Handicap Love Schriftzug

@vrono

@vrono
Liebe Vrono,

Lass dich bloß nicht mundtot machen und schreib bitte weiter so, wie dir der Schnabel gewachsen ist - aber vielleicht sicherheitshalber ohne klardaten und evt. Ohne Foto. 

Zumindest, wenn und solange es dir hilft. 

Ich hatte die letzten Tage sehr viel um die Ohren und kam nicht dazu, hier zu schreiben oder viel zu lesen. Aber dir „zuzuhören“ ist eine Wonne - wenn man mal vom überwiegend traurigen Inhalt absieht. Aber auch da gibt es ja positive Dinge wie deine Gassigänge mit Begleitperson…

Ich liebe deinen Schreibstil, deinen Dialekt, wie du gesagt hast. Und die Länge ist perfekt. (Der Vergleich mit Alex hinkt mehrfach, ist im Grunde genommen unzulässig, aber lass dich von Vergleichen oder Bewertungen durch andere sowieso nicht beeinflussen!)

Ich finde, du passt perfekt hier rein und wenn ich könnte, würde ich dir sehr gerne helfen. 

🤗

Kommentare

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(Nutzer gelöscht) 20.09.2025 11:53
@Zenaida, sorry wenn ich mich einmische. Hier will doch niemand @vrono mundtot machen🙈. Ich denke es ist einfach hier im Internet schwierig,  jemanden , der/ die auch unglaublich viel und durcheinander schreibt , richtig einzuschätzen und vorallem sie zu verstehen. Geschweige denn , ihr iwie Unterstützung zu bieten . Ist es doch in normalen Diskussionen oft schon das Problem mit der Interpretation. Kann auch jede / jeder hier sein ganzes Leben offenlegen , mag fuer den ein oder anderen zur Unterhaltung beitragen, aber ob dem / der BE letztlich nutzt ,oder eher schadet, bin ich mir nicht sicher.
 
CookieJulez 20.09.2025 11:56
Wie meinst du das, Zenaida, mundtot machen?
 
vrono 20.09.2025 12:30
Hey… ich schreib mir einfach manchmal das Leben schön und bin dann glücklich, wenn jemand mitmacht. 

Die Kiste mit den Hintergründen dazu muss ich einfach zu lassen… Ich bekomme aktuell seit kurzem etwas Hilfe, und verbringe Stunden damit, Therapeuten und alles mögliche Zeug anzuschreiben, was mich leider so auf Hochtouren bringt, wegen vieler Absagen und Barrieren. 
Ich suche ja hier Sozialkontakte, weil ich in einer neuen Stadt bin und das ist Scheiße, wenn man dann so eingeschränkt ist, dass man die Wohnung kaum verlassen kann. 

Also hier einfach doofe Geschichten schreiben fand ich voll schön! Ich brauch keine Unterstützung oder Akuthilfe - das such ich zu genüge wo anders… 

Gelegentlich hilft es mal nachzuhaken, wenn jemand einen ähnlichen Mist am Start hat, weil mein Mist ja ziemlich neu ist für mich und ich mir das Verständnis und den Umgang damit hart erarbeiten muss. 
Ich hab halt ne komplexe Problematik & ne komplexe Persönlichkeit. Und einfach mal einen Ort, wo man mal anders und bunt sein kann - ist doch top. Mit ganz lieben Leuten zwischen anderen Leuten.
 
Nordroller 20.09.2025 12:56
Zenaida, der Schreibstil und Humor von Vroni ist herrlich. 

Ich denke Du verstehst meinen Beitrag mit Alex richtig, es dreht sich um die Menge der Wörter. Ich habe über die Menge gestaunt als ich den Blog öffnete und habe auch nicht alles gelesen.

Ich hatte aber den Eindruck das ein vernünftiger Umgang herrschte. Deshalb denke ich auch das es sich auf keinen Fall um mundtot dreht. Ich werde mir wohl noch eine Stunde Zeit nehmen und den Blog lesen,  sicherlich werde ich dann etwas wie den Hinweis zur Achtung! Achtung! lesen.
 
Nordroller 20.09.2025 12:58
Ohh, wech ist Er, besser ist es vielleicht.
 
CookieJulez 20.09.2025 12:59
@Nordroller

Deshalb wäre es ja schön, wenn Zenaida ihre Aussage etwas präzisiert.

Ich glaube kaum, dass sie deine Aussage zu Alex damit meint.
 
CookieJulez 20.09.2025 13:03
Auf alle Fälle hat Thohom Kommentare von vrono in seinem Blog gelöscht.

Das hat auf jeden Fall von 'mundtot machen'.
 
CookieJulez 20.09.2025 13:03
*was
 
Steinbock75 20.09.2025 13:04
Ach Cookie 🙈
 
CookieJulez 20.09.2025 13:05
Es ist nichts persönliches, Steinbock.

Auch, wenn du davon ausgehst.
 
Wonni 20.09.2025 13:06
Es stand doch in einem ihrer letzten Kommentare, als sie nach dem Löschen gefragt hat, dass sie so einiges getriggert hat...
 
CookieJulez 20.09.2025 13:07
@Wonni

Ja, sie hat klar einen Grund für das Löschen benannt.
 
Thohom 20.09.2025 13:12
Ich achte einfach darauf, dass Beiträge zum Thema passen in meinen Blogs. Ich hab auc gelöscht bei solchen Beiträgen: Ich kann dazu nichts sagen, weil ich seit Geburt behindert bin.

Ich amüsiere mich über Leute, die in Blog undingt mitlesen müssen, in denen sie gesperrt sind. Ist das Kontrollzwang? Oder ein Machtbeweis? Seht her, ich kann das? Oder ist das einfach nur Langeweile, wenn man in geistigen Stau steht?🤔
 
CookieJulez 20.09.2025 13:14
In meinem Fall ist es vor allem Neugier.

Ich weiß, dass deine Blogs ab und zu interessant sind.

In den restlichen Fällen liegt es daran, dass ich es dir nicht durchgehen lassen will, wenn du hinter verschlossener Tür über andere sprichst.
 
Thohom 20.09.2025 13:20
Oh.....dann weißt Du ja, wie ich über Dich und Deine Art denke.
 
Simphony86 20.09.2025 13:23
Warum immer so misanthropisch unterwegs Thohom
 
vrono 20.09.2025 13:28
Ich mag deine Neugier, auch voll Cookie… find ich voll gut .. aber erklären ist schon anstrengend und bringt mich an viele traumatische Orte zurück.. und dann hören, dass ich mir nicht helfen lasse ist wieder schwierig für mich, da ich seit zwei Jahren Hilfe suche. 
Ist halt kompliziert das alles… ich fands cool, dass du in meiner Angst vor dem VDK Dingens da warst… Ich hab den Termin wegen Wartezeit und Sprachbehinderung vermasselt, aber mir einen anderen VDK Heini auf ElitePartner gefunden - jetzt weiß ich, wo das Problem liegt und warum ich einfach nicht ins System reinkomme… und es dauert so lange. 
Je mehr ich mich anstrenge, desto schlechter gehts mir.. und dann hör ich, ich überschätz mich, aber ich kann halt die einfachen Dinge nicht. 
Ich konnte gestern Radfahrern aber nicht laufen - ey und wenn das so in Ordnung ist, dann gehts mir da gut damit. 
Jetzt muss ich noch jemanden finden, der mit mir Radelt und mich nicht zum laufen zwingt… so einfach.. eigentlich ein geiles Leben..nur mega schräg.
 
vrono 20.09.2025 13:28
…Ich wollt ja hier im Grunde jemanden finden, der mal mit Schwimmen geht oder so.. (und mich möglichst nicht anstarrt..) aber alter Schwede, Nadel im Heuhaufen.. und ich dacht, die Stadt ist ja so groß, da findet sich schon jemand hier auf der Seite, der auch rumsitzt irgendwo…
Ich hab mal den Ratschlag befolgt und werd mein Profil anpassen, damit es vorerst etwas leichter wird… Danke dafür… ich hatte eigentlich keine Lust mich zu verstecken/verstellen, aber vorerst.. geht schon mal.
 
Steinbock75 20.09.2025 13:30
Simphony du findest es also menschenfeindlich?
 
CookieJulez 20.09.2025 13:31
Ja, weiß ich, Thohom. 👍
 
Steinbock75 20.09.2025 13:32
Vrono hast du mittlerweile schlafen können?
 
CookieJulez 20.09.2025 13:32
@vrono

Mach dein Ding.

Ich bin ja sowieso nicht aus deiner Stadt.
 
vrono 20.09.2025 13:33
Ja.. ich glaube gegenüber ist es einfacher, ich tu mich mit einem Telefonat auch immer viel leichter…
 
Jinjer 20.09.2025 13:34
vrono… dein bild 👍 😂
klasse humor
 
Nordroller 20.09.2025 13:35
böckchen, es ist von Simpohny sicher übertrieben ausgedrückt. Bei manchen User und negative Kommentare kann ich das übertriebenr Ticken aber laut hören.
 
vrono 20.09.2025 13:36
Ich schreib einfach bei Thohom Nix mehr rein… so einfach. 
Dann bleibt der Umgangston einfach etwas ruppiger und in seinem Beitrag stehen dann einfach nur Dinge, denen er selbst folgen kann 😉
 
vrono 20.09.2025 13:42
Ich vergess dann halt leider der Elfe zu sagen, dass sie eine geile Socke ist, weil sie wieder in der Posteingangswüste landet, die mich stresst 🤣🙈
 
Wonni 20.09.2025 13:43
Richtig so @vrono. 👍👍
 
Simphony86 20.09.2025 13:44
Er hat mich als erstes so bezeichnet nur um das festzustellen, aber ja mag überzogen sein zumindest von mir.
 
Steinbock75 20.09.2025 13:46
Schunkel wenn man jemanden nich mag oder so darf man es dem jenigen och mitteilen. Und wenn man seinem Blog moderiert und da passt een Kommentar nich, muss der BE selbst entscheiden ob es gelöscht wird oder nich. Sei gutes Recht. Ick persönlich finde es jedesmal sehr interessant das User die zum Beispiel ein Problem mit jemandem haben hier ständig dit Haar in der Suppe suchen. Wenn Simphony seine Spitzen hier loslässt finde ick es Scheisse aber würde nich schreiben daß ick das bei ihm menschenfeindlich finde. Menschenfeindlich bezieht sich nämlich uff jeden und nich nur uff Personen die man nich leider kann. 
Mir persönlich ist dit Mitteilungsbedürfnis von vrono och zu viel des Guten aber ick muss es och nich lesen wenn ick nich will. Und naja ick wees ja dass es psychische Erkrankungen gibt die dann mit solchen Mitteilungsbedürfnis verbunden sind.
 
Thohom 20.09.2025 13:48
Ich habe Dein Verhalten (also Deine Beiträge) so bezeichnet, Symphony. Du erkennst den Unterschied?
 
Thohom 20.09.2025 13:51
Vrono, in der Kürze liegt die Würze und ich habe in Deinem Beitrag nichts entdeckt über Deine persönliche Neuerfindung, also warst Du nicht passend zum Thema unterwegs.

Über Deine Situation hast Du Dich ja schon lang und breit in Deinem Blog ausgelassen. Muss ich Themen noch deutlicher kennzeichnen, dass auch Du es verstehst?
 
Simphony86 20.09.2025 13:52
Der Blog geht nicht darum also werde ich hier auch nicht weiter diskutieren
 
Steinbock75 20.09.2025 13:52
War klar Simphony.
 
Jinjer 20.09.2025 13:52
ich war heute beim haarschneiden und seit längerem mal wieder glücklich mit dem ergebnis 🥳
ich glaube, dass lag auch daran, dass sie erfrischend positiv „durchgeknallt“ ist.
ich hoffe, ich trete dir nicht zu nahe vrono, aber so empfinde ich auch deine texte. 😊
 
Jinjer 20.09.2025 13:53
sie=die dame mit der ✂️
 
(Nutzer gelöscht) 20.09.2025 13:57
Hier in den Blog ,passt auch so einiges nich zum Thema. Stattdessen wird ausgeteilt, nach dem Motto....hier gibts mal wieder rundumschlagpotenzial 🙈🙄. Ich hab euch auch alle lieb , ich tu mir nur manchmal schwer es euch zu zeigen...🫣🤷‍♀️🤨. .
Isses nich manchmal doch besser , wenn man auf seinen Blog nich aufpassen kann , ihn lieber zu schliessen🤔🙄
 
vrono 20.09.2025 13:57
… ja gibt es. Psychische Erkrankungen, aber wir sind ja mehr als das. 
Ich hab einfach keinen mehr zum Reden - das macht halt doof im Kopf und erstmal Mitteilungsbedürfnis, auch wenn ich das sonst gar nicht so bin.. 
aber es gibt auch mitteilungsbedürftigere Menschen. Oder es ist situationsbezogen. Es ist auch ned alles krankhaft und passt schon gar nicht jeder mit jedem zusammen.. wenn ich Bewegung bekomm, kann bin ich anders…. 
Aber voll gut - dann liest man es einfach nicht Punkt. Wenn man eher unsicher ist, das aber dann oft mitgeteilt bekommt, dass man zu viel ist, dann zieht man sich zurück und verpasst die Gelegenheit andere kennenzulernen, denen es auch das Hirn manchmal wegsprengt
 
vrono 20.09.2025 13:59
Thohom - ich habe in diesem Blog von dir gar nichts geschrieben. Du vertauschst da deine Einträge glaub ich?
 
Steinbock75 20.09.2025 14:02
vrono ick hab dich vorhin wat gefragt aber natürlich musst nich antworten. Ick hoffe jedenfalls dass du schlafen konntest. Ick bin in keinster Weise unsicher, mein Partner hat ein psychisches Handicap. Ick bin da also sensibilisiert.
 
CookieJulez 20.09.2025 14:03
@Steinbock

Sie bezog das nicht auf dich, sondern auf sich selbst.
 
Zenaida 20.09.2025 14:04
Zum Thema „mundtot machen“: ich meinte damit niemand bestimmten. Und natürlich sehe ich auch die Gefahr, dass man, wenn offen schreibt, vulnerabel wird, wo man es vielleicht an anderer stelle bereut. Vrono ist neu hier und wusste vermutlich nicht, dass die blogs von außen lesbar sind. Deshalb sind diese hinweise auf jeden fall gut gewesen. 

Schade wäre es nur, wenn das dazu führen würde, dass jemand, dem laut eigener Aussage das SChreiben gut tut (und dessen Elaborate auch anderen zur Freude gereichen können), sich zurückziehen würde und nicht mehr so offen schreiben würde. 

Ich konnte aus Vronos Beiträgen klar herauslesen, dass sie keine konkrete Hilfe hier sucht, sich aber einfach ihre GEdanken von der Seele schreiben möchte. Das kann ich gut verstehen. Sie könnte, wie sie ja selbst angemerkt hat, einfach Tagebuch schreiben. Hier hat es den Vorteil, dass doch ein Austausch zustande kommen kann. Mehr erwartet sie doch sowieso nicht. 

Und wie steinbock oben schon schrieb: wem die Beiträge zu lang sind, der muss sie nicht lesen. Ich finde sie herrlich: ein toller Humor, großartiger Schreibstil und ein spürbar intelligenter und denkender Mensch.
 
vrono 20.09.2025 14:05
Steinbock.. war eher allgemein, nicht auf dich bezogen. Wirklich 🫂

Ich finde es gut, wenn man sich abgrenzen kann - hatte eine psychisch kranke Mutter und musste mich leider mit dem Ausbruch meiner Erkrankung auch abgrenzen.
 
Susisorglos 20.09.2025 14:08
vrono, ich finde dein neues Bild Klasse, auch deinen merkwürdigen Humor, bei dem was dir alles schon passiert ist, schreib einfach weiter wie dir der Schnabel gewachsen ist man muss es ja nicht lesen, aber dir hilft es vielleicht ein bisschen 🙋
 
Steinbock75 20.09.2025 14:10
Vrono ick gehöre och zu Leuten die denken das zwei mit psychischen Erkrankungen nich so gut zusammen passen. Och wenn viele dit Gegenteil denken. Das du dich da abgegrenzt hast ist völlig okay.
 
Zenaida 20.09.2025 14:12
„Wenn man eher unsicher ist, das aber dann oft mitgeteilt bekommt, dass man zu viel ist, dann zieht man sich zurück und verpasst die Gelegenheit andere kennenzulernen, denen es auch das Hirn manchmal wegsprengt“

Bitte nicht - zurückziehen. Ich habe lange nicht jemand so erfrischendes gelesen hier wie dich, Vrono. 

Und thohom, absoluter Widerspruch: in der kürze liegt die würze trifft im Geschäftsleben zu, wobei auch da manchmal mehr erklärende Worte hilfreich sein könnten. Privat aber hat halt jeder seinen eigenen Geschmack. Lange packlisten oder Aufzählungen finde ich ermüdend, da gebe ich dir recht. Aber wenn jemand gut formulieren kann und man spürt, dass da wittyness (dafür gibts kein geeignetes deutsches Wort, finde ich) dahinter steckt, kann für mich ein Text nicht lang genug sein.
 
vrono 20.09.2025 14:15
Danke Zenaida! 
Wow endlich mal verstanden werden.. 
Ich wollte mit schlaflos eigentlich einen Rahmen aufziehen für andere Mitbürger Problem… damit man sich ne lustige Zeit macht und gemeinsam suchen geht, wie Ostereier..

Ich konnte hier ein zwei Leute durch meine Einträge kennenlernen. … mega schön, dieses Erlebnis. Ich kann leider kein Tagebuch schreiben (versuche es seit Monaten). 
Ich hatte diese Art von Austausch mit einer Freundin.. täglich - auch hochintelligent, kreativschräg und aus der Welt gefallen - seit eines gemeinsamen Gewalterlebnisses triggert sie aber mein Stottern und vieles mehr. Das ist Scheiße, aber Vermeidung ist normal und manchmal gesund. 
Vll lerne ich ja hier auch wieder so ein zwei Leute reichen und verzieh mich danach von der Bildfläche… würde am liebsten die Website umschreiben, damit die Barrierefreier ist und achtsamer genutzt werden kann..  

Und ich freu mich, wenn sich Leute an meinen Geschichtchen freuen können (sie können gerne auch welche beisteuern) - die Geschichtchen schreib ich nicht nur für mich… wenn es so wär, wär das wie mit dem Tagebuch - es klappt dann nicht mehr und ich bin still.
 
vrono 20.09.2025 14:26
Meine Geschichten sind auch die Neuerfindung - ich war vorher Bildhauerin (mach mal in ner Mietwohnung was mit ner Kettensäge) und auch Ausstellungen und alles an schönen Bildern triggert mich. 
Musik war die nächste Möglichkeit. 
Sport hat auch geholfen und ging dann nicht mehr. 
Jetzt probiere ich halt Schreiben… als was positives.. wenn mir nix mehr positives einfällt, dann versuch ich das nächste. KPTBS ist einfach eine dumme Bitch und raubt einem nach und nach viele gute Dinge und Möglichkeiten im Leben, wenn man nicht aufpasst. Wenn man dann aber mal durch ist und auf dem Weg gut auf sich aufpasst und nicht vergisst, dass es tolle Menschen gibt, ist alles OK.
 
Zenaida 20.09.2025 14:27
Ich kenne das sehr gut, Vrono. (Mann, die Autokorrektur macht da immer Vroni aus Vrono) 

Ich hab früher, als ich noch mehr zeit hatte, auch sehr viele briefe geschrieben. Die waren für mich wie Tagebuch-schreiben, nur mit einem konkreten Adressaten. Natürlich braucht es dafür nen geeigneten und passenden Empfänger. Nicht jeder kann ja mit dem eigenen stil was anfangen - mit den eigenen Gedanken erst recht nicht. 

Der Vorteil hier ist, dass man keinen konkreten Adressaten hat und deshalb seinen stil nicht (unbewusst) dieser einen Person anpassen kann, sondern dass man sich einfach verbal treiben lassen kann. Und wenn man Glück hat, wird man von irgendwem verstanden. zwinkerndes Smiley
 
vrono 20.09.2025 14:36
Das ist eine großartige Auffassung - ja frei treiben…

Sobald ich einen Adressaten hab, pass ich mich wieder an.. Ich hab mich auch hier angepasst - aber weil das hier so weitläufig ist, wird man selbst weitläufig und treibt in viele Richtungen aus - es macht Freiraum im Kopf. 

Danke - ich lese Verständnis und bin begeistert von deinen gewählten Worten. 
Ohne solche Gegenüber ist kein „Austreiben“ möglich, keine Reflexion außer der eigenen und wenn die eigene einem toxisch wird, dann … 

Außerdem ist es so schön, in verschiedene Rollen der eigenen Persönlichkeit zu schlüpfen. Hattest du denn für dein ‚Tagebuch‘ immer einen anderen (fiktiven)Adressaten genutzt oder warst dieser du selbst?
 
Zenaida 20.09.2025 14:55
Nein, Missverständnis: ich habe wirkliche Briefe (so mit Papier und Tinte) an echte Adressaten geschrieben. Ich hatte sehr viele Brieffreunde in meiner Jugend. Die liegt ja lange zurück, das waren noch Prä-digitale Zeiten. zwinkerndes Smiley Manche Brieffreundschaften dienten in erster linie der Möglichkeit, in anderen Sprachen zu schreiben und zu lesen, wohnte ich doch auf dem Dorf mit monolingual schwäbischsprachiger Umgebung. Da waren eher nicht so Herzensdinge im Fokus, sondern Austausch über Kulturunterschiede und Alltagserlebnisse. Aber hat auch spaß gemacht. 

Die anderen aber waren echte Freunde, mit denen ich geschrieben habe. Und da waren die Themen wirklich tief und - aus heutiger rückblickender Sicht - erstaunlich philosophisch. Der einzige Vorteil, wenn man sich von seiner relativ spießig-tumben Umgebung (mal abgesehen von Familie und Freunden) vollkommen unverstanden fühlt und den Ausweg im Lesen und Schreiben sucht, weil Natur und dörfliches Vereinsleben halt subjektiv nicht sonderlich interessant sind. Okay, meine Eltern haben ihr Möglichstes getan, mich zum Chor und zum Ballettunterricht gekarrt und mir und meinen Geschwistern jedes Hobby und jede Förderung angedeihen lassen, die wir uns wünschten. Allein, mein Hunger nach Erlebnissen, nach Wissen, nach Austausch war groß und die elterlichen Kapazitäten irgendwann erschöpft. So blieb eben nur eine recht große häusliche Bibliothek und Stift und Papier - und Telefon. 

Weil diese Freunde aber sehr eng waren, war eben auch der Austausch so offen und so ehrlich wie sonst vielleicht Tagebucheinträge. Dieses fließenlassenkönnen der Gedanken war dabei essentiell.
 
Zenaida 20.09.2025 14:59
Ich hab übrigens die eigenen Briefe nochmal abgeschrieben, damit ich sie selbst behalten konnte. Kopierer gab es ja damals nicht zuhause. Ich hab die alle noch und vor ein paar Jahren hab ich die mal wieder gelesen. Wirklich erstaunlich, was wir uns für Gedanken gemacht haben und wie wir sie formuliert haben. Aber das kenne ich auch heute noch. Wenn ich schreibe, einfach so, ohne Zeitdruck und ohne sonstige schranken im kopf - und wenn ich das geschriebene dann später lese, wundere ich mich, dass ich das selbst geschrieben habe. So, als habe eine andere Person das formuliert. Freilich erkenne ich die Worte irgendwie wieder, aber manchmal, vor allem bei nächtlichem Schreiben, liest es sich trotzdem ein bisschen fremd. Kann das schlecht beschreiben. Ging mir manchmal auch bei semesterarbeiten so… Komisch, oder?
 
Thohom 20.09.2025 15:45
Vrono....geh mal zum örtlichen Behindertensportverein. Da werden fast alle angeschaut, wenn sie allein zum Schwimmen gehen. Meist haben die Vereinsstunden in Schwimmbädern und da ist man zumindest "bahnenweise" unter sich.

Wer erzählt denn hier immer, dass ich Dich mundtot machen wolle, Vrono? Ich moderiere in meinen Blogs nur das raus, was nicht zum Thema gehört.....und das sollte inzwischen auch allgemein durchgedrungen sein.

Naja, die Dame, die sich sehr für das Leben der anderen interessiert, hat wohl mal wieder danebengegacht. Gab es da nicht mal nen Film mit dem Mühe?😉
 
vrono 20.09.2025 15:47
Ich könnte dir dazu ein Buch schreiben.. sehe mich in vielem wieder, was du schreibst.. in der Vita vor allem.. nicht nur die dörflichschwäbische Vereinskultur. Auch die Brieffreundschaften als Tor zur Welt. Meine Familiensituation war etwas ungeeignet, aber den Wissensdurst hab ich nie stillen können.. mittlerweile sind mir Bücher zu langweilig und linear geworden (und ich kann sie auch nicht lesen, weil mir Texte ohne ein Gegenüber verschwimmen vor den Augen.) 

Und als Schreiber rutscht man ja in eine Rolle des Moments.. Ich finde es gar nicht komisch.. ich denk mir oft, wer hat denn das nun wieder verfasst was da steht..  

Die Semesterarbeiten entstanden oft in ein zwei Nächten .. zuvor habe ich nicht den Druck und die Fähigkeit gehabt, das Erarbeitete Wissen in einen linearen Verlauf zu bannen… also ging es nur, wenn ich nicht nachdachte. 
Ich kann mich knapp fassen, aber das müsste ich bewusst entscheiden und dann wird es mir fremd. Am liebsten wären mir Minmaps.. irgendeine Form, die der Netzstruktur eines Gehirns mehr entspricht.. da würde ich mich wohler fühlen und nicht fremd. 


Ich habe immer alle SMS, die ich schrieb und bekam in ein Büchlein übertragen.. verstehe das so gut. 😅
 
vrono 20.09.2025 15:49
Darf man in einen solchen Sportverein, wenn man keinen Ausweis hat? Den Tipp find ich gut Thohom
 
Zenaida 20.09.2025 16:11
Vrono - Zwilling? Ist ja echt witzig, dass du auch alle sms aufbewahrt hast. Hab ich auch mal gemacht. Irgendwann wurde es zu viel. Da hab ich das dann reduziert auf sms von meiner tochter. zwinkerndes Smiley 

Ich brauchte auch immer den druck für Hausarbeiten. Und ich hab auch in letzter Minute mich ans schreiben gemacht. Zum glück hat das immer gut geklappt, da ging das mit der konzentration dann super. Nachts kann ich sowieso am besten arbeiten. zwinkerndes Smiley
 
vrono 20.09.2025 16:24
Genauso… 

Ich hab mal als Begründung für ne zwei in ner Lehrprobe bekommen, dass ich das doch alles erst gestern erstellt hätte. 
Bahhh Autokorrektur ist mein Feind… wow - dein Namensgedächtnis im anderen Blog.. Hammer… nachts geht eh immer alles... da stört keiner und alles ist friedlich.. 😊
 
Zenaida 20.09.2025 17:27
Nee, vrono, das täuscht. Ich hab leider nicht nur ein beschissenes namensgedächtnis, sondern überhaupt ein schlechtes Gedächtnis. Und außerdem bin ich ne visuelle Vollnull. 

Hab ich es doch gewusst! Da sieht man dein Niveau: ne zwei sorgt für erklärungsbedarf zwinkerndes Smiley
 
Zenaida 20.09.2025 17:38
Sag mal, wenn du auch auf dem lande aufgewachsen bist: hattest du auch immer das Gefühl, dass das dortige Tempo nicht zu deinem eigenen passt? Ich fühlte mich da immer irgendwie gebremst. Erst in der Stadt fühlte sich das richtig an, konnte ich mit dem Rhythmus mitfließen… Mal ganz abgesehen von den Uhrzeiten, wenn es auf dem Land morgens um halb sieben schon los geht mit ladenöffnungszeiten, dafür aber - zumindest damals - um 18 uhr schon alles dicht war und am Mittwochnachmittag grundsätzlich zu… 

Ich hatte erst in der Stadt das Gefühl, richtig atmen zu können. Und so Entspannungszeug wie Waldbaden oder dergleichen macht mich immer noch nach maximal drei Minuten unruhig, weil gelangweilt… 🙈
 
Jinjer 20.09.2025 17:55
waldbaden 😂🤣
 
Brummsel 20.09.2025 18:00
Bin in der Großstadt aufgewachsen, später mit Kind aufs Land gezogen.
Zuerst habe ich den Trubel der Stadt total vermisst. Mittlerweile nur noch Landleben...einfach genial! Aber jedem das Seine.
 
Zenaida 20.09.2025 18:06
Brummsel, kann mir vorstellen, dass das der „bessere“ weg ist, von der Stadt aufs Land. Wenn man kein outdoor- oder Naturmensch ist, hatte man damals (heute ist das evt anders, weil internet ja überall vorhanden ist) jenseits der zehn schlechte Karten. Vollkommen immobil, außer mit Fahrrad - aber ohne Fahrradwege - bleibt einem nur die Bewegung im Kopf. Und eben ein eigenes, eher akzeleriertes Tempo, das durch den langsameren Schritt ständig gebremst wird… 

Wenn man als Erwachsener freiwillig auf dem Land wohnt, ist das was anderes. Erstens ist man mit auto ja mobil und zweitens wird man ja im Alter selber auch ruhiger. Da passt dann das langsamere Tempo vermutlich besser als in jungen Jahren. 

Aber klar, es gibt auch junge menschen, deren eigenes Tempo dort passt und deren Vorlieben mit dem, was das Land zu bieten hat, übereinstimmen.
 
vrono 20.09.2025 18:12
Ich hab das nie bemerkt.. war viel zu sehr damit beschäftigt, nicht aufzufallen und mich mit Zeug abzulenken. Wegen der Prüfungsangst ist es auch ned so aufgefallen…und da ich kaum Kontakt zu anderen hatte und die halbe Zeit im Keller saß.. 

Ich wurd halt immer wahnsinnig, wenn ich ned zehn Sachen auf einmal mach.. also lesen klappte nur, wenn gleichzeitig der Fernseher lief. 

Und es gab nur diesen einen dummen Bus, der zwei mal am Tag in ne Stadt fuhr 🙄

Ich hab in der Uni noch die ersten zwei Semester völliges Unverständnis für meine Arbeiten bekommen.. und irgendwann hat es einen Klack gemacht und alle fanden meine Ausgeburten großartig - was gar nicht passte mit meiner Erziehung.. also hätt ich mich für Komplimente am liebsten im Boden eingegraben (war halt gewöhnt, was andres zu hören) 

Lernen klappt auch ned gut, wenn man immer Schiss hat zu versagen.. und wenn man mir in der Schule verboten hat nebenher immer zu zeichnen konnt ich mir nichts merken… 
Eigentlich haben mich dann sowieso nur noch Menschen interessiert und wie die ticken. Meist recht öde und langweilig… daher hab ich dann immer nur Leute kennengelernt, die komplett schräg drauf waren. Am glücklichsten war ich beim Daten in der Stadt.. immer neue Menschen kennenlernen dürfen. Aber das war oft auch völlig frustrierend. Also den Datingpart würde ich sehr gerne weiterbetreiben.. aber eben bitte nicht mit dem Ziel, wieder einen Partner zu suchen, nur, weil es spannend ist. 

…also Dorfleben hat gar nicht geklappt und ich wusst einfach nie, was da bei mir „kaputt“ war, bis mein Mann erklärte, dass es son Hochbegabtending sei… daher hab ich ihn auch irgendwann geheiratet, wegen der Gespräche - aber es bringt gar nichts, wenn man sich unterhalten könnte, wenn der Partner dann am Ende so ein Eigenbrödler wird, dass man es nicht mehr tut. 🤣
 
vrono 20.09.2025 18:19
Dating auf dem Lande…🤢

Nee ich bin gern in der Stadt, hätte das aber eher zum Aufwachsen gebraucht… so viele Möglichkeiten. Als Studi fehlte halt immer die Kohle, und nach dem Studium wieder Land 😱
Jetzt nach Klinik würd ich am liebsten in einer einsamen Hütte im Wald leben mit ner Tür in die Stadt, falls ich mich raustraue.. völlig irre.. immer irgendwie am falschen Ort zu den falschen Vorraussetzungen. 

Ich leb grad aber in der Stadt in einem dörflichen Viertel - sehr cool eigentlich, weil beides das ist. Bin sehr happy über diese Wahl. Wald und Schrebergärten mit Sbahn und Innenstadt. Perfekt. Und die Leute sind eben viel aufgeschlossener in der Stadt. 
Ich kann auch gar nicht in mein Heimatdorf zurück, weil sich da rumgesprochen hat, warum ich jetzt behindert bin… das wär mein Horror.
 
vrono 20.09.2025 18:25
Wenn ihr euch das jetzt gerade aussuchen könntet.. wohin würdet ihr denn dann euer Leben verlagern?
 
CookieJulez 20.09.2025 18:30
Den Schritt, in einem Wohnwagen am Waldrand zu leben, bin ich so ähnlich schonmal gegangen. 

Es war kein Wohnwagen, aber es war ein Waldrand. War ganz klar in dem Moment die richtige Entscheidung für mich. Bin auch mehrere Jahre dort geblieben.
 
CookieJulez 20.09.2025 18:31
Und jetzt hab ich vor kurzem wieder meine Umgebung gewechselt. Das hatte aber nichts mit Wald, Dorf oder Stadt zu tun, sondern schlicht damit, dass ich in der Nähe von meinem Freund sein wollte.
 
CookieJulez 20.09.2025 18:33
Es ist eine kleinere Stadt am Rande von Stuttgart.

Ich hab hier Wälder und Wiesen, bin aber innerhalb kürzester Zeit im Trubel einer Stadt, wenn ich will.

Will ich aber nicht. 😀
 
CookieJulez 20.09.2025 18:33
Knapp 50 000 Einwohner - ein Zehntel von Stuttgart, glaub ich.
 
CookieJulez 20.09.2025 18:34
Stuttgart hat ca. 600 000 Einwohner, hab grad nachgeschaut.
 
Zenaida 20.09.2025 18:35
Oh ja, das mit Multitasking kenn ich auch. Ich kann auch nicht einfach nur fernsehen, muss nebenbei Kartoffeln schnibbeln oder so. Und beim telefonieren mach ich auch oft noch was nebenbei. Finde ich ganz normal. zwinkerndes Smiley 

Oh Mann, das ist echt harter Tobak, was du so zwischen den Zeilen aus deiner Kindheit berichtest. Da könnte ich echt heulen, wenn ich lese, was manche Eltern ihren Kindern antun. Und gleichzeitig war wohl auch da ne Krankheit ursächlich verantwortlich, wenn ich das richtig verstanden habe…. 

Ich hab da so ne vage Idee….. wenn ich da was in Erfahrung bringen kann, melde ich mich privat bei dir, okay? 

Ich würde mein Leben gar nicht verlagern. Bin sehr zufrieden hier, auch in meiner Wohnung. Aber ich würde vielleicht, wenn zeit und Geld keine rolle spielten, meinen aktionsradius etwas erweitern und nicht wie ein Hamster in den immer gleichen paar rädern unterwegs sein (jobs und familiäre Kümmerstellen), sondern öfter nen Kurzurlaub einplanen. Und zwischendurch auch mal nen längeren. Und meine Eltern und sonstigen zu umsorgenden Verwandten einfach inklusive alltagsbetreuern mitnehmen. zwinkerndes Smiley
 
Brummsel 20.09.2025 18:39
Nur mal so angemerkt: man kann die Einträge auch von außen lesen.🙈
 
CookieJulez 20.09.2025 18:40
@Brummsel

Was wäre so etwas, das du hier zum Beispiel nicht erwähnen würdest, weil es von außen lesbar ist?
 
Zenaida 20.09.2025 18:40
Stimmt, aber weiß ja keiner, wer wir sind, oder Brummsel? Ich achte immer drauf, keine klardaten bekannt zu geben… zwinkerndes Smiley
 
Zenaida 20.09.2025 18:40
Aber jetzt muss ich eh weiterkochen….
 
CookieJulez 20.09.2025 18:41
@Zenaida

Das, und außerdem schäme ich für meine Biografie nicht.
 
Brummsel 20.09.2025 18:43
Cookie, z. B. einen Seelenstriptease.
Und Zenaida, bist du sicher, das niemand darauf kommen kann, wer wer ist?

Ich nicht daher eher von mir verhaltene persönliche Kommentare.
Aber klar, das muss und kann natürlich jeder für sich entscheiden.
Wollte es nur anmerken, da vrono ja neu ist....😎😉😅
 
CookieJulez 20.09.2025 18:52
Klar, erwähnen sollte man das immer wieder, Brummsel!
 
perfectday 20.09.2025 21:23
Ja, Leute, denkt dran, man kann von außen mitlesen. Und auch intern kann man kombinieren. Das ist für mich zum Beispiel ein Grund um zu löschen. Als Schutz sozusagen...
Nicht nur der Inhalt,auch die Wortwahl finde ich, sollte man bedenken.
Wenn ich jemanden nicht msg, muss ich ihn deshalb noch lange nicht beleidigen.
 
AlexJanuar1984 20.09.2025 21:23
Welche ehmaliger Userin bist Du, weil Du so einen hass auf Thohom hast????
 
perfectday 20.09.2025 21:27
Alex,wer Rückgrat hat, versteckt sich nicht hinter einer falschen Identität.
 
vrono 20.09.2025 21:27
Ich hab meine Geschichte ja jahrzehntelange behalten müssen.. ja einige Eltern die sollten sich das echt überlegen. Aber dann gäbs mich ja nicht.. 

Mein Seelenstriptease ist etwas Überkompensation und dann find ich es gesellschaftlich echt bescheuert, dass man überall hohle Erfolgsgeschichten liest, aber so „erfolgreich gescheiterte“ wie mich, die liest man halt nicht so häufig.. 

Ich find das so viel ehrlicher, wenn man einfach mal raushauen kann. 
…und irgendwie stört es mich gesamtgesellschaftlich, dass man Hintergründe verstecken soll (ein Schlaganfall ist OK - mein Zeug, das sich ja ähnlich auswirkt, macht bei anderen nur ein Fragezeichen auf der Stirn) 
 - ich schäm mich zum Glück nicht mehr - das wurde mir beigebracht, dass ich mich auch noch schämen soll.. völlig hirnrissig.. ich hab für meine Geschichte ne super Karriere hingelegt und finde es krank, dass ich das alles verlieren musste, weil ich falsch behandelt wurde.. 

Mir gehts auch vom Mindset her auch nicht mehr schlecht damit, weil ich das so akzeptieren kann.. 
Ich war mein Leben lang unglücklich hinter einer Fassade und immer in Angst… und hab keinen Bock mehr irgendeine Fassade mit Glitter zu bepinseln und Blümchen draufzukleben.. 

 - ohne Fassade bin ich jetzt mit mir im Reinen.. und mal ehrlich - ich müsste das alles ja nur verstecken, damit sich andere nicht schlecht fühlen müssen. Und ich will ja auch nicht, dass es anderen dadurch schlecht geht. 
Aber es kommen immer wieder Gedanken in mir auf, dass ich raus müsste aus der Gesellschaft damit und ein Eremit werden, was logisch wäre, aber nicht fair.

Diejenigen, die ich kannte, die eine andere Vergangenheit hatten, wenden sich nun ab. 
Es ist wie mit meinem Kater - der hätte von einer tollen Familie adoptiert werden können, aber weil er blind ist, hat man sich gegen ihn entschieden, weil man es nicht ertragen konnte, mit ihm Mitleid zu haben jedes Mal, wenn man in sein Gesicht blickt. Also hat er jetzt aus Mitleid keinen geilen großen Garten…
Es ist normal - Menschen beschäftigen sich mit schönen Dingen, die sie aufmuntern, daher verlor ich Freunde, die mit meinem Elend nicht klarkamen und vergessen haben richtig hinzusehen - ich bin nämlich glücklich sofern ich mich nicht verstellen muss.. 
Viele wenden sich halt dann einfach ab. Ich hab da ein paar Arbeitskollegen/Bekannte, die sehr lange drauf warteten, dass ich durchstarte, weil die meine Arbeit so toll fanden und die ganze harte Zeit mitbekamen, und die sind dann immer frustriert, wenn ich dann noch tiefer falle… 

Immerhin muss ich jetzt nichts mehr und das befreit auch.. mein Körper lässt als Selbstschutz einfach keinen Druck und keinen Stress mehr zu - also ist man irgendwann gezwungen mit sich ins reine zu kommen. Ich war immer für alle Menschen da um mich herum und jetzt geht es nicht mehr.
Das ist im Grunde auch irgendwie ein Geschenk, sobald man damit umgehen lernt. 

Ich mag ja Seelenstriptease, weil man so irgendwie auch echte Kontakte herstellt.. über Nachrichten kann ich das nicht. 
Und ich kenn zB auch keinen aus meiner Vergangenheit, der sich gerade interessiert dafür, irgendetwas rauszufinden. Gut vielleicht mein Mann…aber den hab ich schon über ein Jahr nicht mehr wirklich gesehen. 
Vielen hier wird es anders gehen, wie mir, weil die irgendwo Wurzeln haben oder dazu verpflichtet sind, „ordentliche Erwachsene“ zu spielen, weil sie Kinder, Familie und Familie und Beruf haben…das kann ich völlig verstehen. Ich habe das alles nicht mehr und vermutlich werde ich es nicht haben, was mich bestürzt, aber ich habe in diesem Text keine Verantwortung zu tragen, dass er sich auf andere negativ auswirken könnte. 
Und ich glaube es gibt sehr viele… durch meine Ehrlichkeit habe ich bereits mehrere Frauen davor bewahrt sich das Leben zu nehmen und eine sogar davor krankenhausreif oder totgeschlagen zu werden - einfach nur, weil ich zu meiner Geschichte stehe und in Not angerufen wurde …dann ist es das alles wert für mich. 

Wenn mir hier jemand blöd kommt - was soll’s? 

Mich berührt Zenaidas Geschichte sehr.. ich glaube es ist echt etwas anderes, irgendwo auf dem Land aufzuwachsen, wenn man so anders ist. meine Erfolgsgeschichte startete, weil ich anders bin - wenn Leute anders sind, dann kann man denen so etwas antun.. 

Vielleicht ist das heutzutage anders, aber in meiner Generation (und so alt bin ich noch nicht) ist es das leider noch nicht. 
Bei mir im Elternhaus herrschte viel Sexismus, Rassismus, Homosexuellenfeindlichkeit, und wenn mein Vater mich jetzt sehen würde, wär ich sicherlich das „Behindikindi“. 

 ...dass dieser Umgang nicht normal ist und schädlich und auch von so etwas wie Alkoholmissbrauch hatte ich auch keine Ahnung…es ist eine andere Realität, da wo ich aufwuchs war das normal ..auch im Vereinsleben… das hat man gar nicht so im Blick, wenn man in der Stadt aufwächst und andere Ressourcen hat. 

Wegen meiner Mutter (die war einfach schon sehr krank und konnte dann auch nicht mehr anders) kam irgendwann eben so eine doofe Kindesmissbrauchgeschichte raus.. und dann dauert das etwas - für mich eine sehr stressige Zeit, weil ich gleichzeitig mit einer Gehirnerschütterung und Mobbing auf der Arbeit und einer Baustelle umging (Existenzängste), während die Familie Telefonterror macht - und irgendwann später kommt raus, dass das über Generationen hinweg vertuschte Familientradition ist. 

Seit ich das weiß, geht’s mir sehr viel besser, und ganz ehrlich - das passiert ja auch überall.. und ich vertrete seither eher die Einstellung, dass alles raus darf und muss, und das passiert ja auch schon überall.. warum also nicht hier? 

Alles darf raus, weil es muss, und weil sich sonst Opfer isolieren müssen. Daher wurde ich irgendwann „mitteilungsbedürftig“ und kann es oft nicht mehr abstellen.. Es hat Gründe, dass ich jetzt völlig Verhaltensauffällig bin manchmal, und wieder geschieht eine Isolation und ich bin jetzt in einer Stadt, die ich nicht nutzen kann. Aber daran arbeite ich jeden Tag, dass mein Alltag sicherer wird! 

Fassaden aufrechtzuerhalten führt nur dazu, dass diese und andere Scheiße niemals aufhört. 
Nochmals - ich bin ein sehr glücklicher Mensch, der sowas auch mal teilen möchte. Viel Mist erlebt zu haben hindert nicht am glücklich sein. 

Mir schadet aktuell in meiner jetzigen Situation die Klischeedenke, wie ein „Opfer“ auszusehen hat und wie es sich zu benehmen hat wirklich sehr… so sehr sogar, dass es einfach wieder passieren konnte, und ich wieder Opfer in einem geschützten Raum zum Opfer wurde. 

Und mir ist es echt egal gerade, wenn mir dazu jemand mit nem blöden Kommentar kommt, weil ich jetzt ja auch noch aktuell seit Monaten „Stubenarrest“ hab wegen meiner daraus resultierenden Behinderung. 

Tabuisierung ist ja dann auch kontraproduktiv. Meine Vergangenheit ist eh nicht so schlimm, wie sich das anhört..Ich kenne da ganz andere Beispiele. Es ist eher der sture resiliente Charakter, der mir einen Strick draus dreht. 

Leider triggern sich ähnlich behinderte mit Trauma oft ständig gegenseitig, also ist das mega einsam im Resultat, weil man dann nicht mal ne gute Gruppe hat in der man Kontakte knüpfen könnte. 
Manche Behinderungen sind halt nicht so kompatibel miteinander, was echt schade ist, weil ja jeder hier sein Päckchen hat. mir hat es geholfen, dass ich Leute kennengelernt habe, die an ähnlichen Dingen zu kauen haben - so kann man sich informieren, auch wenn man - wie ich gerade nicht lesen kann. 
Ich habe zwei Menschen, die ich fragen konnte, wenn neue Symptome kamen. „Hast du das auch und verstehst du warum“ 
Es hilft. Aber man genießt sich im sicheren Abstand, weil es Schaden anrichten kann, wenn man die Geschichten dazu hochholt. 

Eventuell hilft es ja auch, wenn das mal jemand liest, der wegen körperlicher Beeinträchtigung nen Rolli braucht, damit ich nicht wieder in der Post hier dran erinnert werde, dass ich ein Simulant bin - das weiß ich doch schon selbst… 😶‍🌫️
Ich finde es einfacher, es mal zu erklären, als Nachfragen zu beantworten. Schuld auf Opfer schieben finde ich auch schwierig… nachtreten gewisser Leute ist auch ein Zeichen von Schwäche.. und Erklärungen meines ganzen Abartigkeitsregenbogens sind mega anstrengend - man hat einfach jeden Scheiß am Start irgendwann, würden man sich denken kann und es ist völlig logisch und normal, dass es so ist. 

Also : Pro Seelenstriptease.. 🥳 (Aja das jetzt so rauszuhauen ist auch symptomatisch für die Erkrankung.. Flucht nach vorne) 

Wenn der Kommentar triggert, kann er gerne gelöscht werden 
Ich mach das jetzt mal und finde dann eventuell nachher raus warum ich das hätte lassen sollen. 🙈   Als rein wissenschaftliches Experiment sozusagen. 

…Und frage später eventuell Zenaida ganz nett, diesen Post von mir zu löschen oder verschwinde, wenn mich die Reaktionen zu sehr triggern. Zwei Schritte vor, ein Schritt zurück und von vorn. 
Einmal mit, einmal ohne Niveau.. 🤷‍♀️
 
AlexJanuar1984 20.09.2025 21:28
Ich mein diese userin kann Ja tatsächlich eine Frau sein, aber dass ist doch die gleiche Person wo vor ca. 2 Wochen schon mal angemeldet war und dann gelöscht würde, die auch Thohom so beleidigte
 
Zenaida 20.09.2025 21:46
Hab den unverschämten Beitrag von funandsun gelöscht. 

Lustig, wie sich manche an anderen abarbeiten. Entspannt geht anders - auch wenn da oft vermittelt werden soll, dass man über allem steht. Gaaaanz sicher nicht. Solches Verhalten nennt sich Selbst-Demontage. Find ich gut!
 
DickeElfe 20.09.2025 21:48
Alex hör auf damit, verdammt, bitte.
 
vrono 20.09.2025 21:57
Ojee.. Zenaida, ich beneide dich gerade nicht, hier Pausenaufsicht zu spielen.
 
Zenaida 20.09.2025 21:58
Vrono, ich lösche deinen post einzig und allein nur dann, wenn du mich darum bittest. Ich finde ihn sehr gut. Diese Ehrlichkeit und Direktheit gefällt mir sehr.

Mich triggert nichts. Ich hab eine ganz andere Geschichte und bin psychisch sehr stabil. Insofern bin ich da ganz entspannt. Und wenn jemand sich von deinen Beiträgen getriggert fühlt, kann er sie ja überlesen. zwinkerndes Smiley
 
Zenaida 20.09.2025 21:59
Pausenaufsicht zwinkerndes Smiley 

Nee, hier gibts gleich essen. Da spiel ich keine Aufsicht. Wenn was daneben geht, lösch ich wieder. zwinkerndes Smiley
 
(Nutzer gelöscht) 20.09.2025 22:02
Zenaida, aber du lässt dich auf Diskussionen ein.
Natürlich darfst du aus deinen Blogs rauswerfen, was dir nicht gefällt! Aber Leute, die sofort blockieren, und dann draufhauen, gehen gar nicht. 
Warum nicht diskutieren und argumentieren? Dazu ist der Blog doch da, oder?
 
AlexJanuar1984 20.09.2025 22:20
Jetzt ist der Blog von funandsun gelöscht
 
Lionheart68 20.09.2025 22:26
@Funandsun...bist doch ooch so`n kleenet Löschteufelchen gewesen in deinem entschwundenen Blog... 😉
War det Bad inner Sonne wohl doch net so entspannend...
 
(Nutzer gelöscht) 20.09.2025 22:32
Hauptsache mal zum Nachdenken ermuntert.
 
Lionheart68 20.09.2025 22:41
Da jibbet nix drüber nachzudenken über deinen entschwundenen Prangerblog... 🙄
 
Thohom 20.09.2025 23:02
Ein Zitat von Böhmermann: man muss nicht mit jedem Idioten diskutieren.
 
(Nutzer gelöscht) 20.09.2025 23:11
@Thohom
Stimmt, wie auch ohne Argumente
 
Zenaida 20.09.2025 23:24
Ist jetzt bald mal ruhe im Karton? Sind mit essen und sogar mit Nachtisch fertig. zwinkerndes Smiley
 
Zenaida 20.09.2025 23:37
Vrono, was mir bei dir so positiv auffällt: du jammerst nicht. Mit keiner Silbe! Deine Beiträge sind deskriptiv, du benennst die Problemstellen, aber im selben Atemzug auch die positiven Aspekte. All das hat keinen Touch von Jammern oder Wehklagen. Nein, du betonst, dass es dir (trotz all dem, was du erlebt hast) gut geht, siehst die Ressourcen und das Gute. Ab und zu gibt es mal nen humorigen Seitenhieb, aber nicht anklagend, sondern erläuternd, so dass der Leser die Hintergründe besser verstehen kann. 

Vielleicht ist es das, was dich bzw. deine schriftlichen Elaborate so anziehend macht - für mich jedenfalls. 

Ich wünsche dir, dass du heute Nacht besser schlafen kannst. Da fällt mir ein: ich hab einen Bekannten in der Schweiz, der auch ein sehr kluger Geist ist und in kein Schema passt. Er arbeitet selbständig als IT-Typ und zu sehr unorthodoxen Zeiten. Einzig, wenn er Kundenkontakt haben muss, passt er sich an übliche Geschäftszeiten an. Mit ihm habe ich ne Weile lang gerne nachts telefoniert, wenn ich ne Pause vom schreiben brauchte. Bei ihm läuft das so, dass seine Tage nicht dem üblichen 24-h-Rhythmus folgen. Er schläft immer dann, wenn er müde wird. Und in der übrigen Zeit arbeitet er oder kocht oder trifft freunde. Was man halt so macht. Er hat mir erklärt, dass sein Körper nen anderen Rhythmus hat, ich weiß nicht mehr genau. War wohl irgendwas um die 36 Stunden oder so, die eine „Schicht“ bei ihm hat. Also von Schlafen gehen bis wieder Schlafen gehen vergehen nicht ungefähr 24 STunden sondern eben deutlich mehr. Dann schläft er, bis er von selbst wach wird und danach beginnt sein „Tag“. Da ist es völlig egal, ob es draußen hell ist oder dunkel und wie viel Uhr gerade ist. 

Vielleicht könnte das auch dir helfen, wenn du keinen Schlaf findest? Einfach mal abwarten, bis der schlaf von selbst kommt? Aber gut, ich bin eine schlechte Beraterin, hab keinerlei Schlafprobleme, nur, dass ich viel zu schnell einschlafe, wenn ich nen film schauen oder nen podcast hören möchte. Manchmal sogar beim plaudern am Tisch oder beim Telefonieren. 🙈 Liegt am chronischen Schlafdefizit….
 
Haferflocken 21.09.2025 00:16
vrono, trotz so vieler Barrieren ist es für mich erstaunlich, wie hart du jeden Tag versuchst, dein Leben durch solche Resilienz und Eigeninitiative sicherer und lebenswerter zu machen. Diese Ambivalenz zwischen Isolation und dem Bedürfnis nach Verbindung, eine Spannung, die für viele Menschen mit schwierigen Lebensgeschichten allzu wahr klingt, ist ebenfalls sichtbar.  

Dein Text schafft Raum für Anerkennung, ohne Urteil, für den Schritt, das Leben in all seiner Unvollkommenheit zu suchen, trotz einiger schwerer Schicksalsschläge. Es ist eine rohe Sammlung, die die menschliche Erfahrung widerspiegelt, die uns herausfordert, genauer zuzuhören (und zu sehen) und jenen Stimmen Raum zu geben, die wir normalerweise zum Schweigen bringen.

Ich empfinde stille Bewunderung für all das. Für die Weise, wie du dein Leben gemeistert hast, nicht indem du den Schmerz ignorierst, sondern indem du ihm erlaubst, da zu sein und dadurch dich selbst zu entdecken. Das ist keine geringe Leistung, ein zutiefst menschlicher Akt der Selbstbewusstheit und Akzeptanz, die bedingungslos geachtet werden sollte.
 
Zenaida 21.09.2025 00:52
Absolute Zustimmung, Haferflocken!

Vrono, hast ne pm 😉
 
vrono 21.09.2025 01:42
Hilft 😌 Wow

Kausalkettenfeuerwerk…🎇 jetzt muss ich aufpassen, denn wenn ich mich zu sehr freue, geht es wieder los und mein Hirn feuert die ganze Nacht, damit ich wieder schreiben muss, um es zu verlangsamen. Würde dir aber gerne die Freude zukommen lassen. 

Es geht in sehr viele Richtungen gleichzeitig (wären Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit nicht beeinträchtigt jetzt - es wäre ein Traum) …
Zum einen in eine Verkettung die positiv ist (weil ich alle Lebenssituationen vor Augen sehe, in denen die Realität deines Freundes auf meine jeweiligen eigenen Bedürfnisse in der gesamten Vita zutrifft)
Ich kann mich mit wenig positivem Input vom Außen in einen Flow versetzen, wenn ich möchte - (leider wurde das mit Manie verwechselt) und ich kann nur kreativ und glücklich sein, wenn ich meinem Rhytmus folge, der vermutlich auch ein anderer ist. Oder komplett unter Druck bin - dann passiert das auch (vielleicht kennst du das). Ich habe das nur im Studium mal kurz geschafft, dass es funktionierte für mich, weil ich immer gearbeitet habe seit ich 13 wurde. Mit positiven Lebenszielen vor Augen ging das auch in einer sehr eng getakteten Tagesstruktur mit 2-6 Stunden Schlaf und mit Ortswechseln statt Pausen. 

.. und dann ist da eine zweite Richtung, die mir  negative  Kausalzusammenhänge beschert, weil es mich an die Stellen katapultiert, in denen mein Naturell versucht wurde zu brechen, (das ist das Trauma, das ich aktuell bearbeiten muss, der ganze Rest ist bis auf weiteres versorgt). Anstatt mir mit der Krankheit zu helfen, die ich selbst in den Griff bekommen hätte, hätte man mir die Zusage machen müssen, aus dem Hamsterrad-Alltag des Ehelebens und Beruflebens auszutreten, um mich zu erholen und reflektieren - statt lediglich funktionieren - zu können. Endlich wieder agieren dürfen, statt lediglich zu reagieren - Selbstwirksamkeit tut bei mir Wunder. Es ist krass, wie Institutionen versehentlich einen Menschen brechen können, ohne dass das auf dem Schirm ist. Dass es bösartige Charaktere in Person gibt, ist einfach ein Fakt - mit denen kann man ja umgehen und die Problematik wird meist von den Mitmenschen verstanden (Täter-Opfer bla - eh viel zu unterkomplex m.E.nach) - was aber, wenn der Fehler im System liegt und man die Stellschrauben nicht erreicht ihn zu beheben. Und eben wegen der Behinderung nun auf weitere Barrieren und Fehler im System trifft - überall. Die bei anderen Mitmenschen ja auch Unheil anrichten, das lässt mich so verzweifeln. Es beruhigt, dass man kein Einzelfall ist, aber man möchte sich die Haare raufen, wenn man das bei anderen sieht, wenn Systeme zementiert und nicht lernfähig sind..

Ich habe mich förmlich überschlagen, um meinen „Fall“ zu verhindern und suche seit ich aus der Klinik bin danach, wo ich einen Weg übersehen haben könnte, der mich in Richtung Gesundheit statt Krankheit gebracht hätte (vergebens) wenn man nicht funktioniert wie andere (das wurde mir auch so bestätigt), wird man trotzdem so behandelt.. und dann im Resultat eben kränker. Und obwohl ich wenig brauche, um mir auf die Beine zu helfen, kommt dann aus Überforderung gar keine Hilfe und irgendwann erlernte Hilflosigkeit, wenn man das Vertrauen in sich verliert (das passiert mir nicht mehr so schnell und dagegen hilft auch schreiben)
Statt Freiraum zu bekommen, um die PTBS auszuheilen habe ich jetzt eben die KPTBS und sehr viele Begleiterscheinungen und werde noch weniger hinter diesen auffälligen Symptomen gesehen, als es vorher der Fall war (ich fand da mein angeborenes Geschlecht schon immer äußerst lästig). 

Ok.. in jedem Fall sehr guter Tipp. Meist schlafe ich eh tagsüber gern, weil nachts so schön Ruhe ist.. Ich bin ja im Ruhestand, aber statt mir zu helfen, versucht der Psychiater gerade mit einem Medikament, das bei mir nicht wirkt (was er mir allerdings nicht glaubt..) einen Schlafrhytmus herbeizuführen, als wäre ich berufstätig, der mir aber nichts bringt und nicht funktioniert. Statt aufzuschreiben was ich habe, damit meine Schwerbehinderung im System landet..  immer wieder das gleiche.. in die Bäckerei laufen und mit Äpfeln rauskommen.. und dann Ärger bekommen, weil man ja Brezeln bräuchte und was falsch gemacht hat. Also Schuld gibt’s überall dazu. 

Witzigerweise kann ich mich auf gar keine Serie geschweige denn Podkast konzentrieren. Woher hast du denn dein Schlafdefizit?
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