ESC früher und heute
16.05.2026 14:13
ESC früher und heute
16.05.2026 14:13
ESC früher und heute
Es ist mal wieder soweit: heute Abend startet dieses alljährliche Musikevent.
Für mich hat sich viel verändert in all den Jahren.
Ein Songcontest, da stelle ich mir vor das es vor allem um den Song und nicht um die Show geht.
Also um Liedermacher, Songschreiber und die Interpreten.
Tja, dieses laute, grelle, mehr auf Showeffekte denn auf den Song und die Stimme des Sängers / der Sängerin abzielende ist wohl nicht mehr so meins.
Wie geht es euch damit?
Für mich hat sich viel verändert in all den Jahren.
Ein Songcontest, da stelle ich mir vor das es vor allem um den Song und nicht um die Show geht.
Also um Liedermacher, Songschreiber und die Interpreten.
Tja, dieses laute, grelle, mehr auf Showeffekte denn auf den Song und die Stimme des Sängers / der Sängerin abzielende ist wohl nicht mehr so meins.
Wie geht es euch damit?
Kommentare
Schreib auch du einen Kommentar
Steinbock75 16.05.2026 14:26
Früher haben die in ihrer Sprache gesungen und es war och live. Ist heute nich mehr und der wird immer politisch. Ick plädiere eh dafür dass sich Deutschland mal zwee drei Jahre da raus nimmt.
Sui 16.05.2026 14:41
Sehe ich auch so Brummsel.
Der Fokus hat sich komplett verschoben, weg von Songwritern und Sängern, hin zu Effekten und Selbstdarstellung.
Schade, aber das Konzept von früher funktioniert in der heutigen TV-Landschaft wohl einfach nicht mehr.
Der Fokus hat sich komplett verschoben, weg von Songwritern und Sängern, hin zu Effekten und Selbstdarstellung.
Schade, aber das Konzept von früher funktioniert in der heutigen TV-Landschaft wohl einfach nicht mehr.
AlexJanuar1984 16.05.2026 14:42
Ich finde es irgendwie NICHT so heraus stechend wenn gefühlt 95 % englisch Singen, mir wäre es auch lieber Sarah würde den Titel deutsch gesungen
Brummsel 16.05.2026 14:42
Stimmt, eine kreative Pause würde mal echt gut tun.
Aber vielleicht sehen es andere auch lieber in der heutigen Version.
Nur meins ist es halt nicht mehr....und Politisches hat in so einem Event, bis auf Inhalte in den Songtexten, nichts zu suchen.
Aber vielleicht sehen es andere auch lieber in der heutigen Version.
Nur meins ist es halt nicht mehr....und Politisches hat in so einem Event, bis auf Inhalte in den Songtexten, nichts zu suchen.
AlexJanuar1984 16.05.2026 14:44
Dinge verändern sich halt und ESC sollte sich 2026 auch anhören wie 2026 und NICHT wie 1970 zb
AlexJanuar1984 16.05.2026 14:45
Es wird halt 2026 genauso so viel Wert auf Show gelegt wie zb. 1970 auf Gesang
AlexJanuar1984 16.05.2026 14:46
Wobei Ich habe das ESC Halbfinale gesehen gesanglich hat der Grossteil schon was drauf
Brummsel 16.05.2026 14:46
Tja Alex, dann könnte man es auch in Eurovision Show Contest umtaufen....😅
Jinjer 16.05.2026 14:52
vielleicht ist es weniger dieses früher war es musik, heute ist es show, sondern eher, dass die show früher nur anders aussah… auch gemessen an den technischen möglichkeiten. 😉
hab gerade mal geschaut, wie viele das schauen… rund 160 millionen. ganz tot kann das konzept also nicht sein.
und politik war beim esc wohl immer bestandteil… früher war die verpackung nur braver. 🤷♀️
hab gerade mal geschaut, wie viele das schauen… rund 160 millionen. ganz tot kann das konzept also nicht sein.
und politik war beim esc wohl immer bestandteil… früher war die verpackung nur braver. 🤷♀️
Brummsel 16.05.2026 15:12
So unterschiedlich sind die Geschmäcker. Und ja, ESC hat immer noch Europaweit und auch in den teilnehmenden Ländern, die nicht zu Europa gehören, genügend Zuschauer.
Manche brechen weg, andere kommen dazu.😉
Manche brechen weg, andere kommen dazu.😉
perfectday 16.05.2026 15:39
Dass sich Bühnenshows dem Zeitgeist anpassen ist normal. Trotzdem bemängle ich,dass die musikalische Qualität im Laufe der Jahre gelitten hat.
Nordroller 16.05.2026 15:42
Ich bin überhaupt kein Musikus.
Mir kam es aber viele Jahre so vor als wenn deutsche "Künstler" unsere Teilnahme mit Absicht kaputt machen wollten.
Mir kam es aber viele Jahre so vor als wenn deutsche "Künstler" unsere Teilnahme mit Absicht kaputt machen wollten.
rollihexle 16.05.2026 17:28
Für mich ist die Sendung seit vielen Jahren untendurch, bis 2000 gings gut, danach hat sich zu viel verändert.
Mohnblume2 16.05.2026 17:41
Ich schau so nebenbei und finde es immer wieder interessant , wie unterschiedlich doch musikgeschmäcker sein können....der eine gibt 12 der andere keine Punkte...😁🤷♀️
Nordroller 16.05.2026 18:42
Ich darf bei dem Thema auch nicht vergessen das ich ein Oldtimer bin.
Aber früher war alles besser,mit Fuß gestampft 😠, 🧑🦽
Aber früher war alles besser,mit Fuß gestampft 😠, 🧑🦽
Rouvi 16.05.2026 19:55
Ich habe es nie gesehen, hatte kein Interesse an dieser Art von Veranstaltung. Das Lordi vor ca. 20 Jahren gewonnen haben, habe ich wohlwollend hingenommen, endlich mal kein Tralala das belangloser nicht sein könnte.
AlexJanuar1984 16.05.2026 21:59
Ich finde zwar keinen Hit bisher geil, aber Ich finde trotzdem dass Die Interpreten es gesanglich drauf haben
AlexJanuar1984 16.05.2026 22:00
Finde auch gut dass mehr Interpreten in NICHT englisch singen. als ich gedacht habe
Sui 16.05.2026 22:17
Ich würde mich freuen, wenn beim ESC in den Landessprachen gesungen wird.
Sie vertreten schließlich ihre Heimat und es wäre schön, diese Sprachenvielfalt auch zu hören.
Sie vertreten schließlich ihre Heimat und es wäre schön, diese Sprachenvielfalt auch zu hören.
Rouvi 16.05.2026 22:24
Seit Ende der 90er ist die Landessprache keine Pflicht mehr, aber da mein Interesse gen null tendiert ist es auch egal, wollte nur mal was zum Blog beitragen 😜
Sui 16.05.2026 22:30
Interesse gen null, aber Mitteilungsbedürfnis auf der 12.
Typischer Internet-Moment. 🏆
Typischer Internet-Moment. 🏆
Rouvi 16.05.2026 22:44
Lass mich doch mir meinem begrenzten Wissen prahlen. Welcher Furz hängt die denn quer oder bist du noch am kalkulieren, wie du die innerhalb kürzester Zeit die Millionen verprassen kannst?😜
Simphony86 16.05.2026 22:45
Beim finnischen Beitrag verstand ich jetzt nicht, warum das der Topfavorit sein soll, weil der Typ nur mit Bademantel bekleidet ist oder wie? 🤔
Sui 16.05.2026 22:56
@Simphony, ich denke der Song hat einfach das perfekte Gesamtpaket.
Ein genialer Mix aus ruhiger Gänsehaut-Ballade, einer plötzlichen Elektro-Pop-Explosion und dem emotionalen Live-Geigenspiel.
Mir hat der Song gefallen, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.
Ein genialer Mix aus ruhiger Gänsehaut-Ballade, einer plötzlichen Elektro-Pop-Explosion und dem emotionalen Live-Geigenspiel.
Mir hat der Song gefallen, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.
Simphony86 16.05.2026 23:03
Na Italien bringt doch wieder ein bißchen Klassik rein, für die Nörgler.
GraueMaus 17.05.2026 02:22
Ich war zweimal beim ESC, das ist schon Jahre her, in Tallinn und in Riga. Die Stimmung in den Hallen und die Songs gefielen mir damals gut. Alle Songs. Diesmal haben mir viele Songs gefallen. Ich habe mir den ESC gerne angesehen.
Brummsel 17.05.2026 08:54
Ist doch schön, wenn einige dieses Event genießen konnten. Die Zuschauerquote blieb wohl unter den Erwartungen. Was solls, werden immer noch genügend gesehen haben....😊
Steinbock75 17.05.2026 10:14
So, da haben wa ja wieder ordentlich abgekackt.
Ab nächstes Jahr ist Deutschland hoffentlich da mal raus und och keen Geldgeber mehr.
Ab nächstes Jahr ist Deutschland hoffentlich da mal raus und och keen Geldgeber mehr.
Brummsel 17.05.2026 10:18
Böckchen, träum weiter. Natürlich wird sich Deutschland wieder an diesem Event beteiligen.
GraueMaus, bestimmt nochmal etwas anderes wenn du dort Live vor Ort mit dabei bist. Da spielt die Atmosphäre dann auch noch mit rein.
GraueMaus, bestimmt nochmal etwas anderes wenn du dort Live vor Ort mit dabei bist. Da spielt die Atmosphäre dann auch noch mit rein.
Mohnblume2 17.05.2026 10:29
Ich finde ,dass Sarah Engels eine tolle Sängerin ist . In diesem Fall , war sie wohl falsch beraten , was die Titelauswahl angeht. Und der ESC beweist wieder einnal mit seinem Sieger , dass da andere kräfte wirken und andere Meinungen zählen und es nicht auf eine großartige Stimme ankommt , sondern auf das , was eben grad in den Ohren vieler Menschen , am meisten gehört werden will. Im Grunde werden da Sänger / innen verramscht und auch instrumentale Hochleistungen nicht genügend gewürdigt , aber das sollten zwischenzeitlich auch alle wissen, die daran teilnehmen.
Mohnblume2 17.05.2026 10:30
Und ich musste diesmal einge Male den Ton wegschalten , weil meine Ohren sonst gelitten hätten....is schon krass , was da angeboten wird🙈
Lustforlife 17.05.2026 10:34
Stimmen sind nicht mehr gefragt, es kommt auf die Show an , und die Entscheidungen waren und sind immer schon politisch geprägt. Siehe den Boykott mehrerer Länder wegen der Teilnahme von Israel.
Steinbock75 17.05.2026 10:42
Seit 1990 ist er gewollt politisch.
https://www.ndr.de/kultur/musik/pop/eurovision-song-contest-die-grosse-buehne-der-politik,escpolitisch-100.html
https://www.ndr.de/kultur/musik/pop/eurovision-song-contest-die-grosse-buehne-der-politik,escpolitisch-100.html
Simphony86 17.05.2026 10:49
Fast ist gewagt bei 120 Stimmen Rückstand, aber die Reaktion als sie in Führung gingen war schon gemein gegenüber dem Künstler.
Steinbock75 17.05.2026 10:52
Und Simphony überlege mal warum so viele Stimmen aus Deutschland gekommen sind. Deutsche waren dit bestimmt nich. 😉
Brummsel 17.05.2026 10:54
Verstehe eh nicht warum Israel überhaupt bei einem europäischen Wettbewerb dabei ist. Kann mir das mal jemand erklären?
Simphony86 17.05.2026 10:59
Aber am ESC sind wohl alle Mitglieder der EBU berechtigt zu denen auch Israel und eben auch Australien gehören. Man muss nicht zum geographischen Europa gehören.
Steinbock75 17.05.2026 11:00
Beim ESC muss man kein EU-Mitglied sein. Die Teilnahmeberechtigung hängt von der Mitgliedschaft in der Europäischen Rundfunkunion (EBU) ab. Daher nehmen viele Nicht-EU-Länder wie die Ukraine, das Vereinigte Königreich, die Schweiz, Israel oder Australien teil.
(Nutzer gelöscht) 17.05.2026 22:31
So...und jetzt ich noch mit meinem Senf
Soll ich Euch mal was sagen?
MIR hat am besten der Song von den Österreichern gefallen. Der hat mich so richtig an die Zeit (in den 80ern) damals mit der neuen deutschen Welle erinnert...
und hat NICHT EINEN EINZIGEN Punkt bekommen.
Das zum Thema "die Geschmäcker sind verschieden"...
und so ein richtiger "Ohrwurm" war auch nicht dabei, denn sonst würde ich den ja heute noch vor mich hin pfeifen...der Commerz lässt grüßen - aber ich grüß nicht zurück. 😎
Soll ich Euch mal was sagen?
MIR hat am besten der Song von den Österreichern gefallen. Der hat mich so richtig an die Zeit (in den 80ern) damals mit der neuen deutschen Welle erinnert...
und hat NICHT EINEN EINZIGEN Punkt bekommen.
Das zum Thema "die Geschmäcker sind verschieden"...
und so ein richtiger "Ohrwurm" war auch nicht dabei, denn sonst würde ich den ja heute noch vor mich hin pfeifen...der Commerz lässt grüßen - aber ich grüß nicht zurück. 😎
Paddy05 17.05.2026 23:30
Platz 23. Drittletzter. Zwölf Punkte. Nicht zwölf tausend. Zwölf. Das ist ungefähr die Menge an emotionaler Unterstützung, die man in Deutschland bekommt, wenn man sonntags um 8 Uhr bohrt.
Sarah Engels steht also in Wien auf der Bühne, singt „Fire“, alles explodiert, Tänzerinnen wirbeln wie Endgegner in einem Playstation-Spiel, die Produktion glänzt wie eine frisch polierte ARD-Kantine und Europa schaut zu und denkt offenbar:
„Ja… nett. Aber hat Finnland schon wieder jemanden auf Stelzen mit Flammenwerfer und Panflöte?“
Dabei war der Song objektiv kein Totalschaden. „Fire“ war geschniegelt bis zum Anschlag: internationale Songwriter, Produzenten, Choreografie, Remixversion, Akustikversion, großes SWR-Setup!
Praktisch ein musikalischer Businessclassflug nach Wien.
Und dann kommt das Ergebnis: zwölf Punkte.
Davon null Punkte vom Publikum. Nicht mal Mitleidspunkte. Nicht mal versehentlich falsch gedrückte Telefonstimmen aus Bielefeld.
Die einzigen Länder, die Deutschland überhaupt Punkte gaben, waren:
* Bulgarien
* Belgien
* Portugal
* Italien
Das war’s. Europa hat Deutschland behandelt wie einen USB-Stick mit „Treiber wird installiert… bitte warten“.
Und Österreich?
Nicht ein Punkt.
Der Gastgeber dachte sich offenbar:
„Schön, dass ihr da seid. Jetzt bitte leise Richtung Ausgang.“
Natürlich heißt das nicht, dass beim ESC Vetternwirtschaft herrscht. Niemals. Das wäre absurd.
Es ist sicher reiner Zufall, dass sich seit Jahrzehnten gewisse Regionen gegenseitig Punkte zuschieben wie Familienmitglieder bei Monopoly-Geldwäsche.
Balkanländer:
„Bruder, du bekommst 12 Punkte.“
Skandinavien:
„Nein DU bekommst 12 Punkte.“
Ex-Sowjetblock:
„Unsere Freundschaft hält länger als jede NATO-Debatte.“
Und Deutschland?
Deutschland sitzt daneben wie der Typ auf der Party, der Kartoffelsalat mitgebracht hat und plötzlich merkt, dass alle anderen koksen.
Die EBU versucht zwar offiziell, Nachbarschaftsvoting zu verhindern. Dafür gibt es sogar Lostöpfe nach historischen Abstimmungsmustern.
Aber am Ende wirkt der ESC trotzdem jedes Jahr wie ein Familienfest, bei dem Deutschland der entfernte Onkel ist, der mit Socken und einer PowerPoint-Präsentation auftaucht.
Und das Bittere ist ja: billig war der Spaß nicht.
Deutschland gehört als „Big Five“-Land zu den größten Geldgebern des ESC und ist deshalb automatisch fürs Finale qualifiziert.
Die Teilnahmegebühr lag zuletzt laut Berichten bei rund 620.000 Euro.
Dazu kommen:
* Bühnenproduktion
* Tänzer
* Choreografie
* Unterbringung
* Technik
* ESC-Rahmenprogramm
* Delegation
* SWR-/ARD-Produktion
Unterm Strich wird für Deutschland insgesamt von unter einer Million Euro bis deutlich darüber ausgegangen.
Der gesamte ESC 2026 in Wien soll laut mehreren Berichten rund 36 Millionen Euro kosten.
Deutschland zahlt davon als großer Beitragszahler einen erheblichen Anteil über die EBU-Struktur. Genau deswegen sitzen die „Big Five“ direkt im Finale. Quasi das Premium-Abo mit eingebauter sportlicher Depression.
Man muss sich das vorstellen:
Der deutsche Gebührenzahler finanziert Europas größte Glitzerparty mit… damit Deutschland anschließend behandelt wird wie ein unangenehmer Teams-Anruf am Freitagabend.
Und trotzdem: Der Song war nicht schlecht.
Er war professionell produziert. Modern. Radiotauglich. Bühnenreif.
Das Problem ist vermutlich nicht nur der Song. Deutschland hat beim ESC inzwischen eine Aura entwickelt wie ein Drucker im Büro: technisch okay, aber niemand liebt ihn wirklich.
Der ESC ist eben kein Musikwettbewerb mehr.
Er ist ein geopolitisches Gruppentherapieprojekt mit Nebelmaschinen.
Da gewinnt dann ein Beitrag namens „Bangaranga“ aus Bulgarien mit 516 Punkten, während Deutschland mit „Fire“ abbrennt wie ein Toaster im Studentenwohnheim.
Vielleicht braucht Deutschland nächstes Jahr einfach mehr ESC-Zutaten:
* einen singenden Schamanen
* brennende Einhörner
* Dubstep-Jodeln
* drei Akrobaten an Fleischhaken
* und im Hintergrund Friedrich Merz auf einem Trampolin
Denn normale Musik scheint beim ESC inzwischen ungefähr so hilfreich zu sein wie ein Faxgerät im Cyberkrieg.
Sarah Engels steht also in Wien auf der Bühne, singt „Fire“, alles explodiert, Tänzerinnen wirbeln wie Endgegner in einem Playstation-Spiel, die Produktion glänzt wie eine frisch polierte ARD-Kantine und Europa schaut zu und denkt offenbar:
„Ja… nett. Aber hat Finnland schon wieder jemanden auf Stelzen mit Flammenwerfer und Panflöte?“
Dabei war der Song objektiv kein Totalschaden. „Fire“ war geschniegelt bis zum Anschlag: internationale Songwriter, Produzenten, Choreografie, Remixversion, Akustikversion, großes SWR-Setup!
Praktisch ein musikalischer Businessclassflug nach Wien.
Und dann kommt das Ergebnis: zwölf Punkte.
Davon null Punkte vom Publikum. Nicht mal Mitleidspunkte. Nicht mal versehentlich falsch gedrückte Telefonstimmen aus Bielefeld.
Die einzigen Länder, die Deutschland überhaupt Punkte gaben, waren:
* Bulgarien
* Belgien
* Portugal
* Italien
Das war’s. Europa hat Deutschland behandelt wie einen USB-Stick mit „Treiber wird installiert… bitte warten“.
Und Österreich?
Nicht ein Punkt.
Der Gastgeber dachte sich offenbar:
„Schön, dass ihr da seid. Jetzt bitte leise Richtung Ausgang.“
Natürlich heißt das nicht, dass beim ESC Vetternwirtschaft herrscht. Niemals. Das wäre absurd.
Es ist sicher reiner Zufall, dass sich seit Jahrzehnten gewisse Regionen gegenseitig Punkte zuschieben wie Familienmitglieder bei Monopoly-Geldwäsche.
Balkanländer:
„Bruder, du bekommst 12 Punkte.“
Skandinavien:
„Nein DU bekommst 12 Punkte.“
Ex-Sowjetblock:
„Unsere Freundschaft hält länger als jede NATO-Debatte.“
Und Deutschland?
Deutschland sitzt daneben wie der Typ auf der Party, der Kartoffelsalat mitgebracht hat und plötzlich merkt, dass alle anderen koksen.
Die EBU versucht zwar offiziell, Nachbarschaftsvoting zu verhindern. Dafür gibt es sogar Lostöpfe nach historischen Abstimmungsmustern.
Aber am Ende wirkt der ESC trotzdem jedes Jahr wie ein Familienfest, bei dem Deutschland der entfernte Onkel ist, der mit Socken und einer PowerPoint-Präsentation auftaucht.
Und das Bittere ist ja: billig war der Spaß nicht.
Deutschland gehört als „Big Five“-Land zu den größten Geldgebern des ESC und ist deshalb automatisch fürs Finale qualifiziert.
Die Teilnahmegebühr lag zuletzt laut Berichten bei rund 620.000 Euro.
Dazu kommen:
* Bühnenproduktion
* Tänzer
* Choreografie
* Unterbringung
* Technik
* ESC-Rahmenprogramm
* Delegation
* SWR-/ARD-Produktion
Unterm Strich wird für Deutschland insgesamt von unter einer Million Euro bis deutlich darüber ausgegangen.
Der gesamte ESC 2026 in Wien soll laut mehreren Berichten rund 36 Millionen Euro kosten.
Deutschland zahlt davon als großer Beitragszahler einen erheblichen Anteil über die EBU-Struktur. Genau deswegen sitzen die „Big Five“ direkt im Finale. Quasi das Premium-Abo mit eingebauter sportlicher Depression.
Man muss sich das vorstellen:
Der deutsche Gebührenzahler finanziert Europas größte Glitzerparty mit… damit Deutschland anschließend behandelt wird wie ein unangenehmer Teams-Anruf am Freitagabend.
Und trotzdem: Der Song war nicht schlecht.
Er war professionell produziert. Modern. Radiotauglich. Bühnenreif.
Das Problem ist vermutlich nicht nur der Song. Deutschland hat beim ESC inzwischen eine Aura entwickelt wie ein Drucker im Büro: technisch okay, aber niemand liebt ihn wirklich.
Der ESC ist eben kein Musikwettbewerb mehr.
Er ist ein geopolitisches Gruppentherapieprojekt mit Nebelmaschinen.
Da gewinnt dann ein Beitrag namens „Bangaranga“ aus Bulgarien mit 516 Punkten, während Deutschland mit „Fire“ abbrennt wie ein Toaster im Studentenwohnheim.
Vielleicht braucht Deutschland nächstes Jahr einfach mehr ESC-Zutaten:
* einen singenden Schamanen
* brennende Einhörner
* Dubstep-Jodeln
* drei Akrobaten an Fleischhaken
* und im Hintergrund Friedrich Merz auf einem Trampolin
Denn normale Musik scheint beim ESC inzwischen ungefähr so hilfreich zu sein wie ein Faxgerät im Cyberkrieg.
Brummsel 18.05.2026 10:17
Bin raus...bekomme 0 Punkte....😅
Nachdem ich den ESCnicht angeschaut habe halt ich mich mal zurück....😎
Nachdem ich den ESCnicht angeschaut habe halt ich mich mal zurück....😎
Mohnblume2 18.05.2026 10:25
Es war meiner Meinung genau so wie Paddy beschrieben hat....ich kann noch hinzufügen, dass ich zwischendurch ,immer mal den Ton abgeschaltet habe...weil es mir zuviel war
rollihexle 18.05.2026 10:46
Wir Deutschen habens immerhin ins Finale am Samstag geschafft, die Schweizer nicht mal das.
Simphony86 18.05.2026 11:01
So wie ich das hier lese, sollte Deutschland eher beim ESC mit einem Jammer und Motzsong antreten, da sind wir absolute Weltmeister drin 🤣
rollihexle 18.05.2026 11:15
Der Platz nimmt schon die Schweiz ein, da müssten wir uns mit Platz 2 begnügen
Steinbock75 18.05.2026 11:16
Klar können wir Simphony. Wird vielleicht mal Zeit den dicken Finger zu zeigen.
Maskentanz 18.05.2026 11:50
Bei uns wollte der Lütte unbedingt den ESC schauen. Meine Tochter und ich eher nicht. Ergebnis: er ist schon kurz vor Beginn neben mir eingeschlafen, ich danach und meine Tochter hat fast bis zum Ende geschaut 😅. Der ESC ist schon seeehr lange nichts mehr für mich.
Madita 18.05.2026 22:19
Wir Deutschen habens immerhin ins Finale am Samstag geschafft, die Schweizer nicht mal das.
Das liegt doch nur daran, dass Deutschland zu den großen Geldgebern für den ESC gehört, die deshalb automatisch im Finale sind?
Das liegt doch nur daran, dass Deutschland zu den großen Geldgebern für den ESC gehört, die deshalb automatisch im Finale sind?
Sui 18.05.2026 22:33
@Hexle, 10:46, Deutschland muss gar nicht durch das Halbfinale.
Die Schweiz dagegen muss sich dort erst qualifizieren.
Deshalb kann man das nicht direkt vergleichen.
Die Schweiz dagegen muss sich dort erst qualifizieren.
Deshalb kann man das nicht direkt vergleichen.
Simphony86 19.05.2026 06:53
Die Briten heulen auch nicht so rum hab ich das Gefühl, und die landen mittlerweile auch regelmäßig auf den hinteren Plätzen. Das letzte Mal gewonnen haben sie 1997.
rollihexle 19.05.2026 08:57
Die Schweizer sollten es besser lassen und das Bulgarien mit so Lied gewonnen auweia.
Steinbock75 19.05.2026 12:25
Ick fand es nich schlecht muss ick sagen. Ick fand och den Beitrag von der Frau mit dem Mundschutz jut. Deutschland muss ja och nich gewinnen aber ständig diese Klatsche nervt.
Brummsel 19.05.2026 20:31
Tja, auch 2027 wird es weitergehen...und Deutschland weiterhin die falsche Wahl treffen.😅
Brummsel 19.05.2026 20:34
Ach, was solls. Solange die Rundfunkanstalten es von unsere Gebühr bezahlen ist doch alles gut...😅😎
Simphony86 19.05.2026 21:02
Sag ja, solange genug einschalten, dass es sich für sie lohnt, wird sich das auch nicht ändern.
Jetzt
Heute hat das, was ich davon mitbekomme; ich schaue das schon seit Jahren nicht mehr, eben weil es sich so verändert hat; abgesehen vom lauten und grellen, wie Du schon schriebst, doch gefühlt mehr mit Politik etc. zu tun, als mit Musik. Mag ich nicht mehr.