Liebe Leute...
08.02.2026 18:44
Liebe Leute...
08.02.2026 18:44
Liebe Leute...
"Liebe Leute lasst Euch sagen..die Uhr die hat jetzt 12.00 geschlagen."
Das las ich gerade irgendwo.
Deshalb kam mir die Idee...welche fast vergessenen Berufe gab oder gibt es noch...ausser dem Nachtwächter?
Das las ich gerade irgendwo.
Deshalb kam mir die Idee...welche fast vergessenen Berufe gab oder gibt es noch...ausser dem Nachtwächter?
Kommentare
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DickeElfe 08.02.2026 18:53
Kohle und Brikettträger. Ein paar gibt es noch in Berlin.
Junggebliebene 08.02.2026 18:56
Da fällt mir noch Straßenbahnschaffner-in ein...war meine Oma mal ein paar Jahre.
In Uniform und mit diesem Umhängeding für das Geld und die Fahrkarten.
In Uniform und mit diesem Umhängeding für das Geld und die Fahrkarten.
DickeElfe 08.02.2026 18:56
Korbmacher muss toll sein. Ich hab mal einen Korb in der Reha gemacht. Was ich besonders toll finde, es gibt noch ein paar wenige Firmen, die Strandkörbe händisch herstellen.
Steinbock75 08.02.2026 19:15
Wie hießen die, die früher uff Bahnhöfen in diesen Häuschen gesessen haben?
Junggebliebene 08.02.2026 19:17
Das Fräulein vom Amt gabs noch..haben die Telefongespräche vermittelt da es noch nicht möglich war direkt anzurufen.
Steinbock75 08.02.2026 19:21
Ach für alle die nich im Osten uffgewachsen sind, dit waren die Sheriffs der Straße.
Junggebliebene 08.02.2026 19:22
In dem Zusammenhang @böckchen..wie hießen denn die "Hilfssheriffs" welchen den Polizisten oft begleiteten?
Junggebliebene 08.02.2026 19:28
Ich weiß noch..große Fete..so ca 10 Mann.
War wohl nen bißchen laut😅.Polizist mit nem Hilfssheriff kam rein. Sammelten alle Ausweise ein und dann mussten wir alle zum Revier laufen..teilweise hatten wir noch ne Pulle Bier in der Hand.
Dann bekam jeder Einzelne auf dem Revier ne Standpauke..gelobten Besserung und dann durften wir wieder Nach Hause. Alles lief friedlich ab...heute undenkbar.😅😅
War wohl nen bißchen laut😅.Polizist mit nem Hilfssheriff kam rein. Sammelten alle Ausweise ein und dann mussten wir alle zum Revier laufen..teilweise hatten wir noch ne Pulle Bier in der Hand.
Dann bekam jeder Einzelne auf dem Revier ne Standpauke..gelobten Besserung und dann durften wir wieder Nach Hause. Alles lief friedlich ab...heute undenkbar.😅😅
Steinbock75 08.02.2026 19:30
Meine Eltern haben mir immer gepredigt soll mich nich aushorchen lassen. 😂
Junggebliebene 08.02.2026 19:36
Milch-oder Eiermann gibt es auch nicht mehr.
Abgesehen von Festen..den Leierkastenmann auch nicht.
Abgesehen von Festen..den Leierkastenmann auch nicht.
MidoriSan 08.02.2026 19:42
Da fallen mir zB. Aufwecker (jemand der die Bevölkerung weckte durch Rufen oder Stockschlägen gegen die Fensterläden), Laternenanzünder (Anzünden und Löschen von Gaslaternen), Zeidler (Vorgänger des Imkers), Böttcher/Fassbinder (jemand der Fässer herstellte), Überreiter (Kontrolleur gegen Tabak-Schmuggel), Köhler (der Holzkohle durch langsames Abbrennen von Holz herstellte), Kürschner (der Leder/Felle zu Kleidung oder zB. Möbelbezügen verarbeitete) oder auch der Wasenmeister/Abdecker (der Tier-Kadaver beseitigte) ein.
Fee2412 08.02.2026 19:45
Eiermann gibts bei uns noch.
Schuster? Die nur Schuhe repariert haben.
Amme
Schuster? Die nur Schuhe repariert haben.
Amme
GraueMaus 08.02.2026 19:46
Steinbock 19:15 Uhr: Ich erinnere mich noch an die Sperren mit Minihäuschen und Kontrolleuren, die wissen wollten, ob man eine Karte für eine Zugfahrt gekauft hatte oder ob man eine Bahnsteigkarte hatte. Das gab es im Hauptbahnhof Ulm noch, als ich Kind war. Als meine kleine Schwester geboren wurde, 12 Jahre jünger als ich, vergaßen die Eltern vor lauter Babyglück, für mich die neue Monatskarte zu kaufen. Ich zeigte an der Kontrolle die alte Karte vor, da wurde mir gesagt, wir haben einen neuen Monat! Ich wusste nicht, wie ich nach Hause kommen sollte! Geld hatte ich keines. Vor den Bahnschaltern gab es lange Schlangen. Ich drückte mich dort herum und weinte. Ein Bundeswehrsoldat fragte mich, was los ist. Er schenkte mir 2 DM für einen Einzelfahrschein. Ich brachte ihm die 40 Pfennig zurück, aber die durfte ich behalten. Ich war glücklich und bedankte mich.
perfectday 08.02.2026 19:49
Schuhmacher,die auch wirklich noch Maßschuhe herstellen gibts bei uns noch.
Steinbock75 08.02.2026 19:50
Ick wees das die immer im Häuschen gesessen haben und die Bahnsteige im Auge hatten. Natürlich habe die och Fragen beantwortet. Heute sind die Dinger uff S und U Bahnhöfen leer.
Steinbock75 08.02.2026 19:52
Buchdrucker oder Setzer und wenn wa schon beim Nachtwächter sind, bring ick noch den Rattenfänger.😂
Beca 08.02.2026 19:58
Die hießen Fahrkartenverkäufer. Und dann gab es die Schaffner, die zB in den Bussen, die Karten verkauft und kontrolliert haben.
DickeElfe 08.02.2026 20:02
Ich glaube die Fahrkartenverkäufer saßen vor dem Bahnsteig in einem Häusschen, die Herrschaften auf dem Bahnsteig hießen anders
Steinbock75 08.02.2026 20:08
Dit hab ick gefunden, aber wie die hießen steht da nich.
Die kleinen Häuschen auf Bahnsteigen, in denen früher Personal saß, wurden überwiegend als Aufsichtsgebäude, Bahnsteigaufsicht oder umgangssprachlich Aufsichtsbude (bzw. „Aufsichtshäuschen“) bezeichnet.
Hier sind die Details:
Funktion: Die örtliche Aufsicht saß in diesen Häuschen, um das Ein- und Aussteigen zu überwachen, Züge abzufertigen (mit der Kelle oder Signallampe) und Durchsagen zu machen.
Bezeichnungen:
Aufsichtsgebäude (oft im Modellbahnbau verwendet).
Aufsichtsbude / Bahnsteigaufsicht.
Ortsaufsicht.
Standort: Meist in der Mitte des Bahnsteigs, um einen guten Überblick zu haben.
Heute sind diese Häuschen aufgrund der Technisierung (Selbstabfertigung durch den Triebfahrzeugführer, zentrale Leitstellen) weitgehend verschwunden oder unbesetzt.
Die kleinen Häuschen auf Bahnsteigen, in denen früher Personal saß, wurden überwiegend als Aufsichtsgebäude, Bahnsteigaufsicht oder umgangssprachlich Aufsichtsbude (bzw. „Aufsichtshäuschen“) bezeichnet.
Hier sind die Details:
Funktion: Die örtliche Aufsicht saß in diesen Häuschen, um das Ein- und Aussteigen zu überwachen, Züge abzufertigen (mit der Kelle oder Signallampe) und Durchsagen zu machen.
Bezeichnungen:
Aufsichtsgebäude (oft im Modellbahnbau verwendet).
Aufsichtsbude / Bahnsteigaufsicht.
Ortsaufsicht.
Standort: Meist in der Mitte des Bahnsteigs, um einen guten Überblick zu haben.
Heute sind diese Häuschen aufgrund der Technisierung (Selbstabfertigung durch den Triebfahrzeugführer, zentrale Leitstellen) weitgehend verschwunden oder unbesetzt.
Corrion 08.02.2026 20:24
Auch wenn es eigentlich zu einfach klingt:
- Das Milchmädchen
- Der Köhler: Diese Männer stellten Holzkohle in speziellen Mailern her.
- Das Milchmädchen
- Der Köhler: Diese Männer stellten Holzkohle in speziellen Mailern her.
Jeanberlin 08.02.2026 20:30
der damalige ABV (""Abschnittsbevollmächtigter) heißt heuzutage Kontaktbeamter.
die Bahnangestellten in der "Wanne" hießen Im Volksmund "Knipser" und offiziell "Fahrkartenentwerter".
Der Mann mit der roten Mütze und Kelle auf dem Bahnsteig war der Bahnhofsvorsteher oder auch "die Aufsicht". Diesen Job erledigt heute der Zugbegleiter neben der Fahrscheinkontrolle während der Fahrt.
die Bahnangestellten in der "Wanne" hießen Im Volksmund "Knipser" und offiziell "Fahrkartenentwerter".
Der Mann mit der roten Mütze und Kelle auf dem Bahnsteig war der Bahnhofsvorsteher oder auch "die Aufsicht". Diesen Job erledigt heute der Zugbegleiter neben der Fahrscheinkontrolle während der Fahrt.
GraueMaus 08.02.2026 20:35
Junggebliebene, den Eiermann gibt es noch, jedenfalls hier in meiner Kleinstadt. Wenn der vorfährt, kommen die Türkinnen und kaufen gleich 30 Eier.
GraueMaus 08.02.2026 20:36
Corrion, als ich Kind war, gab es hier in meiner Kleinstadt noch einen Laden, in dem nur Milch, Sahne und Quark verkauft wurde.
GraueMaus 08.02.2026 20:39
Scherenschleifer, die herumreisen, gibt es noch, jedenfalls war darüber erst kürzlich ein Bericht in meiner Tageszeitung.
Lionheart68 08.02.2026 20:43
Trogmacher, hat früher für die Fleischereien und Schlachters ihre grossen Holztröge "gezimmert", gesehen auf BR über ausgestorbene Berufe...
GraueMaus 08.02.2026 20:45
Mein Opa, Werkzeugmacher, ist nach der Lehre noch auf die Walz gegangen. Später hat er den Meister gemacht und einen kleinen Betrieb gegründet, den dann mein Vater übernahm. Später wollte die DDR uns den kleinen Betrieb wegnehmen. Mein Vater wehrte sich dagegen, so lange es ging, aber schließlich mussten wir fliehen. Weil die Russen oft DDRler als Betriebsspione in den Westen schickten, wurde in der BRD ein Gesetz beschlossen, dass geflüchtete Meister 3 Jahre lang nicht als Meister arbeiten dürfen, sondern nur als einfacher Arbeiter.
GraueMaus 08.02.2026 21:03
Früher gab es in West-Berlin einen Bananenverkäufer, der einen Holzkarren voller Bananen zog und rief: "Frisch gezogene Bananen". Man kann in Berlin noch Ansichtskarten kaufen, auf denen er abgebildet ist.
GraueMaus 08.02.2026 21:04
Ich vergaß noch zu erwähnen, dass der Bananenverkäufer ein Schwarzer war.
GraueMaus 08.02.2026 21:10
Ein ausgestorbener Beruf ist der Büttel, der mit einem Glöckchen bimmelte und die neuesten Nachrichten und Verordnungen der Stadt mitteilte. In der schwäbischen Fasnet tritt der Büttel noch auf.
Jeanberlin 08.02.2026 21:15
Bei der U-Bahn in Berlin (in Ost wie West) gab es auch einen Zugbegleiter. Der hatte bei den damals moderneren Zügen einen speziellen Eingang neben dem Fahrer, nach der erhobenen Kelle "grün" der Bahnaufsichtsperson (Mütze rote Umrandung) klopfte der Zugbegleiter an die Fensterscheibe neben dem Fahrer, stieg ein und der Zug fuhr los. Bei den älteren Modellen stand der Zugbegleiter neben der ersten Fahrgasttür, nach erteiltem Abfahrtssignal stieg er ein und betätigte einen speziellen Kingelknopf oben rechts neben der Tür und der Zug fuhr an.
Und nun noch eine Spezialität für die Nostalgiker sowie Spätgeborenen:
Im Berufsverkehr waren die Züge übervoll, die Türen schlossen bei der U-Bahn manuell und wurden von den Fahrgästen betätigt.
Manche Fahrgäste sprangen beim Anfahren des Zuges noch auf. Dann riefen Aufsicht und Zugbegleiter lautstark über den Bahnhof hinweg unisono "bleiben sie zurück". Ich habe es mehrfach erlebt, daß in besonders kritischen Situationen der Zugbegleiter durch Notsignal (zweimal klingeln) den Zug wieder halten ließ, obwohl die ersten 2 Wagen bereits im Tunnel waren, der Aufspringer wurde von der Aufsicht aus dem Wagen gebeten und ins Aufsichtshäuschen geleitet, die Personalien wurden festgestellt und als OWI (würden wir heute sagen) zur Polizei gemeldet und außerdem wurde er von der BVG zur Kasse gebeten (ich meine, es waren 20 M, was damals viel Geld war). Nachdem der Delinquent den Zug verlassen hatte, gab der Zugbgleiter dem Fahrer das Zeichen zur Weiterfahrt. Schließlich mußte die entstandene Verspätung wieder aufgeholt werden.
Das alles wäre heute in dieser Form unmöglich.
Und nun noch eine Spezialität für die Nostalgiker sowie Spätgeborenen:
Im Berufsverkehr waren die Züge übervoll, die Türen schlossen bei der U-Bahn manuell und wurden von den Fahrgästen betätigt.
Manche Fahrgäste sprangen beim Anfahren des Zuges noch auf. Dann riefen Aufsicht und Zugbegleiter lautstark über den Bahnhof hinweg unisono "bleiben sie zurück". Ich habe es mehrfach erlebt, daß in besonders kritischen Situationen der Zugbegleiter durch Notsignal (zweimal klingeln) den Zug wieder halten ließ, obwohl die ersten 2 Wagen bereits im Tunnel waren, der Aufspringer wurde von der Aufsicht aus dem Wagen gebeten und ins Aufsichtshäuschen geleitet, die Personalien wurden festgestellt und als OWI (würden wir heute sagen) zur Polizei gemeldet und außerdem wurde er von der BVG zur Kasse gebeten (ich meine, es waren 20 M, was damals viel Geld war). Nachdem der Delinquent den Zug verlassen hatte, gab der Zugbgleiter dem Fahrer das Zeichen zur Weiterfahrt. Schließlich mußte die entstandene Verspätung wieder aufgeholt werden.
Das alles wäre heute in dieser Form unmöglich.
Thohom 08.02.2026 21:59
Schrankenwärter hat man bei uns nicht gesagt. Das waren "Bohnpolopunddohldreier".... mein Onkel war einer davon.
Taxen waren früher Droschken.
Taxen waren früher Droschken.
Steinbock75 08.02.2026 22:09
Früher konnte man och aus die S Bahn springen wenn sie fast zum stehen im Bahnhof kam. Musste man aber können.🙈
Moni057 08.02.2026 22:19
Bei uns gibt's ein Kräuter Museum, nennt sich beim,,Giftmischer "der hat aus Kräutern, Salben und Medizin hergestellt, und der Buckel Apotheker, ist mit einem Korb auf den Rücken, von Dorf zu Dorf gewandert, und den Leuten die Medis gebracht.
Glasbläser gibt's auch heute noch ,in den Manufakturen in Lauscha, früher haben die Glasbläser ihre Werkstatt zu Hause gehabt.
Genauso die Porzellan Maler, die Geschirr per Hand bemalten.
Gab's alles in meiner Kindheit noch, kann mich noch teilweise daran erinnern.
Glasbläser gibt's auch heute noch ,in den Manufakturen in Lauscha, früher haben die Glasbläser ihre Werkstatt zu Hause gehabt.
Genauso die Porzellan Maler, die Geschirr per Hand bemalten.
Gab's alles in meiner Kindheit noch, kann mich noch teilweise daran erinnern.
Junggebliebene 08.02.2026 22:25
Wow, was Ihr Alles beigesteuert habt..😊
Mal sehen was in 20 Jahren noch so vom Bildschirm verschwindet.
Mal sehen was in 20 Jahren noch so vom Bildschirm verschwindet.
Thohom 08.02.2026 22:26
Moni....sowas gibts in manchen Ecken von Bayern auch noch.... um Zwiesel herum zum zum Beispiel.
Marianne und Böckchen.... einfach mal laut lesen.... Ihr kommt schon drauf.😅
Marianne und Böckchen.... einfach mal laut lesen.... Ihr kommt schon drauf.😅
Marianne 08.02.2026 22:29
da kann ich lesen was ich will, das ist chinesisch für mich - da ist Schweizerdeutsch einfacher 🙄
Junggebliebene 08.02.2026 22:33
Ist zwar völlig OT...,aber ich schaue gerade etliche Folgen von "Stromberg"...die Sprüche unbezahlbar😅😅
Jeanberlin 08.02.2026 22:45
Ergänzung zu Graue Maus: Bananenverkäufer in Westberlin
Ich habe sie vor dem Mauerbau erlebt und es war als Kind ein Vergnügen sie als Marktscheier zu beobachten. Sie kamen am späten Vormittag mit einem Kleinlaster oder Pferdefuhrwerk vom Großmarkt Beusselstraße in Moabit randvoll mit Bananen beladen, z.B. am Gesundbrunnen im Wedding oder am Schlesischen Tor in Kreuzberg, aber auch anderwo standen sie. Sie hatten besonders die Ostberliner Hausfrauen im Visier (heute sagen wir: im Fokus), aber nicht nur.
Wenn sich genügend Kauflustige um das Fahrzeug versammelt hatten, begann das Gefeilsche: die ganze Hand mit sechs, sieben, acht, neun Stück , zählte der Verkäufer vor, für 2,00 DM 1A Qualität aus Ekuador, will keiner haben, na gut , für 1,50 DM, will immer noch keiner, na gut, noch eine Banane anbei, immer noch nicht, na gut noch eine dazu, immer noch nicht, na gut, noch eine obendrauf, immer noch nicht, na gut für 1,20 DM! und 5 Hausfrauenhände streckten sich dem Angebot entgegen. Wer am dichtesten am Wagen stand , machte das Geschäft. Die besten Preise konnten die Käufer am späten Nachmittag erzielen, weil bis zum Ladenschluß der Wagen leerverkauft sein mußte. Und der Verkäufer wußte auch, was er verdient hatte.
Ich habe sie vor dem Mauerbau erlebt und es war als Kind ein Vergnügen sie als Marktscheier zu beobachten. Sie kamen am späten Vormittag mit einem Kleinlaster oder Pferdefuhrwerk vom Großmarkt Beusselstraße in Moabit randvoll mit Bananen beladen, z.B. am Gesundbrunnen im Wedding oder am Schlesischen Tor in Kreuzberg, aber auch anderwo standen sie. Sie hatten besonders die Ostberliner Hausfrauen im Visier (heute sagen wir: im Fokus), aber nicht nur.
Wenn sich genügend Kauflustige um das Fahrzeug versammelt hatten, begann das Gefeilsche: die ganze Hand mit sechs, sieben, acht, neun Stück , zählte der Verkäufer vor, für 2,00 DM 1A Qualität aus Ekuador, will keiner haben, na gut , für 1,50 DM, will immer noch keiner, na gut, noch eine Banane anbei, immer noch nicht, na gut noch eine dazu, immer noch nicht, na gut, noch eine obendrauf, immer noch nicht, na gut für 1,20 DM! und 5 Hausfrauenhände streckten sich dem Angebot entgegen. Wer am dichtesten am Wagen stand , machte das Geschäft. Die besten Preise konnten die Käufer am späten Nachmittag erzielen, weil bis zum Ladenschluß der Wagen leerverkauft sein mußte. Und der Verkäufer wußte auch, was er verdient hatte.
Thohom 08.02.2026 23:05
Denk einfach mal daran, was ein Schrankenwärter macht. Genau das beschreibt die Berufsbezeichnung.
Luxemburg? Nee, die Sippe war kurz vor Dänemark auf einem Haufen.
Luxemburg? Nee, die Sippe war kurz vor Dänemark auf einem Haufen.
Nordlicht1961 08.02.2026 23:51
Ich möchte ja nicht den Spaß verderben (wirklich nicht, habe beim Lesen immer wieder geschmunzelt), aber den Beruf des Henkers gibt es leider nach wie vor, wenn zum Glück auch hier nicht mehr. Iran, China, USA, um nur ein paar Staaten zu nennen, in denen die zT viel zu tun haben. Schrecklich, aber leider wahr.
Nordlicht1961 08.02.2026 23:55
@Jeanberlin, Marktschreier gibt es auf dem Hamburger Fischmarkt am frühen Sonntagmorgen. Die ziehen da eine richtige Show ab, muss man zwar nicht gesehen haben, aber toll ist es schon.
Junggebliebene 09.02.2026 00:10
Wenn ich in Hamburg zur Messe war gings am nächsten Tag zum Fischmarkt.
Aale-Dieter,Käsepaul und wie sie alle hießen....konnte da stundenlang zuschauen und die Sprüche waren erste Sahne.😅. Die beiden "Kultfiguren" habe ich auch mal in Berlin erleben dürfen....aber Hamburg bleibt Hamburg.😊
Aale-Dieter,Käsepaul und wie sie alle hießen....konnte da stundenlang zuschauen und die Sprüche waren erste Sahne.😅. Die beiden "Kultfiguren" habe ich auch mal in Berlin erleben dürfen....aber Hamburg bleibt Hamburg.😊
Nordlicht1961 09.02.2026 00:22
Und man muss natürlich nach einer durchgemachten Nacht zum Fischmarkt gehen, sonst gilt das nicht richtig. In jungen Jahren habe ich das öfter mal gemacht. Aale-Dieter ist legendär. Da hat man sogar gerne zugeguckt, wenn man gar keine Aale mochte. Aber auch die Obst- und Blumenverkäufer waren bzw sind klasse. So manch einer ging mit Armen voller Palmen nach Hause - ungeplant, versteht sich.
Krebschen 09.02.2026 09:05
Als Kind kann ich mich noch erinnern, dass der Bierwagen kam. Ein Pferdegespann und als dieses in der Strasse war, warteten schon viele Leute
mit einer Kehrschaufel darauf, die anfallenden Pferdeäpfel einzusammeln.
Auch kam ab und zu der Sägemann...hat grosse Holzklötze kleingeschnitten.
Mein Opa war Schriftsetzer.
mit einer Kehrschaufel darauf, die anfallenden Pferdeäpfel einzusammeln.
Auch kam ab und zu der Sägemann...hat grosse Holzklötze kleingeschnitten.
Mein Opa war Schriftsetzer.
(Nutzer gelöscht) 09.02.2026 14:03
Früher gab es noch den Beruf Fernschreiber.
Hulda 09.02.2026 14:11
Da fällt mir der ein, der gemorst hat. Google mag ich nicht, vielleicht weiß es ja jemand
(Nutzer gelöscht) 09.02.2026 14:14
Ich glaube der hieß Telefrafist.
Lerato77 09.02.2026 15:04
Ich habe kurz nach der Wende in einem kleinen Dorf in Mecklenburg noch einen Bahnschrankenwärter erlebt.
Jinjer 09.02.2026 17:40
der eckensteher, also der gelegenheitsarbeiter, der nach arbeit ausschau hält, fehlt noch.
in berlin ist er berühmt 🙂
in berlin ist er berühmt 🙂
GraueMaus 09.02.2026 21:26
In den 60er Jahren kamen noch viele Vertreter ins Haus, die alles mögliche anboten. Mein Bruder schaute durch den Spion. Wenn er einen mit der Aktentasche kommen sah, machte er ganz kurz die Tür auf, schrie "Wir kaufen nichts" und knallte die Tür wieder zu, bevor der Mann den Marsch auf der Treppe beendet hatte.
GraueMaus 09.02.2026 21:28
Einmal bat eine Vertreterin, bei uns auf die Toilette zu gehen. Mutti erlaubte das, aber wir Kinder blieben auf dem Korridor stehen, um zu verhindern, dass die eventuell noch in andere Räume schleicht.
Benni8811 10.02.2026 16:50
Tankwart, War früher mal ein Ausbildungsberuf mit Wissen rund um das Kraftfahrzeug
Krebschen 10.02.2026 17:37
Werbeflieger, der in einem kleinen Flugzeug mit einem Banner Werbung machte.
Ab und zu flogen einem auch Werbeartikel auf den Kopf.
Ab und zu flogen einem auch Werbeartikel auf den Kopf.
Junggebliebene 10.02.2026 17:43
Stimmt..abgesehen von Weiberfastnacht..diie fand ich zu meinen bonner Zeiten supi
Jetzt