klappen wird! Die Alternative wäre gewesen, Amputation des rechten Fußes…
 
Benni8811 19.02.2026 00:52
Mein rechtes Auge habe ich bei dem Unfall verloren. Mein rechtes Mittel Gesicht wurde komplett zerstört, danach rekonstruiert mit einer Plastik.

Ich werde wahrscheinlich für immer blind bleiben. Das hört sich Scheiße an, geht aber, schaffen andere auch…

Später als Metall aus meinem Gesicht entfernt werden musste, war ich in der Station für Mund, Kiefer und Gesichtschirurgie. Habe dann dort mit mehreren Patienten gesprochen, die ähnliche Situationen wie du erlebt hatten oder noch darin steckten. Haben mir von ihren Ängsten und Sorgen erzählt, wenn zum Beispiel die Prothese oder der implantierte Knochen zum wiederholten Male abgestoßen werden würde. Wenn sie komplett ihren Unterkiefer verlieren würden… Und so weiter und sofort…

Ich wünsche dir das Beste! Dass es besser wird… Gib dich nicht auf!
 
piepek 19.02.2026 01:32
Benni, dann warst du auch auf Station 77 der MKG? 

Möchte mit dir echt nich tauschen und bewundere deinen Optimismus.

Auch von mir die besten Wünsche an dich und nein, aufgeben ist keine Option, aber ab und an mal Dampf ablassen.😉
 
Drea1962 19.02.2026 10:58
Piepek und Benni, Euch 2 drücke ich jetzt einfach mal ganz fest! Ob Ihr wollt oder nicht. 🤗🤗
 
Steinbock75 19.02.2026 12:02
Da mach ick mit. 🤗🤗🤗
 
Siebenpunkt 19.02.2026 15:59
musste das erstmal verdauen, finde immer noch keine Worte, die passen würden, aber drücken würde ich auch gerne Euch zwei beide
 
Weitblick 19.02.2026 18:47
So einfach geht Empathie

und vor allem, es tut nicht weh!
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