Muss nicht gelöscht werden.
Das Thema ist auch hier immer wieder in den Medien, gab sogar Abstimmung zu im 2021.
Ja ich weiss magst Links nicht aber die Wahrheit ist, das die im Bundeshaus in Bern es nett gesagt verwässern wollen.
https://www.srf.ch/news/schweiz/umsetzung-pflege-initiative-nach-dem-applaus-sind-die-pflegenden-enttaeuscht-von-der-politik
Heute ist der internationale Tag der Pflege / Pflegenden
Gestern, 16:03
Heute ist der internationale Tag der Pflege / Pflegenden
Gestern, 16:03
Heute ist der internationale Tag der Pflege / Pflegenden
Ja, sieht wohl echt düster aus in diesem doch so wichtigen Bereich für uns alle.
Schwierig einen Ausblick für die nächsten Jahre zu wagen, aber es läuft heute ja schon nicht alles wirklich gut.
Wie sind eure Erfahrungen? Sowohl als Pflegende als auch Usern, die Pflege benötigen....
Bitte keine Links und Bildchen sondern in eigene Worte gefasste Meinungen. Danke!
Schwierig einen Ausblick für die nächsten Jahre zu wagen, aber es läuft heute ja schon nicht alles wirklich gut.
Wie sind eure Erfahrungen? Sowohl als Pflegende als auch Usern, die Pflege benötigen....
Bitte keine Links und Bildchen sondern in eigene Worte gefasste Meinungen. Danke!
Kommentare
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Sternensammlerin Gestern, 17:04
Ich könnte zu diesem Thema aus 50 Jahren Erfahrungen im Gesundheitswesen sooooo viel anmerken, aber ich beschränke mich auf 2 Aspekte:
Solang fast täglich im TV berichtet wird, wie wenig Geld in der Pflege verdient wird, wird sich kaum noch ein junger Mensch für diesen Beruf interessieren.
Eine 3-jährig ausgebildete Pflegekraft bekommt einen Stundenlohn zwischen 26-28Euro. Abgesehen von den Weiterqualifukartionen, die in der Regel der Arbeitgeber voll bezahlt und der Stunfdenlohn damit steigt (Intensivpflege, Fachpflege Psychiatrie, Qualitätsmanager, Stationsleitung usw...)
Hinzu kommen bei Allen noch Zulagen für bestimmte Arbeitsbedingungen (Wochenend- und Feiertagszuschläge, Nachtzuschläge, Schichtzulagen, Erschwerniszulagen, Überstundenzuschläge etc.) Je nachdem, kommen so noch einmal 300-500Euro zum Vollzeit-Gehalt.
Ich kenne allerdings kaum noch eine Pflegekraft, die 100% arbeitet - auch wenn sie alleine lebt. Vielfach ist ihnen die Freizeit lieber und es scheint ja finanziell auch mit 75% zu klappen.
Bitte nicht falsch verstehen, ich gönne Jedem mehr Freizeit, der es sich leisten kann!
Ganz junge Menschen interessieren sich auch so kaum für den Berufszweig der Pflege. Als noch Zivildienst geleistet wurde, blieben oft die jungen Männer (nach erfolgreicher Absolvierung einer handwerklichen Ausbildung) in der Pflege "hängen", weil diese Tätigkeit für sie sinnstiftender war. - Diese jungen Leute fehlen!
Solang fast täglich im TV berichtet wird, wie wenig Geld in der Pflege verdient wird, wird sich kaum noch ein junger Mensch für diesen Beruf interessieren.
Eine 3-jährig ausgebildete Pflegekraft bekommt einen Stundenlohn zwischen 26-28Euro. Abgesehen von den Weiterqualifukartionen, die in der Regel der Arbeitgeber voll bezahlt und der Stunfdenlohn damit steigt (Intensivpflege, Fachpflege Psychiatrie, Qualitätsmanager, Stationsleitung usw...)
Hinzu kommen bei Allen noch Zulagen für bestimmte Arbeitsbedingungen (Wochenend- und Feiertagszuschläge, Nachtzuschläge, Schichtzulagen, Erschwerniszulagen, Überstundenzuschläge etc.) Je nachdem, kommen so noch einmal 300-500Euro zum Vollzeit-Gehalt.
Ich kenne allerdings kaum noch eine Pflegekraft, die 100% arbeitet - auch wenn sie alleine lebt. Vielfach ist ihnen die Freizeit lieber und es scheint ja finanziell auch mit 75% zu klappen.
Bitte nicht falsch verstehen, ich gönne Jedem mehr Freizeit, der es sich leisten kann!
Ganz junge Menschen interessieren sich auch so kaum für den Berufszweig der Pflege. Als noch Zivildienst geleistet wurde, blieben oft die jungen Männer (nach erfolgreicher Absolvierung einer handwerklichen Ausbildung) in der Pflege "hängen", weil diese Tätigkeit für sie sinnstiftender war. - Diese jungen Leute fehlen!
Brummsel Gestern, 17:06
Stimmt Sternensammlerin, kenne selbst einige Männer, die damals als Zivis angefangen haben und heute weiterhin in der Pflege tätig sind. Diese Leute fehlen seit Jahren.
Rumtreiberin Gestern, 17:12
Schwierig. Ich hab halt nen Pflegegrad und werde von einer Privatperson gepflegt und zusätzlich hab ich nen Alltagsbegleiter, der alle zwei Wochen kommt (Entlastungsbeitrag). Ich benötige aber zum Glück nicht ganz so viel Unterstütung. Einkaufen, Haushalt und so. Oder mal zum Arzt begleiten weil die Praxis nicht barrierefrei ist.
Kenne aber auch Leute mit Persönlichen Budget und 24 h Pflege, Begleitung und alles was dazu gehört. Ich glaube diese Leute haben berechtigt Agnst, denn wenn alles gekürzt wird, bleibt ja nur ein Heimplatz oder Familie muss sich rund um die Uhr kümmern, will man als eigenständiger Erwachsener Mensch beides nicht.
Kenne aber auch Leute mit Persönlichen Budget und 24 h Pflege, Begleitung und alles was dazu gehört. Ich glaube diese Leute haben berechtigt Agnst, denn wenn alles gekürzt wird, bleibt ja nur ein Heimplatz oder Familie muss sich rund um die Uhr kümmern, will man als eigenständiger Erwachsener Mensch beides nicht.
Sternensammlerin Gestern, 17:13
Warum in der Coronazeit die Pflegekräfte eine Einmalzahlung von 600 Euro bekommen haben, erschließt sich mir bis heute noch nicht. Jede Pflegekraft war aufgeklärt (soweit möglich) vorbereitet mit Schutzkleidung, konnte sich also schützen musste damit rechnen Patienten mit Corona versorgen zu müssen. - Das war ihre Aufgabe!
Andere Berufsgruppen mussten täglich mit Corona-Kontakte rechnen und waren nicht darauf vorbereitet - z.B. die Kassiereinnen, etc.
Andere Berufsgruppen mussten täglich mit Corona-Kontakte rechnen und waren nicht darauf vorbereitet - z.B. die Kassiereinnen, etc.
perfectday Gestern, 17:16
Im sozialen Bereich könnte der Verdienst deutlich höher sein. Das wissen wir alle!
Zum Thema Pflege kann ich sagen,dass ich für beide Elternteile da war bis zum Tod.
Mein Vater war lange krank und im Alter konnte meine Mutter das nicht mehr alleine stemmen. Sie wurde dann auch krank.
Für mich war die Zeit kurz vor dem Tod die Härteste, da mir bewusst war, dass unsere gemeinsame Zeit bald endet.
Im Nachhinein bin ich dankbar für diese Zeit. Ich durfte viel über mich und das Leben lernen.
Zum Thema Pflege kann ich sagen,dass ich für beide Elternteile da war bis zum Tod.
Mein Vater war lange krank und im Alter konnte meine Mutter das nicht mehr alleine stemmen. Sie wurde dann auch krank.
Für mich war die Zeit kurz vor dem Tod die Härteste, da mir bewusst war, dass unsere gemeinsame Zeit bald endet.
Im Nachhinein bin ich dankbar für diese Zeit. Ich durfte viel über mich und das Leben lernen.
Rumtreiberin Gestern, 17:26
@Sternensammlerin: der Verdienst ist eine Sache. Das Arbeitsklima und das Arbeitsumfeld eine andere. Es geht vielen nicht unbedingt um mehr Freizeit. Es geht darum ein vereinbares Umfeld aus Familie, Freizeit, Freunde und Arbeit zu schaffen. Ich merke es bei meinem Arbeitgeber (Wohlfahrt) keine 4-Tage Woche, nicht flexibel. Und das funktioniert heute nicht mehr.
Meine Eltern (andere Branche) sind Wohnortnah zur Arbeit gegangen zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Wenn man jetzt die Kosten sieht (Benzin, Strom, Nebenkosten), will man vielleicht auch nicht erst zur Arbeit pendeln. Im ambulanten Bereich Hausbesuche auf dem flachen Land, wo man mehr unterwegs ist als mit den Menschen zu arbeiten plus die Bürokratie. Du musst ja als Pflegekraft praktisch noch Bürofachkraft sein um das alles zu bewältigen.
Mit dem Zivildienst gebe ich Dir aber völlig Recht. Das das abgeschafft wurde ist zum Problem geworden.
Meine Eltern (andere Branche) sind Wohnortnah zur Arbeit gegangen zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Wenn man jetzt die Kosten sieht (Benzin, Strom, Nebenkosten), will man vielleicht auch nicht erst zur Arbeit pendeln. Im ambulanten Bereich Hausbesuche auf dem flachen Land, wo man mehr unterwegs ist als mit den Menschen zu arbeiten plus die Bürokratie. Du musst ja als Pflegekraft praktisch noch Bürofachkraft sein um das alles zu bewältigen.
Mit dem Zivildienst gebe ich Dir aber völlig Recht. Das das abgeschafft wurde ist zum Problem geworden.
Sui Gestern, 17:37
Ich habe selbst einen Pflegegrad und stimme dir zu, dass die Lage düster wirkt.
Umso mehr möchte ich eine Lanze für die Pflegenden brechen, ich bin froh über meine Haushaltshilfe.
Sie leistet trotz Zeitdruck Tolles.
Für mich ist das nicht nur Hilfe, sondern auch ein wichtiger sozialer Kontakt.
Umso mehr möchte ich eine Lanze für die Pflegenden brechen, ich bin froh über meine Haushaltshilfe.
Sie leistet trotz Zeitdruck Tolles.
Für mich ist das nicht nur Hilfe, sondern auch ein wichtiger sozialer Kontakt.
perfectday Gestern, 17:46
Eine Lanze brechen für die Pflegenden...Ja, da bin ich dabei. In meinem Bekanntenkreis sind einige Kranken/Altenpfleger und sie leisten gute Arbeit!
Nach meinem Unfall wurde ich eine Zeit lang auch von der Diakonie versorgt. Auf manche MA habe ich mich gefreut, bei manchen war ich froh, wenn sie wieder weg waren.
Ganz großes Respekt auch allen, die auf Pflege angewiesen sind!
Nach meinem Unfall wurde ich eine Zeit lang auch von der Diakonie versorgt. Auf manche MA habe ich mich gefreut, bei manchen war ich froh, wenn sie wieder weg waren.
Ganz großes Respekt auch allen, die auf Pflege angewiesen sind!
Steinbock75 Gestern, 17:47
Ick gehöre zu der Gruppe pflegende Angehörige und kann mich im großen und ganzen nich beklagen. Dit einzige wat mich ärgert ist die Honorierung. Denn wenn mich jemand ersetzen würde ( Verhinderungspflege) kommt da wesentlich mehr.
Sternensammlerin Gestern, 17:56
Hallo Runtreiberin,
das Arbeitsklima war schon immer vom Träger und den Leitungen abhängig. In der Pflege ist ein Wechsel (gerade heute) oft möglich.
Das mit der 4-Tage/Wo sehe ich sehr kritisch. Nicht umsonst gibt es das Arbeitszeitgesetz. Dieses wurde nach umfangreichen empirischen Studien verabschiedet. Die Untersuchungen zogen sich über mehrere Jahre und besagen, dass die Konzentration nach 6 - max 8 Stunden stark nachlässt. Genau das ist aber das Erforderliche bei der Pflege - aufmerksame Krankenbeobachtung und Konzentration (z.B. beim Tabletten stellen). Ledeglich im Nachtdienst wurde eine Erweiterung auf 10 Stunden zugelassen, mit der Option, dass dort bestimmte Tätigkeiten nicht ausgeführt werden dürfen.
Die von Dir angesprochene Bürokratiearbeit gehört (Gott sei Dank) dazu, kann ja auch keiner dokumentieren, was Du beobachtest und wie Du gepflegt hast.... abgesehen davon empfinden viele Pflegekräfte es als Abwechslung, Pflege die oft körperlich anstrengend ist - und dann die Dokumentation, wo der Körper sich etwas erholen kann...
das Arbeitsklima war schon immer vom Träger und den Leitungen abhängig. In der Pflege ist ein Wechsel (gerade heute) oft möglich.
Das mit der 4-Tage/Wo sehe ich sehr kritisch. Nicht umsonst gibt es das Arbeitszeitgesetz. Dieses wurde nach umfangreichen empirischen Studien verabschiedet. Die Untersuchungen zogen sich über mehrere Jahre und besagen, dass die Konzentration nach 6 - max 8 Stunden stark nachlässt. Genau das ist aber das Erforderliche bei der Pflege - aufmerksame Krankenbeobachtung und Konzentration (z.B. beim Tabletten stellen). Ledeglich im Nachtdienst wurde eine Erweiterung auf 10 Stunden zugelassen, mit der Option, dass dort bestimmte Tätigkeiten nicht ausgeführt werden dürfen.
Die von Dir angesprochene Bürokratiearbeit gehört (Gott sei Dank) dazu, kann ja auch keiner dokumentieren, was Du beobachtest und wie Du gepflegt hast.... abgesehen davon empfinden viele Pflegekräfte es als Abwechslung, Pflege die oft körperlich anstrengend ist - und dann die Dokumentation, wo der Körper sich etwas erholen kann...
Rumtreiberin Gestern, 19:07
@Sternensammlerin ich meine mit 4-Tage Woche ja keine 40 Stunden Woche, dass wollen eh die wenigsten noch leisten bzw. können es leisten. Ich rede von WochenstundenReduzierung!
Und das die Bürokratie positiv und als Erholung gesehen wird, höre ich echt wenig. Ich meine jetzt nicht nur Pflege. Auch mein Alltagsbegleiter ist total genervt und sagt, er bräuchte eigentlich noch ne eigene Sekretärin...
Und das die Bürokratie positiv und als Erholung gesehen wird, höre ich echt wenig. Ich meine jetzt nicht nur Pflege. Auch mein Alltagsbegleiter ist total genervt und sagt, er bräuchte eigentlich noch ne eigene Sekretärin...
Sternensammlerin Gestern, 19:25
@Rumtreibertin (übrigens schöner Nick)
Na ja, wir reden wohl über unterschiedliche Dienstarten und Organisationen, sowie von verschiedenen Dokumentatuionssystemen. Von Mitarbeitern in der Betreuung bin ich gerade mal nicht ausgegangen, sie haben in der Regel auch weniger körperliche Arbeiten....
Stationssekretärinnen in Krankenhäusern, die die Pflegekräfte unterstützen sollten, sind allerding weitgehend nach mehreren Jahren wieder abgeschafft worden, aus o.g. Gründen.
Na ja, wir reden wohl über unterschiedliche Dienstarten und Organisationen, sowie von verschiedenen Dokumentatuionssystemen. Von Mitarbeitern in der Betreuung bin ich gerade mal nicht ausgegangen, sie haben in der Regel auch weniger körperliche Arbeiten....
Stationssekretärinnen in Krankenhäusern, die die Pflegekräfte unterstützen sollten, sind allerding weitgehend nach mehreren Jahren wieder abgeschafft worden, aus o.g. Gründen.
BrokenByDesign Gestern, 21:31
Die Zivildienstleistenden fehlen heute nicht nur zur Arbeit in der Pflege. Sie haben durch ihre Erfahrungen und Einblicke seinerzeit auch gesellschaftlich einiges anstißen können. Das war damals ein positiver Nebeneffekt des Zivildienstes, den man nicht vergessen sollte.
rollihexle Heute, 06:22
Dass man den Beruf seitens Politik mit Füssen tritt, rächt sich jetzt schon und in Zukunft noch mehr.
Jetzt
Kein Problem...Blogs können immer nur ein Angebot sein.
Werde den Blog nachher wieder löschen....wollte nur erklären, warum!😉