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Besondere Wohnform

Besondere Wohnform
Hallo Zusammen !

Da bei mir nach 31 Jahren im eigenen Haushalt dieses Jahr noch ansteht, in - wie es offiziell betitelt wird - eine besondere Wohnform umzuziehen, und ich soooo viele Fragen hätte, wollte ich das Thema hier mal ansprechen.

Wohnt jemand zufällig in einer Wohngruppe, die es für unter 60 jährige gibt, wo im Bedarfsfall auch Pfleger greifbar sind, oder arbeitet vielleicht sogar dort, bzw. kennt/besucht Bewohner ?

Wie muss ich mir so eine WG vorstellen ?

Wie viel Menschen leben da zusammen ?

Hat man ein Einzelzimmer, oder ist das Glücksache ?

Muss ich mich nach einem festen Tagesablauf richten ?

Darf man ggfs noch selbst kochen ?

Hat jedes Zimmer ein Badezimmer, so wie z. B. im Altenheim ?

Muss ich, sobald ich 60 bin dann in jedem Fall ausziehen ins Altenheim, damit die WGs jung bleiben.

Hat man noch seine Waschmaschine, oder nur die Wäscherei Option ?

Wenn es wirklich nur 100 Euro Taschengeld pro Monat gibt, von der eigenen Rente, was muss ich selbst noch an Festkosten monatlich davon decken ?

Ich höre jetzt mal auf mit meiner Liste, weil ich gar nicht weiß, ob sich überhaupt jemand dazu meldet.

Danke schon mal für jeden Input !

Kommentare

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BrokenByDesign 22.04.2026 17:47
Kämest du ggf. noch mit ambulant betreutem Wohnen zurech? In Kombination mit einem ambulanten Pflegedienst? Das wäre ja vielleicht noch ein überlegenswerter Zwischenschritt.
 
Ichselbst 22.04.2026 17:52
Ich denke, Du hast definitiv Dein eigenes Zimmer. Maximal teilst Du Dir das Badezimmer mit einem Zimmernachbarn.
Selber planen und kochen ist sogar gewünscht und auf den gewohnten Tagesablauf wird auch Rücksicht genommen. 
Zumindest kenne ich es so von meinen Demenz WG 's. 

Geld wird dort auch nicht extra benötigt. Wenn man nicht gerade Kette raucht, mag es gerade so gehen. Für Unternehmungen gibt es extra Budgets.
 
perfectday 22.04.2026 18:06
Zum Thema beitragen kann ich definitiv NIX, da ich keine Erfahrung habe und auch niemanden kenne, der in einer besonderen Wohnform arbeitet.

Mensch Sonja, das ist schon ein großer Schritt!
Ich wünsche dir von Herzen ,dass du dort auf tolle Menschen triffst und dass es für dich dort super läuft.😘😘
😘
 
Nordroller 22.04.2026 18:16
Hallo Sonja, ich hoffe du findest etwas passendes für dich. Eine richtige  Antwort kann ichdir leider nicht geben. Die Bedingungen sind zu individuell.

Häufig werden diese Wohnformen aber als Wohngemeinschaft geführt und jeder hat sein eigenes Zimmer. Viele Wohnung haben Einzelbäder, da gibt aber auch unterschiedliche wie zum Beispiel gemeinsame Dusche/Wanne. Eine kleine Gemeinschaftsküche zum Kochen gibt es meistens.

Das sogenannte Taschengeld müsste inzwischen aber (25,-?) höher sein. Für die Wohnform und Verpflegung braucht man dann nichts ausgeben. Aber einige andere hohe Kosten, der erste ficke Brocken ist dabei die Befreiung für die Krankenkasse, Frisör,  eventuelle Fußpflege, Duschgel und ähnliches. 

Das Alter wird sicher den Vertrag auflösen, das ist für solche Betreiber aber nicht das erste Mal und man wird bei weiteren Schritten unterstützt. 

Wichtig istnat

Mein Halbwissen ist auch noch alt!
 
Violetta 22.04.2026 18:17
Bei mir gibt es verschiedene Wohnformen ich lebe zur Zeit in einer Wohnung wo Betreuer kommen es gibt bei uns auch WG S wo man zu dritt wohnt wie ich oder mehr ich fand es sehr gut zufällig kenne ich eine WG wo jemand wohnt den ich kenne wo auch Rollstuhlfahrer Leben können jeder hat sein Zimmer und den den ich kenne hat noch eigens Bad und Toilette und da waren Betreuer beziehungsweise Pfleger in Wechsel Tag und Nacht und es gab da auch mehr Waschmaschinen was es kostet oder wie das mit Geld ist kann ich da leider nicht sagen es gibt aber sehr viel ich habe mich bei der Wohnbörse das war hier eine Veranstaltung informiert ich wünsche das du was findest was zu einem passt
 
Sonja 22.04.2026 18:17
Muss schon froh sein, dass ich mich nach Überprüfung für's junge Wohnen qualifiziert habe und nicht direkt im dorfeigenen Altenheim bleiben musste.

Von der Sozialhilfe in der Pflege wird nur vollstationäre Unterbringung mitgetragen.

Betreutes Wohnen fällt weg, weil kein Pflegedienst auf Abruf im Bedarf kommen würde, und ich seit Ende Dezember 2025 keine Transfer mehr selbständig hinbekomme, so dass ich theoretisch im Bett feststecke.

Genesung von Zusatzgebrechen ungewiss und da außer der Mutter keine Helfer im häuslichen Umfeld finanziert werden, werde ich jetzt zum Handeln gezwungen.

Zusätzlich hat man sich in Wohngruppen im 250 km Umkreis zu bewerben und auf die Warteliste zu setzen.

Hoffe sehr, dass eine Zusage keinen Zwang bedeutet, in die absolute Fremde zu ziehen !
 
Violetta 22.04.2026 18:19
Ich habe vielleicht auch in alter vor noch einmal umzuziehen aber ich weiß noch nicht genau
 
Steinbock75 22.04.2026 18:19
😔
 
Sonja 22.04.2026 18:21
Lieben Dank für die ersten Einschätzungen, Erfahrungen und lieben Wünschen !
 
Nordroller 22.04.2026 18:22
Wichtig ist natürlich der Wohnort und die passende Gemeinschaft, dies natürlich von allen Seiten. 

Versuche tatsächlich das Beste für dich zu finden und nehme nicht unbedingt das erste Angebot. 

Ich wünsche dir ganz viel Glück 🍀 .
 
Nordroller 22.04.2026 18:28
Das du nicht aus dem Bett kommst ist richtig.,....!
 
Steinbock75 22.04.2026 18:41
Hab davon zwar schon gehört und gelesen aber selbst keene Erfahrung. Hier im Dorfkern haben wir so wat. Wat mich stutzig macht dass da meist von Leuten mit geistiger Einschränkungen oder psychischen Erkrankungen die Rede ist.

Mich macht dit janz traurig zu lesen Sonja und hoffe und wünsche dir von Herzen dass du wat für dich passendes findest. 🤗
 
Lerato77 22.04.2026 18:59
Liebe Sonja, ich kann deine Fragen nicht beantworten, aber das ist ein großer Schritt, den du da vorhast, und ich wünsche dir von Herzen, dass du etwas für dich Passendes findest!
 
merry1 22.04.2026 19:16
Es gibt da die verschiedensten Wohnmodelle. Jedes hat seine eigenen Regeln, Vor- und Nachteile. Früher habe ich in verschiedenen Einrichtungen gearbeitet. Von Massenabfertigung bis luxuriöses Wohnen ist vieles möglich. Oft hängt es auch davon ab, wieviel Geld man hat. 

Deshalb würde ich, solange man noch kann, mit den Einrichtungen deines Interesses Kontakt aufnehmen, mich telefonisch informieren, mir Infomationsmaterial zukommen lassen und einen unverbindlichen Besichtigungstermin ausmachen. Einfach mal sich die Bude vor Ort anschauen. Mit Absprache geht das.
 
Violetta 22.04.2026 19:22
Ich habe es auch so gemacht an der Wohnbörse mir die verschiedensten Angebote an gesehen bis ich was gefunden habe wo es für mich gepasst hat weil ich vorher wo gewohnt habe wo ich nicht wohnen wollte und es gibt ziemlich viel es ist in jeder Stadt bestimmt verschieden aber ich drücke auch gerne die Daumen das du was passendes für dich finden tust
 
Frangipani1962 22.04.2026 19:37
Hast du dich schon mit dem Thema "Persönliches Budget" befasst?
Den Rechtsanspruch darauf gibt es seit 2008. Es werden die finanziellen Mittel zur  Verfügung gestellt, die ein Behinderte*r braucht, um ein selbständiges Leben zu führen. Das kann bis zur 24 Std.- Assistenzleistung (in der eigenen Wohnung) gehen.
https://www.bmas.de/DE/Soziales/Teilhabe-und-Inklusion/Rehabilitation-und-Teilhabe/Persoenliches-Budget/persoenliches-budget.html 
Ich kenne mehrere Personen, die das in Anspruch nehmen. Besonders, wenn man noch relativ jung ist und fitt im Kopf, ist das eine echte Alternative zu allen Wohnformen.
Du kannst mir gerne schreiben, wenn du dazu noch etwas wissen möchtest.
 
Steinbock75 22.04.2026 20:05
Dit wär natürlich Klasse.
 
Drea1962 22.04.2026 20:32
Sonja, es tut mir sehr leid, dass es Dich so arg erwischt hat und ich hoffe, dass es Dir bald besser geht und Du etwas Schönes findest.

Musikgirl95 ist zwar 20 Jahre jünger als Du, aber sie wollte sich auch wohnlich verändern. 
Bin jetzt nicht mehr informiert, denn sie war auch krank.
Kontaktiere Lena doch unverbindlich wenn Du magst. Vielleicht hat sie schon Infos gesammelt.
 
Ichselbst 22.04.2026 21:18
Liebe Sonja, ich finde Frangipani's Beitrag sehr wertvoll und ich glaube, Brummsel könnte Dir sicher einiges dazu sagen. 
Lass Dich auf keinem Fall zu irgendeiner Sache nötigen, die nicht passt! 🤗
 
Sonja 22.04.2026 22:03
Frangipani, ich hatte nur Pflegestufe 2 und jetzt neu die 3 erstritten, da reicht mein Geld nicht mal für 1 Stunde Pflegedienst jeden Tag.

Und mit meinen 1100 Euro Rente kann ich nichts wesentliches aufzahlen, deshalb greift der Sozialhilfe Topf in der Pflege, wo aber nur vollstationäre Unterbringung getragen wird.

Erstreite ich mir Pflegegrad 4 mit einem Einspruch, verliere ich den Zugang zur jungen Wohnen, weil ich dann zu pflegebedürftig bin, und muss direkt ins Altenheim.

Da war ich dieses Jahr schon drei Wochen zur Kurzzeitpflege zwischen den Krankenhaus Aufenthalten, und auch wenn das frech und böse von mir klingt, fand ich es da genauso gruselig, wie aktuell meine Angst, aus Angebotsmangel eben doch in einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung zu landen ...

Genau erklären kann ich die Gesetzeslage nicht, aber an mir hängen 4 Beraterinnen vom Sozialamt, Pflegestutzpunkt, Teihabeberatung und EUTB und bei jedem, aber könnte ich nicht vielleicht doch ... bekomme ich immer ein Nein, wird nicht finanziert.

Und ich selber kenn mich null aus, bzw mei Stand ist fast 15 Jahre alt, da hat sich viel geändert

Fast schon laut lachen, muss ich immer über die Dame der Eingliederungshilfe, die ganz traurig ist, dass sie mit keinen fremden Menschen zur Bespaßung schicken darf.
(Körperliche Hilfe ist da absolut ausgeschlossen.

Ich bin schon immer allein, das ist mein geringstes Problem, das ist Alltag.
Da will man Geld ausgeben und mir das fast aufzwingen.
Empfinde ich als unangenehm, weil auch einfach keine Ruhe gegeben wird, weil's doch so schön wäre ...
 
Frangipani1962 22.04.2026 22:39
Die entscheidende Frage ist, wer dich am besten beraten kann. 
Ich denke, EUTB (ist ja Ländersache) wäre dafür am besten geeignet, da nicht trägerabhängig. Natürlich kommt es darauf an, an wen du gerätst, das ist ja immer so.
Informiere dich auf jeden Fall über das persönliche Budget. Darauf haben Behinderte einen Rechtsanspruch und das heisst, es ist erzwingbar (man kann es einklagen). 
Ganz ehrlich: Wenn ich in ähnlicher Situation wäre, dann würde ich mir schon für die Beratung ein RA für Sozialrecht nehmen. Aber auch ein guter EUTB-Berater kann dir weiter helfen. Wenn du hingegen bei Kostenträgern was anfragst, schütteln die von vorne herein den Kopf. Jeder will nur sparen.
 
Zenaida 22.04.2026 23:40
Oder du zäumst das Pferd von hinten auf, suchst dir ne konkrete Einrichtung, die dir gefällt, und fragst dann die zuständigen Leute vor Ort, wie das mit den Kostenträgern abzurechnen ist. Die sollten das ja auch wissen….
 
CookieJulez 23.04.2026 08:20
Ich kenne konkret zwei Einrichtungen. Bei der einen ist es so, dass die in einem älteren haus untergebracht ist und deshalb lässt es sich baulich nicht machen, dass jeder ein eigenes Badezimmer hat und die Zimmer haben auch unterschiedliche Größen.

Die andere Einrichtung ist ein Neubau. Da wurde baulich drauf geachtet, dass jede/r Privatsphäre hat.

Ich lese mir im Laufe des Tages deine Fragen nochmal durch und antworte dann möglichst ausführlich.
 
CookieJulez 23.04.2026 08:21
Achso, worauf ich hinaus wollte:

Es gibt schon so ungefähre Regeln und Abläufe. Aber am Ende ist doch jede Einrichtung ein bisschen anders.
 
rollihexle 23.04.2026 08:38
Leider kann ich dir nicht helfen, aber ich wünsche dir von Herzen das sich alles zum guten wendet.
 
Sonja 23.04.2026 11:49
Nochmal lieben Dank an Alle für die Infos !
 
Nordroller 23.04.2026 15:04
Es ist auch gut wenn man zwei/drei Tage zur Probe wohnt! Damit kannst du dir in richtigen Eindruck verschaffen und auch mit den eventuellen Nachbarn zwei Gespräche im Abstand führen. 

Ein Besuch für Stunden ist natürlich auch schon etwas, aber den tatsächlichen Tagesablauf ist etwas anderes. 

Menschenskind Sonja 😥 .

Ich hoffe du kannst in der Veränderung auch etwas positives sehen?
 
CookieJulez 23.04.2026 17:16
Ich habe mal meinen damaligen Kollegen aus der WfbM ausgefragt. Der hat mir das daraufhin relativ ausführlich erzählt, wie er in so einer betreuten WG lebt.

Ich möchte behaupten, dass der Grundsatz lautet: So viel Struktur wie nötig, so viel Freiheit wie möglich.

Die meisten Dinge, die ihm in seiner WG zur Verfügung stehen, sind (quasi) freiwillig. Während der Woche wird die WG mit Essen beliefert. Aber samstags kocht jeweils ein Bewohner (manchmal auf mehrere zusammen). Ein anderer geht dafür einkaufen (mit zusätzlichem Budget). 

Er lebt, soweit ich mich erinnere, mit drei anderen Männern und einer Frau zusammen.

Sein Bad teilt er mit einem anderen Mann. 

Er hat ein eher kleines Zimmer mit, lass mich lügen, ca. 25 qm.

Seine Wäsche wäscht er selbst in der WG-eigenen, vom Unternehmen gestellten, Waschmaschine.

Durch die Lieferung des Essens sind die Essenszeiten weitgehend festgelegt.

Es gibt wohl auch WGs mit bis zu zehn Bewohner*innen.

Schreib mir doch gerne eine PN, wenn du noch etwas ganz genau wissen willst! Eventuell kann ich ja sogar Kontakt zwischen ihm und dir herstellen.
 
CookieJulez 23.04.2026 17:17
Er ist Mitte 40, also kein Altersheim. Eine WG für psychisch Kranke ist das.
 
Beca 24.04.2026 14:17
ja das ist es.  Für psychisch Kranke findet man überall WGs,  Einrichtungen.  Viele Stiftungen unterhalten auch ausschließlich für psychisch Kranke "Besondere Wohnformen".  Nur für körperlich Behinderte??

Ich kenn mich nicht so aus. Mangels Erfahrung.  Hab eine Freundin, die nun nach einem Schlaganfall (vorher schon Rollifahrerin, wegen Querschnitt)  in ein Pflegeheim für junge Erwachsene wohnt.  Ich besuch sie dort.
 
Beca 24.04.2026 14:21
Liebe Sonja, ich hab aufgrund Deines Blocks etwas gegoogelt.  Mit dem persönlichen Budget kann man vieles , natürlich erstritten.  auch in den eigenen Vier Wänden.  

Vielleicht bist Du aber froh, wenn Du etwas Neues gefunden hast und ggf auch wieder raus kannst, mit Assistenz im richtigen Rollstuhl.  Gibt auch Liegerollstühle.  Nur dann dürfen keine Treppen im Weg sein.
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